W. Rohde (?) : Südliche Landschaft mit Segelbooten. - Aquarell

W. Rohde (?) : Südliche Landschaft mit Segelbooten

Aquarell,
unten rechts (nicht ganz eindeutig zu lesen) signiert : wohl W. Rohde.

Darstellung / Blatt : 31 × 37 cm

Expressive Arbeit.

In schöner, farbfrischer Erhaltung,
minimale Handhabungsspuren, bildseitig nur in der unteren rechten Ecke merklich.
Am linken Blattrand (oberhalb der Mitte) schmale Läsur.

Vermutlich handelt es sich nicht um Werner Rohde (1906 Bremen – 1990 Worpswede), da von uns für diesen Künstler keine vergleichbare Arbeit (einschl. Signatur) gefunden werden konnte.

75 EUR





Max Klinger (*1857 Leipzig-1920 Großjena) : "Malerische Zueignung (Anrufung)". - Blatt Ib aus Opus II: Rettungen ovidischer Opfer, wohl VI. Aufl., 1922

Max Klinger (*1857 Leipzig-1920 Großjena)

“Malerische Zueignung (Anrufung)”

Blatt Ib aus Opus II :
“Rettungen ovidischer Opfer”

Wohl VI. Ausgabe,
Berlin, bei Amsler und Ruthart, 1922.

Radierung und Aquatinta,
in der Platte unten re. bez. “Max Klinger”,
oben links/rechts : “OP II” – “Ib”

Platte : 41,3 × 26 cm
Blatt : 56 × 39,7 cm

Die Darstellung selbst in sehr schöner Erhaltung.

Am unteren Plattenrand links (außerhalb der Darstellung) deutliche Radierspuren unter merklicher Aufrauhung des Papiers, Radierspuren ebenso am oberen rechten Plattenrand, jedoch in einem deutlich kleineren Bereich (s. jeweils die Pfeile in den Abb.)

Die weißen Blattränder mäßig leicht stockfleckig.
Das beigegebene schlichte Orig.-Passepartout (das Blatt lose darinliegend, ohne Montierung) sowie das zugehörige Seidenhemdchen mit deutlicheren Stockflecken.

“Das Titelblatt vergegenwärtigt uns die Stunde, da der Künstler, – von dem wir allerdings nur die Hände sehen – sich zur Arbeit hinsetzt. Das Handwerkszeug liegt bereit; er sinnt und sinnt, die Kerze brennt derweilen ganz herab, und er schläft darüber ein. Da erscheint ihm im Traum Ovid, dessen Büste wir oben sehen, und der Stoff zu seiner Folge stellt sich ein. Der Altar oben r. spielt in charadenhafter Weise auf das Opfer an”. – - – “Beschreibung : Auf einem Tisch, an dessen Kante ein paar gefaltete Hände ruhen, liegen Tuschnäpfchen, Radiermesser, Kohle usw. und ein fast ganz herabgebrannter, doppelter Kerzenhalter. Im Kerzenrauch, der sich oben zerteilt, erblicken wir eine Küstenlandschaft, 1. davor eine Kolossalbüste des Ovid und r. ein Opfernder bei einem Räucheraltar.” (s. Museums-Verein Naumburg: https://mv-naumburg.de/objekte/640-max-klinger-opus-ii-sg10193, nach Singer).

275 EUR





Max Klinger (1857 Leipzig-1920 Großjena) : "Pyramus und Thisbe I". - Blatt IIa aus Opus II, "Rettungen ovidischer Opfer, wohl VI. Aufl., 1922

Max Klinger (*1857 Leipzig-1920 Großjena)

“Pyramus und Thisbe I”

Blatt IIa aus Opus II :
“Rettungen ovidischer Opfer”

Wohl VI. Ausgabe,
Berlin, bei Amsler und Ruthart, 1922.

Radierung und Aquatinta,
in der Platte unten re. bez. “Max Klinger”,
oben links/rechts : “OP II” – “II a”

Platte : 21 × 30 cm
Blatt : 56 × 40 cm (vollrandig erhalten)

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung.
In den sehr breiten weißen Blatträndern minimale schwache Stockflecken.

Das originale, schlichte Passepartout sowie das beigegebene Seidenhemdchen stockfleckig

195 EUR





Max Klinger (*1857 Leipzig-1920 Großjena/bei Naumburg) : "Pyramus und Thisbe III", Blatt IV aus Opus II : “Rettungen ovidischer Opfer”, ca. 1922

Max Klinger (*1857 Leipzig-1920 Großjena)

“Pyramus und Thisbe III”

Blatt IV aus Opus II :
“Rettungen ovidischer Opfer”

Wohl VI. Ausgabe,
Berlin, bei Amsler und Ruthart, 1922.

