[Anonymus] : Mädchenporträt. - Kohle auf Karton, 1. Viertel 20. Jahrhundert

[Anonymus] :

Mädchenporträt

Kohle auf Karton, ohne Signatur

1. Viertel 20. Jh.

Darstellung : 20,5 × 16,5 cm
Karton : 32 × 25 cm

Die Darstellung berieben bzw. mit starken Wischspuren,
im Bereich des Nackens stecknadelkopfkleine Flecken. Der ganze Karton altfleckig.

Auf der Rückseite von fremder Hand mit dem Hinweis auf Ignaz Stolz,
aufgrund fehlender Vergleichsarbeiten können wir hier in keiner Weise eine Zuschreibung vornehmen.
Dennoch wollten wir die Beschriftung, die nun mal so da steht, nicht löschen.

245 EUR





[Anonymus] : Kinderbeine (Studie). - Kreide, Ende 18./Anfang 19. Jh.

Kreide,
Ende 18./Anfang 19. Jh.

Blatt : 35 × 30 cm.

Auf Bütten mit Wasserzeichen (Wappenschild) siehe Abb. 5.

Der rechte Blattrand mit Papierfältchen.
Die Nadeleinstiche in den vier Ecken zeigen an,
dass das Blatt nicht beschnitten wurde.

Strenge Akademiestudie.

245 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Rothenburg ob der Tauber vom Wehrgang aus. - Aquarell, 1930

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Rothenburg ob der Tauber.
Blick über die Stadt vom Wehrgang aus.

Aquarell, signiert,
und datiert:1930

Darstellung/Blatt : 35 × 50,5 cm.

Erhaltungseinschränkungen :
In der Himmelspartie etwas fleckig bzw. leicht wasserrandig.
Die linken Ecken im Alleräußersten angesetzt.
Am Unterrand feine/dünne Schabspur.
Ansonsten in guter, farbfrischer Erhaltung (bislang immer in Mappe aufbewahrt).

Dieses Rothenburg-Motiv hat C. Kessler einigemale ähnlich wiederholt.

Vita : Besuch der Kgl.-Sächsischen Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lex. der Münchner Kunst, V, 458 f.

125 EUR





Zuschreibung : Franz Kobell (vor 1749 Mannheim - 1822 München) : Ideallandschaft. - Federzeichnung in Braun

Zuschreibung : Franz Kobell (vor 1749 Mannheim – 1822 München) :

Ideallandschaft

Feder in Braun, auf kräftigem Bütten (mit Wasserzeichen),
ohne Signatur.

Rückseitig unten links von alter Hand die Zahl : 89 (s. Abb.).

Darstellung/Blatt : 20 × 22 cm.
Passepartout : 25 × 27 cm.

Das Blatt professionell „eingefenstert“, d.h. an den Blatträndern rundum angestückt,
das Papier etwas wellig. Unter säurefreiem Passepartout (gering angestaubt).

Biogramm : „Nach dem Tod der Eltern beginnt K. 1762 eine Ausb. zum Kaufmann in Frankfurt am Main, kehrt 1766 nach Mannheim zurück und lässt sich von seinem Bruder in der Kunst des Zeichnens unterweisen. Stud.: 1771-78 an der Mannheimer Zchngs-Akad., allerdings ohne Landschafts-Zchng; die Slg des Kurfürsten Carl Theodor, v.a. die niederl. Kunst des 17. Jh., bietet ihm in dieser Hinsicht Anregungen. Der Kurfürst gewährt ihm 1778 ein Stip., mit dem er nach Italien fährt und sich bis 1784 in Rom aufhält, wo er die Werke von Annibale Carracci, Claude Lorrain, Nicolas Poussin und Salvator Rosa studiert. Er befreundet sich mit Alexander Trippel, besucht dessen Akad. und knüpft Kontakte mit dem Maler Friedrich Müller sowie dem Literaten Johann Jakob Wilhelm Heinse. 1780 bestellt Johann Wolfgang v. Goethe über Ferdinand K. ein Dutzend Zchngn bei ihm; K. wird zum Hofmaler ernannt, obwohl er fast ausschl. zeichnet. 1784 folgt er dem Kurfürsten nach München, hat aber auch Kontakte zu dem Fürsten Carl August von Sachsen-Weimar und erteilt J.W.v. Goethe schriftliche Anleitungen zum Zeichnen. 1797 lebt er gemeinsam mit Bruder und Neffen im Preysing-Palais. Zu den Landschaftszeichnungen kommen ab etwa 1800 Archit.- und Mon.-Entwürfe hinzu. In seinen letzten Lebensjahren ist K. bettlägerig, es entstehen keine Werke mehr. – K. hat nur wenige Gem. hinterlassen, dafür umso mehr Zchngn, wobei die Schätzungen der entstandenen Zchngn zw. etwa 10 000 und 100 000 liegen. Durch seinen Bruder v.a. von der holl. Lsch.-Malerei geprägt, orientiert er sich in Rom an der ital. Ideal-Lsch., wie sie durch C. Lorrain und N. Poussin verkörpert wird. Die meisten seiner Lsch. setzen sich aus ähnlichen Versatzstücken zus., die er immer wieder neu zu kombinieren versteht. Hinzu kommen die flüchtig hingeworfenen Zchngn in Blei oder mit dem Pinsel, die selten nach der Natur gezeichnet sind, sondern ebenfalls idyllische Phantasie-Lsch. darstellen. Da die wenigsten Werke dat. sind, ist es schwierig, eine Chronologie herzustellen. K. selbst scheint versucht zu haben, seine Zchngn zu ordnen, indem er sie in Klebebänden zusammengefasst hat, von denen sich allerdings nur wenige erh. haben. Einer dieser Bde zeigt Archit.-Skizzen (München, SM), and. Lsch., die er offensichtlich für sich selbst in Alben angelegt hat, ein Phänomen, was aus dieser Zeit bislang nicht bek. ist; zumindest in einem Fall (München, Staatliche GrS) bündelt K. sein eig. Repertoire an Ideal-Lsch. und variiert die Zusammenstellung der einzelnen Typen, wodurch das Album als ein einzigartiges „Zwitterwesen aus Ideensammlung, Bilderbuch und Zeitungsarchiv“ (Strobl, 2005, 31) charakterisiert werden kann. Die späten Pinsel-Zchngn in München entstehen jedoch in der Natur und bieten mit ihrer Ausschnitthaftigkeit und den Licht-Beobachtungen eine Auffassung, die schon auf impressionistische Gest. vorausweisen. Es ist anzunehmen, dass diese Werke nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, sondern nur einem kleinen Freundeskreis zugänglich waren“ (AKL LXXXI, 2014, 65)

275 EUR





Militaria/Uniformen : "HAUPTMANN / Linien Infanterie Regiment Erbgroßherzog von Hessen" : Altkolorierte Lithographie, bei I. M. Hermann, um 1825-1835

„Linien Infanterie Regiment Erbgroßherzog von Hessen /
HAUPTMANN

Altkolorierte Kreide-Lithographie, um 1825-1835.

