18. Jahrhundert
Vlyssis Aldrovandi: Canis bellicosus Anglicus (English Mastiff) - Holzschnitt, um 1645
„Canis bellicosus Anglicus …“
[Englischer Mastiff / Molosser / „Kriegshund“]
Holzschnitt aus :
Vlyssis Aldrovandi… De Quadrupedibus digitatis viviparis libri tres […]
Um 1645.
Blattgröße : ca. 33 × 22 cm
Schöner, kräftiger Abzug.
Die Blattränder etwas ungleich beschnitten.
Verso : „Canis Gallicus cum Dente canino“
The flower : Dens Canis (Hundszahn, tooth of a dog
2 Holzschnitte auf 1 Blatt.
„Vlyssis Aldrouandi patricii Bononiensis De quadrupedibus digitatis viuiparis …“,
Ulisse Aldrovandi (1522-1605), Italian botanist, pharmacologist and a professor of botany at the university of Bologna.
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65 EUR
Christian Rugendas (*1708): Marketender - Schabkunstblatt
Christian Rugendas (1708-1781 )
nach Georg Philipp Rugendas d.Ä. (1666-1742)
Marketenderzelt mit ausgelassenem Lagerleben
Schabkunst (Mezzotinto) in Ocker,
In der Platte bez.: G.P. Rugendas pinx Augusta Li 18. d’Agosto A 1695 -
Christiano Rugendas sculps. et excud. Aug. Vind.
Darstellung (ohne Schrift): 14,8 × 27,2 cm.
Blatt: 15,5 x ca. 27,4 cm.
Über den Plattenrand beschnitten.
Großes, über die ganze Mitte angelegtes Wasserzeichen.
Rückseitig verschiedene Nummern (eine davon wohl eine Auktionsnummer)
ebenda auch erkennbar Spuren früherer Papierfaltung, bildseitig nicht auffallend.
Aus einer Folge von Reiter-, Pferde- und Schlachtenszenen nach Vorlagen seines Vaters.
Andrea Teuscher: Die Künstlerfamilie Rugendas 1666-1858. Werkverzeichnis zur Druckgraphik, Nr. 618. – Hier die folg. Beschreibung des Dargestellten: „Marketenderzelt mit fröhlichem Lagerleben. Rechts Kochfeuer, an den Tischen zechende Soldaten, mehr vorn Tänzer, deren Musikanten mit Flöte und Dudelsack links bei der Tonne sind, bei lausenden, waschenden und Wäsche trocknenden Weibern. Im Hintergrund Berge und Vieh.“
55 EUR
Jacob Gottfried Scheurl v. Defersdorf (*1651) - Schabkunst-Blatt
Porträt des Jacob Gottfried Scheurl von Defersdorf (1651-1717),
im Hintergrund wird der Ort Defersdorf gezeigt.
“Jacobus Godofredus Scheurl à Defersdorf …”
Schabkunstblatt von Joahnnes Kenkel, kurz nach 1717.
Die uns sonst bekannten Exemplare zeigen unten links im Stein den Namen des Malers („J. L. Hirschmann ad vivium pinxit“). Unser Expl. ohne diese Bezeichnung. Ob der Name erst in späteren Drucken eingraviert wurde oder ob man diesen später ausschliff, können wir zunächst nicht entscheiden.
Darstellung : 42 × 29,5 cm
Blatt : 46 × 33,8 cm
Am linken oberen Bild- u. Blattrand feine Knickspuren, im Baumstamm ein kleiner, kaum merklicher Kratzer. Die Blattränder rundum etwas knittrig, angestaubt u. bestoßen. In den vier Blattecken Nadelstichspuren. Leichter Wasserrand in den oberen Ecken. Horizontal mittig eine durchgehende feine Papierfalte, die aber nur wenig auffällt. – Insgesamt ein ansprechendes Blatt.
