Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz / Banat) : Ziege - Holzschnitt, 1998 (Aus der Folge: “Meine Tiere”), 1998

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz / Banat) :

Z I E G E

Holzschnitt, 1998.

Aus der Folge : “Meine Tiere”

Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
auf “Fabriano Disegno-“Papier, 210 g.
Blattformat : 35 × 45 cm.

Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Handsigniert.

Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In sehr frischer/sauberer Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout, daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

Vita : “Robert Hammerstiel (* 18. Februar 1933 in Werschetz im heute serbischen Banat) ist ein österreichischer Maler, Grafiker und Holzschneider. Hammerstiel findet durch zahlreiche Auszeichnungen internationale Anerkennung. Zwischen 1944 und 1947 war die banatdeutsche Familie Hammerstiel interniert, 1947 gelang ihr die Flucht nach Österreich. Dort war Hammerstiel neben seinem Broterwerb schon früh als Maler tätig. Neben der Darstellung von Motiven aus seiner Umwelt
beginnt Hammerstiel, der sich selbst als „Überlebender von vielen Toten“ begreift, gegen Ende der 1960er Jahre seine traumatischen Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten.Zwischen 1959 und 1966 studierte er bei den Professoren Gerda Matejka-Felden, Robert Schmidt und Gerhard Swoboda in Wien. Im Jahr 1985 erhielt er den Berufstitel Professor, er lebt in Pottschach, Niederösterreich und in Wien. Hammerstiels Werk thematisiert die Menschenwürde, das Menschsein unter widrigsten Umständen, von inneren Ängsten getrieben. Er opponiert vehement gegen das Herrische im Menschen und in der Gesellschaft, er klagt still und zugleich stark Ungerechtigkeit und immerwährende Zustände von Gewalt und Terror an. Hammerstiel sucht die Wirklichkeit hinter der scheinbaren Wahrheit, und es sind Hass und Grausamkeit, gegen die er sich stellt.

Ausstellung im Leopold-Museum/Wien 2009.





Louise Stomps

Ulrike Evers : Deutsche Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Malerei, Bildhauerei, Tapisserie
Hamburg, Ludwig Schultheis Verlag, 1983.





Karl Haider (1846 München-1912 Schliersee) : Landschaft mit Bauernhaus. - Radierung mit Stempelsignatur

Karl Haider (1846 München-1912 Schliersee) :

“Landschaft mit Bauernhaus”

Radierung auf Velinpapier,
unten rechts Stempelsignatur.

Darstellung : 12 × 18 cm
Blatt : 24 × 32 cm

Am rechten, gebräunten Blattrand ein ca. 1 cm langer Einriß.
Das Blatt in den breiten Rändern mit Fingerknicken.
Rückseitig flächige Bräunung.

Die Darstellung selbst in schöner, geradezu unberührter Erhaltung.
Feiner, differenzierter Druck.

Karl Michael Haider, Sohn des Forstmeisters von Anzing. Freundschaft mit Hans Thoma und Wilhelm Leibl (Leiblkreis) und Arnold Böcklin. Frühes Mitglied des Deutschen Künstlerbundes.

75 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Blumen in zwei blauen Vasen. - Elektrographie, monogrammiert

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

Himmel und Meer

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren).

Unten, halbrechts in der Platte (d.h. nicht von Hand signiert)
monogrammiert in Ligatur/untereinander : R/R

Nicht datiert : wohl 1970er Jahre
Darstellung/Blatt : 65,5 × 43 cm

Aus dem Nachlaß.
In sehr schöner Erhaltung.
Das Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

55 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - München 1968) : Junges Mädchen (Dienstmädchen?). - Bleistift/Kohle, 1899

Carl Kessler (1876-1968) :

Junges Mädchen mit Muff (Dienstmädchen?)

Bleistift / Kohle (tls. gewischt), 1899,
signiert sowie datiert und ortsbezeichnet : Dresd(en) / Febr. 1899.

Blatt : 50 × 31,5 cm.

Erhaltungseinschränkungen : Am rechten Rand oben zwei starke Blattknicke,
Blattunterrand mit Randläsuren; das Blatt insgesamt angestaubt.

Vita : Besuch der Kgl.-Sächsischen Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lex. der Münchner Kunst, V, 458 f.

75 EUR





[Anonymus] : Mädchen mit Puppe / Knabe mit Eisenbahn. - Radierung

[Anonymus] :

[Geschwister : Mädchen mit Puppe / Knabe mit Eisenbahn]

Radierung, unbezeichnet,
ca. 1965.