Mit der Verlegeradresse : I. M. Hermann, München.
Die Bezeichnung später hinzugefügt/aufgeklebt.

Darstellung : ca. 28 × 20 cm.
Blatt : 48,5 × 32 cm (breit- resp. vollrandig erhalten).

Papier etwas angestaubt, Handhabungsspuren (leichte Papierknicke),
einige punktuelle Papierausdünnungen (merklich in der Durchsicht gegen Licht).

Die Darstellung selbst in schöner Erhaltung.
Prächtiges Altkolorit, teils mt Eiweiß gehöht

95 EUR





Militaria/Uniformen : "Linien Infanterie Regiment Herzog Wilhelm / FÜSILIER" : Altkolorierte Lithographie, bei I. M. Hermann, um 1825-1835

„Linien Infanterie Regiment Herzog Wilhelm / FÜSILIER

Kurpfalzbayerisches Regiment

Altkolorierte Kreide-Lithographie, um 1825-1835.

Mit der Verlegeradresse : I. M. Hermann, München.
Die Bezeichnung später hinzugefügt/aufgeklebt.

Darstellung : ca. 28 × 20 cm.
Blatt : 48,5 × 32 cm.

In breit- resp. vollrandiger Erhaltung.
Papier etwas angestaubt, leichte Handhabungsspuren,
vereinzelte Papierknicke in den äußersten Blatträndern.

Die Darstellung selbst in sehr schöner Erhaltung.
Prächtiges Altkolorit, teils mt Eiweiß gehöht.

„Das Infanterie-Leib-Regiment war das Hausregiment (Garderegiment) der bayerischen Könige vom Ende der napoleonischen Kriege bis zum Untergang der Wittelsbacher Monarchie und der damit verbundenen Auflösung der bayerischen Armee …

Unmittelbar nach dem Tod Max I. Joseph verordnete sein Sohn und Nachfolger Ludwig I. die Auflösung der kostspieligen Garderegimenter. Das Regiment führte ab dem 6. Dezember 1825 fortan den Namen „Linien-Infanterie-Leib-Regiment“ bestehend aus 2 Bataillone zu je 6 Kompanien (20 bis 30 Mann).

Seit 28. Oktober 1835 nur noch als „Infanterie-Leib-Regiment“ benannt stand es ohne Regimentsnummer in der Rangfolge an der Spitze der Infanterie. Faktisch behielt es jedoch seinen Gardestatus. Schnell entwickelte sich „Leiber“ zum Spitznamen der Regimentsangehörigen.“ (Wikip.)

125 EUR





[Anonymus] : Mädchen mit Blumenkranz im Haar. - Aquarell (Grisaille), um 1900

[Anonymus] :

Mädchen am Waldrand,
sich einen Blumenkranz ins Haar flechtend

Aquarell (Grisaille), um 1900.

Ohne jede Bezeichnung.

Bildmaß : 19,5 × 14 cm.
Die Stecknadeleinstiche in allen vier Ecken zeigen an,
dass das Blatt nicht beschnitten worden ist.

Eine Ecke mit feiner Japanhinterlegung etw. verstärkt.
Insgesamt in sehr schöner Erhaltung. Wohl immer in Mappe aufbewahrt,
deshalb auch keine Ausbleichung etc.

95 EUR





William Unger (1837 Hannover-1932 Innsbruck) : Bacchantenzug (Bacchanal). - Radierung nach Franz v. Stuck, 1902

William Unger nach Franz (von) Stuck :

„Bacchantenzug“

(Bacchanal, Bacchanalien)

Großformatige Radierung in Braun, 1902.
In der Platte unten rechts bezeichnet : „Franz Stuck“

Das entsprechende Gemälde bei Heinrich Voss : Franz von Stuck 1863-1928.
Werkkatalog der Gemälde. – München, 1973 – 159/223, Abb. S. 133.

Darstellung: ca. 46 × 75 cm (gemessen im verglasten Rahmen).
Rahmenmaß : 69 × 98 cm.

In einer Verlagsanzeige wird die „Bildfläche“ original mit 47 × 76 cm angegeben.

Unter Glas. In einem offensichtlich verlagsseits mitgelieferten Jugendstilrahmen, der formal an die Stuck-Rahmen angelehnt ist (s. Messinglisenen).
Gehrungen minimal geöffnet, ganz geringe Bestoßungen – insgesamt schöner, gepflegter Erhaltung.

Die Radierung – auf starkem Kupferdruckkarton – ist bis an den Bildrand und teils einige Millimeter (bis vielleicht einen Zentimeter) darüberhinein beschnitten. Ansonsten in schöner Erhaltung. Wir haben aus konservatorischen Gründen zwischen Holzabdeckung und Blattrückseite einen säurefreien Karton gelegt. (Selbstverständl. wurde dabei auch das Glas gereingt). Der Rahmen teils leicht angestoßen sowie mit unwesentlichen Druckstellen u. kleinen Kratzern. – Alles in allem schöner, stimmiger Gesamteindruck.

Zur Abb.: Der „Nebel“ in der Abb. mit Rahmen v.a. unten rechts ist eine Spiegelung und ist nicht auf dem Bild in natura zu sehen.