Jacob Gottfried Scheurl (19. Aug. 1651 – Nürnberg – 28. Nov. 1717)
„1679 Hof- u. Stallmeister der verwittw. Fürstin Lobkowitz, geb. Pfalzgräfin von Sulzbach, nach deren Tod in Diensten des Fürsten Ferdinand August von Lobkowitz, Herzogs von Sagan, u. des Pfalzgrafen Philipp von Sulzbach; 1686 Pfleger in Betzenheim bei Pegnitz u. 1694 in Gräfenberg, 1714 Amtmann des Sebalderwaldes u. Oberrichter des Forst- u. Zeidelgerichts in Nürnberg” (zit. nach rootsweb)
„Die Scheurl von Defersdorf sind eine Patrizierfamilie der Freien Reichsstadt Nürnberg. Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1440. Familiensitz ist das, 1535 aus dem Besitz der Holzschuher übernommene, ehemalige Zeidelgut Fischbach. Die Scheurl waren ab 1729, bis zum Ende der reichsstädtischen Zeit im Jahre 1806, im Inneren Rat vertreten …“(Wikip.)
65 EUR
Gold- Silber- Kupfergießer: 6 Kupferstiche, Benard, 1770
Gießer (Gold- Silber- und Kupferguß) :
„Fonte de l`Or, de l`Argent et du Cuivre“
Folge von 6 Kupferstichen von Robert Benard
(zeigen das Sandguß-Verfahren) mit dem zugehörigen Textblatt (so in sich komplett)
Aus : Diderot & d’Alembert, Encyclopédie, um 1770
Blattmaß : 39,5 × 25 cm
Mit geringen Handhabungsspuren,
Die Blätter am Vorderschnitt (Goldschnitt) teils minimal angestoßen.
Die Heftung des Faszikels nur mehr in der unteren Hälfte schwach zusammenhaltend.
Insgesamt in guter/ansprechender Erhaltung.
75 EUR
Chronologia pyrobolica/Zeit-Weiser d. Feüwr-Künsten: Kupferstich, Meyer, 1701
„Chronologia pyrobolica / Zeit-Weiser der Feüwr-Künsten“
Zürich : Gesellschaft der Constaffleren (Constaffler) im Zeughaus, 1701
Kupferradierung
Johannes Meyer (Meyerus), 1701. :
Darstellung (Passepartoutauschnitt) : 20 × 29,7 cm
Die Gesellschaft der Constaffler gab zwischen 1689 und 1798
Neujahrsblätter als Einblattdrucke heraus.
45 EUR
Franceso Piranesi (*1756): Trofei die Ottaviano Augusto - Kupferstich, 1778
Francesco Piranesi (1756-1810) :
Parti in grand restaurate de Trofei die Ottaviano Augusto […]“
In der Schriftkartusche unten rechts signiert :
„Francesco Piranesi disegnò ed incise 1778“.
Kupferradierung, 1778 (bzw. 1780)
Oben rechts mit Plattennummer : 4
Darstellung/Plattenrand : 52,5 × 39 cm
Blattgröße : 66,5 × 56 cm
Kräftiger, differenzierter Abzug auf starkem/weißem Bütten.
In breitrandiger/vollrandiger Erhaltung, noch mit orig. Gelbschnitt und Mittelfalz. – Kräftiges, weißes Bütten. In unberührter/unrestaurierter Erhaltung.
165 EUR
Johann Heinrich Lips: Regina von Bonstetten - Kupferstich
Johann Heinrich Lips (1758 – 1817) :
Portrait „Regina von Bonstetten .
In der Platte ist der Name der Dargestellten
verschlüsselt abgekürzt : „B …. n“
Am Unterrand, von alter Hand in Tinte, findet sich die Auflösung.
In der Platte unten links bezeichnet u. datiert : „Joh. H. Lips sculpsit 1776“.
Darstellung (einschl. Plattenrand) : 23,5 × 19,5 cm.
Blatt : 33,5 × 27 cm. (Wasserzeichen: wohl „C B“).
Auf dem vollen Blatt. Die Blattränder etwas angestaubt und altfleckig. Rückseite schwach stockfleckig. Der Bildbereich nahezu unberührt.
