Josua Reichert: Freilich ein Handwerker, kein Derwisch
Vorderer Umschlag zu der
A N Z E I G E
des Heftes „Freilich ein Handwerker, kein Derwisch“
Auflage : 400 Exemplare. Den Text setzte Ingo Möller in Bad Aibling.
Josua Reichert und Martin Schimanski druckten den Originalumschlag bei Schumacher-Gebler.
29 × 21 cm
Schönes Exemplar.
„Anzeige des Heftes »Freilich ein Handwerker, kein Derwisch«
mit zwei Reden von LUDWIG GREVE. Er hielt sie am 7. April 1973 im Lessinghaus in Wolfenbüttel anläßlich der Ausstellung „Josua Reichert Bücher“, die von der Herzog August Bibliothek veranstaltet wurde; und am 12. November 1977 in der Evangelischen Akademie Bad Boll zur Eröffnung der Ausstellung „Josua Reichert Hebräische Drucke«. Diese Ausstellung fand im Rahmen einer Veranstaltungsreihe statt, die unter dem Motto »Freude am Gebot« stand. Das Heft enthält auch einen handschriftlichen Brief Greves, in dem er sich auf seine Boller Rede bezieht, zwei seiner Buchwidmungen, und ein Foto von Schwöbel; ferner drei Fotos, die den Drucker in Urbino zeigen, ein »Hochhaus« betiteltes Originaltypo, und Abbildungen der Plakate zu den erwähnten Ausstellungen. Ein zweites Originaltypo liegt der Vorzugsausgabe des Heftes bei, die Auflage beträgt 95 Exemplare. Der Umschlag wurde von den Bleilettem der 60 Punkt halbfetten Gill Sans Serif gedruckt, die ich 1970 für den Druck der Hölderlingedichte zur Ausstellung in Marbach habe gießen lassen.“
20 EUR
Uta Zaumseil (*1962) : Peter Mell 16.3.95 - Farbholzschnitt
Uta Zaumseil (*1962) : „Peter Mell 16.3.95“
Farbholzschnitt von 5 Stöcken (auf „Johannot“-Bütten), 1995.
Aus der Extra-Suite zum Bietigheimer Holzschnitt-Kalender auf das Jahr 1996. – Nr. 33 von insgesamt 100 Exemplaren.
- Nicht zu verwechseln mit der Kalender-Ausgabe auf einfachem Werkdruckpapier. – Jene Auflage betrug 1200 Exemplare.
Darstellung : ca. 35,5 × 43,6 cm – Blatt : 76 × 56 cm
- E.A. = Epreuve d’artiste : „Bei graphischen Blättern … so genannte Künstlerdrucke (meist ohne die übliche Beschriftung des Auflagendrucks) … Es handelt sich dabei um keine Probedrucke, sondern um Abzüge, die der Künstler für den eigenen Gebrauch herstellt.“ (P. W. Hartmann).
In blütenfrischer, unberührter Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout, deshalb auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.
Zur Abb. 2 (am unteren Blattrand rechts handelt es sich um Lichtreflexe, die auf dem Blatt selbst nicht vorkommen).
115 EUR
Tita do Rego Silva (*1959): Rio Itapecuru - Farbholzschnitt
Tita do Rego Silva (*1959 Brasilien) : „Rio Itapecuru“.
Farbholzschnitt von 3 Stöcken (auf „Johannot“-Bütten), 1995.
Aus der Extra-Suite zum Bietigheimer Holzschnitt-Kalender auf das Jahr 1996. – Nr. 33 von insgesamt 100 Exemplaren.
- Nicht zu verwechseln mit der Kalender-Ausgabe auf einfachem Werkdruckpapier.
Jene Auflage betrug 1200 Exemplare.
Darstellung : ca. 54 × 43 cm – Blatt : 76 × 56 cm
- E.A. = Epreuve d’artiste : „Bei graphischen Blättern … so genannte Künstlerdrucke (meist ohne die übliche Beschriftung des Auflagendrucks) … Es handelt sich dabei um keine Probedrucke, sondern um Abzüge, die der Künstler für den eigenen Gebrauch herstellt.“ (P. W. Hartmann).
In blütenfrischer, unberührter Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout, deshalb auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.
