Johann Georg Schaedler (1777 Konstanz-1866 Innsbruck) : Tirolerin in Tracht. - Aqurell, um 1820-1840

Zuschreibung :

Johann Georg Schaedler (1777 Konstanz-1866 Innsbruck) :

Tirolerin in Tracht

Miniatur-Aquarell, wohl um 1820-1840,
unbezeichnet.

Darstellung/Blatt : 11 × 5,3 cm.
Rahmen : 22 × 15 cm.

Erhaltungseinschränkung :
Die Schürze etwas angegraut (vermutlich Oxydation von Bleiweiß),
sonst in schöner Erhaltung.

Das Aquarell offensichtlich beschnitten,
resp. Ausschnitt aus einem größeren Blatt.

Hinter Glas in einem feinen, hübschen Vergolderrähmchen.

J. G. Schaedler lebte ab 1804 in Innsbruck, wo er den Tiroler Volksaufstand miterlebte; war tätig als Maler und Radierer.

95 EUR





Zuschreibung : Johann Georg Schaedler (1777 Konstanz-1866 Innsbruck): Südtiroler Gebirgsschütze. - Aquarell

Zuschreibung :

Johann Georg Schaedler (1777 Konstanz-1866 Innsbruck) :

Südtiroler Gebirgsschütze

Miniatur-Aquarell, wohl um 1820-1840,
unbezeichnet.

Darstellung/Blatt : 11 × 5 cm
Rahmen : 22 × 15 cm

Das Aquarell offensichtlich beschnitten, resp. Ausschnitt aus einem größeren Blatt.
Die Darstellung in schöner Erhaltung.

Hinter Glas in einem hübschen Vergolderrähmchen.

Die Abbildung hinter Glas nimmt deutlich Glanz und Präsenz weg – in natura wirkt die Darstellung merklich frischer.

J. G. Schaedler lebte ab 1804 in Innsbruck, wo er den Tiroler Volksaufstand miterlebte, war tätig als Maler und Radierer

145 EUR





Portrait : Claudius Salmasius (1588-1653). - Kupferstich v. Th. Matham nach P. Dubordieu, bei C. Banheinningh, ca. 1650

Portrait :

“Claudius A Salmasia” (Claudius Salmasius).

Kupferstich, um 1650.
Gestochen von Th. Matham nach P. Dubordieu, bei C. Banheinningh.

Darstellung (mit Plattenrand) : 28,2 × 21,2 cm.
Blatt : 36,2 x ca. 27 cm.

Guter, kräftiger Druck.

Erhaltungseinschränkungen :

Horizontal durch die Gesichtspartie zwei feine alte Papierfältchen, dasjenige, welches durch die Oberlippe führt, etwas deutlicher merklich.

Die Blattränder minimal altfleckig, rechte untere Ecke mit zwei kleinen Wurmlöchlein (außerhalb der Darstellung).

Am linken Blattrand Spuren der Ausheftung aus einem Sammelband.

Feine handschriftliche Nummerierungen von alter Hand hart an den Plattenrändern.

Claudius Salmasius, frz. Claude de Saumaise (1588 Semur-en-Auxois – 1653 Spa), französischer Altphilologe u. Universalgelehrter.

65 EUR





Lieselotte Plangger-Popp (Gut Karlsfelde/Ostpreussen-2002 Meran) : Seiser Alm / Am Schlern. - Rohrfeder, 1962

Lieselotte Plangger-Popp (1913 Gut Karlsfelde/Masuren/Ostpreussen – 2002 Meran) :

“Seiser Alm / Am Schlern”

Rohrfederzeichnung, 1962
Auf leicht getöntem INGRES-Bütten (WZ)

Auf dem Passepartout von der Künstlerin betitelt, datiert u. signiert.
Rückseitig mit Stempel (Atelier) : L. Plangger-Popp / Bozen / Mustergasse 14.

Bildmaß (= Passepartoutausschntt): 40,5 × 51,5 cm
Blatt: 45 × 48,5 cm
Außen-Passepartout: 56 × 66 cm

Erhaltung : Die alte Rahmung wurde unsererseits geöffnet. Dabei zeigte sich, dass das Blatt ganz offensichtlich von der Künstlerin selbst unter das von ihr beschriftete, schlichte Passepartout mit T e s a montiert wurde. Die umlaufenenden Streifen wurden inzwischen entfernt, dabei sind aber die typ. Braunverfärbungen rückseitig verblieben, scheinen aber nicht auf die Bildseite durch (seitl. und unten befinden sich die Streifen ohnehin deutlich außerhalb des Bildfeldes). – Zu vermerken noch ein kleiner, sauber mit Japan geschlossener Randeinriß.

Über das einfache Passepartout wurde ein Schrägschnittpassep. fest montiert (geklebt), dieses im Schnitt – wie typ. für die Zeit – gebräunt.

165 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Frühling im Moos /bei Beuerberg. - Auarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Frühling im Moos / bei Beuerberg”

Aquarell,
signiert sowie rückseitig ortsbezeichnet.

