Zeitgenössische Graphik

Thomas M. Gehring & Partner (München) : Innenarchitektur-Entwurf für ein Gastlokal (Selbstbedienung/Salatbuffet). - Mischtechnik, um 1996

Thomas M. Gehring & Partner (München) :

Innenarchitektur-Entwurf für ein Gästelokal –
Selbstbedienung am Salatbuffet.

Mischtechnik auf Papier/auf Karton, um 1996.

Bildmaß : 51,5 × 73 cm.

Unbezeichnet : Es liegen uns jedoch zwei weitere Arbeiten vor, welche durch Firmen-Stempelung ausgewiesen sind : Thomas M. Gehring & Partner / Innenarchitektur – Design – Architektur / München, Ohmstr. 16.

Gering angestaubt, linke untere Ecke mit leichter Druckspur.

SW : Gebrauchsgraphik

100 EUR





Thomas M. Gehring & Partner (München) : Innenarchitektur-Entwurf für ein Gastlokal. - Mischtechnik, 1996

Thomas M. Gehring & Partner (München) : Innenarchitektur-Entwurf für ein Gästelokal

Mischtechnik auf Papier/auf Karton, 1996.

Bildmaß : 51 × 72,5 cm.

Im oberen Drittel wurde die Entwurfszeichnung verändert/überarbeitet,
wie aus nächster Nähe an der Überklebung zu erkennen ist.

Unten rechts Stempel von Thomas M. Gehring & Partner
Innenarchitektur – Design – Architektur / München, Ohmstr. 16 (Schwabing)
Daneben eine Signatur, die nicht entziffert wurde.

Im oberen Drittel wurde die Entwurfszeichnung verändert/überarbeitet,
wie aus nächster Nähe an der Überklebung zu erkennen ist.
Einige kleine Partien dort leicht wellig sowie ein paar Nahtstellen teils leicht geöffnet, die leicht nachgeklebt werden könnten

Gering angestaubt, linke untere Ecke mit Druckspur -
etwas deutlicher als auf der Abb. erkennbar.

150 EUR





Thomas M. Gehring & Partner (München) : Innenarchitektur-Entwurf für ein Gastlokal. - Mischtechnik, 1996

Thomas M. Gehring & Partner (München) :

Innenarchitektur-Entwurf für ein Gästelokal

Mischtechnik auf Papier/auf Karton, 1996.

Bildmaß : 51 × 72,5 cm.

Im oberen Drittel wurde die Entwurfszeichnung verändert/überarbeitet,
wie aus nächster Nähe an der Überklebung zu erkennen ist.

Unten rechts Stempel von Thomas M. Gehring & Partner
Innenarchitektur – Design – Architektur / München, Ohmstr. 16 (Schwabing)
Daneben eine Signatur, die nicht entziffert wurde.

Gering angestaubt, linke untere Ecke mit Druckspur -
etwas deutlicher als auf der Abb. erkennbar.

150 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Nach dem Regen. - Elektrographie, 1973

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

„Nach dem Regen“

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren).
Am Unterrand bezeichnet/signiert (rückseitig nochmals).
Datiert : 1973

Als E.A. bezeichnet :

E.A. = Epreuve d’artiste : „Bei graphischen Blättern … so genannte Künstlerdrucke
(meist ohne die übliche Beschriftung des Auflagendrucks) … Es handelt sich dabei um keine
Probedrucke, sondern um Abzüge, die der Künstler für den eigenen Gebrauch herstellt.“ (P. W. Hartmann)

Darstellung/Blatt : 69 × 53 cm (unbeschnitten).

Aus dem Nachlaß. In schöner Erhaltung.
Das Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik
der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer
Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten
in einem einzigen Arbeitsgang.

Der Versand erfolgt aus konservatorischen Gründen in einer Rolle.

95 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Stunde des Abends. - Elektrographie, 1975

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

„STUNDE DES ABENDS

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren).
Am Unterrand bezeichnet/signiert (rückseitig nochmals).

Auflage : Nr. 1 von insgesamt 10 Exemplaren,
datiert (19)75.

Darstellung/Blatt : 67,5 × 53 cm (unbeschnitten).