Radierung und Aquatinta,
in der Platte unten re. bez. “Max Klinger”,
oben links/rechts : “OP II” – “IV”

Platte : 29,5 × 42 cm
Blatt : 56 × 39,5 cm (vollrandig erhalten)

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung.
In den sehr breiten weißen Blatträndern mit wenigen, schwachen Stockflecken.

Knapp unterhalb der Darstellung rechts eine Radierspur, die sich als Papieraufrauhung merklich zeigt – scheint verlagsseits bereits geschehen zu sein.

Das originale, schlichte Passepartout (das Blatt lose darinliegend, ohne Montierung) sowie das beigegebene Seidenhemdchen stockfleckig

245 EUR





Julius Hüther (1881 Cannstadt-1954 München) : Mädchen (Portrait). - Federzeichnung, 1953

Julius Hüther (1881 Cannstadt – 1954 München) :

Mädchen (Portrait)

Federzeichnung (Tusche),
signiert und datiert am Unterrand : “Julius – 1953 – Hüther”

Gezeichnet auf die Rückseite einer Ausstellungsanzeige : “Ellinger Freie Gruppe”, München, Sophienstraße (wg. der Montierung des Blattes in den vier Ecken ist der Text, einschl. der Jahresangabe, nicht vollständig lesbar).

Darstellung : 15 × 10,5 cm
Unterlageblatt : 29,5, x 21 cm

Die Zeichnung in schöner Erhaltung.
Das Unterlageblatt knittrig (könnte von uns ggf. etwas geglättet werden).

Seit 1900 an der Münchner Akademie, bei Gabriel von Hackl u. Ludwig von Löfftz. Ab 1905 Mitglied der Künstlergilde “Die Juryfreien”, später der “Münchner Sezession”. 1925 Professur an der Münchner Akademie

.

65 EUR





Paula Wimmer (1876 Solln/München - 1971 Dachau) : Beim Hufschmied. - Radierung, 1925, signiert

Paula Wimmer (Solln/München – 1971 Dachau)

[Beim Hufschmied]

Radierung auf leicht chamoisfarbenem Maschinenbütten,
am unteren Plattenrand datiert und signiert : 1925 – P. Wim(m)er

Darstellung/Plattenrand : 13,5 × 20 cm
Blatt : 24 × 34 cm

Die Darstellung selbst in sehr guter Erhaltung.

Der deutliche Lichtrand um die Darstellung (=vormaliger Passepartoutausschnitt) im Bildausschnitt so gut wie unmerklich.

Am linken Blattrand sowie am äußersten Oberrand altfleckig.
Rückseitig umlaufend Spuren stark vergilbter Montagestreifen.

Unterstützung fand sie auf ihrem Weg in die Moderne u.a. durch Paul Westheim, Paul Cassirer u. Fritz Gurlitt

125 EUR





Georges Braque (1882-1963) : Feuillage noir. - Radierung, 1956 (nummeriert/signiert)

Georges Braque (1882-1963) :

“Feuillage noir”

Radierung auf Japan, 1956,
nummeriert (Nr. 46 von 50 Exemplaren) und signiert.

Blattmaß : 63 × 50 cm

Das Blatt leicht lichtschattig, gering fleckig und mit einigen Papierfältchen.
Unter Passepartout mit Filmoplast-Streifen an den Rändern montiert.
Der Rahmen etwas an den Kanten bestoßen.

Auf der Rahmenrückseite zwei Klebezettel der Galerie Thomas (München, Maximilianstr.), mit Angaben zu diesem Blatt.

Vallier 106

780 EUR





Georges Braque (1882-1963) : MARINE - Farblithographie nach Georges Braque, 1952

Georges Braque (1882-1963) :

MARINE

Farblithographie nach Georges Braque, 1952.
Im Stein bezeichnet – nicht handsigniert, nicht nummeriert.

Die Übertragung auf den Stein führte Georges Braque nicht selbst aus,
dies wurde von den Druckern bei Mourlot Frères (Paris) besorgt.

Als graphische Beilage erschienen in der Pariser Kunst-Zeitschrift :

“Derriere le Miroir” (DLM). Paris, Aimé Maight Éditeur, 1952,
gedruckt bei Mourlot. Auflage der Ausgabe : ca. 2000 unsignierte Exemplare.

Darstellung : 27 × 35 cm
Blatt : 36 × 46 cm

Das Doppelblatt mittig mit einem originalen vertikalen Bug,
dieser ist deutlich sichtbar. Kein eigentlicher Mangel, sondern ein Echtheitsmerkmal.
Rückseitig typograph. bedruckt.

