Johann Elias / Johann Martin Ridinger : "Brand Fuchs. / ordentlicher Fuchs." - Altkolorierter Kupferstich, 1768

Johann Elias ridinger (1698-1767)
Martin Elias Ridinger (1730-1780)

p(fg).” Vulpes Rutgaris / Vulpes Rufesecus
Brand Fuchs. / ordentlicher Fuchs”

Altkolorierter Kupferstich, 1768.

Aus : “Das in seiner großen Mannigfaltigkeit und in seinen schönen Farben nach Original-Zeichnungen geschilderte Thier-Reich”

Blattmaß : 31 × 22 cm (Plattenrund an drei Seiten erhalten, am Oberrand angeschnitten).

Papier mit Wasserzeichen : C & I Honig.

Das Blatt mit Altersspurer, v.a. in der Himmelspartie bräunliche Verfärbungen sowie ein paar wenige Wurmlöchlein.

Das Kolorit als Alt-Kolorit gut erkennbar von der Rückseitenabbildung her.

Von einiger Seltenheit.

95 EUR





Harry Schultz (1874 Elbing / Elblag / Ostpreussen - Hausham 1958) : Boote vor dem Hafen. - Farblithographie, 1901

Harry Schultz (1874 Elbing / Elblag / Ostpreussen – Hausham 1958) :

Boote vor dem Hafen (wohl Ostpreussen)

Farblithographie, 1901
in der Platte bezeichnet und datiert.

Darstellung : 28 × 51 cm
Blattmaß : 37 × 56,5 cm

Wohl ein Probedruck bzw. Vorabzug auf die blanke Rückseite eines bedruckten, festen/glatten Papiers gedruckt. Noch vor der Schrift; auch die Passerkreuze sind noch zu sehen.

Erhaltung : Am Oberrand und auch seitlich rechts ein schwacher hellbräunlicher Lichtrandstreifen, herrührend von einem vormaligen Passepartout.

125 EUR





Georges Braque (1882-1963) : Feuillage noir. - Radierung, 1956 (nummeriert/signiert)

Georges Braque (1882-1963) :

“Feuillage noir”

Radierung auf Japan, 1956,
nummeriert (Nr. 46 von 50 Exemplaren) und signiert.

Blattmaß : 63 × 50 cm

Das Blatt leicht lichtschattig, gering fleckig und mit einigen Papierfältchen.
Unter Passepartout mit Filmoplast-Streifen an den Rändern montiert.
Der Rahmen etwas an den Kanten bestoßen.

Auf der Rahmenrückseite zwei Klebezettel der Galerie Thomas (München, Maximilianstr.), mit Angaben zu diesem Blatt.

Vallier 106





Carl Thiemann (1881 Karlsbad – 1966 Deutenhofen) : Chrysanthemen. - Farbholzschnitt, Handdruck, 1934, signiert

Carl Thiemann (1881 Karlsbad – 1966 Deutenhofen) :

“Chrysanthemen”

Holzschnitt auf Japan, 1934.
Unterhalb der Darstellung von Hand bez. und signiert :
“Original Farbholzschnitt Handdruck / “Chrysanthemen” / C. Thiemann”.

Darstellung : 46,2 × 34 cm
Blattmaß : 52 × 38-37,5 cm (oben re. Blattrandeinkerbung)

Ein schmales Lichträndchen um die Darstellung, kleiner Eckknick unten re. (außerhalb der Darstellung). – Insgesamt in sehr ansprechender/frischer Erhaltung (keine Einrisse, Restaurierungen etc.). Auch die Rückseite zeigt die schöne Erhaltung an.

Eine leichte Papierwellung sowie einige feine Papierfältchen sind japanpapiertypisch; eine Glättung wäre leichtens möglich, würde aber den Charakter verfälschen, auch könnte der Reliefdruck in der Blütendarstellung darunter leiden.

Bibliogr. Referenz :
Klaus Merx, Carl Thiemann 1881-1966. – Darmstadt, 1976. – Werknummer 423 F (die Datierung erfolgt aufgrund Thiemanns eigenhändiger Werkslisten).

375 EUR





Portrait : Maria Margareta de Barlemont Comitissa Hegmondana. - Kupferstich von Jacobus Nefs nach Anton van Dyck, ca. 1650

Portrait : “[…] Maria Margareta de Barlemont Comitissa Hegmondana”
(Marie-Marguerite de Berlaymont).

Kupferstich, um 1650.
In der Platte bezeichnet : “Ant. van Dyck pinxit. / Iacobus Nefs sculpsit. / Iones. Meyssens exc[udit].

Anton van Dyck : 1599-1641

Darstellung (mit Plattenrand) : 27,5 × 20 cm
Blattf: 36 × 26,5 cm

Referenz : Wohl New Hollstein 110.III (Van Dyck)

Schöner, kräftiger Abzug auf breitrandigem Büttenpapier mit Wasserzeichen.
Die Blattränder angestaubt und rundum mit Einrissen (weit außerhalb der Darstellung).

Original engraving, strong imprint on laid paper, many tears at the wide margins (out of image). Watermark something like a fool’s cap.

85 EUR





Jacob Kallenberg (1540-1605) : "Lintpurg" - "Stramberg". Landsknecht als Fahnenschwinger. Holzschnitt, 1545

2Lintpurg” – “Stramberg”

Zwei Holzschnitte auf einem Blatt,
unten rechts bei “Lintpurg” Monogramm “IK”.

Jeweils ein Landsknecht, die Fahne mit Stadtwappen schwingend.