Ein Versand des großen und schweren, verglasten Bildes ist nicht möglich. Gerne liefern wir aber bis zu einer Entfernung von 100 km persönlich aus. Bei größeren Entfernungen bitten wir, uns entgegenzukommen.

345 EUR





Ankauf : Alte & Moderne Graphik in München und Oberbayern (Handzeichnungen & Druckgraphik)

Wir kaufen & verkaufen alte und moderne Grafik (Druckgraphik sowie Handzeichnungen).

Unser Einzugsgebiet umfasst insbesondere den Raum München
aber auch ganz Ober- und Niederbayern

Wir kaufen Radierungen, Siebdrucke, Lithographien,
Kupferstiche, Stahlstiche, Holzschnitte, Farbholzschnitte,
Zeichnungen, Aquarelle u.a.

Wir freuen uns über Ihren Anruf – jederzeit !

Telefon 08124-910 330

Mobil 0160 – 99 55 88 00

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Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Zwischen Blau und Rot. - Elektrographie, 1979

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

„Zwischen Blau und Rot“

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren), 1979.

Am Unterrand sowie rückseitig nochmals signiert, betitelt, datiert
sowie mit Auflagenbezeichnung : Exemplar 1 von insgesamt 10 Abzügen.

Darstellung/Blatt : 68,5 × 49,5 cm (vollrandig/unbeschnitten).

Aus dem Nachlaß.
Lediglich minimale Handhabungsspuren (= unauffällige leichte Fingerknicke in der rechten unteren Ecke).
Insgesamt in schöner Erhaltung
Das Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

Der Versand erfolgt aus konservatorischen Gründen in einer Rolle.

48 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Steppenbrand. - Elektrographie, 1972

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

„STEPPENBRAND“

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren).
Am Unterrand bezeichnet/signiert (rückseitig nochmals).

Auflage : Nr. 7 von insgesamt 8 Exemplaren,
datiert (19)72

Darstellung/Blatt : 69,5× 53,5 cm (unbeschnitten).

Aus dem Nachlaß. In sehr schöner Erhaltung.
Das Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

Der Versand erfolgt aus konservatorischen Gründen in einer Rolle.

95 EUR





Hermann Kätelhön (1884 Hofgeismar-1940 München) : Die Möhnetalsperre. - Radierung

Hermann Kätelhön (1884 Hofgeismar-1940 München) :

Die Möhnetalsperre

Radierung.
unten rechts mit Bleistift signiert,
links nummeriert : Nr. 71.

Darstellung : 47 × 63,5 cm
Blattmaß : 60,5 × 79,5 cm

Die breiten Blattränder altfleckig.

Die Farbabweichung von der linken zur rechten Blatthälfte ist lediglich abbildtechn. bedingt.
Der rötliche Ton links ist hervorgerufen durch Sonneneinfall bei der Ablichtung.

Das Blatt war alt gerahmt. Aus konservatorischen Gründen wurde es von uns ausgerahmt.
Rückseitig ist am Blattrand umlaufend ein brauner, 1 cm breiter Natronpapierstreifen verblieben,
der aber weiter keinerlei Schaden anrichtet.

SW: Mitglied der Willingshäuser Malerkolonie. Karl Bantzer. Marburg. Schwalm.
Möhnesee, Stausee an der Möhne, Kreis Soest.

155 EUR





Karl Schmoll von Eisenwerth (1879 Wien - Gut Osternberg/b. Braunau 1948) : Die Windsbraut. - Farblithographie/Farbalgraphie, 1905, signiert

Karl Schmoll von Eisenwerth (1879 Wien – Gut Osternberg/b. Braunau 1948) :

„Die Windsbraut“

Gelegenlich auch bezeichnet mit „Ein Windstoß“

Farb-Algraphie, 1905.

Meist wird diese Technik der Farblithographie unter-bzw. eingeordnet,
vom Erscheinungsbild auch kaum zu unterscheiden; als Druckträger dient
hier allerdings eine Aluplatte und nicht Stein.

Am Unterrand mit Bleistift signiert und betitelt :
Schmoll v. Eisenwerth / „Die Windsbraut“

Erschienen im Verlag der „Gesellschaft für vervielfältigende Kunst, Wien“

Darstellung : 50 × 39,5 cm
Blatt : 57 × 44 cm

Der Farbauftrag wirkt, wohl drucktechn. bedingt, etwas „fleckig“, in der Schrägansicht deutlich merklich,
frontal weniger auffällig. – Am linken Rand (auch noch innerhalb der Darstellung) leichte (aber dennoch merkliche) Papierfalte. – In den Blatträndern (außerhalb der Darstellung) altfleckig. Die äußersten Ecken teils knickspurig.

Das Blatt unbeschnitten, an den Rändern noch mit den Passerkreuzen.

Literatur : Winfried Müller: Die Deutsche Künstlersteinzeichnung 1896–1918. Farbige Originallithografien und die Heimat- und Kunsterziehungsbewegung um 1900 (= Spurensuche. Geschichte und Kultur Sachsens, Sonderband 1), Dresden 2020. – S. 319 (hier findet sich der Hinweis auf den Verlag der „Gesellschaft für vervielfältigende Kunst“, abweichend von uns vorlieg. Blatt, betitelt mit „Ein Windstoß“).

85 EUR





Chronologia pyrobolica / Zeit-Weiser der Feüwr-Künsten. - Johannes Meyerus (Meyer), 1701

„Chronologia pyrobolica / Zeit-Weiser der Feüwr-Künsten“

Zürich : Gesellschaft der Constaffleren (Constaffler) im Zeughaus, 1701
Kupferradierung
Johannes Meyer (Meyerus), 1701. :

Darstellung (Passepartoutauschnitt) : 20 × 29,7 cm

Die Gesellschaft der Constaffler gab zwischen 1689 und 1798
Neujahrsblätter als Einblattdrucke heraus.

45 EUR





Porträt : August Heinrich Hoffmann (von Fallersleben), 1798-1874 : Radierung von Chr. Hoffmann nach E. Fröhlich, Mitte/2. Hälfte 19. Jh.

Großes Porträt :

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Radierung/Stahlstich (auf starkem Kupferdruckpapier)
von Chr. Hoffmann nach E. Fröhlich,
Mitte/2. Hälfte 19. Jahrhundert.