Vita : 1959 geboren in Caxias-MA, Brasilien – 1985-1988 Kunststudium an der Universität von Brasília. – Seit 1988 freie Künstlerin in Hamburg
125 EUR
Carl Kessler (*1876): Schleißheim - Aquarell
Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :
„Aus Schleißheim“.
Kleines Aquarell (Studie),
nicht signiert, jedoch eigenhändig ortbezeichnet (Vor- u. Rückseite)
sowie datiert 6.9.(19)08.
Rückseitig zudem mit Nachlaßstempel
Blattgröße : 10,5 × 17 cm.
In farbfrischer Erhaltung.
Linke untere Ecke fein mit Japan hinterlegt.
Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).
75 EUR
Carl Kessler (*1876): Oberjoch bei Hindelang/Haus Inge
Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :
„Oberjoch“ bei Hindelang.
Aquarell,
nicht signiert, jedoch eigenhändig ortbezeichnet (Oberjoch)
und datiert : 20.5.(19)34. – Rückseitig mit Nachlaßstempel.
Blattgröße : 25,5 × 36 cm.
In farbfrischer, guter Erhaltung. Die Reißnagelspuren in den Ecken sind „original“ – kein Mangel.
Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).
125 EUR
Carl Kessler (*1876) : Oberjoch/Hindelang - Aquarell
Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :
„Oberjoch bei Hindelang – Blick auf Haus Inge“
Kleines Aquarell (Studie) über Bleistift,
nicht signiert, jedoch rückseitig eigenhändig ortbezeichnet
und mit Nachlaßstempel.
Ohne Datierung : um 1935-1940.
Darstellung/Blatt : 11 × 18 cm.
Aus einem Skizzenblock (links Perforierung), die rechten Ecken orig. abgerundet.
In schöner Erhaltung.
Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).
85 EUR
Carl Kessler (*1876): Brunnen in Katzental/Colmar - Aquarell
Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :
„(A)lter Brunnen in Katzenthal“
Aquarell auf stark genarbtem Aquarellpapier.
Unten links signiert, unten rechts ortsbezeichnet und datiert :
„(A)lter Brunnen / in Katzenthal – 16.10./1930“
Blatt : 34 × 27 cm.
Am linken unteren äußersten Blattrand etwas angestoßen. In der Himmelspartie leicht angestaubt. Die Reißnagelspuren in den Ecken sind „original“ – kein Mangel.
Noch nie gerahmt oder unter Passepartout, deshalb farbfrisch, keine Lichtränder und auch keine Montierungsspuren – bislang immer in Mappen aufbewahrt.
Katzenthal, französische Gemeinde im Département Haut-Rhin im Elsass. Mitglied der Communauté de communes de la Vallée de Kaysersberg.
Uta Zaumseil (*1962): Farbholzschnitt, 1993
Uta Zaumseil (*1962) : Titelblatt zum Bietigheimer Holzschnittkalender 1994.
Holzschnitt, handsigniert, 1993.
Darstellung : 47 × 39 cm
Blatt : 52 × 44 cm
Exemplar aus dem Bietigheimer Holzschnittkalender auf das Jahr 1994.
Limitierte Auflage 2000 Exemplare auf Werkdruckpapier.
- Die Kalender-Auflage enthielt als solche keine Handsignaturen.
Bei vorliegender Signatur handelt es sich um eine sog. „Gelegenheitssignatur“,
d.h. einige Kalender bzw. Kalenderblätter wurde von jeweiligen Künstlern „gefälligerweise“ signiert.
- Wir haben die signierten Kalender unmittelbar vom Verleger erhalten und können uns damit für die Echtheit der Signaturen verbürgen.
In frischer/sauberer Erhaltung. Immer in Mappe aufbewahrt.
Keine Lichtränder, keine Fingerknicke.
Versand erfolgt plan zwischen extrastarken Pappen.
70 EUR
Siegfried Braun (* ): Begegnung - Farbholzschnitt. 1993
Siegfried Braun (* ) : „Begegnung“
Holzschnitt, handsigniert, 1993.
Darstellung : 58 × 36 cm
Blatt : 63 × 43 cm
Exemplar aus dem Bietigheimer Holzschnittkalender auf das Jahr 1994.
Limitierte Auflage 2000 Exemplare auf Werkdruckpapier.
- Die Kalender-Auflage enthielt als solche keine Handsignaturen.