Der extrem breite weiße/unbedruckte Blattrand am linken Rand mit
dünner Drucklinie und kleiner Verfärbung offensichtl. schon beim Druck passiert).
Ein allfällliges Passepartout würde diesen kleinen Mangel ohnehin überdecken.

Zu der in der Zeitschrift gedruckten Auflage erschienen noch 200 nummerierte u. handsignierte Exemplare auf besserem Papier.
Ein soches Expl. liegt uns hier nicht vor.

65 EUR





Silhouetten-Galerie (1830-1850). - Sammlung von 34 Schattenrissen (Portraits) der Biedermeierzeit

“Silhouetten Gallerie … 1830-50”

Schwarzes Tonpapier, punktuell auf leichtes Papier alt montiert und zumeist beschriftet.

Kleine Sammlung von Portraits – offensichtlich aus einem miteinander bekannten Personenkreis der Biedermeierzeit (Bürger, Amtspersonen, Amtsgehilfen, Professoren).

26 Blätter mit Personenbezeichnung
+ 7 Blätter ohne Bezeichnung (+ 1 beschädigt: es fehlt der Hut).

Blattmaße : ca. 18-19 × 10-12 cm.
Inliegend in einer Flügelmappe der Zeit.

Die Silhouetten mit Altersspuren, einige kleine Beschädigungen (Anrisse) v.a. an Schmalstellen, etwas altfleckig/sporfleckig.

Die Unterlagenpapiere durchwegs mit Handhabungsspuren, teils knittrig u. gering randrissig.

Die Mappe sehr stark zerschlissen und stockfleckig.
Auf dem Klebezettel wird der Inhalt mit “49 Stück” angegeben –
es sind also einige verloren gegangen.

Die Namen der dargestellten Personen :
Gustav Bremps
Eckmüller
Anton Meyer
Assessor Rumpf
Brunbauer
Gustav Nar
Rektor Schuster
Administrator Vogel
Der alte Ulerich
Forstmeister Weise
Postassistent Bachmann
Professor Lindig
Ehrensberger
Cassier Brems
Burgermeister(Bürgermeister) Reber
Professor Reger
Künsberg
Prof(essor) Sicherer
Subrektor Heller
Ottinger
Controleur Herbst
Rentbeamter Schneider
Dr. Nar
Assessor Hell
Professor Zehter
Assessor Kretzner

345 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Blick auf den Tegernsee. - Aquarell, signiert

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Blick auf den Tegernsee”

Aquarell, unten rechts signiert
sowie rückseitig betitelt.

Um 1925-1930.

Darstellung/Blatt : 35 × 49,8 cm.

Das Aquarell auf starken Unterlagekarton alt/gekonnt aufgezogen (offensichtl. vom Künstler selbst).

Die Signatur sitzt etwas knapp am rechten Außenrand.
Insgesamt in schöner Erhaltung.

165 EUR





Helmut Diller (1911 - 1984) : Jaguar (Panthera onca). - Farboffset, 1880, numm./signiert

Helmut Diller (1911 – 1984) :

Jaguar (Panthera onca)

Farboffset auf glattem Karton, 1980,
handschriftlich nummeriert (Nr. 50 von 450 Expl.) und signiert.

Innerhalb der Darstellung (unten links) bezeichnet :
Hellmut Diller / C(opyright) München 1980.

Darstellung : 41 × 51
Blattmaß : 60 × 70 cm

Die Darstellung in schöner, frischer Erhaltung.
Darstellungsrand des sehr breitrandigen Blattes etwas lichtschattig.

Sohn des Bildhauers Fritz Diller, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München, v.a. Tiermaler.

Color offset, numbered (50 of 450 copies), signed with pencil. Slight light shade around the image.

48 EUR





Helmut Diller (1911 - 1984) : Sibirischer Tiger (Panthera tigris altaica). - Farboffset, 1980. - Nummeriert/signiert

Helmut Diller (1911 – 1984) :

Sibirischer Tiger (Panthera tigris altaica)

Farboffset auf glattem Karton, 1980,
handschriftlich nummeriert (Nr. 50 von 450 Expl.) und signiert.

Innerhalb der Darstellung (unten rechts) bezeichnet :
Hellmut Diller / C(opyright) München 1980.

Darstellung : 38 × 51 cm
Blattmaß : 60 × 70 cm

Die Darstellung in schöner, frischer Erhaltung.
Darstellungsrand des sehr breitrandigen Blattes etwas lichtschattig.
An den oberen und unteren Blattränder minimal wellig.

Sohn des Bildhauers Fritz Diller, studierte an der Akademie der Bildenden Künste
in München, v.a. Tiermaler.

Color offset, numbered (50 of 450 copies), signed with pencil. Slight light shade around the image, Sheet slightly wavy to the outer broad margins.