Blattgröße : 36,5 × 51 cm

Erhaltungseinschränkung :
In der rechten oberen Himmelspartie mit leichten Verwischungen.
Das Blatt insgesamt leicht, nicht allzu auffällig gebogen (nicht wellig im eigentl. Sinn). Linke untere Ecke mit sauber geschlossenem Einriß. – Trotz einiger Mängel : immer noch sehr ansprechendes Blatt.

Zu den Abbildungen : Die beiden Detailabbildungen sind wesentlich farbrichtiger als die Gesamtabb.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

85 EUR





Horst Fochler (1940 Bruntál/Freudenthal, lebt in Ihrlerstein/b. Kelheim) : Kelheim von der PWA. - Linolschnitt, koloriert, 1987

Horst Fochler (1940 Bruntál/Freudenthal, lebt in Ihrlerstein/b. Kelheim)

“Kelheim von der PWA

Linolschnitt, handkoloriert.

Unterhalb der Darstellung auf dem Passepartout bezeichnet :
Nr. 2 von 20 gedruckten Exemplaren; signiert und datiert (19)87.

Darstellung : 20 × 17 cm
Rahmen : 42,5 × 32,5 cm

Das Blatt in sehr schöner Erhaltung.
Unter schlichtem Passepartout und Glas in kräftiger Holzleiste gut gerahmt.

Vita : Ausb. zum Bergmann und Stahlbauer; anschl. im Gesundheitswesen tätig. 1970 Hinwendung zur Bildhauerei; bis 1974 Unterricht bei den Bildhauern Valentin und Rose von Ranson sowie Besuch der Keramik-FS Landshut. Seit 1975 eig. Atelier sowie Dozent für Keramik und Aqu. an der Weltenburger Akad.; seit 1978 Vors. der Gruppe Kunst. – F. gestaltet auch großformatige Objekte der Kunst im öff. Raum und baugebundene Kunst. Themen in der Keramik sind u.a. der nach Geborgenheit suchende Mensch der Moderne und die Entfremdung zw. Mensch und Natur; ferner Auseinandersetzung mit relig. Themen und Symbolen (Lebenskreis, Keramik, 1990; Reliquiar I + II, Holz und Knochenteile, 1995). Im Gem.-Zyklus Zerbrechlichkeit weist er auf die Zerstörung der Lsch. hin. -
Werke : Ihrlerstein, Pfarrk.: Osterleuchter, 1987. Kelheim, Stadt. – Volksbank. Painten, Schulaula: Keramik-Relief. Regensburg, Arbeitsamt. St. Oswald/Bayer. Wald: Stelen. Zwiesel, Bergkirche: Altarraum-Gest. und Orgelprospekt. – Pfarrk.: Altarraum-Gest. und Innenausstattung, 1987. – Selbstzeugnisse : F./O.Molz, Ich–du–wir–wahrnehmungen, Abensberg 1984. – Ausstellungen : E: ab 1977 jährl. im eig. Atelier / Kelheim: 1981 Sparkasse; 2000 Archäol. Mus. / 1996 Regensburg, Diözesan-Mus. / 1997 Recoaro Terme b. Vicenza / 1999 Mainburg, Heimat-Mus.; Kelheim, Archäol. Mus. – G: regelmäßig Regensburg: Ausst. Berufs-Verb. Bild. Künstler Ndb./Oberpfalz (K). – Bibliographie. – WWCCA, 1996. Mittelbayer. Ztg Regensburg (zahlr. Art. ab 28.8.1980); Landes-Verb. Bild. Künstler Bayern, Dokumentation, III, M. 1985. (AKL XLI, 2004, 420)

75 EUR





Clemens M. Erlenbach (1945 Schlangenbad/Taunus) : Brighton

Clemens M. Erlenbach (1945 Schlangenbad/Taunus) :

Brighton

Farbdruck.

Unten rechts mit Bleistift signiert und datiert : (19)80,
unten links Auflagenbezeichnung : Nr. 46 von insgesamt 99 Exemplaren

Darstellung : 37 × 51 cm
Blattmaß : 60 × 75 cm (breitrandig/vollrandig)

Auf kräftigem, weißen Bütten.

Die Darstellung in unberührt frischer Erhaltung;
lediglich an der rechten Seite (knapp außerhalb der Darstellung) ein kleiner brauner Punkt (könnte ggf. leicht retuschiert werden).

125 EUR





G. Dethlefs : "Weiße Azalie". - Farblithographie/Künstlersteinzeichnung, bei Teubner

G. Dethlefs

“Weiße Azalie” (Azalee)

Farblithographie / Künstlersteinzeichnung,
unten rechts vom Künstler handsigniert sowie betitelt.
1. Viertel 20. Jh.

Im Verlag von B.G. Teubner, Leipzig,
gedruckt bei S. Malz, Berlin.

Darstellung : 75 × 55 cm
Blattmaß : 94 × 69,5 (vollrandig erhalten)

Das übergroße Prachtblatt in guter Erhaltung,
lediglich minimale Handhabungsspuren im Bildbereich (= kleine/unwesentl. Druckstellen, die hinter Glas wohl kaum merklich sein werden).
Außerhalb der Darstellung, im breiten/weißen Rand die Fingerknicke etwas deutlicher merklich (ein allfälliges Passpartout würde diese überdecken).
Am Blattunterrand sowie an einer Stelle seitlich rechts kleine/bräunliche Flecken.