Aus dem Nachlaß. In sehr schöner Erhaltung.
Das Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

Der Versand erfolgt aus konservatorischen Gründen in einer Rolle.

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95 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Steppenbrand. - Elektrographie, 1972

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

„STEPPENBRAND“

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren).
Am Unterrand bezeichnet/signiert (rückseitig nochmals).

Auflage : Nr. 7 von insgesamt 8 Exemplaren,
datiert (19)72

Darstellung/Blatt : 69,5× 53,5 cm (unbeschnitten).

Aus dem Nachlaß. In sehr schöner Erhaltung.
Das Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

Der Versand erfolgt aus konservatorischen Gründen in einer Rolle.

95 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Meerwind bei Nacht - Elektrographie, 1979

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

„Meerwind bei Nacht“

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren).
Am Unterrand bezeichnet/signiert (rückseitig nochmals).

Auflage : 4 von insgesamt 15 Exemplaren.
Datierung : (19)79.

Darstellung/Blatt : 68 × 49,5 cm (unbeschnitten).

Aus dem Nachlaß. In sehr schöner Erhaltung.
Das Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

Selbst innerhalb einer Auflage ist so im Ergebnis jedes Exemplar als Unikat zu bezeichnen.

95 EUR





Ernst Kößlinger (1926 München/Schwabing/lebt in Martinsried bei München) : Venedig. - Farbradierung

Ernst Kößlinger (1926 München/Schwabing/lebt in Martinsried bei München) :

VENEDIG

Farbradierung,
unten rechts signiert : Kößlinger.

Darstellung : 34 × 42 cm.
Blatt : 53 × 70 cm.

Offensichtlich bereits beim Drucken entstanden :
Am rechten Blattrand eine ca.1 cm breite Druckspur.

Die Darstellung in sehr schöner farbfrischer und breitrandiger Erhaltung.

85 EUR





Heinz Dress (*1952 Riedlingen/Donau) : Abu Zeed el Halaly. - Farbholzschnitt, 1988

Heinz Dress (*1952 Riedlingen/Donau) :

“Abu Zeed el Halaly (Abu Zayd al-Hilali)”.

Farbholzschnitt 1988.
Auf Johannot-Bütten (mit Wasserzeichen).
Handsigniert.

Darstellung : ca. : 52 × 41 cm
Blatt : 76 × 57 cm

Exemplar außerhalb der Auflage von 100 Exemplaren,
d.h. ohne Nummerierung jedoch sonst alle Merkmale der Auflage :
Auf Johannot-Bütten und signiert.

In blütenfrischer Erhaltung. Immer in Mappen aufbewahrt.

Nicht zu verwechseln mit dem Holzschnitt aus dem Bietigheimer Holzschnittkalender 1989, der lediglich auf Werkdruckpapier gedruckt wurde.

65 EUR





Clemens M. Erlenbach (1945 Schlangenbad/Taunus) : [Brighton Palace Pier]. - Farbgraphik, 1980

Clemens M. Erlenbach (1945 Schlangenbad/Taunus) :

[Brighton Palace Pier]

Unten rechts mit Bleistift signiert und datiert : (19)80,
unten links Auflagenbezeichnung : Nr. 190 von insgesamt 200 Exemplaren

Darstellung : 29 × 40 cm
Blattmaß : 50 × 60 cm

Die Darstellung in unberührt frischer Erhaltung;
lediglich am überbreiten weißen Rand oben zwei kleine Beschabungen,
ebenfalls am oberen Blattrand eine Andeutung eines Papierfältchens (jeweils ca. 5 cm außerhalb des ob. Darstellungsrandes).

Von einem allfälligen Passepartout wären diese Mängel überdeckt.

48 EUR





Rudolf Ackermann (*1936 Broumov/Braunau - lebt in der Nähe von Eichstätt) : Pferd & Reiter. - Holzschnitt (Probedruck), signiert

Rudolf Ackermann (*1936 Broumov/Braunau – lebt in der Nähe von Eichstätt) :

Pferd und Reiter

Holzschnitt, 1999.

Auf starkem Papier.
Unten links bezeichnet “Probe” unten rechts signiert.

