[Anonymus]: Der zwölfjährige Jesus im Tempel (Lk 2,41-52) - Zeichnung

[Anonymus] : Der zwölfjährige Jesus im Tempel

Federzeichnung, wohl Mitte/2. Hälfte 19. Jahrhundert.
Signatur unten rechts (nicht vollständig erhalten) :
Otto Carn … (s. Abb. 5).

Darstellung/Blatt : 26 × 38 cm,
offensichtl. rundum etwas beschnitten.

Einige kaum merkliche, minimal leichte Bräunungen im Weiß,
sonst in sehr schöner kräftig zeichnender Erhaltung (keine Risse, Retuschen etc.)

Der zwölfjährige Jesus im Tempel, Ereignis aus dem Leben Jesu,
s. Lukasevangelium (Lk 2,41-52); gelegentl. auch als „Jesus unter den Schriftgelehrten“ benannt.

240 EUR





Johann Friedrich Bruder (*1782 Dresden): Schloß Lohmen. - Radierung, um 1800

Johann Friedrich Bruder (1782 – Dresden – 1838) :

„Vue de Lohmen près de Hohnstein en Saxe“

Schloss Lohmen (bei Hohenstein)
über der Wesenitz in der Sächsischen Schweiz, von Westen.

Altkolorierte Radierung mit Aquatinta, um 1800.
Unten rechts bezeichnet „Dessiné d’après nature et gravé I.F. Bruder“

Nach der Natur von J.F. Bruder gezeichnet und graviert/radiert,
nicht wie bei anderen Ansichten aus der Sächsischen Schweiz nach J.G. Jentzsch od. C.D. Friedrich.

Knapp unterhalb der Darstellung mittig die Verlegeradresse : Heinrich Rittner, Dresden.

Darstellung (mit Schrift) : ca. 40 × 53 cm
Rahmen : 70 × 78 cm

Erhaltung : Unter Glas und Passepartout gerahmt.
Das Papier durchgängig etwas gebräunt, ebenso der Schnitt des Passepartouts.
In der Himmelspartie sind nicht wenige, kleine Stockfleckchen zu vermerken, die jedoch m.E. den Gesamteindruck kaum stören.
Der (neuere) Rahmen mit leichten Bereibungen.

Ein kleine Verunklärung im Passepartout (nahe den Zierlinien) unten links ist abbildungstechn. bedingt.

Vita : „Schüler von Johann Philipp Veith […] . Zw. 1804 und 1814 beteiligt an Ausst. der AK Dresden. Danach in Warschau ansässig […], 1831 wieder in Dresden als Zeichenlehrer tätig. – Neben Ansichten von Warschau, Puławy und Służewo auch Landschaften von Sachsen und Böhmen […] Außerdem kolorierte Umriß-Rad. mit Ansichten aus der Umgebung Dresdens und der Sächsischen Schweiz nach Gemälden von Johann Gottfried Jentzsch und Caspar David Friedrich sowie nach eigenen Zeichnungen für den Dresdner Kunsthändler Heinrich Rittner.“ (Christine Rohrschneider, in : AKL XIV, 1996)

Ein Versand ist aufgrund der Verglasung nicht möglich.
Wir liefern jedoch bis zu einer Entfernung von 100 km persönlich/kostenlos.

650 EUR





Armin Schulze (*1906): Herzliche Anteilnahme - Aquarell

Armin Schulze (1906 Dresden – 1987 Ebersbach/Sachsen) :

„Herzl(iche) Anteilnahme“

Aquarell, unten rechts signiert.
Unten links betitelt, etwas oberhalb nochmals mit Bleistift signiert.

Blattmaß : 21,4 × 28 cm.

Offensichtlich war das Blatt vormals unter Passepartout (Lichtrand) :
Dazu ist zu vermerken, bei der Anfertigung eines neuen Passepartouts
ist nicht zu vermeiden, dass die untere rechte Signatur sowie die Betitelung
(ganz unten links) davon überschnitten werden.

Erhaltung : In der linken oberen Ecke dünne/lange Druckstelle,
linker u. rechter Blattrand unauffällig wellig. Oben li. kleiner Eckabriß.

Der Titel gibt keine eindeutige Auskunft, aber die zwei Kinderwägen
lassen doch sehr vermuten, dass hier ein neuer Erdenbürger
unter „herzlicher Anteilnahme“ willkommen geheißen wird.