165 EUR





Clemens M. Erlenbach (1945 Schlangenbad/Taunus) : [Brighton Palace Pier]. - Farbgraphik, 1980

Clemens M. Erlenbach (1945 Schlangenbad/Taunus) :

[Brighton Palace Pier]

Unten rechts mit Bleistift signiert und datiert : (19)80,
unten links Auflagenbezeichnung : Nr. 190 von insgesamt 200 Exemplaren

Darstellung : 29 × 40 cm
Blattmaß : 50 × 60 cm

Die Darstellung in unberührt frischer Erhaltung;
lediglich am überbreiten weißen Rand oben zwei kleine Beschabungen,
ebenfalls am oberen Blattrand eine Andeutung eines Papierfältchens (jeweils ca. 5 cm außerhalb des ob. Darstellungsrandes).

Von einem allfälligen Passepartout wären diese Mängel überdeckt.





Josef Nicklas (1893 Ulm - Weingarten 1974) : [Sensendengler]. - Radierung , 1926

Josef Nicklas (1893 Ulm – Weingarten1974).

[Sensendengler]

Radierung auf Japan, mit feinem Plattenton,
rückseitig bezeichnet und datiert : 1926

Darstellung : 8 × 12 cm
Blatt : 11 × 19,5 cm

Die weißen Blattränder minimal/schwach stockfleckig,
die Darstellung in schöner Erhaltung.

Sehr feines Blatt.

Vita “Nicklas (Niklas), Josef, dt. Maler, Grafiker, *17.8.1893 Ulm, †Juli 1974 Weingarten. – Biogramm – Aufgewachsen in Neu-Ulm, dort Besuch des Realgymnasiums. Nach Kinderlähmung steht ihm nur die linke Faust zur Verfügung. Stud.: 1910 KGS Stuttgart; 1911 KA ebd. bei Robert Poetzelsberger; 1912 Schüler von Edmund Steppes. 1919-66 im Klosterdorf Reute bei Waldsee ansässig. – N.s Hauptthema ist die bäuerliche Welt. Er malt v.a. Schäfer, Hirten, Knechte, Bauern, Holzhauer, Fischer; ruhende und arbeitende Menschen in Verbindung mit Herden, gewaltige Tiere drängen beim Hornruf des Hirten zur Tränke. Dabei legt er bes. Wert auf die Darst. der umgebenden Lsch.: Pflanzen, Bäume, Steine, Wind und Wetter. Er stellt Bauernstuben mit Mutter und Kind, betende oder nähende Frauen als Einzelpersonen oder kleine Menschengruppen dar. Seine Bildwelt ist betont antimodern und vermittelt Ahnungen von etwas Unheilvollem. N. fertigt kleinformatige Kaltnadel-Rad., die er mittels Aquarellfarbe koloriert (keine Farbdrucke), sowie Kohle- und Tuschezeichnungen. In seiner Malerei vor dem 1. WK herrschen erdige Töne vor, später Pastellfarben mit Neigung zur Durchsichtigkeit. N. signiert “J. Nicklas Jahreszahl”. – N.s Werke sind durch die Betonung der Linie, anfangs Linienbündel, später einzelne Linien und wenige Tiefenlinien charakterisiert. Seine stilistischen Vorbilder stammen aus der Gotik, der dt. Renaiss. und der Antike. Häufig bezieht er sich auf Albrecht Dürer, später auf Hans Thoma und die dt. Romantik. Seit den 1950er Jahren vollzieht er eine formale Reduktion und Beschränkung auf Einzelpersonen; er zeigt Kargheit und Ruhe als Ideal. – Werke : Bad Waldsee, Kornhaus-Mus. München, BSGS. Stuttgart, SG. Tübingen, Reg.-Präsidium. Ulm, Ulmer Mus. Weingarten, StM. – Ausmalungen: Bad Waldsee, Marien-Kap. Kloster Reute. Kappel/Bad Buchau, Kirche” (Uwe Degreif, in AKL XCII, 2016)

55 EUR





Joseph Hahn (1839 München 1906) : Chiemsee/Rimsting/Schafwaschen. - Aquarell, 1888

Joseph Hahn (1839 München 1906) :

Chiemsee / Rimsting / Schafwaschener Bucht

Aquarell,
unten links signiert, datiert 28.5.(18)88
und ortsbezeichnet : Schafwaschen.

Blattmaß : 23,5 × 31,5 cm

Das Aquarell etwas lichtbleich, der rechte Rand leicht gebräunt.
In der Himmelspartie zwei kleine bräunl. Punkte.
Die Blattränder nicht ganz regelmäßig.
Rückseitig in den Ecken Spuren früherer Montierung.

Literatur : Horst Ludwig (Hrsg.) : Münchner Maler im 19. Jh., Bd. 2, S. 84 (mit Abb., auch der Signatur).

Rimsting, zw. Prien und Gstadt

125 EUR





Otto von Wätjen (1881 Düsseldorf-1942 München) : Frauenportrait. - Bleistift, signiert

Otto von Waetjen (1881 Düsseldorf-1942 München) :

Frauenportrait

Bleistift, mit etwas Farbstift,
auf dem Passepartout signiert.