Blatt : 59 × 69 cm

Rudolf Ackermann, geboren in Broumov (Braunau), Ostböhmen.
Von 1957-1961 Akademie der Bildenden Künste in München,
1961-1978 Kunsterzieher an Gymnasien,
ab 1972 Kunstdozent an der Katholischen Universität Eichstätt.

85 EUR





Detlef Willand (*1935) : Einhorn. - Farbholzschnitt, 1996, handsigniert

Detlef Willand (*1935) :

EINHORN

Farbholzschnitt, 1996.

Blatt 3 der Suite : Deflef Willand – Sechs Holzschnitte zum Gelben Buch.
Gedruckt von der Offizin-Haag-Drugulin, Leipzig.

Die reguläre Auflage betrug 144 Exemplare, dazu weitere 36 Künstlerexemplare.

Exemplar ausserhalb der Auflage :
Vorliegendes Blatt ist in der Länge um 8 cm kürzer als die Exemplare der regulären Suite

Druck in Schwarz und Gold. Unten rechts handsigniert.

Darstellung : 13 × 16 cm
Blatt : 34 × 33 cm

Das tadellos frische, breitrandige Blatt liegt unter
einem frisch geschnittenen Schrägschnittpassepartout in Museumsqualität (in allen Teilen).
Farbholzschnitt & Passepartout jeweils sehr breitrandig.
Aufgrund der Scannerbegrenzung nur in kleinem Ausschnitt dargestellt.

Bei Nichtgefallen leicht daraus zu lösen -
lediglich mit 2 kleinen Filmoplaststreifen befestigt.

48 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz / Banat) : Ziege - Holzschnitt, 1998 (Aus der Folge: “Meine Tiere”), 1998

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz / Banat) :

Z I E G E

Holzschnitt, 1998.

Aus der Folge : “Meine Tiere”

Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
auf “Fabriano Disegno-“Papier, 210 g.
Blattformat : 35 × 45 cm.

Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Handsigniert.

Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In sehr frischer/sauberer Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout, daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

Vita : “Robert Hammerstiel (* 18. Februar 1933 in Werschetz im heute serbischen Banat) ist ein österreichischer Maler, Grafiker und Holzschneider. Hammerstiel findet durch zahlreiche Auszeichnungen internationale Anerkennung. Zwischen 1944 und 1947 war die banatdeutsche Familie Hammerstiel interniert, 1947 gelang ihr die Flucht nach Österreich. Dort war Hammerstiel neben seinem Broterwerb schon früh als Maler tätig. Neben der Darstellung von Motiven aus seiner Umwelt
beginnt Hammerstiel, der sich selbst als „Überlebender von vielen Toten“ begreift, gegen Ende der 1960er Jahre seine traumatischen Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten.Zwischen 1959 und 1966 studierte er bei den Professoren Gerda Matejka-Felden, Robert Schmidt und Gerhard Swoboda in Wien. Im Jahr 1985 erhielt er den Berufstitel Professor, er lebt in Pottschach, Niederösterreich und in Wien. Hammerstiels Werk thematisiert die Menschenwürde, das Menschsein unter widrigsten Umständen, von inneren Ängsten getrieben. Er opponiert vehement gegen das Herrische im Menschen und in der Gesellschaft, er klagt still und zugleich stark Ungerechtigkeit und immerwährende Zustände von Gewalt und Terror an. Hammerstiel sucht die Wirklichkeit hinter der scheinbaren Wahrheit, und es sind Hass und Grausamkeit, gegen die er sich stellt.

Ausstellung im Leopold-Museum/Wien 2009.





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Blumen in zwei blauen Vasen. - Elektrographie, monogrammiert

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

Himmel und Meer

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren).

Unten, halbrechts in der Platte (d.h. nicht von Hand signiert)
monogrammiert in Ligatur/untereinander : R/R

Nicht datiert : wohl 1970er Jahre
Darstellung/Blatt : 65,5 × 43 cm

Aus dem Nachlaß.
In sehr schöner Erhaltung.
Das Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

55 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich - 1991 Hamburg) : Frauenakt (Tusche). - Monogrammiert, 1964

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich – 1991 Hamburg)

Frauenakt (Studie)

Tusche, 1964,
monogrammiert.