Darstellung mit Schrift : je ca. 23 × 14,3 cm.
Format des angesetzten Papiers : 29 × 19,5 cm.

Zuschreibung an Jacob Kallenberg (nachgewiesen tätig in Bern ca.1535/65)
Aus : Jacob Köbel, Wapen des Heyligen Römischen Reichs Teutscher Nation […],
1545 (1. Auflage)

Das Blatt ist nicht – wie gelegentlich auch zu finden – gespalten, sondern beidseitig original bedruckt. Die Holzschnitte wurde rundum mit altem Bütten sehr gekonnt eingefenstert, dennoch gingen dabei kleine Partien der Einfassungslinie und des weißen Oberrandes verloren.

Zu den beiden Ausgaben (1545/1579) siehe Katalog der Lipperheideschen Kostümbibliothek.
Literatur : Josef Benzing : Jacob Köbel […] Bibliographie seiner Drucke u. Schriften.

Uns vorliegende “Fahnenschwinger” sind von jenen der 2. Auflage von 1579 u.a. unterscheidbar am anderen Schnittduktus der Beschriftung.

“Die Landsknechte waren nicht nur für ihre Kampfkraft, sondern auch für ihr extravagantes Erscheinungsbild bekannt. Ihre äußerst bunte Bekleidung bestand aus gepufften und geschlitzten Hemden und Hosen, zu denen sie eine Bundhaube bzw. schräg darüber ein breitkrempiges mit Federn und Wollbüschen bunt geschmücktes Barett aufsetzten. An den Füßen trugen sie die nach ihrer Form benannten Kuhmaulschuhe. Typisch waren auch das vor der Brust verschnürte Lederwams und bunt gefärbte Socken. Der Ursprung der geschlitzten Mode ist unklar; so wird vermutet, dass die enge Kleidung des späten 15. Jahrhunderts im Kampf äußerst hinderlich war. Die Landsknechte schlitzten sie deshalb auf, banden sich Stofffetzen um die Ärmel und ließen die dicken Unterstoffe herauspludern … Die auffällige gepuffte und geschlitzte Kleidung der Landsknechte, die eine imponierende Wirkung erzielen sollte, wurde in adeligen Kreisen als Anmaßung betrachtet. Auf Initiative Maximilians I. billigte ihnen der 1503 tagende Reichstag zu Augsburg jedoch das Recht zu, sich nach eigenem Gutdünken zu kleiden. Die Bekleidung war absolut uneinheitlich, lediglich die Offiziere waren meist durch eine bunte Schärpe erkennbar … Die Kleidung der Landsknechte beeinflusste die zivile Mode des damaligen Europas stark und wurde sogar in Stahl nachgebildet. So entstanden gepuffte und geschlitzte Paraderüstungen, die repräsentativen Zwecken dienten. Der Brayette genannte Genitalschutz der damaligen Rüstungen war ein stählernes Abbild des Hosenlatzes der Landsknechte.” (Wikipedia, 30.12.07). – SW: Katzbalger, Renaissance-Waffen, Renaissancekleidung, Landsknechtmode, auch Jakob Kallenberg)

125 EUR





Detlef Willand : Das Gelbe Buch. Einhorn Drache Schmetterling. - Edition Walser-Presse, 1996. - Mit 14 Orig.-Holzschnitten (Pressendruck)

Deflef Willand :
Das Gelbe Buch. Einhorn Drache Schmetterling.

Detlef Willand zum Sechzigsten.
Drei Einhorngeschichten und sieben Sätze
zu Willands Bildern und ein Versuch über den Tag- und Nacht-Zyklus.

Erster Druck der Edition Walser-Presse, 1996.
Texte von Bertus Stock. Holzschnitte von Detlef Willand.

Mit 14 Original-Holzschnitten (2 lose beigelegt).

Folio-Format : 42 × 33 cm.
56 ungezählte Seiten.

Gelbe Orig.-Broschur.
Der Umschlag mit einem winzigen, stecknadelkopfkleinen, grauen Pünktchen – sonst außen wie innen geradezu verlagsfrisch (Umschlagkanten scharf, keine Bereibungen, offensichtlich kaum geöffnet).

Editorische Notiz :
Das Gelbe Buch wird als “Erster Druck der Walser-Presse” in einer einmaligen Auflage von 432 Exemplaren vorgelegt …”

Die Holzschnitte im Einzelnen (teils signiert/teils nicht signiert) :

Dame a la licorne (Aus der Holzschnittfolge “Jäger des Einhorns” (nicht sign.)
Apeiron (sign.)
Glückwunsch (chinesische Kalligraphie) (nicht sign.)
Bogenschütze (sign.)
Jäger des Einhorns (sign.)
Einhorn (sign.)
Katharsis (sign.)
Muse reitet einen Künstler zuschanden (sign.)
Kleine “Argo” (sign.)
Zeichen “Drache” (nicht sign.)
Drei besondere Freunde (nicht sign.)
Was mir so durch den Kopf geht (sign.)

Drache träumt – lose beigelegt, sign.
Meditation über sieben Schmetterlinge – lose beigelegt, sign.