Darstellung/Passepartoutausschnitt : ca. 36,5 × 32,4 cm.
Rahmen : 50 × 44,5 cm.

Erhaltungseinschränkungen :

Das ganze Blatt etwas stockfleckig.
Der alte Rahmen teils stärker berieben bzw. notdürftig ausgebessert, bes. am unteren Rahmenschenkel.

Das Glas innen angelaufen;
zur Dokumentation der Authentizität wurde der Rahmen nicht geöffnet.

Vita : “Otto von Wätjen (auch Waetjen) wurde als Sohn des Düsseldorfer Regierungsrates Hermann von Wätjen (1851–1911) und Clara Antonia Vautier (1862–1944) geboren. Sein Großvater war der deutsch-schweizerische Bauern- und Genremaler Benjamin Vautier. Nach kurzem Ingenieurstudium meldete er sich 1901 an der privaten Mal- und Zeichenschule von Heinrich Knirr in München an. Anschließend bildete er sich von 1902 bis 1903 bei seinem Onkel, dem Maler Otto Vautier, in der Schweiz weiter. Im Januar 1905 zog Wätjen nach Paris und besuchte die École Humbert. Er wurde Stammgast im Café du Dôme und schloss sich dort dem Kreis der deutschen Künstler in Paris an. 1909 wurde er Mitglied des Sonderbundes, an dessen Ausstellungen er bis zur letzten teilnahm, die 1912 in der Städtischen Ausstellungshalle am Aachener Tor in Köln stattfand. Zwischen 1907 und 1910 wohnte er in 65 rue de Douai, in der Nähe des Place de Clichy, ab 1912 am Montparnasse, 31 rue Campagne Premiere. – Im Herbst 1913 lernte er die französische Malerin Marie Laurencin kennen, die im Kreis um Pablo Picasso, Georges Braque und Gertrude Stein verkehrte und die bis 1912 die Muse von Guillaume Apollinaire gewesen war. Am 22. Juni 1914 heiratete das Paar in Paris, Laurencin wurde deutsche Staatsangehörige. Um einer Ausweisung zuvorzukommen, zogen beide zu Beginn des Ersten Weltkriegs nach Spanien und 1918 nach Düsseldorf. 1919 stellte Wätjen mit den Künstlern des Café du Dôme in der Kestner-Gesellschaft in Hannover und 1920 in der Ausstellung Der Dôme in der Galerie Alfred Flechtheim in Düsseldorf aus. 1921 verließ ihn Laurencin, die nach Paris zurückkehrte. Auch von Wätjen zog wieder nach Paris zurück, wo er bis zu seinem Tod vorwiegend wohnte und arbeitete. Otto von Wätjen war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes. Sein Name findet sich noch bis zur Zwangsauflösung durch die nationalsozialistische Reichskunstkammer im DKB-Mitgliederverzeichnis von 1936.” (Wikip.)

155 EUR





Rudolf Ackermann (*1936) : Oskar Maria Graf - Holzschnitt

Rudolf Ackermann (*1936) : “Hallo Oskar”

Oskar Maria Graf, 1894 in Berg/Starnberger See – 1967 New York

Holzschnitt.
Betitelt und signiert.

Ohne Auflagenbezeichnung.
Nach persönl. Auskunft von Rudolf Ackermann : ca. 50 Exemplare.

Blattmaß : 85 × 58 cm.

Rudolf Ackermann, geboren in Broumov (Braunau), Ostböhmen.
Von 1957-1961 Akademie der Bildenden Künste in München, 1961-1978 Kunsterzieher an Gymnasien, seit 1972 Kunstdozent an der Katholischen Universität Eichstätt.

85 EUR (verkauft)





Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) : Arvenwald am Wetterhorn. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) :

Arvenwald am Wetterhorn

Zirbe/Zirbelkiefer/Pinus cembra/Arve

Aquarell (Studie), um 1900-1920.
Unten links signiert : Carl Kessler / München.
Rückseitig ortsbezeichnet.

Bildmaß : 34,5 × 50 cm

Alt (von C. Kessler selbst) auf Unterlagekarton aufgezogen.

Erhaltungseinschränkungen :
- insgesamt (v.a. aber im der linken Hälfte) etwas beschabt
- die Himmelspartie stockfleckig
- die Ecken leicht bestoßen

Die Abb. 1 gibt das Aquarell am farbrichtigsten wieder, Abb. 2 (Gesamtabb.) ist überschärft u. farblich zu hart.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

195 EUR





Amoretten/Amouretten : "L'Amour Masqué - L'Amour Démasqué". - 2 Punktierkupfer, 1. Hälfte 19. Jh.

Amoretten/Amouretten

“L’Amour Masqué – L’Amour Démasqué”

Zwei Farb-Punktierkupferstiche (Gegenstücke),
Stipple engravings, printed in colours,
1. Hälfte 19. Jh.

Am Unterrand jeweils mit der Verlegeradresse :
A Paris, chez Noel, Rue des Noyers No. 49

Blattmaße : ca. 20,5 × 18 cm (Blattränder unregelmäßig)

Beide Blätter angestaubt u. altfleckig (die Tondi so gut wie nicht betroffen). 1 Blatt mit kl. Wurmlöchlein unten links, dazu eine Papieranstückung (mit Japan) am Oberrand sowie in der linken/unteren/äußersten Ecke (s. Pfeile).