Bei vorliegender Signatur handelt es sich um eine sog. „Gelegenheitssignatur“,
d.h. einige Kalender bzw. Kalenderblätter wurde von jeweiligen Künstlern „gefälligerweise“ signiert.
- Wir haben die signierten Kalender unmittelbar vom Verleger erhalten und können uns damit für die Echtheit der Signaturen verbürgen.
In frischer/sauberer Erhaltung. Immer in Mappe aufbewahrt.
Keine Lichtränder, keine Fingerknicke.
Versand erfolgt plan zwischen extrastarken Pappen.
65 EUR
Heinz Dress (*1952): Uomo Universale - Farbholzschnitt
Heinz Dress (Riedlingen/Donau (*1952) : „uomo universale“
Holzschnitt, handsigniert, 1993.
Darstellung : 40 × 50 cm
Blatt : 46 × 55,5 cm
Exemplar aus dem Bietigheimer Holzschnittkalender auf das Jahr 1994.
Limitierte Auflage 2000 Exemplare auf Werkdruckpapier.
- Die Kalender-Auflage enthielt als solche keine Handsignaturen.
Bei vorliegender Signatur handelt es sich um eine sog. „Gelegenheitssignatur“,
d.h. einige Kalender bzw. Kalenderblätter wurde von jeweiligen Künstlern „gefälligerweise“ signiert.
- Wir haben die signierten Kalender unmittelbar vom Verleger erhalten und können uns damit für die Echtheit der Signaturen verbürgen.
In frischer/sauberer Erhaltung. Immer in Mappe aufbewahrt.
Keine Lichtränder, keine Fingerknicke.
Versand erfolgt plan zw. extrastarken Pappen.
70 EUR
Peter Zaumseil (*1955): Black Lady - Farbholzschnitt
Peter Zaumseil (*1955 Greiz) : „Black Lady“.
Holzschnitt, handsigniert, 1993.
Darstellung : 59 × 42 cm
Blatt : 65 × 48 cm
Exemplar aus dem Bietigheimer Holzschnittkalender auf das Jahr 1994.
Limitierte Auflage 2000 Exemplare auf Werkdruckpapier.
- Die Kalender-Auflage enthielt als solche keine Handsignaturen.
Bei vorliegender Signatur handelt es sich um eine sog. „Gelegenheitssignatur“,
d.h. einige Kalender bzw. Kalenderblätter wurde von jeweiligen Künstlern „gefälligerweise“ signiert.
- Wir haben die signierten Kalender unmittelbar vom Verleger erhalten und können uns damit für die Echtheit der Signaturen verbürgen.
In frischer/sauberer Erhaltung. Immer in Mappe aufbewahrt.
Keine Lichtränder, keine Fingerknicke.
Versand erfolgt plan zw. extrastarken Pappen.
Vita :
„1955 in Greiz geboren
1972-1974 Metalllehre
1979-1981 Besuch der Spezialschule Malerei/Grafik
bei Ulrich Kafka in Rudolstadt
1981 Förderpreis Grafikausstellung Karl-Marx-Stadt
1981-1987 Leiter des Zeichenzirkels am Theater in Greiz
1984-1998 Lehrgänge Malerei in Leipzig bei Guenther-Albert Schulz u. Wolfram Ebersbach
1987-1989 Mitglied der Förderklasse Malerei/Grafik in Gera
seit 1986 Mitarbeiter im Museum im „Unteren Schloss“ in Greiz
seit 1988 Beschäftigung mit Holzschnitten und Farbholzschnitten
1990 Workshop in der Kulturfabrik Dorfen bei München
1992 Kunstpreis des Kunstkreises Marbach
1994 Gründung des Kleinstverlages „Dreier Press“ zahlreiche Buch-und Mappenwerke zus. mit Michael Hofmann (Dresden) u. Konrad Schmid (Hartkirchen)
seit 1997 Gastdozent „Sächsische Akademie fuer Lehrerfortbildung in Meissen“
seit 1997 Gastdozent „Bad Reichenhaller Akademie“
seit 1985 zahlreiche Einzel-und Gruppenausstellungen (siehe Austellungen)
2002 u. 2004 Teilnahme an „100 ausgewählte sächsische Grafiken“
2002 „Christoph Graupner Kunstpreis“ des Lkrs. Zwickauer Land für Malerei u. Grafik
2001 Oberfränkische Malertage Hof
2003 Oberfränkische Malertage Kronach
2005/2006 5./6. Göpfersdorfer Holzbildhauerplenair
2006/2007 9./10.Oberfränkische Malertage Wunsiedel
2007 7. Göpfersdorfer Holzbildhauerplenair
2007 1. Holzbildhauerplenair in Hohenstein-Ernstthal“
Die Vita haben wir dankend der Homepage des Künstlers entnommen.