275 EUR





Ferdinand Karl Klimsch (1812 Böhmisch-Leipa-1890 Frankfurt a.M.): Comte de Palikao (1796 Paris-1878 Versailles). - Aquarell

Fedinand Karl/Carl Klimsch (1812 Böhmisch-Leipa-1890 Frankfurt a.M.) :

Charles-Guillaume-Marie-Apollinaire-Antoine Cousin-Montauban,
comte de Palikao

Aquarell und Bleistift. Studie in Minaturformat.
Am Unterrand betitelt : Palikao

Darstellung/Blatt : 10,5 × 6,5 cm

Auf der Rückseite der Unterlage handschriftlich, wegen des Beschnittes die in Klammern gesetzten Buchstaben von uns ergänzt.
“[Aus] dem Skizzenbuch me[ines] Vaters F.C. Klims[ch] [18]12-90) / Mo[lly] (I?)ngesser (?) / geb. Klimsch”.

Emilie/Molly Klimsch/Engesser : 20. Mai 1861 – 8. November 1937.

Erhaltung : Das Blatt gekonnt alt auf Karton aufgezogen. Die weißen Blattränder etwas angestaubt. Rückseitig mit Schabstelle

Vita : “Charles-Guillaume-Marie-Apollinaire-Antoine Cousin-Montauban, comte de Palikao (* 24. Juni 1796 in Paris; † 8. Januar 1878 in Versailles) war ein französischer General und Staatsmann. Er war Oberkommandierender des französischen Expeditionskorps in China, das 1860 Peking einnahm, und vom 9. August bis 4. September 1870 Premier- und Kriegsminister des zusammenbrechenden zweiten Kaiserreichs” (Wikip.)

Vita des Künstlers : “Ferdinand Karl Klimsch (* 12. Dezember 1812 in Böhmisch-Leipa; † 14. September 1890 in Frankfurt am Main), war ein deutscher Kunstmaler, Lithograf und Kupferstecher. Er war der Begründer der Frankfurter Unternehmer- und Künstlerfamilie Klimsch. Ferdinand Karl Klimsch entstammt einer evangelischen böhmischen Familie und übersiedelte aus seiner Heimat zunächst nach Dillenburg, um dort eine lithografische Anstalt zu eröffnen. Im Jahr 1837 zog er nach Frankfurt am Main, wo er für Bernhard Dondorf arbeitete. Er entwarf und stach ab 1848 die Motive der Banknoten für Hessen-Kassel, für Hessen-Darmstadt und war zudem an deren Herstellung im Auftrag der Frankfurter Bank beteiligt. Im Jahr 1858 gründete Ferdinand Klimsch wieder eine eigene lithografische Firma in der Frankfurter Alten Mainzer Gasse. Er führte dort seine Arbeiten zur Banknotenherstellung fort, fertigte aber auch Buchillustrationen, Lithografien, Ölgemälde und Aquarelle an.” (Wikip.)

55 EUR





[Anonymus] : Bronzekopf/Wasserspeier o.ä. (~ Satyr/Faun), wohl um 1900

[Anonymus] :

Bronzekopf / Wasserspeier o.ä.,
wohl um 1900.

Höhe ca. 8 cm, Gewicht : 530 g.

Innengewinde am Hals.
Patina teils etwas berieben.

Satyr- bzw. Faun-Anmutung.

250 EUR





Portrait : Claudius Salmasius (1588-1653). - Kupferstich v. Th. Matham nach P. Dubordieu, bei C. Banheinningh, ca. 1650

Portrait :

“Claudius A Salmasia” (Claudius Salmasius).

Kupferstich, um 1650.
Gestochen von Th. Matham nach P. Dubordieu, bei C. Banheinningh.

Darstellung (mit Plattenrand) : 28,2 × 21,2 cm.
Blatt : 36,2 x ca. 27 cm.

Guter, kräftiger Druck.

Erhaltungseinschränkungen :

Horizontal durch die Gesichtspartie zwei feine alte Papierfältchen, dasjenige, welches durch die Oberlippe führt, etwas deutlicher merklich.

Die Blattränder minimal altfleckig, rechte untere Ecke mit zwei kleinen Wurmlöchlein (außerhalb der Darstellung).

Am linken Blattrand Spuren der Ausheftung aus einem Sammelband.

Feine handschriftliche Nummerierungen von alter Hand hart an den Plattenrändern.

Claudius Salmasius, frz. Claude de Saumaise (1588 Semur-en-Auxois – 1653 Spa), französischer Altphilologe u. Universalgelehrter.

65 EUR





Ferdinand Karl Klimsch (1812 Böhmisch-Leipa-1890 Frankfurt a.M.): wohl General Émile Félix Fleury (1815-1884). - Aquarellminiatur

Fedinand Karl/Carl Klimsch (1812 Böhmisch-Leipa-1890 Frankfurt a.M.) :

wohl : General Émile Félix Fleury (1815-1884).

Aquarell und Bleistift. Studie in Minaturformat.
Am Unterrand betitelt : Fleury

Darstellung/Blatt : 10,5 × 6,5 cm
Unterlagekarton : 13 × 9 cm

Auf der Rückseite der Unterlage handschriftlich :
“Aus dem Skizzenbuch meines Vaters F.C. Klimsch 1812-90) / Molly Engesser / geb. Klimsch”.

Emilie/Molly Klimsch/Engesser : 20. Mai 1861 – 8. November 1937.