65 EUR





[Anonymus] : Bronzekopf/Wasserspeier o.ä. (~ Satyr/Faun), wohl um 1900

[Anonymus] :

Bronzekopf / Wasserspeier o.ä.,
wohl um 1900.

Höhe ca. 8 cm, Gewicht : 530 g.

Innengewinde am Hals.
Patina teils etwas berieben.

Satyr- bzw. Faun-Anmutung.

250 EUR





[Anonymus] : Lesender (Carl Seidel/Dresden?) - Bleistift, 1. Hälfte/Mitte 19. Jh.

[Anonymus] : Lesender (Carl Seidel/Dresden?)

Bleistift, tls. aquarelliert.
Auf dünnem/glatten Papier.

Auf altem Unterlageblatt
an den oberen Ecken leicht (reversibel) an zwei Punkten befestigt.
Unterhalb der Darstellung, auf der Unterlage, die Bezeichnung “C. Seidel Dresden”.

Darstellung : ca. 24 × 19 cm
Blatt : 27,5 × 25 cm (Ränder etwas ungleichmäßig)
Unterlageblatt : ca. 35 × 28 cm

Das Blatt gering altfleckig. An den äußersten Rändern, kleine, punktuelle Papierausdünnungen. – Rechte Seite der Unterlage mit Staub- resp. Lichtrand. – Rückseitig an den Rändern einige unwesentliche Reste abgelöster, alter Montierungen. Nunmehr mit zwei feinen Japanpapierfälzchen an der Oberkante montiert, sonst freiliegend.

Unter altem Glas und einem Biedermeierrahmen (Birne o.ä., schwarz bebeizt). Einige kleine Wurmlöchlein. Der Rahmen wurde mit Schellack etwas aufgefrischt. Die Abb. gibt nur einen ungefähren Eindruck.

Die Bezeichnung auf der Unterlage dürfte wohl den Dargestellten meinen und nicht den Zeichner.

Ob evtl. folgende Person in Frage kommt, muß vorläufig offen bleiben : “Carl Seidel (1787 Berlin – 1844 ), Kunstschriftsteller, Philosoph, Dichter. Seidel sollte ursprünglich den Beruf eines Kaufmanns ergreifen, studierte aber Philosophie u. Kunstwissenschaften. 1826 promovierte er in Philosophie und erhielt 1840 den Titel eines Professors. Am 30. Juli 1840 heiratete er seine Schülerin Emilie Detroit. Daneben spielte er Gitarre und schrieb theoretische Artikel, Erzählungen und Reiseberichte für zahlr. Zeitschriften. Von Bedeutung ist seine Novelle Der Brautkampf, die 1819 in der Dresdner Abendzeitung erschien und Theodor Hell zu dem Opernlibretto Die drei Pintos inspirierte. Es wurde von Carl Maria von Weber vertont, blieb aber Fragment. Seidels musikalische Schriften hielt insbesondere Robert Schumann für so bedeutend, dass er ihn als Mitarbeiter für seine Neue Zeitschrift für Musik gewann und in den Jahren 1834 bis 1835 mit ihm korrespondierte.” (vgl. Wikip.)

245 EUR





Anonymus : Emilie (Mädchenporträt). - Bleistift, Mitte 19. Jh.

[Anonymus] :

“Schwester Emilie”

Bleistift, Mitte 19. Jh.,
ohne Signatur, lediglich mit alter Bezeichnung der Dargestellten.

Darstellung : ca. 13 × 10 cm
Blatt : 23 × 14 cm
Unterlage : 32,5 × 23,5 cm

Das Blatt altfleckig, altfaltig, knittrig sowie mit Randläsuren, am linken Rand kleiner Einriß. An den Ecken auf eine Unterlage montiert.

35 EUR





Marie Freiin v. Buddenbrock (1883 Forken/Ostpreussen-1979 Kellinghusen) : Farbholzschnitt

Marie/Marianne Freiin von Buddenbrock (1883 Forken/Ostpreussen-1979 Kellinghusen) :

Gelbe Astern (?)

Farbholzschnitt auf Japan,
in der Platte unten rechts monogrammiert : MvB

Darstellung (Sichtmaß) : 25,5 × 24,5 cm
Rahmen : 34 × 32,5 cm

Das Blatt leicht leicht stockfleckig.

Alter Wurzelholz-Rahmen, der offensichtlich von der seinerzeit sehr bekannten und anerkannten Kunsthandlung Ernst Arnold in Dresden in Auftrag gegeben worden ist (entsprechendes Klebeetikett auf der Rückseite); die Gehrungen rundum leicht geöffnet, oberer Rahmenschenkel auf Höhe der Aufhängung mit kleiner Randläsur.

Insgesamt schönes/stimmiges Zusammenspiel von Bild und Rahmen.

Zu den Abbildungen :
Der blaue Hintergrund auf der Gesamtdarstellung (mit Rahmen) erscheint zu dunkel/kräftig, die Abb. des Holzschnittes allein ist hierin farbrichtiger.

