19. Jahrhundert

Zuschreibung: A. Ziegler: Vergißmeinicht (Blumen). - Aquarell/Gouache, um 1900

Zuschreibung : A. Ziegler

Blumen : Vergißmeinicht (Myosotis / Forget-Me-Nots)

Aquarell/Gouache auf leichtem Karton, um 1900.
unten rechts monogrammiert in Ligatur : A/Z.

Bei vorliegendem kleinen Kunstwerk
könnte es sich um die Vorlage für eine Postkarte o.ä. handeln.

Darstellung : 14 × 7,5 cm
Unterlagekarton : 16 × 10 cm

Schöne, farbfrische Erhaltung der Darstellung, an den Rändern feine Bleistiftmarkierungen. Am unteren linken Rand wurde offensichtlich von der Künstlerin selbst eine Korrektur vorgenommen.

Alt auf Unterlagkarton sauber aufgezogen.

Rückseitig Reste alter Montierung,
die jedoch in keiner Weise bildseitig durchscheinen.

Das Bild wurde von uns in einem Konvolut mit gleichartigen kleinen Arbeiten erworben, davon ist ein Blatt rückseitig mit “A. Ziegler” bezeichnet, die Mehrzahl der übrigen Arbeiten ist ohne jeden Hinweis. Hier vorliegendes Blatt aber trägt das Monogramm “A/Z” – eine Zuschr. an A. Ziegler erscheint damit sehr wahrscheinlich. Auch dürfte sich unter dem abgekürzten Vornamen ein Frauenname verbergen.

48 EUR





Affenclub / Simiae-Club Mattighofen (Innviertel) : Ein Lobpreis auf den Ceremoniarius Pitex Arnold Kuttner, 1868

Affenclub : Simiae-Club Mattighofen (Innviertel) :

“Herzliches / Ujaja / unserm Ceremoniarius Pitex …”
Ein Lobpreis auf das Vereinsmitglied Arnold Kuttner.
Der Name, ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben der beiden ersten Strophen des Gedichts.

Aquarell und kalligraphischer Text,
am äußersten Unterrand betitelt u. datiert : 18. Juli 1868.

Blattgröße (Sichtmaß) : 48 × 37 cm.
Kerbschnitzrahmen (wohlerhalten) : 65 × 55 cm (größte Längen).

Das Blatt ist alt gerahmt und weist einige Altersspuren auf : rundum angestaubt, fleckig und etw. wellig, am Unterrand rechts mit einem ca. 5 cm langen Einriß.

Eine Gruppe Alter Herrn in Affengestalten, die mit ihren Farbbändern und Käppchen an eine Studentenverbindung erinnern, huldigt mit Kränzen und einem Blumenstrauß ihrem “Ceremoniarius Pitex”, der die Ehrerbietung auf einem Faß sitzend generös entgegennimmt.

Als weitere Mitglieder des Clubs werden genannt : Poschinger, Lederer, Hörl, Miller, Metz, Steffler, Wunder, Rasberger, Mieskiewicz

195 EUR





Silhouetten-Galerie (1830-1850). - Sammlung von 34 Schattenrissen (Portraits) der Biedermeierzeit

“Silhouetten Gallerie … 1830-50”

Schwarzes Tonpapier, punktuell auf leichtes Papier alt montiert und zumeist beschriftet.

Kleine Sammlung von Portraits – offensichtlich aus einem miteinander bekannten Personenkreis der Biedermeierzeit (Bürger, Amtspersonen, Amtsgehilfen, Professoren).

26 Blätter mit Personenbezeichnung
+ 7 Blätter ohne Bezeichnung (+ 1 beschädigt: es fehlt der Hut).

Blattmaße : ca. 18-19 × 10-12 cm.
Inliegend in einer Flügelmappe der Zeit.

Die Silhouetten mit Altersspuren, einige kleine Beschädigungen (Anrisse) v.a. an Schmalstellen, etwas altfleckig/sporfleckig.

Die Unterlagenpapiere durchwegs mit Handhabungsspuren, teils knittrig u. gering randrissig.

Die Mappe sehr stark zerschlissen und stockfleckig.
Auf dem Klebezettel wird der Inhalt mit “49 Stück” angegeben –
es sind also einige verloren gegangen.

Die Namen der dargestellten Personen :

Gustav Bremps
Eckmüller
Anton Meyer
Assessor Rumpf
Brunbauer
Gustav Nar
Rektor Schuster
Administrator Vogel
Der alte Ulerich
Forstmeister Weise
Postassistent Bachmann
Professor Lindig
Ehrensberger
Cassier Brems
Burgermeister(Bürgermeister) Reber
Professor Reger
Künsberg
Prof(essor) Sicherer
Subrektor Heller
Ottinger
Controleur Herbst
Rentbeamter Schneider
Dr. Nar
Assessor Hell
Professor Zehter
Assessor Kretzner

245 EUR





Monogrammist : T. S.: Alte Mühle. - Aquarell, 1805

Monogrammist : T. S.

Alte Mühle

Aquarell auf Bütten,
unten rechts monogrammiert und datiert : T.S. 1805.

Darstellung/Blattmaß : 16,5 × 23 cm.

Erhaltung : Die äußerste obere/rechte Ecken angesetzt (farbl. etwas abweichend. Die Himmelspartie deutlich altfleckig und etwas berieben. Der getuschte Blattrand mit kleineren Läsuren.

Das Blatt liegt unter einem Schrägschnittpassepartout, die Montage professionell mit säurefreien Fälzchen.

Zu den Abb. : Der Himmel erscheint auf den Scans zu dunkel-blau, ein helles Himmelblau entspräche mehr dem Augenschein. Auch ist die Gesamtstimmung des Blattes in natura ist freundlicher, weniger düster als es auf den Abbildungen erscheinen mag.

65 EUR





[Anonymus] : Lesender (Carl Seidel/Dresden?) - Bleistift, 1. Hälfte/Mitte 19. Jh.

[Anonymus] : Lesender (Carl Seidel/Dresden?)

Bleistift, tls. aquarelliert.
Auf dünnem/glatten Papier.

Auf altem Unterlageblatt
an den oberen Ecken leicht (reversibel) an zwei Punkten befestigt.
Unterhalb der Darstellung, auf der Unterlage, die Bezeichnung “C. Seidel Dresden”.

Darstellung : ca. 24 × 19 cm
Blatt : 27,5 × 25 cm (Ränder etwas ungleichmäßig)
Unterlageblatt : ca. 35 × 28 cm

Das Blatt gering altfleckig. An den äußersten Rändern, kleine, punktuelle Papierausdünnungen. – Rechte Seite der Unterlage mit Staub- resp. Lichtrand. – Rückseitig an den Rändern einige unwesentliche Reste abgelöster, alter Montierungen. Nunmehr mit zwei feinen Japanpapierfälzchen an der Oberkante montiert, sonst freiliegend.

Unter altem Glas in Biedermeier-Rahmen (Birne o.ä., schwarz gebeizt). Einige kleine Wurmlöchlein. Der Rahmen wurde mit Schellack etwas aufgefrischt. Die Abb. gibt nur einen ungefähren Eindruck.

Die Bezeichnung auf der Unterlage dürfte wohl den Dargestellten meinen und nicht den Zeichner.

Ob evtl. folgende Person in Frage kommt, muß vorläufig offen bleiben : “Carl Seidel (1787 Berlin – 1844 ), Kunstschriftsteller, Philosoph, Dichter. Seidel sollte ursprünglich den Beruf eines Kaufmanns ergreifen, studierte aber Philosophie u. Kunstwissenschaften. 1826 promovierte er in Philosophie und erhielt 1840 den Titel eines Professors. Am 30. Juli 1840 heiratete er seine Schülerin Emilie Detroit. Daneben spielte er Gitarre und schrieb theoretische Artikel, Erzählungen und Reiseberichte für zahlr. Zeitschriften. Von Bedeutung ist seine Novelle Der Brautkampf, die 1819 in der Dresdner Abendzeitung erschien und Theodor Hell zu dem Opernlibretto Die drei Pintos inspirierte. Es wurde von Carl Maria von Weber vertont, blieb aber Fragment. Seidels musikalische Schriften hielt insbesondere Robert Schumann für so bedeutend, dass er ihn als Mitarbeiter für seine Neue Zeitschrift für Musik gewann und in den Jahren 1834 bis 1835 mit ihm korrespondierte.” (vgl. Wikip.)