Darstellung (bzw. Plattenrand) : ca. 36,5 × 32,5 cm
Blatt (vollrandig/unbeschnitten) : 62,5 × 47 cm

In der Darstellung nur ganz vereinzelt Stockflecken, der extrem breite/weiße Blattrand
sowie die Rückseite stärker betroffen. Insgesamt sehr ansprechendes Exemplar.

Vita : “August Heinrich Hoffmann, bekannt als Hoffmann von Fallersleben (* 2. April 1798 in Fallersleben, Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg; † 19. Januar 1874 in Corvey) war ein deutscher Hochschullehrer für Germanistik, der wesentlich zur Etablierung des Fachs als wissenschaftlicher Disziplin beitrug, Dichter sowie Sammler und Herausgeber alter Schriften aus verschiedenen Sprachen. Er schrieb die spätere deutsche Nationalhymne, Das Lied der Deutschen, sowie zahlreiche populäre Kinderlieder. Zur Unterscheidung von anderen Trägern des häufigen Familiennamens Hoffmann (zum Beispiel dem Kinderbuchautor Heinrich Hoffmann vom Struwwelpeter) nahm er als Zusatz den Herkunftsnamen von Fallersleben an … (Wikip.).

145 EUR





Adolf Schinnerer 1876 Schwarzenbach an der Saale-1949 Ottershausen/Haimhausen): Erinnerung an Ottershausen. - Radierung, 1902

Adolf Schinnerer (1876 Schwarzenbach an der Saale-1949 Ottershausen/Haimhausen) :

Erinnerung an Ottershausen (bei Haimhausen)

Radierung, 1902 (?)
unten rechts signiert und datiert :
Unten links mit handschriftl. Widmung : „G. v. Pechmann z. frdl. Erinnerung an Ottershausen“
(gemeint könnte sein Günther von Pechmann).

Darstellung : 16 × 30,8 cm
Blatt : 25 × 37 cm

Das Blatt wurde professionell von Stockflecken geräunigt, das Papier ist dadurch etwas aufgehellt, der
Kontrast dafür stärker. In der linken oberen sowie in der rechten unteren Blattecke Knickspuren und kleine Läsuren. Die Blattränder (v.a. links) staubfleckig. Kleines Rostfleckchen in der Himmelspartie.
.
.

Vita : „Adolf Schinnerer (* 25. September 1876 in Schwarzenbach an der Saale; † 30. Januar 1949 in Ottershausen, Gemeindeteil von Haimhausen in Oberbayern) war ein deutscher Maler, Grafiker und Zeichner … Schinnerer wuchs von 1887 bis 1900 in Erlangen auf und wohnte 1903 bis 1912 in Tennenlohe bei Erlangen. Er studierte in Karlsruhe an der Kunstakademie und war unter anderem Schüler von Walter Conz, Ludwig Schmid-Reutte und Wilhelm Trübner. Anschließend studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München und betrieb zugleich das Studium der Kunstgeschichte. 1909/1910 wurde er mit dem Villa-Romana-Preis ausgezeichnet, verbunden mit dem ein einjähriger Aufenthalt in Italien. 1921 erwarb er in Ottershausen bei München ein Anwesen, genannt „Schlössl“ … Ursprünglich ging er vom französischen Impressionismus aus, jedoch beschränkte er später seine Skala auf wenige kräftige Farben. In München, wo er Mitbegründer der Neuen Sezession war, lehrte er als Professor ab 1924 an der Akademie der Bildenden Künste. – Er gilt als Meister der Kaltnadel und hat viel illustriert, so z. B. 1921 The Tempest von William Shakespeare. – 1946 übernahm Schinnerer die Neuorganisation der Künstlervereinigung Kunstverein Dachau (KVD), deren ersten Vorsitz er bis 1947 innehatte.“ (Wikip.)

48 EUR





Maximilian Emanuel Freiherr von Lerchenfeld (1778-1843) : Portrait. - Lithographie, 1835

Maximilian Emanuel Freiherr von Lerchenfeld (1778-1843) :

Porträt

Kreide-Lithographie (auf aufgewalztem China)
von Hanfstaengl, 1835

Darstellung : ca. 39 × 30 cm
Blatt : 48 × 38,5 cm

Die Darstellung selbst (im Bereich des China-Papiers) lediglich
etwas angestaubt, sonst in guter Erhaltung.

Der Unterlagekarton rundum stockfleckig und stärker angestaubt.
Die Blattränder mit hinterlegten Einrissen sowie Knickspuren.
Durch ein allfälliges Passepartout würden die Mängel weitestgehend überdeckt.