Darstellung/Blatt : 33 × 47 cm

Erhaltung : Das Blatt rundum angestaubt sowie am rechten Rand mit unwesentl. Läsuren.
Die Detail-Abb. 3 zeigt das Blatt, nachdem wir es behutsam etwas geglättet haben
(1 und 2 zeigen noch den vorherig. Zustand).

Rückseitig eine weitere Studie (Bleistift), signiert und ebenfalls auf 1964 datiert –
gibt aber eine völlig unterschiedl. Auffassung wieder.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren, absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

75 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich - 1991 Hamburg) : Kreta Samaria-Schlucht. - Elektrographie, 1976

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich – 1991 Hamburg)

“Kreta / Samaria-Schlucht”

Elektrographie, 1976

Unten mittig signiert, datiert und als E.A. bezeichnet.
Rückseitig betittelt und nochmals bezeichnet

Darstellung/Blatt : 68,5 × 52,5 cm.

Prachtblatt in sehr schöner Erhaltung.

Aus dem Nachlaß. – Das Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout,
deshalb auch keine Spuren Montagespuren und auch keine Lichtränder etc.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren, absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt er die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

115 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Im Waschhaus / Imperia (Italien). - Aquarell, 1955

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

“Im Waschhaus – Imperia”

Aquarell.

Oben rechts signiert und ortsbezeichnet und datiert :
15.VI. (19)55 – Am Waschhaus.

Darstellung/Blatt : 28 × 20,5 cm
Unterlageblatt : 43 × 32,5 cm

Aus dem Nachlaß.

Die Darstellung selbst in sehr schöner, farbfrischer Erhaltung.

Vom Künstler selbst auf blauen Unterlagekarton montiert, diesen wiederum auf weißen Karton
aufgezogen. Der blaue Karton an der linken Seite etwas bestoßen.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

85 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Java - Indonesien / Pandang. - Elektrographie, 1981/82

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

„Java – Indonesian / Pandang“

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren), 1981.

Unten links betitelt, signiert, datiert (19)81 und nummeriert :
Nr. 1 von 1 (Unikat).
Rückseitig nochmals bezeichnet und etwas abweichend 81/82 datiert.

Darstellung : 37,5 × 30,5 cm (auf dem vollen/unbeschnittenen Blatt).

Aus dem Nachlaß.
In sehr schöner Erhaltung.
Das Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

65 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Königskerze II. - Elektrographie, 1981

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

„Königskerze II“

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren), 1981.

Unten links betitelt, datiert und nummeriert:
Zustandsdruck : Nr. 4 von insgesamt 8 Exemplaren.

Darstellung/Blatt : 50,5 × 70 cm.

Aus dem Nachlaß.
In sehr schöner Erhaltung.
Das große Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

75 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Über den Wassern. - Elektrographie, 1972

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

„Über den Wassern“ (Farbvariante Blau)

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren), 1972.

Unten links signiert und als E.A. bezeichnet.
Auf der Blattrückseite betitelt.

Darstellung/Blatt : 53 × 70 cm.

Aus dem Nachlaß.
In sehr schöner Erhaltung.
Das große Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

85 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Über den Wassern. - Elektrographie, 1972

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

„Über den Wassern“ (Farbvariante Rot)

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren), 1972.
Unten links als Elektrographie bezeichnet, signiert und nummeriert:
Nr. 2 von insgesamt 10 Exemplaren.
Auf der Blattrückseite betitelt und nochmals nummeriert.

Darstellung/Blatt : 54 × 70 cm.

Erhaltung : Die alleräußersten Blattkanten mit ganz leichten Handhabungsspuren,
bildseitig kaum merklich. – Ansonsten das große Blatt in sehr guter Erhaltung. Es war noch nie gerahmt oder unter Passepartout, deshalb auch keine entsprechenden Spuren.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren, absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

75 EUR





Detlef Willand (*1935) : Via Roma. - Holzschnitt, um 1975

Detlef Willand (*1935) :

Via Roma.

Holzschnitt in Rot,
auf Werkdruckpapier, um 1975.