125 EUR





Fedinand Karl/Carl Klimsch (1812 Böhmisch-Leipa-1890 Frankfurt a.M.) : Wohl: Bismarck zu Pferd (Studie). - Aquarell/Bleistift

Fedinand Karl/Carl Klimsch (1812 Böhmisch-Leipa-1890 Frankfurt a.M.) :

Wohl : Bismarck zu Pferd

Aquarell über Bleistift.
Studie in Minaturformat.

Darstellung/Blatt : 9,8 × 7 cm
Unterlagekarton : 12 × 9 cm

Auf der Rückseite der Unterlage handschriftlich :
“Aus dem Skizzenbuch meines Vaters F.C. Klimsch 1812-90) / Molly Engesser / geb. Klimsch”.

Emilie/Molly Klimsch/Engesser : 20. Mai 1861 – 8. November 1937.

Aus einer Folge von kleinen Studien, die Militärs u.a. aus der Zeit des
Deutsch-Französischen Krieges 1870-1871b darstellen.

Erhaltungseinschränkungen :
Das Blatt gebräunt.
An den 4 Ecken die rückseitige Montierung taktil durchschlagend.
Oberrand mit kleinem, oberflächlichem Abriß.
Rückseitig kleine Abschabung.
Das Blatt alt auf Karton aufgezogen.

Vita des Künstlers : “Ferdinand Karl Klimsch (* 12. Dezember 1812 in Böhmisch-Leipa; † 14. September 1890 in Frankfurt am Main), war ein deutscher Kunstmaler, Lithograf und Kupferstecher. Er war der Begründer der Frankfurter Unternehmer- und Künstlerfamilie Klimsch. Ferdinand Karl Klimsch entstammt einer evangelischen böhmischen Familie und übersiedelte aus seiner Heimat zunächst nach Dillenburg, um dort eine lithografische Anstalt zu eröffnen. Im Jahr 1837 zog er nach Frankfurt am Main, wo er für Bernhard Dondorf arbeitete. Er entwarf und stach ab 1848 die Motive der Banknoten für Hessen-Kassel, für Hessen-Darmstadt und war zudem an deren Herstellung im Auftrag der Frankfurter Bank beteiligt. Im Jahr 1858 gründete Ferdinand Klimsch wieder eine eigene lithografische Firma in der Frankfurter Alten Mainzer Gasse. Er führte dort seine Arbeiten zur Banknotenherstellung fort, fertigte aber auch Buchillustrationen, Lithografien, Ölgemälde und Aquarelle an.” (Wikip.)

48 EUR





A. Ziegler (Attr.) : Rosen (Bouquet). - Aquarell/Gouache. - Um 1900

Zuschreibung : A. Ziegler

Blumen : Rosen (kleines Bouquet)

In der Mitte Schleife (evtl. Schriftreserve)

Aquarell/Gouache auf leichtem Karton, um 1900.

Bei vorliegendem kleinen Kunstwerk
könnte es sich um die Vorlage für eine Postkarte o.ä. handeln.

Darstellung : ca. 7 × 6 cm
Blatt : 18,5 × 14,5

Schöne, farbfrische Erhaltung der Darstellung.

Die breiten Blattränder insgesamt etwas angestaubt,
die Gesamtabbildung zeigt dies besser als die Detailabb.

Ober- und unterhalb der Darstellung zwei kleine Reißnageleinstiche,
die mit der Verwendung/Weiterverarbeitung in Zusammenhang stehen dürften.

Das Bild wurde von uns in einem Konvolut mit gleichartigen kleinen Arbeiten erworben, davon ist ein Blatt rückseitig mit “A. Ziegler” bezeichnet, die Mehrzahl der übrigen Arbeiten ist ohne jeden Hinweis.

48 EUR





[Anonymus] : Entwurf für eine Postkarte o.ä. - Aquarell/Gouache, um 1900

[Anonymus] :

Blumenstrauß mit Getreideähren und Schmetterling.

Die als Band gestaltete Schriftreserve deutet auf den
Entwurf für eine Postkarte o.ä.

Aquarell/Gouache auf leichtem Karton, um 1900.
Ohne jede Bezeichnung.

Darstellung : 12,7 × 9 cm
Unterlagekarton : 13,5 × 9,6 cm

Schöne, farbfrische Erhaltung der Darstellung selbst,
der Orig.-Unterlagekarton an den Kanten/Ecken etw. berieben.

Rückseitig Reste von Montageklebestoff, der jedoch keinen weiteren Schaden anrichtet.

Eine sehr feine Ausführung, die wohl auf die Hand einer Frau hinweist.

85 EUR





[Anonymus] : Am Waldrand bei Ampermoching im Herbst. - Bleistift, 1890

[Anonymus] :

Am Waldrand bei Ampermoching im Herbst

Bleistift,
unten rechts ortsbezeichnet und datiert
“Ampermoching / Okt. (18)90”.

Blattmaß : 10,2 × 17,4 cm
Papier leicht gebräunt.

Münchner Schule, Dachauer Malerkolonie

35 EUR





[Anonymus] : Albert Pettenkofer (Portrait). - Lithographie, ca. 1850

[Anonymus] :

Portrait : “Dr. Albert Pettenkofer”

Lithographie, wohl um 1850.
Bezeichnet : Dr. Albert Pettenkofer / (gest. 15. Sept. 1842)

Darstellung (ohne Schrift) : ca. 16 × 16 cm
Blattmaß : 28 × 19 cm

Erhaltungseinschränkung :
Das Blatt berieben, knittrig, angestaubt und altfleckig.
Am Unterrand eine Hinterlegung (8 × 4 cm).
Alt am Oberrand auf Unterlagekarton montiert.

Das Augsburger Intelligenzblatt meldet am 21 Sept. 1842,
dass der Dr. der Medizin und prakt. Arzt, Albert Pettenkofer, aus Oettingen, 29 Jahre alt, an Schlagfluß verstorben ist.

Oettingen (Ries), Nördlingen

85 EUR





[Anonymus] : Elfe mit Schmetterling (Pfauenauge), um 1900

[Anonymus] :

Elfe mit Schmetterling

Aquarell, um 1900.
Ohne jede Bezeichnung.

Darstellung : ca. 14 × 9 cm
Unterlagekarton (oval) : ca. 27,5 × 21,5 cm

Schöne Erhaltung der Darstellung,
diese ausgeschnitten und goldfarben umrandet auf einen Trägerkarton alt/original aufgezogen. – Außerhalb der Darstellung etwas altfleckig/angestaubt sowie am linken Rand neben der Darstellung mit kleinen Knickspuren.

Symbolismus, Elfen

145 EUR / reserv.





Johann Elias / Johann Martin Ridinger : "Brand Fuchs. / ordentlicher Fuchs." - Altkolorierter Kupferstich, 1768

Johann Elias ridinger (1698-1767)
Martin Elias Ridinger (1730-1780)

“Vulpes Rutgaris / Vulpes Rufesecus
Brand Fuchs. / ordentlicher Fuchs”

Altkolorierter Kupferstich, 1768.

Aus : “Das in seiner großen Mannigfaltigkeit und in seinen schönen Farben nach Original-Zeichnungen geschilderte Thier-Reich”

Blattmaß : 31 × 22 cm (Plattenrund an drei Seiten erhalten, am Oberrand angeschnitten).

Papier mit Wasserzeichen : C & I Honig.