Erhaltung : Das Blatt gekonnt alt auf Karton aufgezogen. Die weißen Blattränder etwas angestaubt u. minimale Farbspritzer. Rückseitig mit Schabstelle

Vita des Künstlers : “Ferdinand Karl Klimsch (* 12. Dezember 1812 in Böhmisch-Leipa; † 14. September 1890 in Frankfurt am Main), war ein deutscher Kunstmaler, Lithograf und Kupferstecher. Er war der Begründer der Frankfurter Unternehmer- und Künstlerfamilie Klimsch. Ferdinand Karl Klimsch entstammt einer evangelischen böhmischen Familie und übersiedelte aus seiner Heimat zunächst nach Dillenburg, um dort eine lithografische Anstalt zu eröffnen. Im Jahr 1837 zog er nach Frankfurt am Main, wo er für Bernhard Dondorf arbeitete. Er entwarf und stach ab 1848 die Motive der Banknoten für Hessen-Kassel, für Hessen-Darmstadt und war zudem an deren Herstellung im Auftrag der Frankfurter Bank beteiligt. Im Jahr 1858 gründete Ferdinand Klimsch wieder eine eigene lithografische Firma in der Frankfurter Alten Mainzer Gasse. Er führte dort seine Arbeiten zur Banknotenherstellung fort, fertigte aber auch Buchillustrationen, Lithografien, Ölgemälde und Aquarelle an.” (Wikip.)

65 EUR





[Anonymus] : Lesender (Carl Seidel/Dresden?) - Bleistift, 1. Hälfte/Mitte 19. Jh.

[Anonymus] : Lesender (Carl Seidel/Dresden?)

Bleistift, tls. aquarelliert.
Auf dünnem/glatten Papier.

Auf altem Unterlageblatt
an den oberen Ecken leicht (reversibel) an zwei Punkten befestigt.
Unterhalb der Darstellung, auf der Unterlage, die Bezeichnung “C. Seidel Dresden”.

Darstellung : ca. 24 × 19 cm
Blatt : 27,5 × 25 cm (Ränder etwas ungleichmäßig)
Unterlageblatt : ca. 35 × 28 cm

Das Blatt gering altfleckig. An den äußersten Rändern, kleine, punktuelle Papierausdünnungen. – Rechte Seite der Unterlage mit Staub- resp. Lichtrand. – Rückseitig an den Rändern einige unwesentliche Reste abgelöster, alter Montierungen. Nunmehr mit zwei feinen Japanpapierfälzchen an der Oberkante montiert, sonst freiliegend.

Unter altem Glas und einem Biedermeierrahmen (Birne o.ä., schwarz gebeizt). Einige kleine Wurmlöchlein. Der Rahmen wurde mit Schellack etwas aufgefrischt. Die Abb. gibt nur einen ungefähren Eindruck.

Die Bezeichnung auf der Unterlage dürfte wohl den Dargestellten meinen und nicht den Zeichner.

Ob evtl. folgende Person in Frage kommt, muß vorläufig offen bleiben : “Carl Seidel (1787 Berlin – 1844 ), Kunstschriftsteller, Philosoph, Dichter. Seidel sollte ursprünglich den Beruf eines Kaufmanns ergreifen, studierte aber Philosophie u. Kunstwissenschaften. 1826 promovierte er in Philosophie und erhielt 1840 den Titel eines Professors. Am 30. Juli 1840 heiratete er seine Schülerin Emilie Detroit. Daneben spielte er Gitarre und schrieb theoretische Artikel, Erzählungen und Reiseberichte für zahlr. Zeitschriften. Von Bedeutung ist seine Novelle Der Brautkampf, die 1819 in der Dresdner Abendzeitung erschien und Theodor Hell zu dem Opernlibretto Die drei Pintos inspirierte. Es wurde von Carl Maria von Weber vertont, blieb aber Fragment. Seidels musikalische Schriften hielt insbesondere Robert Schumann für so bedeutend, dass er ihn als Mitarbeiter für seine Neue Zeitschrift für Musik gewann und in den Jahren 1834 bis 1835 mit ihm korrespondierte.” (vgl. Wikip.)

245 EUR





Bruno Krauskopf (1892 Marienburg/Westpreußen-1960 Berlin) : Weibliche Studienköpfe. - Kohlezeichnung, 1924

Bruno Krauskopf (1892 Marienburg/Westpreußen-1960 Berlin) :

Weibliche Studienköpfe

Kohle,
signiert und datiert (19)24;
dazu eine Widmung mit Grüßen zum 28.VI.(19)30.

Bildmaß/Sichtmaß : ca. 31 × 43 cm.

Erhaltung : Die linke untere Ecke deutlich erkennbar angestückt (siehe Pfeile in der Abb. 2). Unter Glas und Rahmen; der etwas jüngere Rahmen berieben, aber durchaus passend. Die Rückseite sauber verschlossen.

Die Abb. treffen nicht ganz den Papiernaturton.

Zur Vita : Ab 1916 Mitglied in der “Freien Berliner Sezession”, dann Übertritt in die “Berliner Sezession”; dort bis 1933 Vorstands- u. Jurymitglied, Beteiligung an allen Ausstellungen. Teilnahme auch an der Gründungssitzung der “Novembergruppe”, zus. mit Max Pechstein, Rudolf Belling sowie Erich Mendelsohn 1918 im Arbeitsausschuß.

295 EUR





[Anonymus] : Aus alter Zeit. - Scherenschnitt

[Anonymus] :

“Aus alter Zeit”

Scherenschnitt,
betitelt und signiert
(die Signatur nicht entziffert; das Blatt wurde in Klagenfurt erworben),
wohl 1. Drittel 20. Jh.

Darstellung : 7 × 14,4 cm
Unterlagekarton : 16 × 24 cm

Ein wenig altfleckig, insgesamt wohlerhalten mit feinem Altersschmelz.
Fein, die in der Entfernung auftauchende Ritterburg auf hohem Fels (=ein zweiter Schnitt hinter dem Transparentpapier).