48 EUR





Is (It) Bender : Moschee am Ufer (bei Istanbul?). - Aquarell

Is (It) Bender :

Moschee am Ufer (bei Istanbul?)

Darstellung : 25 × 39 cm
Rahmen : 32 × 45,5 cm

Das Aquarell in guter Erhaltung.
Unter Glas alt gerahmt, das Passepartout stark stockfleckig.
Die Rückenabdeckung beschädigt.

Rückseitig auf der Rahmenabdeckung Stempel :
Pol Fruhterman … Istanbul

(deutsche Namensschreibung : Paul Fruchtermann)





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Kapelle im Sertigtal bei Arosa. - Farblithographie, um 1920-1925

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Kapelle im Sertigtal bei Arosa

Im Vordergrund Skispuren im unberührten, frischen Schnee.

Die topographische Bestimmung ergibt sich anhand eines ortsbezeichneten Kessler-Aquarells. Aus dem Nachlaß von Carl Kessler.

Farblithographie, um 1920-1925.

Ohne Signatur, auch keine Bezeichnung in der Platte, evtl. ein Probe- bzw. Zustandsdruck.

Darstellung : 30 × 41 cm
Blatt : 34 × 46 cm (an den Blatträndern jeweils Passerkreuze).

Die Darstellung minimal altfleckig, besonders vorne rechts, dort auch kleine Schabspuren und eine mäßige Papierausdünnung. Die Blattränder etwas deutlicher altfleckig, mit Knickspuren und einer Kantenläsur oben.
.

95 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Lech am Arlberg mit Omeshorn. - Farblithographie, um 1925

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München)

Lech am Arlberg mit Omeshorn

Farblithographie, um 1925.

Im Stein bezeichnet,
jedoch ohne Signatur und Auflagenbezeichnung.

Darstellung : 30 × 41,5 cm
Blattmaß : 38 × 53 cm

Erhaltung : Die Lithographie wurde professionell von Stockflecken gereinigt.

Bei vorliegender Farblithographie handelt es sich um einen Handdruck;
der Farbauftrag ist entsprechend nicht ganz regelmäßig. Auch teils leichte Plattenkratzer, die jedoch im üblichen Betrachterabstand nicht merklich sind.

Am linken und rechten Bildrand mittig die Passerkreuze als kl. Nadelstiche sichtbar.

Wir haben aus dem Nachlaß des Künstlers noch einige weitere Exemplare dieser farb. Künstlersteinzeichnung am Lager. Jeweils in der Farbstellung etwas voneinander abweichend (typ. für Handdrucke). Auch Exemplare mit Signatur und Nummerierung.

165 EUR





A. Ziegler (Attr.) : Rosen (Bouquet). - Aquarell/Gouache. - Um 1900

Zuschreibung : A. Ziegler

Blumen : Rosen (kleines Bouquet)

In der Mitte Schleife (evtl. Schriftreserve)

Aquarell/Gouache auf leichtem Karton, um 1900.

Bei vorliegendem kleinen Kunstwerk
könnte es sich um die Vorlage für eine Postkarte o.ä. handeln.

Darstellung : ca. 7 × 6 cm
Blatt : 18,5 × 14,5

Schöne, farbfrische Erhaltung der Darstellung.

Die breiten Blattränder insgesamt etwas angestaubt,
die Gesamtabbildung zeigt dies besser als die Detailabb.

Ober- und unterhalb der Darstellung zwei kleine Reißnageleinstiche,
die mit der Verwendung/Weiterverarbeitung in Zusammenhang stehen dürften.

Das Bild wurde von uns in einem Konvolut mit gleichartigen kleinen Arbeiten erworben, davon ist ein Blatt rückseitig mit “A. Ziegler” bezeichnet, die Mehrzahl der übrigen Arbeiten ist ohne jeden Hinweis.

75 EUR





Zuschreibung: A. Ziegler: Vergißmeinicht (Blumen). - Aquarell/Gouache, um 1900

Zuschreibung : A. Ziegler

Blumen : Vergißmeinicht (Myosotis / Forget-Me-Nots)

Aquarell/Gouache auf leichtem Karton, um 1900.
unten rechts monogrammiert in Ligatur : A/Z.

Bei vorliegendem kleinen Kunstwerk
könnte es sich um die Vorlage für eine Postkarte o.ä. handeln.

Darstellung : 14 × 7,5 cm
Unterlagekarton : 16 × 10 cm

Schöne, farbfrische Erhaltung der Darstellung, an den Rändern feine Bleistiftmarkierungen. Am unteren linken Rand wurde offensichtlich von der Künstlerin selbst eine Korrektur vorgenommen.

Alt auf Unterlagkarton sauber aufgezogen.

Rückseitig Reste alter Montierung,
die jedoch in keiner Weise bildseitig durchscheinen.