Das Blatt mit Altersspurer, v.a. in der Himmelspartie bräunliche Verfärbungen sowie ein paar wenige Wurmlöchlein.

Das Kolorit als Alt-Kolorit gut erkennbar von der Rückseitenabbildung her.

Von einiger Seltenheit.

95 EUR





Joseph Hahn (1839 München 1906) : Chiemsee/Rimsting/Schafwaschen. - Aquarell, 1888

Joseph Hahn (1839 München 1906) :

Chiemsee / Rimsting / Schafwaschener Bucht

Aquarell,
unten links signiert, datiert 28.5.(18)88
und ortsbezeichnet : Schafwaschen.

Blattmaß : 23,5 × 31,5 cm

Das Aquarell etwas lichtbleich, der rechte Rand leicht gebräunt.
In der Himmelspartie zwei kleine bräunl. Punkte.
Die Blattränder nicht ganz regelmäßig.
Rückseitig in den Ecken Spuren früherer Montierung.

Literatur : Horst Ludwig (Hrsg.) : Münchner Maler im 19. Jh., Bd. 2, S. 84 (mit Abb., auch der Signatur).

Rimsting, zw. Prien und Gstadt

75 EUR





Zuschreibung : Johann Georg Schaedler (1777 Konstanz-1866 Innsbruck): Südtiroler Gebirgsschütze. - Aquarell

Zuschreibung :

Johann Georg Schaedler (1777 Konstanz-1866 Innsbruck) :

Südtiroler Gebirgsschütze

Miniatur-Aquarell, wohl um 1820-1840,
unbezeichnet.

Darstellung/Blatt : 11 × 5 cm
Rahmen : 22 × 15 cm

Das Aquarell offensichtlich beschnitten, resp. Ausschnitt aus einem größeren Blatt.
Die Darstellung in schöner Erhaltung.

Hinter Glas in einem hübschen Vergolderrähmchen.

Die Abbildung hinter Glas nimmt deutlich Glanz und Präsenz weg – in natura wirkt die Darstellung merklich frischer.

J. G. Schaedler lebte ab 1804 in Innsbruck, wo er den Tiroler Volksaufstand miterlebte, war tätig als Maler und Radierer

145 EUR





Anonymus : Emilie (Mädchenporträt). - Bleistift, Mitte 19. Jh.

[Anonymus] :

“Schwester Emilie”

Bleistift, Mitte 19. Jh.,
ohne Signatur, lediglich mit alter Bezeichnung der Dargestellten.

Darstellung : ca. 13 × 10 cm
Blatt : 23 × 14 cm
Unterlage : 32,5 × 23,5 cm

Das Blatt altfleckig, altfaltig, knittrig sowie mit Randläsuren, am linken Rand kleiner Einriß. An den Ecken auf eine Unterlage montiert.

35 EUR





Fedinand Karl/Carl Klimsch (1812 Böhmisch-Leipa-1890 Frankfurt a.M.) : wohl Marie Désiré Pierre Bataille (1862-1914). - Aquarell

Fedinand Karl/Carl Klimsch (1812 Böhmisch-Leipa-1890 Frankfurt a.M.)

wohl : Brigadegeneral Marie Désiré Pierre Bataille.

Aquarell und Bleistift. Studie in Minaturformat.
Am Unterrand betitelt : Bataille.

Darstellung/Blatt : 10,5 × 6,5 cm
Unterlage : 12,5 × 8,5 cm

Auf der Rückseite der Unterlage handschriftlich :
“Aus dem Skizzenbuch meines Vaters F.C. Klimsch 1812[-90] / Molly Engesser / geb. Klimsch”.

Emilie/Molly Klimsch/Engesser : 20. Mai 1861 – 8. November 1937.

Erhaltung : Das Blatt auf Unterlagekarton gekonnt aufgezogen. Darstellung minimal angestaubt. Rückseitenbeschriftung mit kleinem Abrieb.

Vita des Künstlers : “Ferdinand Karl Klimsch (* 12. Dezember 1812 in Böhmisch-Leipa; † 14. September 1890 in Frankfurt am Main), war ein deutscher Kunstmaler, Lithograf und Kupferstecher. Er war der Begründer der Frankfurter Unternehmer- und Künstlerfamilie Klimsch. Ferdinand Karl Klimsch entstammt einer evangelischen böhmischen Familie und übersiedelte aus seiner Heimat zunächst nach Dillenburg, um dort eine lithografische Anstalt zu eröffnen. Im Jahr 1837 zog er nach Frankfurt am Main, wo er für Bernhard Dondorf arbeitete. Er entwarf und stach ab 1848 die Motive der Banknoten für Hessen-Kassel, für Hessen-Darmstadt und war zudem an deren Herstellung im Auftrag der Frankfurter Bank beteiligt. Im Jahr 1858 gründete Ferdinand Klimsch wieder eine eigene lithografische Firma in der Frankfurter Alten Mainzer Gasse. Er führte dort seine Arbeiten zur Banknotenherstellung fort, fertigte aber auch Buchillustrationen, Lithografien, Ölgemälde und Aquarelle an.” (Wikip.)

50 EUR





Albert Theodor Gellerstedt (1836 Västermo-1914 Stockholm) : Das Elsternest. - Radierung, 1892

Albert Theodor Gellerstedt (1836 Västermo-1914 Stockholm) :

“Das Elsternest”

Radierung, gedruckt 1892, nicht signiert,
Unterhalb des Plattenrandes in Typendruck :
“Original-Radirung von A. F. (sic) Gellerstedt (s. Seite 162)”

Das hier vorliegende Blatt entstammt unmittelbar aus : Die Radierung der Gegenwart . – Wien, Gesellschaft für Vervielfältigende Kunst, 1892 – somit ist eine exakte Datierung des Abzugs möglich.

Die Radierung ist zusammen mit Text (sog. Textkupfer) auf einem Blatt (üblicherweise nicht so stark wie Kupferdruckpapier) aus oben genanntem Werk gedruckt.

Darstellung (mit Plattenrand) : 10 × 14,2 cm
Blatt : 38 × 29 cm

Erhaltung : Die Darstellung in sehr schöner, frischer Erhaltung. Auf der Rückseite der Radierung befindet sich ebenfalls Text, minimalst bildseitig merklich.

Das ganze Blatt mit minimalen Handhabungsspuren und einigen schwachen Altersfleckchen. Goldgepunzter Oberschnitt. Noch nie gerahmt od. unter Passepartout.

Vita : “Gellerstedt, Albert Theodor (Tore), schwed. Architekt, Maler, Graphiker, Zeichner, Dichter, *6.10.1836 Västermo, †7.4.1914 Stockholm … 1852-62 KA, Archit. bei Fredrik Wilhelm Scholander … 1876-78 Lehrer für Graphik an der KA Stockholm (unter seinen Schülern ist Anders Zorn) … Wurde 1901 (als Dichter) Mitgl. der Schwed. Akad. … Viele Reisen in Schweden, v.a. entlang der Küsten, auf Öland und Gotland … Umfangreich ist … bes. sein graph. Oeuvre (600 Bll.), das v.a. aus kleinformatigen Rad. mit Lsch. aus Schweden (Ringmuren, Visby, Öland, Stockholm, z.B. Blecktornet, 1889) … besteht …” (AKL LI, 2006, 211)

25 EUR





Hans Balthasar Bouroard (?) : Arkadische Landschaft. - Aquarell über Feder

Hans Balthasar Bouroard (?) :

Arkadische Landschaft.

Aquarell (laviert) über Feder.
unten rechts siginiert.

1. Hälfte 19. Jahrhundert

Darstellung : 20 ×21,5 cm
Unterlageblatt : 24,3 × 25,3 cm

Auf Bütten und nochmals alt auf grau/bläuliches Bütten aufgezogen.
Die Darstellung gut erhalten, die Blattränder (außerhalb der Darstellung) altfleckig.

Insgesamt schöner Altersschmelz.