95 EUR





Eichstätt/Eichstädt : Eichstätter Silhouetten-Galerie (Scherenschnitte), 1830 ff.

Schwarzes Tonpapier,
punktuell auf leichtes Papier alt montiert und (zumeist) beschriftet.

Eine Sammlung von Eichstätter Bürger-Portraits
(Professoren, Amtspersonen, Amtsgehilfen u.a.)

26 Blätter mit Personenbezeichnung
+ 7 Blätter ohne Bezeichnung (+ 1 beschädigt : es fehlt der Hut).

Blattmaße : ca. 18/19 × 10/12 cm.
Inliegend in einer Flügelmappe der Zeit.

Die Silhouetten mit Altersspuren,
einige kleinere Beschädigungen (Anrisse) v.a. an Schmalstellen,
etwas alt- bzw. sporfleckig. Die Unterlagenpapiere durchwegs mit Handhabungsspuren,
teils knittrig u. gering randrissig.

Die Mappe mit deutlichen Altersspuren.
Auf dem Klebezettel wird der Inhalt mit “49 Stück” angegeben –
es sind also einige verloren gegangen.

Die Namen der dargestellten Personen :

Gustav Bremps
Eckmüller
Anton Meyer
Assessor Rumpf
Brunbauer
Gustav Nar
Rektor Schuster
Administrator Vogel
Der alte Ulerich
Forstmeister Weise
Postassistent Bachmann
Professor Lindig
Ehrensberger
Cassier Brems
Burgermeister (Bürgermeister) Reber
Professor Reger
Künsberg
Prof(essor) Sicherer
Subrektor Heller
Ottinger
Controleur Herbst
Rentbeamter Schneider
Dr. Nar
Assessor Hell
Professor Zehter
Assessor Kretzner

Literatur : Theodor Dombart (Prof. Dombart-München) : Eine Silhouetten-Galerie,
in : Blätter des Bayerischen Landesvereins für Famlilienkunde.
9. Jg., 1/2, 1931, S. 13-18.

Ein kleiner Eichstätt-Fund :

Vor einigen Jahren kam eine kleine Mappe mit 33 Schattenrissen (in Scherenschnitt) auf uns.
Auf dem Umschlag ein Klebezettel mit der Beschriftung : „Silhouetten-Gallerie für H …. Vogl,
1830-50“. Aus schwarzem Tonpapier ausgeschnitten und auf dünnes Velin aufgeklebt werden
männliche Personen in ihren (biedermeierlichen) Gehröcken dargestellt.

In der Mehrzahl sind die Blätter beschriftet. Neben den Familiennamen finden sich immer wieder auch Berufsbezeichnungen bzw. Titel (wie etwa „Postassistent“ od. „Professor“). Es war offensichtlich, dass es sich um einen Kreis von untereinander bekannten Bürgern handeln musste, aber vonwoher? – dazu nirgend ein Hinweis.

Ein Gespräch mit meinem Eichstätter Kollegen A. J. brachte eine Überraschung. Er wusste, nachdem ich ihm beiläufig von meinem Fund erzählte, von einer namentlich so bezeichneten „Silhouetten-Galerie“, in der Eichstätter Bürger dargestellt seien; er konnte auch sogleich auf die Fundstelle verweisen: In den Blättern des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde (9. Jg., 1931) wird von Theodor Dombart eine insgesamt 60 Blätter umfassende Silhouetten-Sammlung beschrieben, in der Eichstätter Honoratioren, die im Gasthof zur Alten Post verkehrt haben, dargestellt werden.

Uns hier vorliegende Sammlung weist auf der Umschlagklappe einen anderen Widmungsempfänger (Hr. Vogl) und auch nur ganz vereinzelt Personenüberschneidungen auf. Es handelt sich also wohl um eine Fortsetzung derselben. Eine Datierung auf dem Umschlag (möglicherweise von etwas späterer Hand) nennt eine Zeitspanne von 1830-50.

850 EUR





Carl Theodor Rausche (1807 Heilbronn-1849 Stuttgart) : Landhaus (Württemberg) - Federzeichnung

Carl Theodor Rausche (1807 Heilbronn – 1849 Stuttgart):

Kutsche vor Landhaus

Federzeichnung in Braun,
unten rechts signiert : C. Th. Rausche del. ad naturam

Darstellung : 13 × 20,5 cm
Unterlage : 22 × 28 cm
Rahmen : 26 × 32 cm

Erhaltung : Alt auf Unterlage aufgezogen und unter Glas in Neo-Rokokorahmen (Glasinnenseite etwas angelaufen). – Stockfleckig, besonders merklich in der Himmelspartie.