Das Bild wurde von uns in einem Konvolut mit gleichartigen kleinen Arbeiten erworben, davon ist ein Blatt rückseitig mit “A. Ziegler” bezeichnet, die Mehrzahl der übrigen Arbeiten ist ohne jeden Hinweis. Hier vorliegendes Blatt aber trägt das Monogramm “A/Z” – eine Zuschr. an A. Ziegler erscheint damit sehr wahrscheinlich. Auch dürfte sich unter dem abgekürzten Vornamen ein Frauenname verbergen.

85 EUR





[Anonymus] : Entwurf für eine Postkarte o.ä. - Aquarell/Gouache, um 1900

[Anonymus] :

Blumenstrauß mit Getreideähren und Schmetterling.

Die als Band gestaltete Schriftreserve deutet auf den
Entwurf für eine Postkarte o.ä.

Aquarell/Gouache auf leichtem Karton, um 1900.
Ohne jede Bezeichnung.

Darstellung : 12,7 × 9 cm
Unterlagekarton : 13,5 × 9,6 cm

Schöne, farbfrische Erhaltung der Darstellung selbst,
der Orig.-Unterlagekarton an den Kanten/Ecken etw. berieben.

Rückseitig Reste von Montageklebestoff, der jedoch keinen weiteren Schaden anrichtet.

Eine sehr feine Ausführung, die wohl auf die Hand einer Frau hinweist.

85 EUR





Theodor Sander (1858 Flensburg - 1935 Berlin) : Hafen. - Radierung, signiert

Theodor Sander (1858 Flensburg – 1935 Berlin) :

Hafen

Radierung,
handsigniert unten rechts.

Darstellung : 17 × 20,8 cm
Blatt : 25 × 31,5 cm

Das Blatt etwas gebräunt bzw. lichtrandig, sonst in schöner Erhaltung.

Vita “Theodor Sander (* 14. Januar 1858 in Flensburg, † 12. Februar 1935 in Berlin). – Der Maler Theodor Sander bleibt seiner schleswig-holsteinischen Heimat künstlerisch eng verbunden. Ein häufiges Motiv des bodenständigen Heimatmalers ist der Flensburger Hafen, den er bevorzugt im Winter malt. Sander absolviert nach der Schulzeit in seiner Heimatstadt eine Kaufmannslehre, bevor er sich zum Lithografen ausbilden lässt. Von Oktober 1880 bis Sommer 1883 kann er dank eines Stipendiums der Stadt Flensburg an der Kunstakademie in Berlin studieren. Im Jahr 1882 kommt er während einer Studienreise zum ersten Mal nach Ekensund. Hier erhält er für seine Malerei wesentliche Impulse. Ab 1883 setzt Sander sein Studium an der Münchner Kunstakademie fort. Nach Abschluss seines Studiums kehrt der Schleswig-Holsteiner 1886 in seine Heimatstadt zurück. Hier versucht er sich eine Existenz als freischaffender Künstler aufzubauen. Zwei Jahre versucht er sich mühsam über Wasser zu halten, bevor er einsieht, dass er in Flensburg nicht von seiner Kunst leben kann. Er zieht 1890 nach Berlin-Charlottenburg, wo er Lucie Storm, eine Tochter des Husumer Schriftstellers Theodor Storm, heiratet. Um seine Familie ernähren zu können, arbeitet Sander fortan als Entwurfsmaler für Landschaften an der Königlichen Porzellanmanufaktur in Berlin. Zwischen 1892 und 1922 ist er als Lehrer für Naturmalen an der Städtischen Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Berlin tätig” (vimu – das virtuelle Museum zeigt lebendige Geschichte der deutsch-dänischen Grenzregion von Hamburg bis Odense von 1830 bis heute)

45 EUR





Max Klinger (*1857 Leipzig-1920 Großjena) : "Simplicius am Grabe des Einsiedlers". - Radierung/Aquatinta, aus : Intermezzi (Rad. Op. IV), ca. 1881

Max Klinger (*1857 Leipzig-1920 Großjena) :

“Simplicius am Grabe des Einsiedlers”

Radierung mit Aquatinta, ca. 1881.
Auf kräftiges Kupferdruckpapier aufgewalztes China.

Innerhalb der Platte bezeichnet : Max Klinger – VIII.
Blatt VIII aus der Folge : Intermezzi. Rad. Op. IV. – 12 Compositionen.

Theo. Stroefer’s Kunstverlag in München, o.J.

Darstellung (Plattenrand) : 33,5 × 27 cm.
Blatt : 44,5 × 61,2 cm.