65 EUR





Joseph Hahn (1839 München 1906) : Chiemsee/Rimsting/Schafwaschen. - Aquarell, 1888

Joseph Hahn (1839 München 1906) :

Chiemsee / Rimsting / Schafwaschener Bucht

Aquarell,
unten links signiert, datiert 28.5.(18)88
und ortsbezeichnet : Schafwaschen.

Blattmaß : 23,5 × 31,5 cm

Das Aquarell etwas lichtbleich, der rechte Rand leicht gebräunt.
In der Himmelspartie zwei kleine bräunl. Punkte.
Die Blattränder nicht ganz regelmäßig.
Rückseitig in den Ecken Spuren früherer Montierung.

Literatur : Horst Ludwig (Hrsg.) : Münchner Maler im 19. Jh., Bd. 2, S. 84 (mit Abb., auch der Signatur).

Rimsting, zw. Prien und Gstadt

75 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Am Riegsee. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Abend im Alpenvorland” (Der Riegsee)

Aquarell, signiert unten rechts.
Rückseitig betitelt,
um 1925-1935.

Darstellung/Blatt : 36,5 × 50 cm.

Erhaltungsmängel :
In der Himmelspartie (s. Pfeile) eine deutlich merkliche Schabspur (deutlicher als es die Abb. mit den Pfeilen zeigt).

Aufgrund dieses gravierenden Mangels eine deutliche Preisminderung.
Bitte nur bieten, wenn dieser zur Kenntnis genommen und toleriert werden kann.

Der Riegsee, ein Lieblingsmotiv C. Kesslers, das er immer wieder in verschiedenen Blickwinkeln, Farbstellungen und Bildgrößen wiedergegeben hat.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

Umgebung : Murnau am Staffelsee, Spatzenhausen, Seehausen am Staffelsee, Obersöchering, Großweil, Habach, Eglfing, Uffing am Staffelsee, Ohlstadt, Antdorf, Sindelsdorf, Schlehdorf, Huglfing, Iffeldorf, Eberfing, Kochel am See, Schwaigen.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

Umgebung : Murnau am Staffelsee, Spatzenhausen, Seehausen am Staffelsee, Obersöchering, Großweil, Habach, Eglfing, Uffing am Staffelsee, Ohlstadt, Antdorf, Sindelsdorf, Schlehdorf, Huglfing, Iffeldorf, Eberfing, Kochel am See, Schwaigen.

85 EUR





Antje Wichtrey (*1966) : Spaziergang durch die Wüste. - Holzschnitt

Antje Wichtrey (*1966) :

“Spaziergang durch die Wüste”

Holzschnitt auf Japan.

Mit Feder signiert, betitelt und nummeriert :
Exemplar 23 von insgesamt 50.

Darstellung : 26,5 × 32,5 cm
Blatt : ca. 31,5 × 38 cm (unbeschnitten/vollrandig)

In sehr schöner Erhaltung.

65 EUR





Detlef Willand (*1935) : Juan, ein Santiagopilger. - Holzschnitt, 1985

Detlef Willand (*1935) :

“Juan, ein Santiagopilger”

Ein Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.

Holzschnitt auf hellweißem Bütten
handsigniert.

Darstellung : ca. 19,5 × 18 cm.
Blatt : 24,5 × 34,5 cm (vollrandig erhalten)

Vgl. Werkverzeichnis 1985/30 (hier wird eine Auflage von 100 Expl. genannt).

65 EUR





Detlef Willand (*1935) : Segelschiff. - Holzschnitt aus der Folge : Dekade zehn Augenblicke, 1989/1990

Detlef Willand (*1935) :

Das Schiff

Holzschnitt (Druckfarbe blau) aus der Folge : “Dekade zehn Augenblicke”.
In Holz geschnitten 1989 – gedruckt/verlegt 1990.

Rückseitig der Holzschnitt (schwarz/weiß): “Die Raben Hugin und Munin” (siehe Abb. 3).

Bietigheim Verlag “Galerie im Unteren Tor”, Stefan Heiland.

Exemplar außerhalb der Auflage mit Gefälligkeitssignatur (unten rechts).

Bitte beachten : Wir bieten auch ein Exemplar ohne Signatur
und ohne Rückseitenholzschnitt (Hugin/Munin) an,
dafür auf blütenweißem Büttenpapier.

Darstellung/Blattmaß : 53,3 × 50,5 cm (original bis an die Ränder bedruckt).

Gedruckt auf 250 g Kontakt-Offsetkarton.

In unberührt frischer Erhaltung.
Noch nie gerahmt bzw. unter Passepartout,
daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

Das Hintergrundweiß erscheint auf den Abbildungen abbild.-techn. bedingt zu abgeschattet/dunkel, in natura aber ist es ein Hellweiß.

95 EUR





Detlef Willand (*1935) : Segelschiff. - Holzschnitt, 1989/90

Detlef Willand (*1935) :

“Das Schiff”

Holzschnitt (Druckfarbe blau) aus der Folge : “Dekade zehn Augenblicke”.

Gewissermaßen “Vorzugsdruck” (jedoch unsign./unnumm.)
auf blütenweißem Bütten (mit blanker Rückseite).

Bitte beachten : Wir bieten auch die Normalauflage auf schlichtem Offsetkarton mit Gefälligkeitssignatur u. rückseitig mit dem Holzschnitt “Die Raben Hugin und Munin” an (vgl. Werkverzeichnis Nr. 1989/3).

Bietigheim Verlag “Galerie im Unteren Tor”, Stefan Heiland.

Darstellung/Blattmaß : 53,2 × 50 cm (original bis an die Ränder bedruckt).