Fein ausgeführtes „biedermeierliches“ Blatt, evtl. eine Vorzeichnung für einen Stich.

Aufgrund der Verglasung und dem durch den Rahmen bedingten Abstand zur Scanner-Oberfläche
ist eine leichte Verunklärung gegeben.

„Rausche, Theodor, Kupferstecher in Heilbronn um 1850. Heilbr. Ansichten. Führer… Samml. d. Hist. Mus. Heilbronn, 1917, Rauschenbach, Elisabetha, verehel. Pfister, Bildschnitzerin in Schaffhausen, *14. 10. 1784, †17. 5. 1851 ebda. – Joh. Heinrich, Maler von Schaffhausen, *25. 1. 1725, † nach 1765. Brun, Schweiz. Kstlerlex., II (1908).“ (ThB28, 1934)

Siehe auch (umfangreich) den diesbezügl. Wikipedia-Eintrag.

375 EUR





Hieracium Pilosella (KI. Habichtskraut): Flora Monacensis, Lithographie, Mayrhoffer, ca. 1816

„Hieracium Pilosella“ (Kleines Habichtskraut)

Altkolorierte Lithographie von J.N. Mayrhoffer, um 1816.

Inkunabel der Lithographie

Aus : Franz von Paula Schrank : Flora Monacensis, 1811-1818

Darstellung : ca. 18 × 18 cm
Blatt (vollrandig): 46 × 35 cm

Erhaltung : Das Blatt gering angestaubt
sowie mit einer Papierfalte diagonal durch die Darstellung.

Mausohr-Habichtskraut od. Langhaariges Habichtskraut

65 EUR





Friedrich Trost (1878 Nürnberg 1959): Befestigter Friedhof in Kraftshof/Nürnberg / Lithographie, koloriert, 1907

Friedrich Trost (1878 Nürnberg 1959) :

„Befestigter Friedhof in Kraftshof“ (Nürnberg)

Lithographie, handkoloriert, 1907.
Unten ortsbezeichnet, signiert und datiert

Blatt : 78 × 55 cm

Erhaltung : Das große Blatt lichtrandig bzw. insgesamt gebräunt,
die Deckweißpartien deshalb überdeutlich hervortretend.
An der Unterseite wasserrandig.

Vita : Trost, Friedrichd. J., Maler, Zeichner, * 12. 10. 1878 Nürnberg – † 15. 4. 1959 Sohn des Friedrich d. Ä. Schüler seines Vaters, dann besuchte er vier Jahre die Kunstgewerbeschule Nürnberg unter Karl Hammer und Friedrich Wanderer und zwei Jahre die Meisterschule in München bei Melchior Kern und Paul Keller-Reutlingen. Er unternahm Studienreisen nach Tirol und Österreich. 1904 gründete er eine eigene Mal- und Zeichenschule und war als freischaffender Maler in Nürnberg tätig. Trost war vorwiegend Aquarellist, von ihm sind viele Ansichten aus Nürnberg überliefert. 1906/1910 wohnte er Tetzelgasse 32, 1913/32 Egidienplatz 21, 1954 Ostendstraße 107. 1912/24 Mitglied der Nürnberger Kunstgenossenschaft, 1954 Mitglied des Künstlervereins, 1951/56 der Nürnberger Künstlergenossenschaft, 1959 der Künstlergruppe „Freie Gruppe“. Mitglied im P.Bl.O.“ (Grieb, Nürnberger Künstlerlexikon)

Franconia, Noris, Sepulkralkultur, Franken, Mittelfranken

125 EUR





Plakat: Eugène Ionesco - FIAC Paris, 1984

IONESCO

FIAC 84 GRAND PALAIS

Galerie La Hune Novembre
Place Saint-Germain-des-Prés Paris 6

Original-Farblithographie, 1984
Druck : Erker-Presse, St. Gallen

50 × 40 cm

Minimal lichtrandig an den äußersten Kanten,
in der äußersten unteren linken Ecke kleine Druckunsauberkeit -
ansonsten frisch/sauber (keine Fingerknicke etc.)