29 EUR





Militaria/Österreich: General-Quartiermeister-Stab. - Lithographie, A. Straßgschwandtner, 1852-1855

“General-Quartiermeister-Stab.”

Prächtig altkolorierte und eiweißgehöhte Lithographie.
In der Platte unten rechts bez. u. dat.: Anton Straßgschwandtner (1)852.

Tafel 18 aus : August Xaver Karl (v.) Pettenkofen u. Anton Strassgschwandtner:
Die k.k. Österreichische Armee nach der neuesten Adjustirung […].
Druck, Verlag und Eigenthum Alois Leykum in Wien, ca. 1855 (in 9 Lieferungen erschienen, möglicherweise über mehrere Jahre. Die Datierungen auf den Lithogr. tls. um einige Jahre früher).

Lipperheide Qe 21 verzeichnet als Erscheinungsdatum 1855, die Österr. Nationalbibliothek “um 1855” (http://data.onb.ac.at/rec/AC10482309). Nebenbei: Lipperheide benennt August Pettenkofen in A. Pettenkoffer um.

Darstellung : 33,7 × 25,5 cm.
Blatt : 39,5 × 54 cm.

Das breitrandige Blatt an den unbedruckten Rändern stark stockfleckig.
Die Darstellung selbst nicht betroffen:

Vita : “Josef Anton Strassgschwandtner (* 17. Oktober 1826 in Wien; † 3. Mai 1881 ebenda, auch: Tony Strassgschwandtner) war ein österreichischer Pferde-, Militär-, Jagd- und Genremaler sowie Lithograf. – In den Jahren 1843/45 war Strassgschwandtner Schüler der Wiener Akademie unter Leopold Kupelwieser und Franz Steinfeld, wurde aber auch durch August von Pettenkofen, Carl Schindler und die zeitgenössischen französischen Militärlithografen beeinflusst. Man nannte ihn auch den „österreichischen Raffet“ (nach dem französischen Lithografen Denis-August-Marie Raffet (1804-1860).
Strassgschwandtner malte hauptsächlich Militär- und Jagdszenen. Er erfreute sich bei seinen Auftraggebern, zu denen Privatpersonen, Jagdverbände, Pferdeliebhaber, aber auch die k.u.k.-Armee gehörte, großer Beliebtheit und war dementsprechend produktiv. 1879 verfiel der Maler in geistige Umnachtung, zwei Jahre später verstarb er in seiner Heimatstadt Wien. Die seit 1889 nach ihm benannte Straßgschwandtnerstraße befindet sich im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing zwischen der Hütteldorferstrasse und der Dreyhausenstrasse.” (Wikip.)

Vita : “August Xaver Karl Ritter von Pettenkofen (* 10. Mai 1822 in Wien; † 21. März 1889 in Wien) war ein österreichischer Maler, Lithograf, Illustrator und Karikaturist. 1841 bis 1843 leistete er seinen Militärdienst und 1848 wurde er Illustrator der österreichischen Kriegsberichterstattung unter Einfluss von Carl Schindler …” (Wikip.). – 1876 in den Adelsstand erhoben.

38 EUR





Militaria/Uniformen/Österreich: "Montours-Oeconomie-Comission" - Altkolorierte Lithographie, A. Straßgschwandtner, 1852-1855

“Montours-Oeconomie-Comission”

Prächtig altkolorierte und eiweißgehöhte Lithographie.
In der Platte unten rechts monogr. u. dat.: A. St. (=Anton Straßgschwandtner), (1)853.

Tafel 32 aus : August Xaver Karl (v.) Pettenkofen u. Anton Strassgschwandtner:
Die k.k. Österreichische Armee nach der neuesten Adjustirung […].
Druck, Verlag und Eigenthum Alois Leykum in Wien, ca. 1855 (in 9 Lieferungen erschienen, möglicherweise über mehrere Jahre. Die Datierungen auf den Lithogr. tls. um einige Jahre früher).

Lipperheide Qe 21 verzeichnet als Erscheinungsdatum 1855, die Österr. Nationalbibliothek “um 1855” (http://data.onb.ac.at/rec/AC10482309). Nebenbei: Lipperheide benennt August Pettenkofen in A. Pettenkoffer um.

Darstellung : 33,5 × 25,5 cm – Blatt : 38,5 × 52 cm.

Das breitrandige Blatt an den unbedruckten Rändern stark stockfleckig.
Die Darstellung selbst aber nicht betroffen.

Vita : “Josef Anton Strassgschwandtner (* 17. Oktober 1826 in Wien; † 3. Mai 1881 ebenda, auch: Tony Strassgschwandtner) war ein österreichischer Pferde-, Militär-, Jagd- und Genremaler sowie Lithograf. – In den Jahren 1843/45 war Strassgschwandtner Schüler der Wiener Akademie unter Leopold Kupelwieser und Franz Steinfeld, wurde aber auch durch August von Pettenkofen, Carl Schindler und die zeitgenössischen französischen Militärlithografen beeinflusst. Man nannte ihn auch den „österreichischen Raffet“ (nach dem französischen Lithografen Denis-August-Marie Raffet (1804-1860).
Strassgschwandtner malte hauptsächlich Militär- und Jagdszenen. Er erfreute sich bei seinen Auftraggebern, zu denen Privatpersonen, Jagdverbände, Pferdeliebhaber, aber auch die k.u.k.-Armee gehörte, großer Beliebtheit und war dementsprechend produktiv. 1879 verfiel der Maler in geistige Umnachtung, zwei Jahre später verstarb er in seiner Heimatstadt Wien. Die seit 1889 nach ihm benannte Straßgschwandtnerstraße befindet sich im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing zwischen der Hütteldorferstrasse und der Dreyhausenstrasse.” (Wikip.)

Vita : “August Xaver Karl Ritter von Pettenkofen (* 10. Mai 1822 in Wien; † 21. März 1889 in Wien) war ein österreichischer Maler, Lithograf, Illustrator und Karikaturist. 1841 bis 1843 leistete er seinen Militärdienst und 1848 wurde er Illustrator der österreichischen Kriegsberichterstattung unter Einfluss von Carl Schindler …” (Wikip.). – 1876 in den Adelsstand erhoben.

38 EUR





Militaria/Uniformen/Österreich: "K.K. Garnisons-Bataillons". - Altkolorierte Lithographie, Anton Straßgschwandtner, 1852-1855

“K.K. Garnisons-Bataillons”

Prächtig altkolorierte und eiweißgehöhte Lithographie.
In der Platte unten rechts bezeichnet u. datiert: Anton Straßgschwandtner), (1)853.

Tafel 30 aus : August Xaver Karl (v.) Pettenkofen u. Anton Strassgschwandtner:
Die k.k. Österreichische Armee nach der neuesten Adjustirung […].
Druck, Verlag und Eigenthum Alois Leykum in Wien, ca. 1855 (in 9 Lieferungen erschienen, möglicherweise über mehrere Jahre. Die Datierungen auf den Lithogr. tls. um einige Jahre früher).

Lipperheide Qe 21 verzeichnet als Erscheinungsdatum 1855, die Österr. Nationalbibliothek “um 1855” (http://data.onb.ac.at/rec/AC10482309). Lipperheide benennt August Pettenkofen in A. Pettenkoffer um.

Darstellung : 33,5 × 25,2 cm – Blatt : 39 × 54 cm.

Das breitrandige Blatt an den unbedruckten Rändern stark stockfleckig.
Die Darstellung selbst nur ganz gering in der Himmelspartie betroffen.