Erhaltung :

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung. – Die breiten/unbeschnittenen Blattränder über und über stockfleckig, ebenso die Blattrückseite (jedoch nur wenig im Bereich der Darstellung). Am Blattunterrand mäßige Handhabungsspuren, die äußersten Blattkanten teils gering angestoßen.

Beigegeben das Orig.-Passepartout aus der Mappe in guter Erhaltung, das doppelseit. Seidenhemden minmal stockfleckig und teils leicht knittrig.

95 EUR





Max Klinger (*1857 Leipzig-1920 Großjena) : "Simplici Schreibstunde". - Radierung/Aquatinta, aus : Intermezzi (Rad. Op. IV), ca. 1881

Max Klinger (*1857 Leipzig-1920 Großjena) :

“Simplici Schreibstunde”

Radierung mit Aquatinta, ca. 1881.
Auf kräftiges Kupferdruckpapier aufgewalztes China.

Innerhalb der Platte bezeichnet : Max Klinger – VII.
Blatt VII aus der Folge : Intermezzi. Rad. Op. IV. – 12 Compositionen.

Theo. Stroefer’s Kunstverlag in München, o.J.

Darstellung (Plattenrand) : 33,5 × 27 cm.
Blatt : 44,5 × 61,2 cm.

Erhaltung :

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung. – Die breiten/unbeschnittenen Blattränder über und über stockfleckig, ebenso die Blattrückseite (jedoch kaum im Bereich der Darstellung). Am Blattunterrand mäßige Handhabungsspuren

Beigegeben das Orig.-Passepartout aus der Mappe in guter Erhaltung, das doppelseit. Seidenhemden minmal stockfleckig und teils leicht knittrig.

95 EUR





[Anonymus] : Am Waldrand bei Ampermoching im Herbst. - Bleistift, 1890

[Anonymus] :

Am Waldrand bei Ampermoching im Herbst

Bleistift,
unten rechts ortsbezeichnet und datiert
“Ampermoching / Okt. (18)90”.

Blattmaß : 10,2 × 17,4 cm
Papier leicht gebräunt.

Münchner Schule, Dachauer Malerkolonie

55 EUR





Martin Erich Philipp (1887 Zwickau-1978 Dresden) : Weihnachtsstern. - Farbholzschnitt, signiert

Philipp, Martin Erich, MEPH (1887 Zwickau – 1978 Dresden) :

Weihnachtsstern

Farbholzschnitt
auf feinem/dünnen Japan.

Im Stock oben rechts monogrammiert (MEPH),
unten rechts handsigniert.

Am Unterrand des Blattes einige kurze Bleistiftnotate, wohl von MEPH selbst.

Darstellung/Stockmaß : 46,5 × 33,5 cm
Blatt : 55 × 40 cm

Das schöne Blatt leicht lichtrandig sowie an den oberen beiden Blattecken
schwache Spuren professionell abgelöster kleiner Montagestreifen – sonst wohlerhalten.

Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima), auch Adventsstern, Christstern od. Poinsettie.

Vita : “Philipp, Martin E., Maler u. Graphiker in Dresden, *4. 8. 1887 Zwickau, Schüler v. G. Kuehl u. Richard Müller. Mappenwerke: Lucinde; Bäder v. Lucca; Wilhelmine; Gedichte im Geschmacke Grécourts. Lit.: Dressier, Ksthandb., 1930/II. – Die Kst, 48 (1922/23) 247ff.-Ex Libris, 26 (1916) 120f.; 27 (1917) 28; 29 (1919) 61/68; 31 (1921) 59, Beil. vor p. 60; 35 (1925) Mitteil. p. 9. – Dtsche Kst u. Dekor., 36 (1915) 343 (Abb.). – Ztschr. f. Bücherfreunde, N. F. 14 (1922) Beibl. Heft 1, Sp. 29. – Kat. Ausst. 6 Dresdner Graphiker, Richter-Dresden, 1913” (Thieme-Becker)

125 EUR





Joseph Steutzger : Unser Ausstellungsraum in Wasserburg a. Inn/Marienplatz 23/Ecke Bruckgasse/Unter den Arkaden : GEMÄLDE-BÜCHER-GRAPHIK-RAHMEN

Joseph Steutzger : Kunst- und Literaturhandel

Zusätzlich zeigen wir (50 m weiter) in zwei Ausstellungsvitrinen, zwischen dem “V” und Café Rechenauer, Marienplatz 11, eine kleine Auswahl unseres Angebotes.





Marc Chagall (Witebsk 1887 - 1985 St. Paul de Vence) : Moses III (emporschauend). - Farblithographie. - Bibel, 1956

Marc Chagall (Witebsk 1887 – 1985 St. Paul de Vence) :

Moses III (emporschauend).

Farblithographie, 1956.

Werkverzeichnis : Mourlot Nr. 125.