70 EUR
Michael Hofmann (*1944): Stilleben mit Stuhl u. Fischen - Farbholzschnitt
Michael Hofmann, Michael (*1944) : „Stilleben mit Stuhl und Fischen“
Holzschnitt, handsigniert, 1993.
Darstellung : 39 × 37,5 cm
Blatt : 46 × 44 cm
Exemplar aus dem Bietigheimer Holzschnittkalender auf das Jahr 1994.
Limitierte Auflage 2000 Exemplare auf Werkdruckpapier.
- Die Kalender-Auflage enthielt als solche keine Handsignaturen.
Bei vorliegender Signatur handelt es sich um eine sog. „Gelegenheitssignatur“,
d.h. einige Kalender bzw. Kalenderblätter wurde von jeweiligen Künstlern „gefälligerweise“ signiert.
- Wir haben die signierten Kalender unmittelbar vom Verleger erhalten und können uns damit für die Echtheit der Signaturen verbürgen.
In frischer/sauberer Erhaltung. Immer in Mappe aufbewahrt.
Keine Lichtränder, keine Fingerknicke.
Versand erfolgt plan zw. extrastarken Pappen.
70 EUR
Moritz Graf v. Dietrichstein: Portrait - Lithographie
Moritz Johann Carl Joseph Georg Graf von Dietrichstein (1775 Wien 1864) :
Porträt des Theaterintendanten, Erziehers des Herzogs von Reichstadt
Kreide-Lithographie auf aufgewalztem China, 1832
Gedruckt bei Hanfstaengl. München, 1832.
Darstellung auf China : 31,8 × 25 cm
Unterlagekarton 40,7 × 33,5 cm
Der Unterlagekarton rundum gebräunt und stockfleckig.
Die Darstellung aber lediglich etwas angestaubt und mit winzigen Fleckchen.
Vita : Dietrichstein trat 1791 in die österreichische Armee ein und nahm als Artillerieoffizier an den Feldzügen am Rhein, in den Niederlanden und in Bayern teil. 1798 wurde er Adjutant des FML Mack bei der neapolitanischen Armee. Nach deren Auflösung 1799 wurde Dietrichstein zusammen mit Mack auf der Rückreise nach Österreich völkerrechtswidrig in Bologna gefangen genommen und blieb bis 1800 in französischer Gefangenschaft. Danach quittierte er den Dienst und widmete sich der Förderung junger Künstler. Besonders nahm er sich des jungen Dichters H. von Collin an, dem er nach dessen frühem Tod 1811 ein Denkmal in Wien errichtete. Er machte sein Haus zu einem geistigen Mittelpunkt Wiens, in dem unter anderem Johannes von Müller, Josef von Hormayr und Beethoven regelmäßig verkehrten. 1814 wurde er während des Wiener Kongresses Dienstkämmerer bei König Friedrich IV. von Dänemark. Dieser kunstsinnige Fürst erkannte die besonderen Fähigkeiten Dietrichsteins und lenkte die Aufmerksamkeit des Kaisers auf ihn, der ihm 1815 die Erziehung des Herzogs von Reichstadt übertrug. In dieser sehr heiklen Position wurde er allen Anforderungen gerecht und gewann schließlich auch die Zuneigung und Verehrung des herangereiften Prinzen. Diese Tätigkeit dauerte bis 1831.