Vita : Marie/Marianne v. Buddenbrock”(g)ing vor 1910 nach Berlin, um bei Franz Skarbina ihre bereits beg. Zeichenausbildung fortzusetzen. Nach dessen Tod 1910 wechselte sie in den von Franz Seeck geführten “Künstlerinnen-Verein”. Nach mehrjähriger Pause Studium bei der Malerin Clara Elisabeth Fischer. Zw. den Weltkriegen lebte sie erneut auf den elterlichen Gütern, flüchtete 1945 in das norddt. Kellinghusen. […]. – Lit.: Wolff-Thomsen, 1994. – Nord-dt. Rundschau (Itzehoe) v. 1.12.1973; Kellinghusen im Bild (K), Kellinghusen 1985; Künstlerinnen an der Westküste Schleswig-Holsteins (K Kunsthaus Reichenstraße und Kr.-Mus. Prinzeßhof), Itzehoe 1993.” (AKL XV, 1997, 16).

245 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) : Villa Würmegg, 1919

Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) :

Villa Würmegg, Aug. 1919

Aquarell, signiert oben rechts

Bildmaß : 25 × 35,5 cm
Passepartout : 39 × 49 cm

Erhaltungseinschränkungen :

- das Aquarell fest unter ein Passepartout montiert/geklebt
- das Passepartout völlig verbräunt
- in der linken oberen Ecke Papierfalte.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

75 EUR





Brokatpapier/Goldbrokatpapier/Buntpapier : 1. Drittel 19. Jahrhundert

Brokatpapier/Goldbrokatpapier/Buntpapier :
1. Drittel 19. Jahrhundert

Auf orangenem, gestrichenen Kleisterpapier.
Blattgröße : 35 × 42,5 cm (vollrandig).

Vertikaler Mittelfalz.
In frischer Erhaltung, lediglich 2 minimale Abplatzer.
Aus einer kleinen Sammlung, immer in einer Mappe aufbewahrt.

Luxuspapier. Bronzefirnispapier

105 EUR





Fedinand Karl/Carl Klimsch (1812 Böhmisch-Leipa-1890 Frankfurt a.M.) : Bismarck zu Pferd. - Aquarell/Bleistift

Fedinand Karl/Carl Klimsch (1812 Böhmisch-Leipa-1890 Frankfurt a.M.) :

(Graf) Bismarck zu Pferd

Aquarell und Bleistift. Studie in Minaturformat.

Darstellung/Blatt : 10,8 × 6,8 cm
Unterlagekarton : 12,9 × 8,9 cm

Auf der Rückseite der Unterlage handschriftlich :
“Aus dem Skizzenbuch meines Vaters F.C. Klimsch 1812-90) / Molly Engesser / geb. Klimsch”.

Emilie/Molly Klimsch/Engesser : 20. Mai 1861 – 8. November 1937.

Erhaltung :

Unterhalb des Pferdekopfes alte längliche Braunspur!
Am Oberrand Stockfleckchen.
Rückseitig kleine Abschabung.
Das Blatt gekonnt alt auf Karton aufgezogen.

Vita des Künstlers : “Ferdinand Karl Klimsch (* 12. Dezember 1812 in Böhmisch-Leipa; † 14. September 1890 in Frankfurt am Main), war ein deutscher Kunstmaler, Lithograf und Kupferstecher. Er war der Begründer der Frankfurter Unternehmer- und Künstlerfamilie Klimsch. Ferdinand Karl Klimsch entstammt einer evangelischen böhmischen Familie und übersiedelte aus seiner Heimat zunächst nach Dillenburg, um dort eine lithografische Anstalt zu eröffnen. Im Jahr 1837 zog er nach Frankfurt am Main, wo er für Bernhard Dondorf arbeitete. Er entwarf und stach ab 1848 die Motive der Banknoten für Hessen-Kassel, für Hessen-Darmstadt und war zudem an deren Herstellung im Auftrag der Frankfurter Bank beteiligt. Im Jahr 1858 gründete Ferdinand Klimsch wieder eine eigene lithografische Firma in der Frankfurter Alten Mainzer Gasse. Er führte dort seine Arbeiten zur Banknotenherstellung fort, fertigte aber auch Buchillustrationen, Lithografien, Ölgemälde und Aquarelle an.” (Wikip.)

70 EUR





August Baumgartner (1896 Landau/Isar-1960 Kirchseeon) : Blick auf die Kampenwand. - Aquarell

August Baumgartner (1896 Landau/Isar-1960 Kirchseeon) :

Blick auf die Kampenwand

Aqurell, unten rechts signiert : A. Baumgartner

Darstellung : 17,4 × 19,8 cm
Das Blatt sauber auf ein etwas größeres Unterlagenpapier aufmontiert;
dort Künstlerstempel.

In der Himmelspartie leicht altfleckig und mit einigen kl. Nadelstichen.

Prien/Chiemsee/Chiemgau/Bernau/Aschau im Chiemgau

55 EUR





[Anonymus] : Männlicher Akt. - Kohle/Bleistift, ca. 2. Hälfte 20. Jh.

[Anonymus] :

Männlicher Akt

Kohle/Bleistift auf glattem Papier, tls. gewischt,
wohl 2. Hälfte 20. Jh., ohne Signatur.