In unberührt frischer Erhaltung.
Noch nie gerahmt bzw. unter Passepartout,
daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

Das Hintergrundweiß erscheint auf den Abbildungen abbild.-techn. bedingt zu abgeschattet/dunkel, in natura aber ist es ein Hellweiß.

90 EUR





Johann Georg Schaedler (1777 Konstanz-1866 Innsbruck) : Tirolerin in Tracht. - Aqurell, um 1820-1840

Zuschreibung :

Johann Georg Schaedler (1777 Konstanz-1866 Innsbruck) :

Tirolerin in Tracht

Miniatur-Aquarell, wohl um 1820-1840,
unbezeichnet.

Darstellung/Blatt : 11 × 5,3 cm.
Rahmen : 22 × 15 cm.

Erhaltungseinschränkung :
Die Schürze etwas angegraut (vermutlich Oxydation von Bleiweiß),
sonst in schöner Erhaltung.

Das Aquarell offensichtlich beschnitten,
resp. Ausschnitt aus einem größeren Blatt.

Hinter Glas in einem feinen, hübschen Vergolderrähmchen.

J. G. Schaedler lebte ab 1804 in Innsbruck, wo er den Tiroler Volksaufstand miterlebte; war tätig als Maler und Radierer.

95 EUR





Zuschreibung : Johann Georg Schaedler (1777 Konstanz-1866 Innsbruck): Südtiroler Gebirgsschütze. - Aquarell

Zuschreibung :

Johann Georg Schaedler (1777 Konstanz-1866 Innsbruck) :

Südtiroler Gebirgsschütze

Miniatur-Aquarell, wohl um 1820-1840,
unbezeichnet.

Darstellung/Blatt : 11 × 5 cm
Rahmen : 22 × 15 cm

Das Aquarell offensichtlich beschnitten, resp. Ausschnitt aus einem größeren Blatt.
Die Darstellung in schöner Erhaltung.

Hinter Glas in einem hübschen Vergolderrähmchen.

Die Abbildung hinter Glas nimmt deutlich Glanz und Präsenz weg – in natura wirkt die Darstellung merklich frischer.

J. G. Schaedler lebte ab 1804 in Innsbruck, wo er den Tiroler Volksaufstand miterlebte, war tätig als Maler und Radierer

145 EUR





Lieselotte Plangger-Popp (Gut Karlsfelde/Ostpreussen-2002 Meran) : Seiser Alm / Am Schlern. - Rohrfeder, 1962

Lieselotte Plangger-Popp (1913 Gut Karlsfelde/Masuren/Ostpreussen – 2002 Meran) :

“Seiser Alm / Am Schlern”

Rohrfederzeichnung, 1962
Auf leicht getöntem INGRES-Bütten (WZ)

Auf dem Passepartout von der Künstlerin betitelt, datiert u. signiert.
Rückseitig mit Stempel (Atelier) : L. Plangger-Popp / Bozen / Mustergasse 14.

Bildmaß (= Passepartoutausschntt): 40,5 × 51,5 cm
Blatt: 45 × 48,5 cm
Außen-Passepartout: 56 × 66 cm

Erhaltung : Die alte Rahmung wurde unsererseits geöffnet. Dabei zeigte sich, dass das Blatt ganz offensichtlich von der Künstlerin selbst unter das von ihr beschriftete, schlichte Passepartout mit T e s a montiert wurde. Die umlaufenenden Streifen wurden inzwischen entfernt, dabei sind aber die typ. Braunverfärbungen rückseitig verblieben, scheinen aber nicht auf die Bildseite durch (seitl. und unten befinden sich die Streifen ohnehin deutlich außerhalb des Bildfeldes). – Zu vermerken noch ein kleiner, sauber mit Japan geschlossener Randeinriß.

Über das einfache Passepartout wurde ein Schrägschnittpassep. fest montiert (geklebt), dieses im Schnitt – wie typ. für die Zeit – gebräunt.

165 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Frühling im Moos /bei Beuerberg. - Auarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Frühling im Moos / bei Beuerberg”

Aquarell,
signiert sowie rückseitig ortsbezeichnet.

Blattgröße : 36,5 × 51 cm

Erhaltungseinschränkung :
In der rechten oberen Himmelspartie mit leichten Verwischungen.
Das Blatt insgesamt leicht, nicht allzu auffällig gebogen (nicht wellig im eigentl. Sinn). Linke untere Ecke mit sauber geschlossenem Einriß. – Trotz einiger Mängel : immer noch sehr ansprechendes Blatt.

Zu den Abbildungen : Die beiden Detailabbildungen sind wesentlich farbrichtiger als die Gesamtabb.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

85 EUR





Horst Fochler (1940 Bruntál/Freudenthal, lebt in Ihrlerstein/b. Kelheim) : Kelheim von der PWA. - Linolschnitt, koloriert, 1987

Horst Fochler (1940 Bruntál/Freudenthal, lebt in Ihrlerstein/b. Kelheim)

“Kelheim von der PWA

Linolschnitt, handkoloriert.

Unterhalb der Darstellung auf dem Passepartout bezeichnet :
Nr. 2 von 20 gedruckten Exemplaren; signiert und datiert (19)87.

Darstellung : 20 × 17 cm
Rahmen : 42,5 × 32,5 cm

Das Blatt in sehr schöner Erhaltung.
Unter schlichtem Passepartout und Glas in kräftiger Holzleiste gut gerahmt.