Vita : “Lerchenfeld: Maximilian Emanuel Freiherr v. L., baierischer Staatsmann, entstammte einer altbaierischen Adelsfamilie und wurde zu Ingolstadt am 16. November 1778 als der Sohn des dortigen Pflegers und Hofkastners Max Joseph Frhrn. v. L. geboren. Er erhielt seine Erziehung im väterlichen Hause, und besuchte das Gymnasium und die Universität in Ingolstadt, die er 1799 absolvirte. Im J. 1802 in die diplomatische Pflanzschule in München eingetreten, verließ er sie bei der geringen Aussicht auf schnelle Beförderung schon im Herbst desselben Jahres und folgte einem Anerbieten des Frhrn. v. Hertling, der als Civilcommissär die baierischen Entschädigungslande in Schwaben in Besitz nahm, ihn dorthin zu begleiten. Im Sommer 1803 trat er als Rath in die Landesdirection der baierischen Provinz in Schwaben, die ihren Sitz in Ulm erhielt. Nach zwei Jahren zum Director der staatsrechtlichen Abtheilung ernannt, wurde ihm die Regelung der Grenzverhältnisse mit Württemberg übertragen, die einen längeren Aufenthalt in Stuttgart im Winter 1807–8 veranlaßte. Die näheren Beziehungen, in die er damals zu Karl August v. Wangenheim trat, sind nicht ohne Einfluß auf seine spätere politische Richtung geblieben. Im Herbst 1808 wurde er, noch nicht 30jährig, Generalcommissär in Ansbach, 1809 in Nürnberg, 1810 in Innsbruck, wo er durch gerechte und wohlwollende Verwaltung die eben unterworfenen Tiroler mit der baierischen Herrschaft zu versöhnen strebte. Manche allzu schroff einschneidende Maßregel der Münchener Regierung hat er gemildert, wobei er in dem Kronprinzen Ludwig, der damals als Gouverneur des Inn- und Salzachkreises abwechselnd in Innsbruck residirte, eine Stütze fand. Jedoch war die Zeit der friedlichen Entwickelung kurz, und das J. 1813 brachte neue Aufstandsversuche, denen jedoch L. mit Muth und Festigkeit entgegentrat. Im Sommer 1814 übernahm er als Hofcommissär die Verwaltung des Großherzogthums Würzburg. Auch hier suchte er die Härten der Angleichung des neuen Gebiets durch Entgegenkommen zu mildern, der Provinz bewährte Einrichtungen zu erhalten. So ordnete er das Würzburgische Staatsschuldenwesen und verhinderte eine Verschmelzung desselben mit dem damals in der größten Verwirrung befindlichen baierischen. Im Februar 1817 trat L. als Finanzminister mit Rechberg, Thürheim und Wrede in das nach Montgelas’ Sturz neugebildete Ministerium, dessen Aufgabe die Ausarbeitung der Verfassung, der Abschluß des Concordats, eine neue Organisation der Verwaltung, die Ordnung der gänzlich zerrütteten Finanzverhältnisse sein sollte. Unter sehr schwierigen Umständen, da die vielen Kriege, die Getreidetheuerung der J. 1816 und 1817 und die darauf folgende gänzliche Entwerthung der landwirthschaftlichen Erzeugnisse einen wahren Nothstand im Lande hervorgebracht hatten, während die fortwährenden Territorialveränderungen die Verwirrung in den Finanzen noch vermehren mußten, legte er den Grund zur Ordnung des Staatshaushalts und besonders des Staatsschuldenwesens. An der Ausarbeitung der im Mai 1818 erlassenen Verfassung hatte er wesentlichen Antheil und wirkte dabei für den Ausbau derselben in liberalem Sinn. Bei den Verhandlungen über das Concordat trat er für die Rechte des Staates ein und erreichte wenigstens, daß es als Anhang des Religionsedicts erklärt, folglich staatsrechtlich diesem und den Bestimmungen der Verfassung untergeordnet wurde. Der Bestand der Verfassung war in den ersten Jahren ihres Bestehens mehrfach gefährdet. Metternich wendete seinen ganzen Einfluß auf, um die süddeutschen repräsentativen Verfassungen wieder zu beseitigen, jedenfalls möglichst zu beschränken, da er durch sie sein conservatives System ebenso bedroht sah, als durch die demagogischen Umtriebe. Im baierischen Ministerium bildeten sich zwei Parteien, von denen die eine zugleich mit der Verfassung auch die Selbstständigkeit des Staates gegen den übermächtigen Einfluß der Großmächte vertheidigte, die andere nur bei Metternich Schutz gegen die Gefahren der Revolution finden zu können glaubte. L. stand mit dem Fürsten Wrede und dem Generaldirector und späteren Minister v. Zentner auf der Seite der Verfassung, Graf Rechberg war der Führer der aristokratisch-klerikalen Partei. Rechberg hatte den Karlsbader Beschlüssen zugestimmt, aber L. setzte es mit Hülfe des Kronprinzen durch, daß die Bundesbeschlüsse vom 20. Sept. 1819 in Baiern nur mit einem Vorbehalt publicirt wurden, der ihre Wirkung größtentheils illusorisch machte. Dem Einfluß der Verfassungsfreunde muß es auch zugeschrieben werden, daß im November 1819 statt Rechberg’s der Generaldirector v. Zentner als Vertreter Baierns nach Wien ging. Auf den Gang der Wiener Ministerconferenzen ist L., der während derselben stets mit Zentner in Verbindung blieb, nicht ohne Einfluß gewesen. Durch die Wiener Schlußacte wurde wenigstens die dringendste Gefahr von den repräsentativen Verfassungen abgewendet. Doch gewannen in den nächsten Jahren die Freunde Metternich’s in München mehr und mehr die Oberhand, da es gelungen war, den König ganz auf diese Seite zu ziehen. Selbst Wrede’s Stellung war gefährdet und L. sah sich seit dem Besuche Metternichs in München im Januar 1823 jedes politischen Einflusses beraubt und auf die Verwaltung seines Departements beschränkt. Nach dem Tode des Königs Max Joseph, October 1825, wurde L., der bis dahin im besonderen Vertrauen des Kronprinzen zu stehen schien, plötzlich aus dem Ministerium entlassen und Graf Armansperg an seiner Stelle berufen. Er wurde zum Bundestagsgesandten in Frankfurt ernannt, wo er bis zum J. 1833 blieb. Im Mai 1833 übernahm er noch einmal das Finanzministerium. Es gelang ihm, das Gesetz über die permanente Civilliste des Königs und die Bewilligung der Gelder für den Bau der Festung Ingolstadt bei den Ständen durchzusetzen. Am 31. December 1834 trat er wieder aus dem Ministerium und ging als Gesandter nach Wien. Das Anerbieten, als Ministerpräsident in griechische Dienste zu treten, schlug er aus, brachte aber für diese Stelle Ignaz v. Rudhart in Vorschlag (1836). Im J. 1842 wurde er auf eigenen Wunsch wieder nach Frankfurt an den Bundestag versetzt. Er starb am 14. October 1843 auf seinem Gute zu Heinersreuth.” (ADB)

55 EUR





Hinnerk Schrader (1932 Nahrendorf-1989) : [Minotaurus]. - Lithographie, 1960

Hinnerk Schrader (1932 Nahrendorf-1989)

[Minotaurus]

Lithographie.

Nummeriert (etwas unklar) : 2/71 ?
Signiert und datiert unten rechts : 1960.

Darstellung : ca. 25 × 45 cm
Blatt : 41 × 60 cm

Die Darstellung in schöner Erhaltung.
In den breiten/weißen äußersten Rändern das Papier minimal wellig sowie an der rechten Seite mit zwei winzigen Fältchen (ca. 1 cm in das Blatt reichend).