Vita : „Nach dem Wunsch der Eltern sollte der Kupferstecher Johann Heinrich Lips, geboren am 29. April 1758 in Kloten bei Zürich, eigentlich den Beruf des Chirurgen ergreifen. Nur zögerlich stimmten sie dem Zeichenunterricht im Rahmen einer höheren Allgemeinbildung zu, lehnten aber die durch Johann Caspar Lavater (1741-1801) vermittelte Lehrstelle in der Radierwerkstatt Johann Rudolf Schellenbergs (1740-1806) in Winterthur ab. Die anfänglich autodidaktische Ausbildung ergänzte zunehmend der bekannte Schweizer Theologe und Schriftsteller Lavater selbst. Er schickte Radierwerkzeug, Vorlageblätter und Anleitungen zum Radieren nach Kloten und eröffnete Lips weitere künstlerische Kontakte u.a. zu Johann Caspar Füßli (1706-1782), Jens Juel (1745-1802) sowie zu seinen späteren Förderern Herzog Carl August von Sachsen-Weimar (1757-1828) und Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832). Ein Exklusivvertrag für die Illustration der mehrbändigen Ausgabe der „Physiognomischen Fragmente“ band Lips bis 1780 an Lavater. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten konnte er seine Studienreise beginnen, deren Stationen Schaffhausen, Basel, Colmar, Karlsruhe, Stuttgart und Mannheim waren. In Mannheim wurde er Schüler an der damals bekannten Zeichenakademie von Peter Anton von Verschaffelt (1710-1793) wo er sich intensiv dem Akt- und Antikenstudium widmete. Nach erfolgreichem Abschluss zog Lips weiter nach Düsseldorf, wurde preisgekröntes Mitglied der Düsseldorfer Kunstakademie und traf u.a. auf Friedrich Bury (1763-1828), mit dem er schließlich 1782 nach Italien aufbrach …“ (Weblink : Goethezeitportal.de)
25 EUR
Eichstätt : Der Heilige Willibaldus - Kupferstich, Rassler, 1714
„Der Heilige Willibaldus Bischoff zu Eychstätt“ (Hl. Willibald/Eichstätt)
Kupferstich bei Maximilian Rassler SJ :
Heiliges Bayer-Land, 1714.
Gestochen von „Jeremias Kilian“ (bez. unten mittig).
Zuerst erschien das Werk unter Matthaeus Rader SJ in Latein unter dem Titel
„Bavaria Sancta Et Pia“ in 4 Bänden von 1615–1628.
Die Entwürfe für die Stiche in dem Werk stammen meist
Peter Candid u. Matthaeus Kager. Die Ausführung in Kupferstich
lag meist bei Raphael Sadeler d. Älteren u. Jüngeren.
Darstellung (einschl. gestochener Schrift) : 22 × 15,5 cm
Blatt : ca. 32 × 20 cm
Sehr schöner gratiger Abzug mit ganz feinem Altersschmelz.
75 EUR
Giovanni Battista Piranesi (*1756): Trofei di Ottaviano Augusto, 1780
Trofei di Ottaviano Augusto innalzati per la vittoria ad Actium e conquista dell’Egitto con vari altri ornamenti antichi. / Disegnati ed incisi dal cavalier Gio Batta. Piranesi.“
„Frammento di uno scudo caduto da Trofei di Ottaviano Augusto; ora esistente nel Cortile delle Mendicanti a Torre de‘ Conti / Piranesi Architetto fec.“
2 Kupferradierungen auf 1 Blatt.
Exemplar der 2. Auflage, hrsg. von Francesco Piranesi (Sohn) :
nach 1778 (um 1780).
Zu den versch. Ausgaben s.
Luigi Ficacci: Piranesi. The Complete Etchings. Köln 2000, S. 158 unten.
Rückseitig mit 3-zeiligem Wasserzeichen.
Darstellungen/Plattenrand : 16× 21,5 cm – 13,7 × 26,8
Blattgröße : 55,5 × 37,2 cm
Kräftige, differenzierte Abzüge auf starkem/weißem Bütten.
In breitrandiger/vollrandiger Erhaltung, noch mit orig. Gelbschnitt.
In der horizontalen Mitte – außerhalb den Darstellung – Papierfalte.
Ebenfalls Papierfalte am rechten Rand, innerhalb der Darstellung keineswegs auffallend. Kleine Papierbeschabung am rechten Blattrand.
155 EUR