Mit handschriftlicher Widmung Ionescos :
„Pour Jürgen Fiedler …“

Die Abb. 1 liegt im Farbton richtiger als die Detailabb. 2.

50 EUR





Black Monday/Departure for School: Mezzotinto, Jones/Redmore Bigg

„Black Monday or the Departure for School“

Farbschabkunstblatt / Colour printed Mezzotint.
John Jones (c. 1745-1797) after William Redmore Bigg (1755-1828).

Dated in plate : Dec. 1., 1790,
nevertheless printed around 1820-1850.

In der Platte datiert 1790, gedruckt jedoch um 1820-1850.

Image size : 46 × 61 cm.
Sheet : 53,5 × 67 cm.

On laid paper, professional washed. Some small rubbing in outer margins backed. All in all in a very fine condition.

Das Blatt wurde professionell von Stockflecken gereinigt, die Blattränder sowie die Blattrückseite erscheinen deshalb recht hell. Die Darstellung selbst ist davon aber nicht betroffen. Einige kleine Blattrandbeschabungen wurden mit feinem Japanpapier hinterlegt.

125 EUR





Anonymus : Rosengebinde mit Vergissmeinicht, um 1900

[Anonymus] :

Kleines Rosengebinde mit Vergißmeinicht
und Schriftschleife

Aquarell, um 1900,
unbezeichnet.

Darstellung : 7 × 6 cm
Blatt : 18 × 14 cm

Auf leichtem Karton; die Ecken etwas angestoßen,
das fein ausgeführte Aquarell frisch/schön erhalten.

Die Schriftreserve könnte darauf hinweisen,
dass es sich um eine Vorzeichnung für eine Glückwunsch-Karte o.ä. handelt.

In den Abbildungen erscheint das Papier zu sehr chamois getönt,
in natura ist das Blatt deutlich heller.

65 EUR





Louise Stomps (1900 Berlin-1988 Wasserburg): Figurationen

Louise Stomps (1900 Berlin – 1988 Rechtmehring/bei Wasserburg/Inn)

Zwei Figurenstudien

Kohle auf Transparentpapier.
Eine Zeichnung unten links betitelt (Schöpfung)
sowie monogrammiert (Sto) und datiert (19)49

Blattmaß : je : 44 x 34 cm

Beide Blätter mit deutlichen Alters- bzw. Handhabungsspuren,
die signierte Arbeit breitflächig braunfleckig.

Über die Bildhauerin siehe u.a. die kürzlich erst zuende gegangene
Ausstellung in Berlin (Berlinische Galerie) :

Louise Stomps
15.10.21 – 17.1.22
Natur Gestalten Skulpturen
1928–1988

https://berlinischegalerie.de/ausstellung/louise-stomps/

Literatur/Monographie (vor kurzem erschienen) :
Marion Beckers / Elisabeth Moortgat (Hg.) :
Louise Stomps : Natur gestalten. 1928-1988
München, Hirmer Verlag, 2021

Zus. 480 EUR





Oscar Droege (1898 - Hamburg - 1983) : Alte Bauernkate(n) - Farbholzschnitt

Oscar Droege (1898 – Hamburg – 1983) :

Alte Bauernkaten

Farbholzschnitt,
unten rechts mit Bleistift signiert.

Auf der Rahmenrückseite Klebezettel der renommierten Galerie:
Commetersche Kunsthandlung / Wilhelm Suhr / Hamburg.

Darstellung : 30 × 44,5 cm
Rahmen : 54 × 68 cm

Unter Glas und Passepartout gerahmt.

Einige, stecknadelkopfkleine Punkte im Passepartout (siehe Pfeile in der Abb.)
An der unteren Schrägschnittkante unauffällige/kleine 2 cm lange Bräunung (s. Pfeil).
Die Darstellung selbst in sehr schöner, farbfrischer Erhaltung.

Der gut gewählte Rahmen teils mit minimalen Bereibungen bzw. Druckstellen.

Vita : „Stud. 1919-22 Malerei in Darmstadt bei Herbert Bayer. In Hamburg 1922-31 freischaffend. Soldat im 2. WK, 1949 Entlassung aus russischer Kriegsgefangenschaft. Ab 1962 erneut in Hamburg tätig. Unter dem Einfluß von Leopold von Kalckreuth Hinwendung zum Farb-Holzschnitt, den D. unablässig weiterentwickelt, ohne aktuelle Strömungen aufzugreifen. Jahreszeitlich variierende Landschaften sowie Motive bäuerlichen Lebens stellt er in zarten Farbtönen dar; arbeitet auch in Öl und als Radierer“ (Susanne Geese, in AKL XXIX, 2001, 472).