Durch ein allfälliges Passepartout würden diese unwesentl. kleine Altersspuren verdeckt.

55 EUR





Franceso Piranesi (1756-1810) : "Parti in grand restaurate de Trofei die Ottaviano Augusto [...]" - Kupferradierung, 1778

Francesco Piranesi (1756-1810) :
Parti in grand restaurate de Trofei die Ottaviano Augusto […]”

In der Schriftkartusche unten rechts signiert :
“Francesco Piranesi disegnò ed incise 1778”.

Kupferradierung, 1778 (bzw. 1780)
Oben rechts mit Plattennummer : 4

Darstellung/Plattenrand : 52,5 × 39 cm
Blattgröße : 66,5 × 56 cm

Kräftiger, differenzierter Abzug auf starkem/weißem Bütten.
In breitrandiger/vollrandiger Erhaltung, noch mit orig. Gelbschnitt und Mittelfalz. – Kräftiges, weißes Bütten. In unberührter/unrestaurierter Erhaltung.

165 EUR





Portrait : Ludwig de Dieu (1590 - 1642): Kupferstich v. "P. Dubordieu pinxit / I. Syderhoef sculp. / Cornelius Banheinningh excudit", ca. 1650

Porträt : Ludwig de Dieu (1590-1642)

Brustporträt in hochovaler Schriftkartusche :

“Ludovicus de Dieu. Gallobelgici Collegii Regens. & in Ecclesia Lugduno – Bat. Verbi Divini Minister.” Am unteren Rand der Hintergrunddarstellung die Lebensdaten: “Natus Flissingae 7 Apr. A. 1590 / Denatus Leida 23 Dec. A. 1642”.

Kupferstich/Kupferradierung.
In der Platte bezeichnet:
“P. Dubordieu pinxit / I. Syderhoef sculp. / Cornelius Banheinningh excudit”.

Darstellung (mit gestoch. Schrift) : 32,5 × 24 cm.
Blatt : 36 × 27 cm

Kräftiger Abzug auf Bütten mit Wasserzeichen. Blattunterrand (außerhalb der Darstellung) mit professionell hinterlegtem Einriß. Feine Zahlen von alter Hand am Plattenrand.

Theologe, Orientalist (vgl. H. D. von Diepenbroick-Grüter, Allgem. Porträt-Katalog, a.a.O.)

Vita : “Dieu: Ludwig de D., ein bedeutender Theologe und Exeget des 17. Jahrhunderts, zu Vlissingen, wo sein Vater Prediger war, 1590 geboren, † 1642. Von Muttersseite dem Daniel Colonius, Regenten des wallonischen Collegiums zu Leyden, anverwandt, fand er in diesem gelehrten Manne einen vorzüglichen Führer, als er dort seine theologischen Studien begann. Bald erwies er sich als trefflicher Redner, weshalb Moritz von Nassau ihm, wiewol er damals noch Candidat war, das Hofpredigeramt anbot. Er schlug dies aus und folgte 1613 dem Ruf der wallonischen Gemeinde zu Middelburg. Vier Jahre später treffen wir ihn als Prediger der niederländischen Gemeinde zu Vlissingen und seit 1619 zu Leyden, wo er zugleich neben seinem Onkel Colonius als Regent des wallonischen Collegiums fungirte. Es gelang der neuerdings gestifteten Universität zu Utrecht nicht, ihn zu sich zu ziehen, und der Plan, ihm zu Leyden einen theologischen Lehrstuhl zu übertragen, ward leider durch seinen Tod vereitelt. Sein Hauptverdienst besteht in linguistischen und exegetisch-kritischen Arbeiten … [SCHRIFTEN] : “Compendium Grammaticae Hebraicae”, 1626; “Grammatica ling. orient. Hebr., Chald. et Syr. inter se collat.”, 1628; “Rudimenta ling. Persicae”, 1639. Seine “Animadversio ad quatuor Evang.”, 1631, enthält eine Kritik der Bibelübersetzungen des Erasmus und Beza; die Staatenübersetzung von 1618 und 1619 unterzog er in den nach seinem Tod herausgegebenen “Animadversiones in V. T. libros omnes” (1648) einer Kritik. Ueberdies besitzen wir von ihm: “Versio Syriaca Apocal. Joannis ex M. S. J. Scaligeri edita”, 1627; “Animadv. in Pauli ep. ad Romanos”, 1648; “Historia Christi Persice conscripta”, 1639; “Historia Petri Persice conscripta”, 1639; “Aphorismi theologici et Rhetorica sacra”, 1693; “Tractaat tegen de gierigheid”, 1660, 1695. Seine sämmtlichen kritischen Arbeiten sind von Leydecker unter dem Titel: “Critica sacra s. animadv. in loca quaed. V. et N. T.”, Amst. 1693 in Folio herausgegeben … (Slee, Jacob Cornelis van, „Dieu, Ludwig de“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 214 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd133404862.html?anchor=adb]

85 EUR





Petra Clemen (1911 Bonn - 1986 Bad Endorf/bei Prien a. Chiemsee) : [Eine Phantasie]. - Feder, weiß gehöht

Petra Clemen (1911 Bonn – 1986 Bad Endorf/bei Prien a. Chiemsee) :

Eine Phantasie /
oder auch eine Märchen-Illustration,
bzw. Vorlage für eine Buchillustration.

Federzeichnung, weiß gehöht.
Nicht bezeichnet, nicht signiert.
Wohl um 1940-1960.

Das Blatt stammt aus dem Nachlaß der Künstlerin.
Vergleiche mit anderen Arbeiten lassen eine zweifelsfreie Zuschreibung an Petra Clemen zu.

Darstellung/Blatt : 17 × 12 cm

Die Darstellung in sehr schöner, farbfrischer Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout. Lediglich in der äußersten, oberen rechten Ecke kleine/unwesentliche Druckspur.