Aus : VERVE, vol. VIII, nos. 33 et 34. (= Bibel I).
Hrsg. v. Tériade. Druck bei Mourlot, Paris.

Nicht handsigniert, nicht nummeriert.
Auflage : 6500 Exemplare.

Darstellung/Blattgröße : 35,5 × 26,2 cm.

In schöner, vollrandiger Erhaltung.

Rückseitig eine schwarz/weiß Lithographie.
WVZ : Mourlot Nr. 130 (siehe Abb. 2)

Noch nie gerahmt oder unter Passepartout,
deshalb auch keine Montagespuren etc.

125 EUR





[Anonymus] : Lesender (Carl Seidel/Dresden?) - Bleistift, 1. Hälfte/Mitte 19. Jh.

[Anonymus] : Lesender (Carl Seidel/Dresden?)

Bleistift, tls. aquarelliert.
Auf dünnem/glatten Papier.

Auf altem Unterlageblatt
an den oberen Ecken leicht (reversibel) an zwei Punkten befestigt.
Unterhalb der Darstellung, auf der Unterlage, die Bezeichnung “C. Seidel Dresden”.

Darstellung : ca. 24 × 19 cm
Blatt : 27,5 × 25 cm (Ränder etwas ungleichmäßig)
Unterlageblatt : ca. 35 × 28 cm

Das Blatt gering altfleckig. An den äußersten Rändern, kleine, punktuelle Papierausdünnungen. – Rechte Seite der Unterlage mit Staub- resp. Lichtrand. – Rückseitig an den Rändern einige unwesentliche Reste abgelöster, alter Montierungen. Nunmehr mit zwei feinen Japanpapierfälzchen an der Oberkante montiert, sonst freiliegend.

Unter altem Glas und einem Biedermeierrahmen (Birne o.ä., schwarz gebeizt). Einige kleine Wurmlöchlein. Der Rahmen wurde mit Schellack etwas aufgefrischt. Die Abb. gibt nur einen ungefähren Eindruck.

Die Bezeichnung auf der Unterlage dürfte wohl den Dargestellten meinen und nicht den Zeichner.

Ob evtl. folgende Person in Frage kommt, muß vorläufig offen bleiben : “Carl Seidel (1787 Berlin – 1844 ), Kunstschriftsteller, Philosoph, Dichter. Seidel sollte ursprünglich den Beruf eines Kaufmanns ergreifen, studierte aber Philosophie u. Kunstwissenschaften. 1826 promovierte er in Philosophie und erhielt 1840 den Titel eines Professors. Am 30. Juli 1840 heiratete er seine Schülerin Emilie Detroit. Daneben spielte er Gitarre und schrieb theoretische Artikel, Erzählungen und Reiseberichte für zahlr. Zeitschriften. Von Bedeutung ist seine Novelle Der Brautkampf, die 1819 in der Dresdner Abendzeitung erschien und Theodor Hell zu dem Opernlibretto Die drei Pintos inspirierte. Es wurde von Carl Maria von Weber vertont, blieb aber Fragment. Seidels musikalische Schriften hielt insbesondere Robert Schumann für so bedeutend, dass er ihn als Mitarbeiter für seine Neue Zeitschrift für Musik gewann und in den Jahren 1834 bis 1835 mit ihm korrespondierte.” (vgl. Wikip.)

165 EUR





[Anonymus] : Zweig der Stechpalme (Ilex). - Aquarell, um 1900

[Anonymus] :

Stechpalme (Ilex)

Aquarell auf leichtem Karton, um 1900.
Ohne jede Bezeichnung.

Blattmaß : 19 × 13 cm.
Die vier Reißnagelspuren in den Ecken zeigen an, dass
das Blatt nicht beschnitten wurde.

Schöne, farbfrische Erhaltung der Darstellung selbst,
Rückseitig Reste von Seidenpapier am linken Rand.

Stechpalme (Ilex), auch Hülsdorn, Stechhülsen, Winterbeeren, Christdorn, Schradler, Familie d. Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae).

85 EUR





[Anonymus] : Albert Pettenkofer (Portrait). - Lithographie, ca. 1850

[Anonymus] :

Portrait : “Dr. Albert Pettenkofer”

Lithographie, wohl um 1850.
Bezeichnet : Dr. Albert Pettenkofer / (gest. 15. Sept. 1842)

Darstellung (ohne Schrift) : ca. 16 × 16 cm
Blattmaß : 28 × 19 cm

Erhaltungseinschränkung :
Das Blatt berieben, knittrig, angestaubt und altfleckig.
Am Unterrand eine Hinterlegung (8 × 4 cm).
Alt am Oberrand auf Unterlagekarton montiert.