Darstellung : ca. 24 × 16 cm
Blattmaß : 42 × 30 cm

Das Blatt tls. schwach altfleckig.
Neben dem linken Arm (vom Betrachter aus) eine kleine Schabstelle.
Am Blattunterrand gebräunt und mit Einheftungspuren.





Walther Koch (1875 Ottensen/Hamburg - Zürich 1915) : Kirchgang. - Farblithographie, um 1910

Walther Koch (1875 Ottensen/Hamburg – Zürich 1915)

Kirchgang

Farblithographie, wohl um 1910.

In der Platte unten rechts bezeichnet : Walther Koch.

Unten links, angeschnitten in Bleistift, “Bachha(m)mer” (Bachhammer), verso nochmals mit Bleistift selbiger Name. Welche Bewandtnis es damit hat, konnte nicht herausgefunden werden.

Datstellung : 49 × 71 cm

Erhaltungsseinschränkungen :
Die Lithographie war alt gerahmt. Wie (leider) früher nicht unüblich, wurde dabei das Blatt bis an den Darstellungsrand beschnitten. Am Oberrand eine kleine geglättete Läsur; in der Himmelspartie darunter einige, wenig auffällige kleine Pünktchen; in der äußersten oberen linken Ecke winziger Nadelstich.

Bei der Ablösung der rückwärtigen Klebestreifen haben sich Papierausdünnungen ergeben, die jedoch nicht die Vorderseite durchdringen und nur in der Durchsicht gegen helles Licht merklich sind – bildseitig so nicht erkennbar.

Zu den Abbildungen : Die Detailabb. geben die Farbstimmung genauer wieder als die Gesamtabbildung.

Vita : “Walther Koch, geboren 14.4.1875 Ottensen bei Altona (heute Hamburg), gestorben 30.6.1915 Zürich … Zuerst Schüler an der Hamburger Kunstgewerbeschule, studierte K. 1893-96 beim Bildhauer Johann Böse, kehrte dann aber zum Kunstgewerbe zurück. Eines Lungenleidens wegen übersiedelte er 1898 nach Davos, wo er eine rege künstler. Tätigkeit entfaltete und zum Vorkämpfer der dt. Werkkunstbestrebungen in der Schweiz wurde. In Davos erhielt er zahlreiche Aufträge für Tourismusplakate und arbeitete als Landschaftsmaler. Seine Darstellungen der Gebirgswelt Graubündens sind von Ferdinand Hodler und Emil Cardinaux beeinflusst. 1914 gestaltete er den Pavillon für das Davoser Kurwesen an der Landesaustellung in Bern und erhielt dafür den grossen Ausstellungspreis. K. schuf weiterhin zahlreiche und wirkungsvolle Plakate, hauptsächlich für den Bündner Fremdenverkehr. – Literatur : K. Wobmann, W. Rotzler, Touristikplakate der Schweiz, 1880-1940, 1980 – Swiss Sport Posters, hg. von K. Wobmann, M. Triet, 198 – B. Margadant, Das Schweizer Plakat: 1900-1983, 1983” (Hist. Lex. d. Schweiz, Autor: Kurt Thaler). – Schreibweise irrtümlich häufiger: Walter Koch.

255 EUR





Gottlob Schüssel (1892 Segringen - 1967 Kempten) : Weissensee bei Füssen mit Säuling. - Gouache, 1939

Gottlob Schüssel (1892 Segringen-1967 Kempten)

“Weissen-See bei Füssen mit Säuling” (Allgäu).

Gouache, 1939,
unten rechts signiert.

Darstellung/Blattmaß : 25 × 32 cm.

Auf der vormaligen Rückenabdeckung befand sich Betitelung und Datierung.

Blattränder etwas ungleichmäßig beschnitten.

Insgesamt in schöner, farbfrischer Erhaltung.

65 EUR





Zuschreibung : Johann Ertl (1845 - Schwaz/Tirol - 1906) : Knabengesicht - Bleistift, 1863

Zuschreibung : Johann Ertl (1845 Schwaz/Tirol-1906) :

Knabengesicht

Bleistift, etw. weißgehöht,
Bezeichnet unten rechts : Johann Ertl gezeichnet am 30/1 (18)63.

Darstellung : 22 × 22 cm
Blatt : 32,5 × 28 cm

Die Portraitzeichnung wurde alt in den Umrissen ausgeschnitten und auf ein Unterlagepapier kaschiert.

Wenig störende Bereibungen resp. Glanzstellen in der Haarpartie.
Die Unterlage sehr stark gebräunt und stockfleckig, das Portrait selbst von der Fleckigkeit kaum betroffen.

Die Blattränder teils mit Papierausbrüchen.