Die Buchillustratorin Petra Clemen wurde 1911 in Bonn geboren. 1936 zog sie mit ihrer Familie nach (Bad) Endorf. Ihr Vater, Paul Martin Clemen (1866-1947), war u.a. Provinzialkonservator d. Rheinprovinz, ihre Mutter Elisabeth Luise/Lilly (1884-1966), eine geborene v. Wätjen, der Bruder Wolfgang (1909–1990), Prof. f. Aglistik an d. LMU Mchn. Petra Clemen arbeitete u.a. für Verlage wie Otto-Müller, Lambert Schneider u. auch Prestel.

95 EUR





Detlef Willand : Das Gelbe Buch. Einhorn Drache Schmetterling. - Edition Walser-Presse, 1996. - Mit 14 Orig.-Holzschnitten (Pressendruck)

Deflef Willand :
Das Gelbe Buch. Einhorn Drache Schmetterling.

Detlef Willand zum Sechzigsten.
Drei Einhorngeschichten und sieben Sätze
zu Willands Bildern und ein Versuch über den Tag- und Nacht-Zyklus.

Erster Druck der Edition Walser-Presse, 1996.
Texte von Bertus Stock. Holzschnitte von Detlef Willand.

Mit 14 Original-Holzschnitten (2 lose beigelegt).

Folio-Format : 42 × 33 cm.
56 ungezählte Seiten.

Gelbe Orig.-Broschur.
Der Umschlag mit einem winzigen, stecknadelkopfkleinen, grauen Pünktchen – sonst außen wie innen geradezu verlagsfrisch (Umschlagkanten scharf, keine Bereibungen, offensichtlich kaum geöffnet).

Editorische Notiz :
Das Gelbe Buch wird als “Erster Druck der Walser-Presse” in einer einmaligen Auflage von 432 Exemplaren vorgelegt …”

Die Holzschnitte im Einzelnen (teils signiert/teils nicht signiert) :

Dame a la licorne (Aus der Holzschnittfolge “Jäger des Einhorns” (nicht sign.)
Apeiron (sign.)
Glückwunsch (chinesische Kalligraphie) (nicht sign.)
Bogenschütze (sign.)
Jäger des Einhorns (sign.)
Einhorn (sign.)
Katharsis (sign.)
Muse reitet einen Künstler zuschanden (sign.)
Kleine “Argo” (sign.)
Zeichen “Drache” (nicht sign.)
Drei besondere Freunde (nicht sign.)
Was mir so durch den Kopf geht (sign.)

Drache träumt – lose beigelegt, sign.
Meditation über sieben Schmetterlinge – lose beigelegt, sign.

275 EUR





Jacob Kallenberg (1540-1605) : "Lintpurg" - "Stramberg". Landsknecht als Fahnenschwinger. Holzschnitt, 1545

“Lintpurg” – “Stramberg”

Zwei Holzschnitte auf einem Blatt,
unten rechts bei “Lintpurg” Monogramm “IK”.

Jeweils ein Landsknecht, die Fahne mit Stadtwappen schwingend.

Darstellung mit Schrift : je ca. 23 × 14,3 cm.
Format des angesetzten Papiers : 29 × 19,5 cm.

Zuschreibung an Jacob Kallenberg (nachgewiesen tätig in Bern ca.1535/65)
Aus : Jacob Köbel, Wapen des Heyligen Römischen Reichs Teutscher Nation […],
1545 (1. Auflage)

Das Blatt ist nicht – wie gelegentlich auch zu finden – gespalten, sondern beidseitig original bedruckt. Die Holzschnitte wurde rundum mit altem Bütten sehr gekonnt eingefenstert, dennoch gingen dabei kleine Partien der Einfassungslinie und des weißen Oberrandes verloren.

Zu den beiden Ausgaben (1545/1579) siehe Katalog der Lipperheideschen Kostümbibliothek.
Literatur : Josef Benzing : Jacob Köbel […] Bibliographie seiner Drucke u. Schriften.

Uns vorliegende “Fahnenschwinger” sind von jenen der 2. Auflage von 1579 u.a. unterscheidbar am anderen Schnittduktus der Beschriftung.

“Die Landsknechte waren nicht nur für ihre Kampfkraft, sondern auch für ihr extravagantes Erscheinungsbild bekannt. Ihre äußerst bunte Bekleidung bestand aus gepufften und geschlitzten Hemden und Hosen, zu denen sie eine Bundhaube bzw. schräg darüber ein breitkrempiges mit Federn und Wollbüschen bunt geschmücktes Barett aufsetzten. An den Füßen trugen sie die nach ihrer Form benannten Kuhmaulschuhe. Typisch waren auch das vor der Brust verschnürte Lederwams und bunt gefärbte Socken. Der Ursprung der geschlitzten Mode ist unklar; so wird vermutet, dass die enge Kleidung des späten 15. Jahrhunderts im Kampf äußerst hinderlich war. Die Landsknechte schlitzten sie deshalb auf, banden sich Stofffetzen um die Ärmel und ließen die dicken Unterstoffe herauspludern … Die auffällige gepuffte und geschlitzte Kleidung der Landsknechte, die eine imponierende Wirkung erzielen sollte, wurde in adeligen Kreisen als Anmaßung betrachtet. Auf Initiative Maximilians I. billigte ihnen der 1503 tagende Reichstag zu Augsburg jedoch das Recht zu, sich nach eigenem Gutdünken zu kleiden. Die Bekleidung war absolut uneinheitlich, lediglich die Offiziere waren meist durch eine bunte Schärpe erkennbar … Die Kleidung der Landsknechte beeinflusste die zivile Mode des damaligen Europas stark und wurde sogar in Stahl nachgebildet. So entstanden gepuffte und geschlitzte Paraderüstungen, die repräsentativen Zwecken dienten. Der Brayette genannte Genitalschutz der damaligen Rüstungen war ein stählernes Abbild des Hosenlatzes der Landsknechte.” (Wikipedia, 30.12.07). – SW: Katzbalger, Renaissance-Waffen, Renaissancekleidung, Landsknechtmode, auch Jakob Kallenberg)

125 EUR





Porträt-Photographie : Carl-Heinz Stillfried (*1915 Coburg), Hofschauspieler in Coburg, aufgenommen 1939/1940

Portrait-Photographie :

Carl-Heinz Stillfried (*1915 Coburg),
aufgenommen 1939/1940.