1819 wurde Dietrichstein Hofmusikgraf. Er reorganisierte die Verwaltung und die Ausbildung der Hofsängerknaben und betätigte sich selbst erfolgreich als Komponist. 1821-26 war er Direktor der kaiserlich königlichen Hoftheater. Trotz großer künstlerischer Bedenken trennte er aus Etatgründen die Oper vom Hofschauspiel und führte das Burgtheater, wie zu Zeiten Josephs II., als selbständige Anstalt. Unter seiner Leitung erlebte das Theater durch Heranziehung hervorragender Kräfte eine – allerdings durch die Zensur beschränkte – Blütezeit. Dietrichstein reorganisierte auch hier die Administration und Organisation und war für eine sparsame Verwaltung berühmt. 1823 führte er ein „Gesetz für die Mitglieder des Hofschauspiels“ ein, das bis zum Ende der Monarchie in Kraft blieb. 1826 übernahm er als Präfekt die Leitung der Wiener Hofbibliothek. Durch einen reichen Briefwechsel mit Gelehrten, Künstlern und gelehrten Anstalten, sowie durch Studienreisen an die Hofbibliotheken in Dresden und München angeregt, brachte er die Wiener Hofbibliothek auf den modernsten Stand. Die Anlegung der weltberühmten Musikaliensammlung, in die er das wertvolle Hofmusikarchiv überführte, und der nicht minder berühmten Wiener Autographensammlung ist sein Werk. Dietrichstein hatte dabei immer mit Geldknappheit zu kämpfen. Sie hinderte ihn auch, 1829 den Nachlaß Beethovens aufzukaufen, was noch heute eine empfindliche Lücke der Musikaliensammlung ist. 1833 erhielt er die Oberleitung des Münz- und Antikenkabinetts. Dietrichstein zog J. C. von Arneth an das Kabinett und unterstützte dessen neuen Aufstellungsplan. Es gelang ihm, die Sammlung durch Tausch und Ankauf entscheidend zu erweitern. 1845 legte er diese Ämter nieder und wurde Oberstkämmerer Kaiser Ferdinands I. Mit diesem Amt war jetzt die Oberleitung des Burgtheaters verbunden, dem er bis 1848 vorstand. Stärker als sein Vorgänger Rudolph Graf Czernin setzte sich Dietrichstein gegen die Zensur durch, doch war er durch sein hohes Alter nicht mehr in der Lage, die Leitung straff in der Hand zu halten, so daß diese Jahre als eine Zeit des künstlerischen Niedergangs des Wiener Burgtheaters gelten. 1848 wurde er von aufständischen Studenten gefangen genommen und trat von seinen Ämtern zurück. 1857 wurde er erblicher Reichsrat. Dietrichstein war Ritter des Goldenen Vließes und Mitglied von 17 ausländischen Akademien.“ (Neue Deutsche Biographie – NDB)
75 EUR
Hans Rieser/Thomas Emmerig: Lyrik-Graphik-Mappe
Hans Rieser (*1934) : Thomas Emmerig (*1948) :
Lyrik-Graphik-Mappe : “Orpheus 90 / Der Sänger und sein Gesang”
Verlag : Thomas Emmerig, Lappersdorf, 1990.
Die Mappe (42 × 30 cm, 4 Seiten) enthält die “Elegie, orphisch” von Th. Emmerig. – Eingelegt ist die Orig.-Radierung “Orpheus 90” von H. Rieser im Format 35 × 23,5 cm.
Die Arbeit, in einer einmaligen Auflage von 120 Exemparen, ist num[m]eriert und von beiden Künstlern signiert.
In frischer, unberührter Erhaltung
- Thomas Emmerig, Lyriker, geboren 1948 in München, studierte Musikwissenschaft und Germanistik in Regensburg. Er ist als freier Autor, Hersteller und Redakteur in Regensburg tätig. Als Autor bzw. Herausgeber legte er zahlreiche wissenschaftliche Bücher und Aufsätze sowie mehrere literarische Veröffentlichungen vor.
- Hans Rieser, Bildhauer und Zeichner, geb. 1934 in Hippach / Tirol, studierte in München und Wien. Er ist als freischaffender Künstler in Straubing tätig.
Angebot im Kundenauftrag.
50 EUR
Carl Kessler (*1876): San Mamette/Lago Lugano - Aquarell
Carl Kessler (1876-1968) „Mamette“ – San Mamette (Lago Lugano)
K l e i n e Aquarell-Studie,
vom Künstler mit Bleistift unten rechts
betitelt u. datiert : 20.5.(19)13
Nicht signiert – aber rückseitig mit Original-Atelierstempel und nochmals eigenhändig ortsbezeichnet.
Blattgröße : 12,2 × 17,3 cm
Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr und mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayer. Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausst. im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab.
Der zeitgenössischen Kunstkritik gilt Carl Kessler als Meister des Aquarells.
Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).
75 EUR
Weitere Graphik