Vita : “Josef Anton Strassgschwandtner (* 17. Oktober 1826 in Wien; † 3. Mai 1881 ebenda, auch: Tony Strassgschwandtner) war ein österreichischer Pferde-, Militär-, Jagd- und Genremaler sowie Lithograf. – In den Jahren 1843/45 war Strassgschwandtner Schüler der Wiener Akademie unter Leopold Kupelwieser und Franz Steinfeld, wurde aber auch durch August von Pettenkofen, Carl Schindler und die zeitgenössischen französischen Militärlithografen beeinflusst. Man nannte ihn auch den „österreichischen Raffet“ (nach dem französischen Lithografen Denis-August-Marie Raffet (1804-1860).
Strassgschwandtner malte hauptsächlich Militär- und Jagdszenen. Er erfreute sich bei seinen Auftraggebern, zu denen Privatpersonen, Jagdverbände, Pferdeliebhaber, aber auch die k.u.k.-Armee gehörte, großer Beliebtheit und war dementsprechend produktiv. 1879 verfiel der Maler in geistige Umnachtung, zwei Jahre später verstarb er in seiner Heimatstadt Wien. Die seit 1889 nach ihm benannte Straßgschwandtnerstraße befindet sich im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing zwischen der Hütteldorferstrasse und der Dreyhausenstrasse.” (Wikip.)

Vita : “August Xaver Karl Ritter von Pettenkofen (* 10. Mai 1822 in Wien; † 21. März 1889 in Wien) war ein österreichischer Maler, Lithograf, Illustrator und Karikaturist. 1841 bis 1843 leistete er seinen Militärdienst und 1848 wurde er Illustrator der österreichischen Kriegsberichterstattung unter Einfluss von Carl Schindler …” (Wikip.). – 1876 in den Adelsstand erhoben.

38 EUR





Jean Paul (1763-1825) : Porträt. - Stahlstich von P. Wurster, ca. 1847

Jean Paul (1763-1825)

Portrait : Brustbild nach rechts.

Stahlstich von P. Wurster, um 1847.

Darstellung ca. 14 × 12 cm
Blatt : 28 × 20,5 cm

Im breiten, weißen Rand etwas stockfleckig.
Auf Wunsch können wir die Flecken kostenlos u. fachgerecht entfernen.

Jean Paul ( 1763 Wunsiedel – 1825 Bayreuth; eigentl. Johann Paul Friedrich Richter) … literaturgesch. zw. Klassik und Romantik. Die Namensänderung geht auf Jean Pauls große Bewunderung für Jean-Jacques Rousseau zurück.

Original steel engraving, dark and clear impression, some spotting to the full/broad margins

20 EUR





Militaria/Uniformen/Österreich: "Genie-Stab." : Lithographie, Anton Straßgschwandtner, 1852-1855

“Genie-Stab.”

Prächtig altkolorierte und eiweißgehöhte Lithographie.
In der Platte unten rechts bez. u. dat.: Anton Straßgschwandtner (1)852.

Tafel 17 aus : August Xaver Karl (v.) Pettenkofen u. Anton Strassgschwandtner:
Die k.k. Österreichische Armee nach der neuesten Adjustirung […].
Druck, Verlag und Eigenthum Alois Leykum in Wien, ca. 1855 (in 9 Lieferungen erschienen, möglicherweise über mehrere Jahre. Die Datierungen auf den Lithogr. tls. um einige Jahre früher).

Lipperheide Qe 21 verzeichnet als Erscheinungsdatum 1855, die Österr. Nationalbibliothek “um 1855” (http://data.onb.ac.at/rec/AC10482309).

Nebenbei: Lipperheide benennt August Pettenkofen in A. Pettenkoffer um.

Darstellung : 33,7 × 25,5 cm.
Blatt : 40 × 51 cm.

Das breitrandige Blatt an den unbedruckten Rändern stark stockfleckig.
Die Darstellung selbst nur minimalst in der Himmelspartie mit einigen wenigen schwachen Fleckchen betroffen.

Vita : “Josef Anton Strassgschwandtner (* 17. Oktober 1826 in Wien; † 3. Mai 1881 ebenda, auch: Tony Strassgschwandtner) war ein österreichischer Pferde-, Militär-, Jagd- und Genremaler sowie Lithograf. – In den Jahren 1843/45 war Strassgschwandtner Schüler der Wiener Akademie unter Leopold Kupelwieser und Franz Steinfeld, wurde aber auch durch August von Pettenkofen, Carl Schindler und die zeitgenössischen französischen Militärlithografen beeinflusst. Man nannte ihn auch den „österreichischen Raffet“ (nach dem französischen Lithografen Denis-August-Marie Raffet (1804-1860).
Strassgschwandtner malte hauptsächlich Militär- und Jagdszenen. Er erfreute sich bei seinen Auftraggebern, zu denen Privatpersonen, Jagdverbände, Pferdeliebhaber, aber auch die k.u.k.-Armee gehörte, großer Beliebtheit und war dementsprechend produktiv. 1879 verfiel der Maler in geistige Umnachtung, zwei Jahre später verstarb er in seiner Heimatstadt Wien. Die seit 1889 nach ihm benannte Straßgschwandtnerstraße befindet sich im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing zwischen der Hütteldorferstrasse und der Dreyhausenstrasse.” (Wikip.)

Vita : “August Xaver Karl Ritter von Pettenkofen (* 10. Mai 1822 in Wien; † 21. März 1889 in Wien) war ein österreichischer Maler, Lithograf, Illustrator und Karikaturist. 1841 bis 1843 leistete er seinen Militärdienst und 1848 wurde er Illustrator der österreichischen Kriegsberichterstattung unter Einfluss von Carl Schindler …” (Wikip.). – 1876 in den Adelsstand erhoben.

“Das k.u.k. Stabswesen der österreichisch-ungarischen Streitkräfte gliederte sich in drei Organisationen: Generalstab-Artillieriestab-Geniestab:
Der Geniestab war verantwortlich für die Leitung des kriegsbautechnischen Dienstes, er wirkte mit beim Angriff und der Verteidigung von festen Plätzen. An der Spitze des Stabes stand ein General, welcher den Titel „Generalgenieinspektor“ führte. Das Personal bestand aus Offizieren vom Hauptmann aufwärts und weiteren zugeteilten Offizieren. Die Personalergänzung erfolgte durch Offiziere, die den höheren Geniekurs mit mindestens der Beurteilungsnote „Gut“ abgeschlossen haben mussten. Vor einer endgültigen Versetzung zum Geniestab erfolgte zunächst eine Kommandierung zum Zwecke der Probe des Aspiranten. In der Militärabteilung jedes Militärterritorialkommandos war ein Stabsoffizier oder dienstälterer Hauptmann zur Bearbeitung der Aufgaben seines Fachgebiets eingeteilt. Weiterhin dienten Geniestabsoffiziere im Technischen Militärkomitee, den Militärbildungsanstalten und bei den Genie- und Festungsbaudirektionen.” (Wikip.)

38 EUR





Maximilian Emanuel Freiherr von Lerchenfeld (1778-1843) : Portrait. - Lithographie, 1835

Maximilian Emanuel Freiherr von Lerchenfeld (1778-1843) :

Porträt.

Kreide-Lithographie (auf aufgewalztem China)
von Hanfstaengl, 1835

Darstellung : ca. 39 × 30 cm
Blatt : 48 × 38,5 cm

Die Darstellung selbst (im Bereich des China-Papiers) lediglich
etwas angestaubt, sonst in guter Erhaltung.

Der Unterlagekarton rundum stockfleckig und stärker angestaubt.
Die Blattränder mit hinterlegten Einrissen sowie Knickspuren.
Durch ein allfälliges Passepartout würden die Mängel weitestgehend überdeckt.