Vita : Ausb. zum Bergmann und Stahlbauer; anschl. im Gesundheitswesen tätig. 1970 Hinwendung zur Bildhauerei; bis 1974 Unterricht bei den Bildhauern Valentin und Rose von Ranson sowie Besuch der Keramik-FS Landshut. Seit 1975 eig. Atelier sowie Dozent für Keramik und Aqu. an der Weltenburger Akad.; seit 1978 Vors. der Gruppe Kunst. – F. gestaltet auch großformatige Objekte der Kunst im öff. Raum und baugebundene Kunst. Themen in der Keramik sind u.a. der nach Geborgenheit suchende Mensch der Moderne und die Entfremdung zw. Mensch und Natur; ferner Auseinandersetzung mit relig. Themen und Symbolen (Lebenskreis, Keramik, 1990; Reliquiar I + II, Holz und Knochenteile, 1995). Im Gem.-Zyklus Zerbrechlichkeit weist er auf die Zerstörung der Lsch. hin. -
Werke : Ihrlerstein, Pfarrk.: Osterleuchter, 1987. Kelheim, Stadt. – Volksbank. Painten, Schulaula: Keramik-Relief. Regensburg, Arbeitsamt. St. Oswald/Bayer. Wald: Stelen. Zwiesel, Bergkirche: Altarraum-Gest. und Orgelprospekt. – Pfarrk.: Altarraum-Gest. und Innenausstattung, 1987. – Selbstzeugnisse : F./O.Molz, Ich–du–wir–wahrnehmungen, Abensberg 1984. – Ausstellungen : E: ab 1977 jährl. im eig. Atelier / Kelheim: 1981 Sparkasse; 2000 Archäol. Mus. / 1996 Regensburg, Diözesan-Mus. / 1997 Recoaro Terme b. Vicenza / 1999 Mainburg, Heimat-Mus.; Kelheim, Archäol. Mus. – G: regelmäßig Regensburg: Ausst. Berufs-Verb. Bild. Künstler Ndb./Oberpfalz (K). – Bibliographie. – WWCCA, 1996. Mittelbayer. Ztg Regensburg (zahlr. Art. ab 28.8.1980); Landes-Verb. Bild. Künstler Bayern, Dokumentation, III, M. 1985. (AKL XLI, 2004, 420)

75 EUR





Clemens M. Erlenbach (1945 Schlangenbad/Taunus) : Brighton

Clemens M. Erlenbach (1945 Schlangenbad/Taunus) :

Brighton

Farbdruck.

Unten rechts mit Bleistift signiert und datiert : (19)80,
unten links Auflagenbezeichnung : Nr. 46 von insgesamt 99 Exemplaren

Darstellung : 37 × 51 cm
Blattmaß : 60 × 75 cm (breitrandig/vollrandig)

Auf kräftigem, weißen Bütten.

Die Darstellung in unberührt frischer Erhaltung;
lediglich an der rechten Seite (knapp außerhalb der Darstellung) ein kleiner brauner Punkt (könnte ggf. leicht retuschiert werden).

125 EUR





G. Dethlefs : "Weiße Azalie". - Farblithographie/Künstlersteinzeichnung, bei Teubner

G. Dethlefs

“Weiße Azalie” (Azalee)

Farblithographie / Künstlersteinzeichnung,
unten rechts vom Künstler handsigniert sowie betitelt.
1. Viertel 20. Jh.

Im Verlag von B.G. Teubner, Leipzig,
gedruckt bei S. Malz, Berlin.

Darstellung : 75 × 55 cm
Blattmaß : 94 × 69,5 (vollrandig erhalten)

Das übergroße Prachtblatt in guter Erhaltung,
lediglich minimale Handhabungsspuren im Bildbereich (= kleine/unwesentl. Druckstellen, die hinter Glas wohl kaum merklich sein werden).
Außerhalb der Darstellung, im breiten/weißen Rand die Fingerknicke etwas deutlicher merklich (ein allfälliges Passpartout würde diese überdecken).
Am Blattunterrand sowie an einer Stelle seitlich rechts kleine/bräunliche Flecken.

165 EUR





Clemens M. Erlenbach (1945 Schlangenbad/Taunus) : [Brighton Palace Pier]. - Farbgraphik, 1980

Clemens M. Erlenbach (1945 Schlangenbad/Taunus) :

[Brighton Palace Pier]

Unten rechts mit Bleistift signiert und datiert : (19)80,
unten links Auflagenbezeichnung : Nr. 190 von insgesamt 200 Exemplaren

Darstellung : 29 × 40 cm
Blattmaß : 50 × 60 cm

Die Darstellung in unberührt frischer Erhaltung;
lediglich am überbreiten weißen Rand oben zwei kleine Beschabungen,
ebenfalls am oberen Blattrand eine Andeutung eines Papierfältchens (jeweils ca. 5 cm außerhalb des ob. Darstellungsrandes).

Von einem allfälligen Passepartout wären diese Mängel überdeckt.





Josef Nicklas (1893 Ulm - Weingarten 1974) : [Sensendengler]. - Radierung , 1926

Josef Nicklas (1893 Ulm – Weingarten1974).

[Sensendengler]

Radierung auf Japan, mit feinem Plattenton,
rückseitig bezeichnet und datiert : 1926

Darstellung : 8 × 12 cm
Blatt : 11 × 19,5 cm

Die weißen Blattränder minimal/schwach stockfleckig,
die Darstellung in schöner Erhaltung.

Sehr feines Blatt.