Das Augsburger Intelligenzblatt meldet am 21 Sept. 1842,
dass der Dr. der Medizin und prakt. Arzt, Albert Pettenkofer, aus Oettingen, 29 Jahre alt, an Schlagfluß verstorben ist.

Oettingen (Ries), Nördlingen

85 EUR





Jakob Kallenberg (1540-1605): Landsknechte als Fahnenschwinger. - Holzschnitt, 1545

Landsknechte als Fahnenschwinger.

Holzschnitt(e), 1545.
2 Holzschnittte auf 1 Blatt (Vor- u. Rückseite).

Aus : Jacob Köbel, Wapen des Heyligen Römischen Reichs Teutscher Nation […], 1545 (Exemplar der 1. Auflage, 1579 erschien noch eine 2. Aufl.).

Darstellungen : ca. 14 × 21,5 cm – Blatt : 28 × 18 cm.

Zuschreibung an Jacob Kallenberg, unten rechts monogrammiert : “I.K.”
(nachgewiesen tätig in Bern ca. 1535/65).

Erhaltung : Gute Drucke auf festem Büttenpapier, nur leicht altfleckig.
Der Druck der Rückseite jeweils leicht umseitig durchschlagend. Eine Hinterlegung mit dunklem Papier würde dies stark vermindern. – Das Blatt ist nicht, wie gelegentlich auch zu finden, gespalten und damit seiner Rückseite beraubt, sondern beidseitig original bedruckt.

Literatur : Zu den beiden Ausgaben (1545/1579) s. Katalog der Lipperheideschen Kostümbibliothek sowie Josef Benzing : Jacob Köbel […] Bibliographie seiner Drucke und Schriften.

“Die Landsknechte waren nicht nur für ihre Kampfkraft, sondern auch für ihr extravagantes Erscheinungsbild bekannt. Ihre äußerst bunte Bekleidung bestand aus gepufften und geschlitzten Hemden und Hosen, zu denen sie eine Bundhaube bzw. schräg darüber ein breitkrempiges mit Federn und Wollbüschen bunt geschmücktes Barett aufsetzten. An den Füßen trugen sie die nach ihrer Form benannten Kuhmaulschuhe. Typisch waren auch das vor der Brust verschnürte Lederwams und bunt gefärbte Socken. Der Ursprung der geschlitzten Mode ist unklar; so wird vermutet, dass die enge Kleidung des späten 15. Jahrhunderts im Kampf äußerst hinderlich war. Die Landsknechte schlitzten sie deshalb auf, banden sich Stofffetzen um die Ärmel und ließen die dicken Unterstoffe herauspludern … Die auffällige gepuffte und geschlitzte Kleidung der Landsknechte, die eine imponierende Wirkung erzielen sollte, wurde in adeligen Kreisen als Anmaßung betrachtet. Auf Initiative Maximilians I. billigte ihnen der 1503 tagende Reichstag zu Augsburg jedoch das Recht zu, sich nach eigenem Gutdünken zu kleiden. Die Bekleidung war absolut uneinheitlich, lediglich die Offiziere waren meist durch eine bunte Schärpe erkennbar … Die Kleidung der Landsknechte beeinflusste die zivile Mode des damaligen Europas stark und wurde sogar in Stahl nachgebildet. So entstanden gepuffte und geschlitzte Paraderüstungen, die repräsentativen Zwecken dienten. Der Brayette genannte Genitalschutz der damaligen Rüstungen war ein stählernes Abbild des Hosenlatzes der Landsknechte.” (Wikipedia, 30.12.07). – SW: Lansquenet, Katzbalger, Renaissance-Waffen, Renaissancekleidung, Landsknechtmode, auch Jakob Kallenberg).

125 EUR





Joan Miró (1893 Barcelona - 1983 Palma de Mallorca) : La Danse du Feu. - Farblithographie, 1963

Joan Miró (1893 Barcelona – 1983 Palma de Mallorca) :

“La Danse du Feu”

Orig.-Farblithographie, 1963.
Nicht signiert.

Das Blatt entstammt unmittelbar aus :
DERRIERE LE MIROIR : MIROARTIGAS.
Paris, bei Maeght, 1963.

Darstellung/Blattgröße : 38 × 56 cm (gerahmt).

Auf einem Doppelblatt!
Das Blatt ist entsprechend in der vertikalen Mitte gefaltet. Auf dem Scan bildseitig weniger erkennbar als in natura. Die Abbildung der Rückseite zeigt die Falte deutlicher.

Rückseitig Text, so original.

Erhaltung : In den äußersten Ecken und an den Enden des Mittelfalzes ganz minimale – im üblichen Betrachterabstand wohl kaum wahrnehmbare Druckspuren – sonst sauber/frisch.

125 EUR






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