Unten mittig handsigniert (Gelegenheitssignatur).
Wohl außerhalb einer Auflage.

Blattgröße : 61 × 43 cm.

Erhaltung : Minimale Handhabungsspuren (schwache Fingerknicke),
wie sie bei der vorliegenden Papierart beinahe unvermeidlich sind.
Sonst in schöner/frischer Erhaltung. Immer in Mappen aufbewahrt.

So nicht im Werkverzeichnis;
dort lediglich ein Blatt (Nr. 1975/7), das diesen Schnitt als Hälfte eines größeren Blattes zeigt (mit 2 Wanderern), jenes wird mit einer Auflage von 30 Exemplaren angeführt (s. Abbildung 3).

48 EUR





Claude Gaveau (*1940 Neuilly-sur-Seine) : Fleurs Mauriciennes. - Farblithographie, 1995

Claude Gaveau (*1940 Neuilly-sur-Seine) :

“Fleurs Mauriciennes”

Farblithographie, unten rechts handsigniert,
unten links numeriert : Nr. 65 von insgesamt 150 Exemplaren.

Nicht datiert : Um 1995.

73,5 × 55,8 cm
In sehr schöner, frischer Erhaltung.

175 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Kuh. - Holzschnitt, 1998. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

KUH

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare

Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

85 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Hahn (Titelblatt). - Holzschnitt, 1998. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

HAHN (Titelblatt)

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

Zur Abbildung : Das Blatt ist selbstverständlich vollrandig erhalten.
Das Format unseres Scanners erlaubt es leider nicht, den Holzschnitt in der Höhe ganz abzubilden.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

75 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Hase. - Holzschnitt, 1998. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

HASE

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

85 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Maus. - Holzschnitt, 1998. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

Maus

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

85 EUR





Robert Hammerstiel (*1933) : Der rote Hahn. - Holzschnitt, 1998.

Robert Hammerstiel (*1933) :

Der rote Hahn

Holzschnitt, 1998.

Aus der Folge : “Meine Tiere”

Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
auf “Fabriano Disegno-“Papier, 210 g.
Blattformat : 35 × 45 cm.

Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

Handsigniert.

In sehr frischer/sauberer Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout, daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

Vita : “Robert Hammerstiel (* 18. Februar 1933 in Werschetz im heute serbischen Banat) ist ein österreichischer Maler, Grafiker und Holzschneider. Hammerstiel findet durch zahlreiche Auszeichnungen internationale Anerkennung. Zwischen 1944 und 1947 war die banatdeutsche Familie Hammerstiel interniert, 1947 gelang ihr die Flucht nach Österreich. Dort war Hammerstiel neben seinem Broterwerb schon früh als Maler tätig. Neben der Darstellung von Motiven aus seiner Umwelt
beginnt Hammerstiel, der sich selbst als „Überlebender von vielen Toten“ begreift, gegen Ende der 1960er Jahre seine traumatischen Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten.Zwischen 1959 und 1966 studierte er bei den Professoren Gerda Matejka-Felden, Robert Schmidt und Gerhard Swoboda in Wien. Im Jahr 1985 erhielt er den Berufstitel Professor, er lebt in Pottschach, Niederösterreich und in Wien. Hammerstiels Werk thematisiert die Menschenwürde, das Menschsein unter widrigsten Umständen, von inneren Ängsten getrieben. Er opponiert vehement gegen das Herrische im Menschen und in der Gesellschaft, er klagt still und zugleich stark Ungerechtigkeit und immerwährende Zustände von Gewalt und Terror an. Hammerstiel sucht die Wirklichkeit hinter der scheinbaren Wahrheit, und es sind Hass und Grausamkeit, gegen die er sich stellt.

Ausstellung im Leopold-Museum/Wien 2009.

85 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Ziegen. - Holzschnitt, 1998. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

ZWEI ZIEGEN

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

Erhaltung :
Am linken Blattrand strichförmiger Abklatsch, der (offensichtl.) bereits beim Druck ins Papier geraten ist (siehe Pfeile in Abb. 2) – ansonsten in blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

85 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Ente. - Holzschnitt, 1998

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Ente

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

55 EUR






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