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Bitte beachten : Aufgrund der Verglasung ist ein Versand nicht möglich.

220 EUR





Karl I., Landgraf von Hessen-Kassel (1654-1730) : Porträt-Kupferstich, Philipp Kilian/bei Joh. Hoffmann

Karl I., Landgraf von Hessen-Kassel (1654-1730) :

Dreiviertel-Portrait des Landgrafen mit Feldherrnstab

Kupferstich von Philipp Kilian (1628-1693),
bei Johann Hoffmann (1629-1698)

Sichtbarer Bildausschnitt (Lichte): 58,5 × 44,5 cm
Blattmaß : 63,5 × 47,5 cm

Erhaltungseinschränkungen :

a) Das Blatt war zweimal gefaltet (= deutlich vertikal & horizontal sichtbar,
kann durch die Abbildung nicht ganz zutreffend gezeigt werden).
b) Am rechten Rand mittig ca. 4-5 cm langer Papiereinriss (mit etwas Papierverlust),
dort sehr notdürftig mit neuem Papier hinterlegt.
c) Randriss auch links mittig (ca. 4 cm)
d) Alte Papierhinterlegung in der Blattmitte (dort kleiner Einriss).
e) Das Blatt rundum (am äußeren Rand) auf neues, schlichtes Papier geklebt.
f) Insgesamt deutlich gebräunt.

Vita : „Karl von Hessen (* 3. August 1654 in Kassel; † 23. März 1730 ebenda) war von 1670 bis 1677 unter Vormundschaft seiner Landgraf Carl von Hessen-Kassel (1654 – 1730) zählt zu den bedeutenden Fürsten der Barockzeit. Seine Finanz- und Wirtschaftspolitik, aber auch sein großes Interesse an Wissenschaft und Kunst beeinflussten die Geschicke seiner Landgrafschaft Hessen-Kassel entscheidend. Die Landesausstellung widmete sich erstmalig dieser beeindruckenden Herrscherfigur. Unter Carls Herrschaft entstand die grandiose Anlage des Bergparks Wilhelmshöhe mit ihren Wasserspielen, die seit 2013 zum UNESCO Welterbe gehört. Zusammen mit dem Park Karlsaue veranschaulicht dieses Großprojekt noch heute den Repräsentationswillen des absolutistischen Herrschers. Seine Soldaten kämpften in allen wichtigen Kriegen seiner Zeit, und als Verbündeter war er hoch geschätzt. Seine zahlreichen Kinder verheiratete er in ganz Europa, und einer seiner Söhne stieg sogar zum König von Schweden auf. Die Landgrafschaft öffnete er für geflüchtete Hugenotten, die wertvolles Fachwissen in sein Land brachten und seit Jahrzehnten verwüstete Landstriche wieder bevölkerten. Seine Liebe zur bildenden Kunst ebenso wie zur Wissenschaft fand Ausdruck im Kunsthaus, eine einzigartige Einrichtung, in der er seine Sammlungen für Besucher ebenso wie für die Forschung bereitstellte. Der Übergang zwischen Visionen und Größenwahn war fließend, und viele seiner Ideen gingen weit über das Realisierbare hinaus. Die Ausstellung widmete sich erstmals in umfassender Weise dem Leben, der Politik, den Plänen und den Spuren Landgraf Carls. Sie prägen bis heute die Stadt Kassel ebenso wie das Land Hessen und strahlen weit in alle Teile Europas hinaus.“ (s. museum-kassel.de)

Rarum!

165 EUR





Marc Chagall (*1887): Naomi - Farblithographie, 1960

Marc Chagall (Witebsk 1887 – 1985 St. Paul de Vence) :

Naemi/Naomi und ihre Schwiegertöchter

Farblithographie, 1960.

Werkverzeichnis : Mourlot Nr. 245.

Aus : „Dessins pour La Bible“ (= Bilder für die Bibel; auch Bible II).
= VERVE, vol. X, nos. 37 et 38. Hrsg. v. Tériade.
Druck bei Mourlot, Paris.

Darstellung/Blattgröße : 35,5 × 26,4 cm.