“Biogramm : Ertl, Johann, Maler, geb. zu Schwaz (Tirol) 10. 2. 1845, † das. 26. 6. 1906, Sohn eines Zimmermanns. Zuerst Schüler der Maler Endfelder u. Käßbacher in Schwaz. 1862-66 besuchte E. in Innsbruck die von Bildhauer M. Stolz und dem Maler Kaspar Jeli geleitete Kunstschule. Einige Zeit verbrachte er an der Münchener Akad. Dann arbeitete er unter den Malern Franz Plattner und Spörr an der Kirche zu Pill (Unterinntal). Nach Führichs Kompositionen malte er 14 Stationsbilder im Friedhof zu Schwaz. Besonders begünstigte ihn der Maler von Felsburg, der ihm 1882 als Nachfolger des Spörr die 1885 vollendeten Malereien in der Pfarrkirche von Telfs verschaffte, wo er die 7 Sakramente darstellte. 1887 malte E. in der Pfarrkirche von Aldrans (abgebrannt). 1889 und 1890 reparierte er mit Geschick die durch Sprünge beschädigte Kuppelmalerei M. Knollers in der Karlskirche bei Volders (Unterinntal), 1890-99 führte E. einen Teil der Fresken in der in den 60er Jahren von Josef v. Stadel in romanischem Stil erbauten Kirche zu Weerberg bei Schwaz aus; 1897 die Gemälde der Kirche von Angath bei Wörgl. E.s letzte Arbeiten (in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts) sind die Fresken in der Kirche von Kolsaß bei Schwaz und im Johanneum-Betsaal in Bozen. – E. malte auch eine Reihe von Altarbildern: in der Kirche zu Kirchbühl, in der Kapuzinerkirche zu Dornbirn, in der Pfarrkirche von Reith bei Seefeld, in der Kirche von Angath, in der Nicolauskirche zu Innsbruck, in der Klosterkirche von Fiecht bei Schwaz, in der Kirche von Nassereith usf. E. hat ausschließlich im Dienste der Kirche gemalt, in einem strengen, fast starren, doch zeichnerisch sorgfältigen Stil. Zahlreiche seiner Kartons u. Entwürfe befinden sich im Besitze seiner Schwester, Frl. Maria Ertl in Schwaz. Kosel, Deutsch-österr. Kstlerlex. II (1906) p. 24. – Atz, Kunstgeschichte von Tirol, 1909, p. 1024. – Kunstfreund 1888, p. 47; 1895, p. 91; 1898, p. 30; 1899, p. 36; 1900, p. 30; 1901, p. 7; 1902, p. 27; 1908, p. 41-44 (hier Porträt des Künstlers und Abb. eines Altarblattes). – Tiroler Bote, 1893, p. 1200. – Andreas Hofer, 1899, p. 542. – Brixner Chronik, 1889, p. 261; 1906, No 19. – Mitteilungen der Schwester des Künstlers, Frl. Maria Ertl u. des Herrn Kooperators Johann Jordan in Schwaz” (AKL XXXIV, 2002, 516; ThB XI, 1915, 15 s)

145 EUR





Walter Buhe (1882 Aschersleben-1958 Leipzig) : Wilnaer Judenfriedhof (Wilna/Vilnius) - Lithgographie, ca. 1916

Walter Buhe (1882 Aschersleben-1958 Leipzig) :

“Wilnaer Judenfriedhof”

Lithographie/Steinzeichnung, um 1916.

In der Platte bezeichnet u. dat. 1916 (keine Handsignatur):

Am Unterrand das Signet der Berliner Secession
sowie nochmals die Künstlerbezeichnung und der Titel.

Blatt aus der 25. Folge von “Krieg und Kunst. Original-Steinzeichnungen der Berliner Sezession”, im Verlag bei Julius Bard, Berlin. Erschienen von 1915-1918.

Darstellung : ca. 28 × 23 cm
Blattmaß : 42 × 33,5 cm

Im Geäst schwacher Braunfleck (s. Pfeile), winziges Fleckchen außerhalb der Darstellung oben. Insgesamt ansprechendes Exemplar in vollrandiger Erhaltung.

Liauen/Vilnius/Judaica/Litauische Juden/Jerusalem des Norden

65 EUR





Unsere Ausstellung in Wasserburg a. Inn: Marienplatz 23/Ecke Bruckgasse/Unter den Arkaden - GEMÄLDE-BÜCHER-GRAPHIK

Kunst- und Literaturhandel

Seit Dezember zeigen wir, 50 m weiter, in einer Ausstellungsvitrine, ebenfalls ‘Unter den Bögen’, zwischen dem V(enezia) und Café Rechenauer, Marienplatz 11, zusätzlich eine kleine Auswahl von Büchern und Graphiken des 16.-20. Jahrhunderts.





Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau im Schwarzwald - 1924 Karlsruhe) : Alpen. St. Anton/bei Garmisch-Partenkirchen. - Farblithographie, 1906 (handsigniert)

Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau/Schwarzwald – 1924 Karlsruhe) :

“Alpen (St. Anton/bei [Garmisch-]Partenkirchen)”

Farblithographie (Algraphie), 1906.
In der Platte unten links bezeichnet und datiert.

Unten rechts mit Bleistift handsigniert.

Offensichtlich wurde nur ein Teil der Auflage von Hand signiert.
Für die Echtheit der Signatur garantieren wir. Das Blatt stammt aus einem alten Bestand.

Darstellung : 43,8 × 60,2 cm.
Blatt : 56,6 × 76,8 cm (breitrandig).

Auf glattem, leicht chamoisfarbenen Karton.
Das Blatt rundum in schönster, frischer Erhaltung.

175 EUR






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