28 × 20 cm.
Altersspuren : Merkliche Handhabungsspuren. Fingerknick oberhalb der re. Augenbraue.
Konkav gebogen. Rückseitig umlaufend Natronpapierstreifen und Bezeichnung.

45 EUR





Joan Miró (1893 Barcelona - 1983 Palma de Mallorca) : La Danse du Feu. - Farblithographie, 1963

Joan Miró (1893 Barcelona – 1983 Palma de Mallorca) :

“La Danse du Feu”

Farblithographie, 1963.
Nicht signiert.

Das Blatt entstammt unmittelbar aus :
DERRIERE LE MIROIR : MIROARTIGAS.
Paris, bei Maeght, 1963.

Darstellung/Blattgröße : 38 × 56 cm (gerahmt).

Auf einem Doppelblatt!
Das Blatt ist entsprechend in der vertikalen Mitte gefaltet. Auf dem Scan bildseitig weniger erkennbar als in natura. Die Abbildung der Rückseite zeigt die Falte deutlicher.

Rückseitig Text, so original.

Erhaltung : In den äußersten Ecken und an den Enden des Mittelfalzes ganz minimale – im üblichen Betrachterabstand wohl kaum wahrnehmbare Druckspuren – sonst sauber/frisch.

125 EUR





Heinz Dress (*1952 Riedlingen/Donau) : Abu Zeed el Halaly. - Farbholzschnitt, 1988

Heinz Dress (*1952 Riedlingen/Donau) :

“Abu Zeed el Halaly (Abu Zayd al-Hilali)”.

Farbholzschnitt 1988.
Auf Johannot-Bütten (mit Wasserzeichen).
Handsigniert.

Darstellung : ca. : 52 × 41 cm
Blatt : 76 × 57 cm

Exemplar außerhalb der Auflage von 100 Exemplaren,
d.h. ohne Nummerierung jedoch sonst alle Merkmale der Auflage :
Auf Johannot-Bütten und signiert.

In blütenfrischer Erhaltung. Immer in Mappen aufbewahrt.

Nicht zu verwechseln mit dem Holzschnitt aus dem Bietigheimer Holzschnittkalender 1989, der lediglich auf Werkdruckpapier gedruckt wurde.

65 EUR





Clemens M. Erlenbach (1945 Schlangenbad/Taunus) : [Brighton Palace Pier]. - Farbgraphik, 1980

Clemens M. Erlenbach (1945 Schlangenbad/Taunus) :

[Brighton Palace Pier]

Unten rechts mit Bleistift signiert und datiert : (19)80,
unten links Auflagenbezeichnung : Nr. 190 von insgesamt 200 Exemplaren

Darstellung : 29 × 40 cm
Blattmaß : 50 × 60 cm

Die Darstellung in unberührt frischer Erhaltung;
lediglich am überbreiten weißen Rand oben zwei kleine Beschabungen,
ebenfalls am oberen Blattrand eine Andeutung eines Papierfältchens (jeweils ca. 5 cm außerhalb des ob. Darstellungsrandes).

Von einem allfälligen Passepartout wären diese Mängel überdeckt.

48 EUR





Joan Miró (1893 Barcelona - 1983 Palma de Mallorca) : Farblithographie, aus Lithographe III, 1977

Joan Miró (1893 Barcelona – 1983 Palma de Mallorca) :

Orig.-Farblithographie, 1977

Aus “Lithographe III
Paris, Maeght Éditeur, gedruckt bei Mourlot.

Darstellung=Blattmaß : 31,8 × 24,8 cm (unbeschnitten).

In blütenfrischer Erhaltung. Auf dem vollen Blatt.
Die minimalen Spuren von Einheftung am linken Seitenrand sind ein Echtheitszeichen,
kein Mangel.

Zur Dokumentation der Authentizität ist die Rückseite der Lithographie hier mit abgebildet : Hier findet sich auch Bezeichnung : “Joan Miro. Lithographie originale III”.

45 EUR





Eduard Kaiser : Porträt : Franz Joseph I. (1830-1916), Kaiser von Österreich, König von Ungarn. - Lithographie, um 1861

Eduard Kaiser (1820 Graz-1895 Wien)

“Franz Joseph I.
Kaiser von Österreich, König von Ungarn etc. etc. etc.”

Lithographie auf aufgewalztem China, um 1861.

Unten links bez. : Eduard Kaiser / nach der Natur gez. 13/4 1861.

Druck von J. Haller,
im Verlag von Eduard Kaiser, Wien.

Darstellung : 40 × 30 cm
Blatt : 52 × 40,5 cm

Die Darstellung (sowie gänzlich das hellweiße Chinapapier) in schöner Erhaltung.

Das Unterlagepapier rundum gebräunt und stockfleckig, die Blattränder mit Läsuren.
Rückseitig umlaufend ein Natronpapierstreifen, der jedoch keinen weiteren Schaden anrichtet.

Auf dem Tisch das “Februarpatent”, die Verfassung der österreich. Monarchie, d. h. des Kaisertums Österreich, aus dem Jahre 1861, erlassen am 26. Februar.

95 EUR





Portrait : Carl Ritter von Menz (Landrichter in Wasserburg am Inn). - Radierung von Georg Friedrich Reichmann, 1824

  • “Carl Ritter von Menz, Königlich baierischer Landrichter in Wasserburg, Mitglied des Civ. Verdienst-Ordens, Redacteur der Statuten für die beyden Vereine des Lehrer-Personals im Isar-Kreise und beständiger Schiedsrichter für diese Vereine.
  • Aus Dankbarkeit und Liebe für die menschenfreundlichen Bemühungen diese Mannes,
    von der Mitgliedern des Vereins veranstaltet.”
  • Bildunterschrift : “Nach der Natur gemalt u. radirt von G. Reichmann, München, 1824”

Darstellung im Hochoval : 25 × 22 cm
Plattenrand : 43 × 30,5 cm
Blatt : 54 × 39 cm

Das breitrandige Blatt angestaubt und stockfleckig sowie mit Handhabungsspuren (Fingerknicke, Randläsuren u.a.).

Von einiger Seltenheit.

220 EUR






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