Erhaltung : Die Darstellung in sehr schöner, unberührter, vollrandiger Erhaltung (Ränder glattkantig, nicht angestoßen etc.). – Die weiße Blattrückseite an den Rändern minimal lichtschattig (s. Abb.), ohne jeden Einfluß auf die Bildseite.

Winzige Reste von originalen Einheftungsspuren an der rechten äußersten Blattkante zeigen sowohl die Vollrandigkeit als auch u.a. die Authentizität der Lithographie an.

Noch nie gerahmt oder unter Passepartout, deshalb auch keine Montagespuren etc.

95 EUR





Max Feldbauer (1869 Neumarkt/Oberpfalz-1948 Münchshofen/Straubing): Artisten - Lithographie

Max Feldbauer (1869 Neumarkt/Oberpfalz – 1948 Münchshofen / bei Straubing) :

Artisten mit Pferd

Kreide-Lithographie,
unten rechts mit Bleistift signiert.
Auf VAN GELDER ZONEN (WZ)

Blattmaß : 54 × 71 cm

Erhaltung : Das Blatt wurde zweimal mittig gefaltet (vertikal/horizontal)
die Spuren sind deutlich merklich (siehe bes. die Rückseite),
im Faltkreuz mittig winziges Löchlein.
Am unteren/vertikalen Faltrand kleine Hinterlegung rückseitig.

Provenienz : Aus der unmittelbaren Verwandtschaft Max Feldbauers erworben.

Zur Abbildung : Das Papier ist deutlich heller als es in der Abbildung erscheint.

Scholle-Künstler, Dachauer Maler, Pferdemaler, Münchner Secession

Vita : „Stud. in München: 1892 an der KGS, danach an der priv. Malschule von Simon Hollósy; 1893-96 KA bei Johann von Herterich und Paul Hoecker. 1896-1915 Mitarb. der Zs. Jugend. 1899 ∞ Malerin Elise Eigner (Feldbauer-Eigner). Mitbegr. der Münchner Künstler-Vrg Scholle. 1901-15 Lehrer für Malerei an der Damen-Akademie des Künstlerinnen-Ver. München. Nach Trennung von der Vrg Scholle Vors. der ersten dt. juryfreien Kunst-Ausst. des Dt. Künstlerbundes, Dach-Verb. der dt. Sezessionen. 1909 mit der Ehefrau Studienreise: Bretagne, Schweiz, Tirol, Italien. 1911 erbaut F. ein Atelierhaus in Dachau, in dem er eine priv. Malschule betreibt. 1913 mit Albert Weißgerber Mitbegr. der Neuen Sezession München. 1916 Lehrer an der KGS Dresden; ab 1918 Prof. an der KA ebd., 1927 Rektor, 1928 Präs.; 1915 Mitgl. der Bayer. AK; 1928 Bayer. Maximiliansorden für Kunst und Wiss.; 1928 3. Preis der Internat. Kunst-Ausst. der Olympiade in Amsterdam. Nach 1933 teilw. Ausst.-Verbot. Ruhestand als HS-Lehrer, Rückkehr nach München. 1944 Goethe-Med. – F. geht von der Malweise eines Wilhelm Trübner und dem Münchener Impressionismus aus: entwickelt eine im Duktus breitflächige, fleckenhafte und helltonige Malerei. Er beschränkt sich v.a. auf weibl. Akte im Freilicht und Interieur, vereinzelt Portr., häufig Lsch. und Pferde-Darst.; im letzteren Motiv ist er Ludwig von Herterich nahestehend, geht aber in der maler. Auflösung weiter; durch die Akte und die Malweise bildet er einen Gegenpol zu Leo Putz in München. In der Zchng, der Ill., der Lith. und der Plakatgestaltung führt er bis ca. 1914 Elemente des Jugendstils weiter. Durch den freien impressionist. Duktus löst sich F. von der Heimatkunst und greift verhaltene expressive Mittel auf. In der Lehre der Dresdner Zeit ist er deshalb mit Ferdinand Dorsch, Otto Hettner und Otto Gußmann ein einflußreicher Maler und überwindet den bis in die 1920er Jahre in Dresden nachwirkenden konventionelleren Impressionismus von Gotthard Kuehl. F. gewinnt dadurch großen Einfluß auf Meisterschüler (1919-22 Otto Dix).“ (AKL)

145 EUR






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