Vita “Nicklas (Niklas), Josef, dt. Maler, Grafiker, *17.8.1893 Ulm, †Juli 1974 Weingarten. – Biogramm – Aufgewachsen in Neu-Ulm, dort Besuch des Realgymnasiums. Nach Kinderlähmung steht ihm nur die linke Faust zur Verfügung. Stud.: 1910 KGS Stuttgart; 1911 KA ebd. bei Robert Poetzelsberger; 1912 Schüler von Edmund Steppes. 1919-66 im Klosterdorf Reute bei Waldsee ansässig. – N.s Hauptthema ist die bäuerliche Welt. Er malt v.a. Schäfer, Hirten, Knechte, Bauern, Holzhauer, Fischer; ruhende und arbeitende Menschen in Verbindung mit Herden, gewaltige Tiere drängen beim Hornruf des Hirten zur Tränke. Dabei legt er bes. Wert auf die Darst. der umgebenden Lsch.: Pflanzen, Bäume, Steine, Wind und Wetter. Er stellt Bauernstuben mit Mutter und Kind, betende oder nähende Frauen als Einzelpersonen oder kleine Menschengruppen dar. Seine Bildwelt ist betont antimodern und vermittelt Ahnungen von etwas Unheilvollem. N. fertigt kleinformatige Kaltnadel-Rad., die er mittels Aquarellfarbe koloriert (keine Farbdrucke), sowie Kohle- und Tuschezeichnungen. In seiner Malerei vor dem 1. WK herrschen erdige Töne vor, später Pastellfarben mit Neigung zur Durchsichtigkeit. N. signiert “J. Nicklas Jahreszahl”. – N.s Werke sind durch die Betonung der Linie, anfangs Linienbündel, später einzelne Linien und wenige Tiefenlinien charakterisiert. Seine stilistischen Vorbilder stammen aus der Gotik, der dt. Renaiss. und der Antike. Häufig bezieht er sich auf Albrecht Dürer, später auf Hans Thoma und die dt. Romantik. Seit den 1950er Jahren vollzieht er eine formale Reduktion und Beschränkung auf Einzelpersonen; er zeigt Kargheit und Ruhe als Ideal. – Werke : Bad Waldsee, Kornhaus-Mus. München, BSGS. Stuttgart, SG. Tübingen, Reg.-Präsidium. Ulm, Ulmer Mus. Weingarten, StM. – Ausmalungen: Bad Waldsee, Marien-Kap. Kloster Reute. Kappel/Bad Buchau, Kirche” (Uwe Degreif, in AKL XCII, 2016)

55 EUR





Otto von Wätjen (1881 Düsseldorf-1942 München) : Frauenportrait. - Bleistift, signiert

Otto von Waetjen (1881 Düsseldorf-1942 München) :

Frauenportrait

Bleistift, mit etwas Farbstift,
auf dem Passepartout signiert.

Darstellung/Passepartoutausschnitt : ca. 36,5 × 32,4 cm.
Rahmen : 50 × 44,5 cm.

Erhaltungseinschränkungen :

Das ganze Blatt etwas stockfleckig.
Der alte Rahmen teils stärker berieben bzw. notdürftig ausgebessert, bes. am unteren Rahmenschenkel.

Das Glas innen angelaufen;
zur Dokumentation der Authentizität wurde der Rahmen nicht geöffnet.

Vita : “Otto von Wätjen (auch Waetjen) wurde als Sohn des Düsseldorfer Regierungsrates Hermann von Wätjen (1851–1911) und Clara Antonia Vautier (1862–1944) geboren. Sein Großvater war der deutsch-schweizerische Bauern- und Genremaler Benjamin Vautier. Nach kurzem Ingenieurstudium meldete er sich 1901 an der privaten Mal- und Zeichenschule von Heinrich Knirr in München an. Anschließend bildete er sich von 1902 bis 1903 bei seinem Onkel, dem Maler Otto Vautier, in der Schweiz weiter. Im Januar 1905 zog Wätjen nach Paris und besuchte die École Humbert. Er wurde Stammgast im Café du Dôme und schloss sich dort dem Kreis der deutschen Künstler in Paris an. 1909 wurde er Mitglied des Sonderbundes, an dessen Ausstellungen er bis zur letzten teilnahm, die 1912 in der Städtischen Ausstellungshalle am Aachener Tor in Köln stattfand. Zwischen 1907 und 1910 wohnte er in 65 rue de Douai, in der Nähe des Place de Clichy, ab 1912 am Montparnasse, 31 rue Campagne Premiere. – Im Herbst 1913 lernte er die französische Malerin Marie Laurencin kennen, die im Kreis um Pablo Picasso, Georges Braque und Gertrude Stein verkehrte und die bis 1912 die Muse von Guillaume Apollinaire gewesen war. Am 22. Juni 1914 heiratete das Paar in Paris, Laurencin wurde deutsche Staatsangehörige. Um einer Ausweisung zuvorzukommen, zogen beide zu Beginn des Ersten Weltkriegs nach Spanien und 1918 nach Düsseldorf. 1919 stellte Wätjen mit den Künstlern des Café du Dôme in der Kestner-Gesellschaft in Hannover und 1920 in der Ausstellung Der Dôme in der Galerie Alfred Flechtheim in Düsseldorf aus. 1921 verließ ihn Laurencin, die nach Paris zurückkehrte. Auch von Wätjen zog wieder nach Paris zurück, wo er bis zu seinem Tod vorwiegend wohnte und arbeitete. Otto von Wätjen war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes. Sein Name findet sich noch bis zur Zwangsauflösung durch die nationalsozialistische Reichskunstkammer im DKB-Mitgliederverzeichnis von 1936.” (Wikip.)

155 EUR






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