Vita : “Lerchenfeld: Maximilian Emanuel Freiherr v. L., baierischer Staatsmann, entstammte einer altbaierischen Adelsfamilie und wurde zu Ingolstadt am 16. November 1778 als der Sohn des dortigen Pflegers und Hofkastners Max Joseph Frhrn. v. L. geboren. Er erhielt seine Erziehung im väterlichen Hause, und besuchte das Gymnasium und die Universität in Ingolstadt, die er 1799 absolvirte. Im J. 1802 in die diplomatische Pflanzschule in München eingetreten, verließ er sie bei der geringen Aussicht auf schnelle Beförderung schon im Herbst desselben Jahres und folgte einem Anerbieten des Frhrn. v. Hertling, der als Civilcommissär die baierischen Entschädigungslande in Schwaben in Besitz nahm, ihn dorthin zu begleiten. Im Sommer 1803 trat er als Rath in die Landesdirection der baierischen Provinz in Schwaben, die ihren Sitz in Ulm erhielt. Nach zwei Jahren zum Director der staatsrechtlichen Abtheilung ernannt, wurde ihm die Regelung der Grenzverhältnisse mit Württemberg übertragen, die einen längeren Aufenthalt in Stuttgart im Winter 1807–8 veranlaßte. Die näheren Beziehungen, in die er damals zu Karl August v. Wangenheim trat, sind nicht ohne Einfluß auf seine spätere politische Richtung geblieben. Im Herbst 1808 wurde er, noch nicht 30jährig, Generalcommissär in Ansbach, 1809 in Nürnberg, 1810 in Innsbruck, wo er durch gerechte und wohlwollende Verwaltung die eben unterworfenen Tiroler mit der baierischen Herrschaft zu versöhnen strebte. Manche allzu schroff einschneidende Maßregel der Münchener Regierung hat er gemildert, wobei er in dem Kronprinzen Ludwig, der damals als Gouverneur des Inn- und Salzachkreises abwechselnd in Innsbruck residirte, eine Stütze fand. Jedoch war die Zeit der friedlichen Entwickelung kurz, und das J. 1813 brachte neue Aufstandsversuche, denen jedoch L. mit Muth und Festigkeit entgegentrat. Im Sommer 1814 übernahm er als Hofcommissär die Verwaltung des Großherzogthums Würzburg. Auch hier suchte er die Härten der Angleichung des neuen Gebiets durch Entgegenkommen zu mildern, der Provinz bewährte Einrichtungen zu erhalten. So ordnete er das Würzburgische Staatsschuldenwesen und verhinderte eine Verschmelzung desselben mit dem damals in der größten Verwirrung befindlichen baierischen. Im Februar 1817 trat L. als Finanzminister mit Rechberg, Thürheim und Wrede in das nach Montgelas’ Sturz neugebildete Ministerium, dessen Aufgabe die Ausarbeitung der Verfassung, der Abschluß des Concordats, eine neue Organisation der Verwaltung, die Ordnung der gänzlich zerrütteten Finanzverhältnisse sein sollte. Unter sehr schwierigen Umständen, da die vielen Kriege, die Getreidetheuerung der J. 1816 und 1817 und die darauf folgende gänzliche Entwerthung der landwirthschaftlichen Erzeugnisse einen wahren Nothstand im Lande hervorgebracht hatten, während die fortwährenden Territorialveränderungen die Verwirrung in den Finanzen noch vermehren mußten, legte er den Grund zur Ordnung des Staatshaushalts und besonders des Staatsschuldenwesens. An der Ausarbeitung der im Mai 1818 erlassenen Verfassung hatte er wesentlichen Antheil und wirkte dabei für den Ausbau derselben in liberalem Sinn. Bei den Verhandlungen über das Concordat trat er für die Rechte des Staates ein und erreichte wenigstens, daß es als Anhang des Religionsedicts erklärt, folglich staatsrechtlich diesem und den Bestimmungen der Verfassung untergeordnet wurde. Der Bestand der Verfassung war in den ersten Jahren ihres Bestehens mehrfach gefährdet. Metternich wendete seinen ganzen Einfluß auf, um die süddeutschen repräsentativen Verfassungen wieder zu beseitigen, jedenfalls möglichst zu beschränken, da er durch sie sein conservatives System ebenso bedroht sah, als durch die demagogischen Umtriebe. Im baierischen Ministerium bildeten sich zwei Parteien, von denen die eine zugleich mit der Verfassung auch die Selbstständigkeit des Staates gegen den übermächtigen Einfluß der Großmächte vertheidigte, die andere nur bei Metternich Schutz gegen die Gefahren der Revolution finden zu können glaubte. L. stand mit dem Fürsten Wrede und dem Generaldirector und späteren Minister v. Zentner auf der Seite der Verfassung, Graf Rechberg war der Führer der aristokratisch-klerikalen Partei. Rechberg hatte den Karlsbader Beschlüssen zugestimmt, aber L. setzte es mit Hülfe des Kronprinzen durch, daß die Bundesbeschlüsse vom 20. Sept. 1819 in Baiern nur mit einem Vorbehalt publicirt wurden, der ihre Wirkung größtentheils illusorisch machte. Dem Einfluß der Verfassungsfreunde muß es auch zugeschrieben werden, daß im November 1819 statt Rechberg’s der Generaldirector v. Zentner als Vertreter Baierns nach Wien ging. Auf den Gang der Wiener Ministerconferenzen ist L., der während derselben stets mit Zentner in Verbindung blieb, nicht ohne Einfluß gewesen. Durch die Wiener Schlußacte wurde wenigstens die dringendste Gefahr von den repräsentativen Verfassungen abgewendet. Doch gewannen in den nächsten Jahren die Freunde Metternich’s in München mehr und mehr die Oberhand, da es gelungen war, den König ganz auf diese Seite zu ziehen. Selbst Wrede’s Stellung war gefährdet und L. sah sich seit dem Besuche Metternichs in München im Januar 1823 jedes politischen Einflusses beraubt und auf die Verwaltung seines Departements beschränkt. Nach dem Tode des Königs Max Joseph, October 1825, wurde L., der bis dahin im besonderen Vertrauen des Kronprinzen zu stehen schien, plötzlich aus dem Ministerium entlassen und Graf Armansperg an seiner Stelle berufen. Er wurde zum Bundestagsgesandten in Frankfurt ernannt, wo er bis zum J. 1833 blieb. Im Mai 1833 übernahm er noch einmal das Finanzministerium. Es gelang ihm, das Gesetz über die permanente Civilliste des Königs und die Bewilligung der Gelder für den Bau der Festung Ingolstadt bei den Ständen durchzusetzen. Am 31. December 1834 trat er wieder aus dem Ministerium und ging als Gesandter nach Wien. Das Anerbieten, als Ministerpräsident in griechische Dienste zu treten, schlug er aus, brachte aber für diese Stelle Ignaz v. Rudhart in Vorschlag (1836). Im J. 1842 wurde er auf eigenen Wunsch wieder nach Frankfurt an den Bundestag versetzt. Er starb am 14. October 1843 auf seinem Gute zu Heinersreuth.” (ADB)

125 EUR





Moritz Graf von Dietrichstein (1775-1864) : Portrait. - Kreide-Lithographie, 1832

Moritz Johann Carl Joseph Georg Graf von Dietrichstein (1775 Wien 1864) :

Porträt des Theaterintendanten, Erziehers des Herzogs von Reichstadt

Kreide-Lithographie auf aufgewalztem China, 1832

Gedruckt bei Hanfstaengl. München, 1832.

Darstellung auf China : 31,8 × 25 cm
Unterlagekarton 40,7 × 33,5 cm

Der Unterlagekarton rundum gebräunt und stockfleckig.
Die Darstellung aber lediglich etwas angestaubt und mit winzigen Fleckchen.

Vita : Dietrichstein trat 1791 in die österreichische Armee ein und nahm als Artillerieoffizier an den Feldzügen am Rhein, in den Niederlanden und in Bayern teil. 1798 wurde er Adjutant des FML Mack bei der neapolitanischen Armee. Nach deren Auflösung 1799 wurde Dietrichstein zusammen mit Mack auf der Rückreise nach Österreich völkerrechtswidrig in Bologna gefangen genommen und blieb bis 1800 in französischer Gefangenschaft. Danach quittierte er den Dienst und widmete sich der Förderung junger Künstler. Besonders nahm er sich des jungen Dichters H. von Collin an, dem er nach dessen frühem Tod 1811 ein Denkmal in Wien errichtete. Er machte sein Haus zu einem geistigen Mittelpunkt Wiens, in dem unter anderem Johannes von Müller, Josef von Hormayr und Beethoven regelmäßig verkehrten. 1814 wurde er während des Wiener Kongresses Dienstkämmerer bei König Friedrich IV. von Dänemark. Dieser kunstsinnige Fürst erkannte die besonderen Fähigkeiten Dietrichsteins und lenkte die Aufmerksamkeit des Kaisers auf ihn, der ihm 1815 die Erziehung des Herzogs von Reichstadt übertrug. In dieser sehr heiklen Position wurde er allen Anforderungen gerecht und gewann schließlich auch die Zuneigung und Verehrung des herangereiften Prinzen. Diese Tätigkeit dauerte bis 1831.
1819 wurde Dietrichstein Hofmusikgraf. Er reorganisierte die Verwaltung und die Ausbildung der Hofsängerknaben und betätigte sich selbst erfolgreich als Komponist. 1821-26 war er Direktor der kaiserlich königlichen Hoftheater. Trotz großer künstlerischer Bedenken trennte er aus Etatgründen die Oper vom Hofschauspiel und führte das Burgtheater, wie zu Zeiten Josephs II., als selbständige Anstalt. Unter seiner Leitung erlebte das Theater durch Heranziehung hervorragender Kräfte eine – allerdings durch die Zensur beschränkte – Blütezeit. Dietrichstein reorganisierte auch hier die Administration und Organisation und war für eine sparsame Verwaltung berühmt. 1823 führte er ein „Gesetz für die Mitglieder des Hofschauspiels“ ein, das bis zum Ende der Monarchie in Kraft blieb. 1826 übernahm er als Präfekt die Leitung der Wiener Hofbibliothek. Durch einen reichen Briefwechsel mit Gelehrten, Künstlern und gelehrten Anstalten, sowie durch Studienreisen an die Hofbibliotheken in Dresden und München angeregt, brachte er die Wiener Hofbibliothek auf den modernsten Stand. Die Anlegung der weltberühmten Musikaliensammlung, in die er das wertvolle Hofmusikarchiv überführte, und der nicht minder berühmten Wiener Autographensammlung ist sein Werk. Dietrichstein hatte dabei immer mit Geldknappheit zu kämpfen. Sie hinderte ihn auch, 1829 den Nachlaß Beethovens aufzukaufen, was noch heute eine empfindliche Lücke der Musikaliensammlung ist. 1833 erhielt er die Oberleitung des Münz- und Antikenkabinetts. Dietrichstein zog J. C. von Arneth an das Kabinett und unterstützte dessen neuen Aufstellungsplan. Es gelang ihm, die Sammlung durch Tausch und Ankauf entscheidend zu erweitern. 1845 legte er diese Ämter nieder und wurde Oberstkämmerer Kaiser Ferdinands I. Mit diesem Amt war jetzt die Oberleitung des Burgtheaters verbunden, dem er bis 1848 vorstand. Stärker als sein Vorgänger Rudolph Graf Czernin setzte sich Dietrichstein gegen die Zensur durch, doch war er durch sein hohes Alter nicht mehr in der Lage, die Leitung straff in der Hand zu halten, so daß diese Jahre als eine Zeit des künstlerischen Niedergangs des Wiener Burgtheaters gelten. 1848 wurde er von aufständischen Studenten gefangen genommen und trat von seinen Ämtern zurück. 1857 wurde er erblicher Reichsrat. Dietrichstein war Ritter des Goldenen Vließes und Mitglied von 17 ausländischen Akademien.” (Neue Deutsche Biographie – NDB)

75 EUR





A. H. Franke (Portrait) : Kupferstich von F. Müller, um 1820

Porträt : “A. H. Franke”.

Kupferstich von F. Müller, um 1820.

Darstellung : 19 × 15,2 cm – Blatt : 34,5 × 24,5 cm

Schönes, kräftiges Papier. Die Darstellung in sauberer Erhaltung.
Die breiten, weißen Ränder teils etwas altersfleckig und angestaubt.

45 EUR





Porträt : Wilhelm Herschel (1738 Hannover-1822 Slough bei Windsor). - Kupferstich von Fr. Müller nach Fr. Rehberg, ca. 1820

Portrait : “Wilh. Herschel”

Kupferstich von Fr. Müller nach Friedrich Rehberg, um 1820.

Darstellung : 18,5 × 14,8 cm – Blattgröße : 34,5 x ca. 24 cm

Das Blatt wurde von Stockflecken gereinigt. Schöner, gratiger Abzug auf festem, breitrandigen Papier mit Wasserzeichen.

Vita : “Friedrich Wilhelm Herschel, englisch William Herschel (* 15. November 1738 in Hannover; † 25. August 1822 in Slough), war ein hannoveranisch-britischer Astronom und Musiker. Herschels Vater Isaak war Militärmusiker; der Sohn trat mit 14 Jahren als Oboist der kur-hannoverschen Fußgarde bei. Nach der Besetzung Hannovers 1757 durch französische Truppen entkam er nach England. Dort wirkte er als Musiklehrer, Komponist und Organist. Herschel arbeitete als Musiklehrer in Leeds und danach als Organist in Halifax. 1766 wurde er Musikdirektor in Bath. Durch das Studium der mathematischen Musiktheorie angeregt, befasste er sich mit Mathematik sowie dem Bau und Verkauf astronomischer Instrumente. Mit dem Studium astronomischer Werke wuchs sein Interesse an der Astronomie, die sich für ihn nicht nur auf die Beobachtung von Mond, Planeten und Kometen erstreckte. Vielmehr wollte er die Objekte des Fixsternhimmels studieren und sogar eine vollständige Auflistung aller sichtbaren Sterne und Nebel erstellen. Hierzu waren die um 1770 gängigen Fernrohre und Spiegelteleskope jedoch technisch noch nicht imstande. So begann er, selbst Spiegelteleskope zu bauen, was ihm nach anfänglichen Misserfolgen auch gelang. Von 1766 an fertigte er zahlreiche Teleskope mit ständig wachsendem Durchmesser (und damit größerer Auflösung) an. Bei seinen Beobachtungen wurde Herschel von seinem Bruder Alexander und seiner Schwester Caroline unterstützt. – Schlagartig berühmt wurde Herschel, als er 1781 ein neues Objekt im Sonnensystem entdeckte: den Planeten Uranus. Er wurde zum Mitglied der Royal Society of London gewählt. König George III. sagte ihm eine jährliche Vergütung zu. So konnte er sich völlig seiner Liebhaberei, der Astronomie, zuwenden. Die Herschels siedelten von Bath nach Slough über. Er stellte in der Folgezeit Teleskope nicht nur für den eigenen Gebrauch her, sondern auch zur Aufbesserung seiner Einnahmen. 1788 heiratete er Mary Pitt, die Witwe eines seiner Nachbarn. Sein einziger Sohn, John Frederick William Herschel, wurde 1792 geboren. 1816 wurde er vom Prinzregenten, dem künftigen König Georg IV., zum Ritter geschlagen. 1817 wurde ihm das Ritterkreuz des Guelphen-Ordens verliehen. 1820 wurde er zum ersten Präsidenten der Royal Astronomical Society gewählt, die sein Sohn, der ebenfalls ein bedeutender Astronom war, mit Charles Babbage und anderen gegründet hatte. In Slough lebte und arbeitete er bis zu seinem Tod im Jahr 1822. Herschel wurde in der St. Laurence Kapelle in Upton, Slough, begraben. Auf seinem Grabstein steht der lateinische Satz „Caelorum perrupit claustra“ (Er durchbrach die Grenzen des Himmels). – Der Mondkrater Herschel ist nach ihm benannt.” (Wikip.)

50 EUR





Gustav Sundblad (1835 Augsburg - 1891 München) : Volkstypen. - Kleine Federzeichnung

Gustav Sundblad (1835 Augsburg – 1891 München) : Volkstypen.

Kleine Federzeichnung, unten re. signiert : “G. Sundblad”

Darstellung : ca. 8,5 × 9 cm.

Das Blatt ist alt auf etw. größeres Trägerpapier am Oberrand aufmontiert.
Rückseitig wird in sieben Zeilen die Unterhaltung der beiden Typen wiedergegeben (offensichtl. vom Künstler selbst verfaßt, in dt. Schrift).

Papier etw. ungleichmäßig beschnitten, obere re Ecke mit Knickspur. Trägerpapier verso mit Papierresten. Die Zeichnung selbst in schöner, unberührter Erhaltung. Typische Vorlage für eine illustr. Zeitschrift.

35 EUR





Porträt : Georg Wolfgang Panzer (1729 Sulzbach/Opf.-1805 Nürnberg). - Kupferstich, 1802

Georg Wolfgang Panzer (1729 Sulzbach/Oberpfalz – 1805 Nürnberg) : Portrait

Kupferstich von Josef Kellner, 1802.

Blattgröße : 10,5 x 13,9 cm
In schöner, nahezu unberührter Erhaltung.
Die rückseitigen Klebestreifen richten keinen Schaden an.

Vita : “… Nach dem Besuch der Stadtschule in Sulzbach und Privatunterricht bei Carl Friedrich Aichinger begann Georg Wolfgang Panzer 1747 an der Universität Altdorf das Studium der Philosophie und Theologie, das er 1749 mit der Dissertation “de falsis conclusione ex attributis divinis” zur Erlangung der philosophischen Magisterwürde abschloss.Von 1751 bis 1760 übte er das Pfarramt aus in Etzelwang, einem Dorf bei Nürnberg. Am 29. August 1760 wurde er zum Diakon bestellt an der Hauptpfarrkirche zu St. Sebald in Nürnberg; zwölf Jahre später, am 2. April 1772, übernahm er das Seniorat seines Kapitels und wurde im darauf folgenden Jahr zum Hauptpastor der Kirche ernannt. Im Folgenden bekleidete er auch das Amt eines Aufsehers, das heißt Leiters, der Nürnberger Stadtbibliothek. – Als Hauptpastor von St. Sebald führte Panzer kirchliche Neuerungen ein, u.a. schaffte er überflüssige Gottesdienste ab, führte die allgemeine Beichte ein und reformierte das Gesangbuch. Er war Mitglied in mehreren Gesellschaften: der Altdorfer und Leipziger Gesellschaft, der Nürnbergischen Gesellschaft zur Beförderung vaterländischer Industrie und des Pegnesischen Blumenordens, dessen Vorsteher er 1789 wurde. 1802 konnte er sein 50jähriges Amtsjubiläum und seine Goldene Hochzeit feiern; am 9. Juli 1805 starb Georg Wolfgang Panzer an den Folgen eines Schlaganfalls. Seine Frau war Rosine Helene Jantke, 1806 verstorben, die Tochter des Altdorfer Medizinprofessors Johann Jakob Jantke (1687–1768). Der Ehe entstammen zwei bekannte Söhne: Der Theologe Johann Friedrich Heinrich Panzer sowie der Botaniker Georg Wolfang Franz Panzer.Literarische Tätigkeit. Seit seiner Zeit auf dem Lande in Etzelwang hatte Panzer seine Studien vorangetrieben und seine literarische Tätigkeit kontinuierlich bis zu seinem Tode fortgesetzt. Neben Aufsätzen in Zeitschriften veröffentlichte er 45 selbständige Werke, darunter lateinische Gelegenheitsschriften, eine Reihe von Übersetzungen aus dem Englischen und Französischen, zum Teil auch geographischen Inhalts, theologische Schriften und eine Studie zu Ulrich von Hutten. Sein Hauptwerk indes wurde seine vielbändige Bibliographie, die für die Buchwissenschaft bis ins 20. Jahrhundert hinein zum Grundlagenwerk wurde. Für diese Tätigkeiten wurde Georg Wolfgang Panzer am 20. Juni 1799 von der philosophischen Fakultät der Universität Altdorf anlässlich seiner fünfzigjährigen Magisterwürde mit dem Diplom eines Doktors der Theologie geehrt. – Panzers umfangreiches bibliographisches Werk erfasst drei Gebiete: die ältesten Bibelausgaben, die ältere deutsche Literatur seit Erfindung der Buchdruckerkunst und die gesamte Literatur bis 1536. Darüber hinaus verfasste er eine Geschichte der Buchdrucker Nürnbergs und einen dreibändigen lateinischen Katalog der Bibliothek des Gottfried Thomasius, eines Nürnberger Arztes, mit 27 251 Nummern. Als Aufseher der Nürnberger Stadtbibliothek hatte Panzer begonnen, deren Bibeln zu verzeichnen: “Litterarische Nachricht von den allerältesten gedruckten deutschen Bibeln aus dem 15. Jahrhundert, welche in der öffentlichen Bibliothek der Reichsstadt Nürnberg aufbewahrt werden”, erschienen 1777; 1778 folgte die “Geschichte der Nürnbergischen Ausgaben der Bibeln von Erfindung der Buchdruckerkunst bis auf unsere Zeiten”. Davon ausgehend erfasste Panzer dann die Bibeldrucke und deren Übersetzungen auch über Nürnberg hinaus: “Ausführliche Beschreibung der ältesten Augsburgischen Ausgaben der Bibel, mit litterarischen Anmerkungen” (Nürnberg, 1780), “Versuch einer kurzen Geschichte der römisch-katholischen deutschen Bibelübersetzung” (Nürnberg, 1781) sowie den “Entwurf einer vollständigen Geschichte der deutschen Bibelübersetzung Dr. Martin Luthers vom Jahre 1517 – 1581” , ebenfalls 1781 in Nürnberg erschienen und 1791 durch eine zweite vermehrte Ausgabe ergänzt.Panzer lieferte zudem die erste umfangreiche Erfassung der Inkunabeln und Frühdrucke. In zwei Bänden erschienen zunächst 1788 (und erneut 1805) die “Annalen der älteren deutschen Litteratur oder Anzeige und Beschreibung derjenigen Bücher, welche von Erfindung der Buchdruckerkunst bis 1526 in deutscher Sprache gedruckt worden sind”; die zwischen 1793 und 1803 herausgegebenen “Annales typographici ab artis inventae origine usque ad annum MDXXXVI” erfassten nunmehr in insgesamt elf Bänden auch die Ausgaben in lateinischer Sprache. Diese Annales wurden zur Grundlage der Inkunabelforschung im 19. Jahrhundert und inspirierten unter anderem die seinerzeit moderne systematische Aufstellung 1826/38 von Ludwig Hain, die wiederum den von Konrad Haebler initiierten und seit 1925 fortlaufend gedruckten Gesamtkatalogs der Wiegendrucke ermöglichte, dessen Redaktion, und seit einiger Zeit auch Online-Stellung, heute von der Staatsbibliothek zu Berlin wahrgenommen wird” (Wikipedia 7.8.11)

65 EUR





Albert Emil Kirchner (1813 Leipzig -1885 München) : Soldat vor gotischem Kirchenportal

Radierung, unten rechts in der Platte sign. “A/E Kirchner fec.”
Die abgekürzten Vornamen in gegenständiger Ligatur.

Darstellung : 7,8 × 4,8 cm
Unterlagekarton : 28 × 19,7 cm

Die Radierung wurde vertieft auf einen Untersatzkarton aufgezogen.
Die Vertiefung ist in der Form eines Plattenrandes gestaltet. Unterhalb der Darstellung ein alter Trockenstempel : “… Club München”. Obwohl der Karton auf Vor- u. Rückseite Stockflecken zeigt, ist die Radierung selbst davon nicht betroffen.

75 EUR






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