Darstellung : 23,5 × 17,5 cm
Blatt : 34 × 26,5 cm

Die Datierung erfolgt aufgrund der Art des Papiers.
Da das Thema aber doch eher aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts stammen dürfte, könnte es sich um einen SPÄTABZUG von einer älteren Platte handeln.

In sehr schöner Erhaltung.

Die Radierung wurde zusammen mit einigen Paula Wimmer-Blättern erworben – nicht allzu unwahrscheinlich, dass es sich vielleicht um eine frühe vor-expressionistische Arbeit von ihr handelt.

30 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Frauenportrait. - Kohlezeichnung auf Bütten, 1907

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Frauenporträt

Kohlezeichnung auf blaugrauem Büttenpapier (mit WZ),
unten rechts verwischt/kaum leserlich signiert und datiert : C. Kessler / 07.

Aus dem Nachlaß des Künstlers.

Unterhalb der Halspartie ein diagonaler/langer, aufgehellter Streifen.
Unterhalb der Kinnpartie eine lange/diagonale Knickspur.

Vita : 1876 in Coburg geboren. Besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst, V, 458 f.

95 EUR





[Anonymus] : Lesender (Carl Seidel/Dresden?) - Bleistift, 1. Hälfte/Mitte 19. Jh.

[Anonymus] : Lesender (Carl Seidel/Dresden?)

Bleistift, tls. aquarelliert.
Auf dünnem/glatten Papier.

Auf altem Unterlageblatt
an den oberen Ecken leicht (reversibel) an zwei Punkten befestigt.
Unterhalb der Darstellung, auf der Unterlage, die Bezeichnung “C. Seidel Dresden”.

Darstellung : ca. 24 × 19 cm
Blatt : 27,5 × 25 cm (Ränder etwas ungleichmäßig)
Unterlageblatt : ca. 35 × 28 cm

Das Blatt gering altfleckig. An den äußersten Rändern, kleine, punktuelle Papierausdünnungen. – Rechte Seite der Unterlage mit Staub- resp. Lichtrand. – Rückseitig an den Rändern einige unwesentliche Reste abgelöster, alter Montierungen. Nunmehr mit zwei feinen Japanpapierfälzchen an der Oberkante montiert, sonst freiliegend.

Unter altem Glas in Biedermeier-Rahmen (Birne o.ä., schwarz gebeizt). Einige kleine Wurmlöchlein. Der Rahmen wurde mit Schellack etwas aufgefrischt. Die Abb. gibt nur einen ungefähren Eindruck.

Die Bezeichnung auf der Unterlage dürfte wohl den Dargestellten meinen und nicht den Zeichner.

Ob evtl. folgende Person in Frage kommt, muß vorläufig offen bleiben : “Carl Seidel (1787 Berlin – 1844 ), Kunstschriftsteller, Philosoph, Dichter. Seidel sollte ursprünglich den Beruf eines Kaufmanns ergreifen, studierte aber Philosophie u. Kunstwissenschaften. 1826 promovierte er in Philosophie und erhielt 1840 den Titel eines Professors. Am 30. Juli 1840 heiratete er seine Schülerin Emilie Detroit. Daneben spielte er Gitarre und schrieb theoretische Artikel, Erzählungen und Reiseberichte für zahlr. Zeitschriften. Von Bedeutung ist seine Novelle Der Brautkampf, die 1819 in der Dresdner Abendzeitung erschien und Theodor Hell zu dem Opernlibretto Die drei Pintos inspirierte. Es wurde von Carl Maria von Weber vertont, blieb aber Fragment. Seidels musikalische Schriften hielt insbesondere Robert Schumann für so bedeutend, dass er ihn als Mitarbeiter für seine Neue Zeitschrift für Musik gewann und in den Jahren 1834 bis 1835 mit ihm korrespondierte.” (vgl. Wikip.)

125 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich - 1991 Hamburg) : Frauenakt (Tusche). - Monogrammiert, 1964

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich – 1991 Hamburg)

Frauenakt (Studie)

Tusche, 1964,
monogrammiert.

Darstellung/Blatt : 33 × 47 cm

Erhaltung : Das Blatt rundum angestaubt sowie am rechten Rand mit unwesentl. Läsuren.
Die Detail-Abb. 3 zeigt das Blatt, nachdem wir es behutsam etwas geglättet haben
(1 und 2 zeigen noch den vorherig. Zustand).

Rückseitig eine weitere Studie (Bleistift), signiert und ebenfalls auf 1964 datiert –
gibt aber eine völlig unterschiedl. Auffassung wieder.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren, absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

75 EUR





Klatovy / Klattau, Jesuitenkirche. - Farbradierung, signiert

“Klattau Jesuitenkirche”

Farbradierung,
in der Platte unten links (in Ligatur) monogrammiert u. datiert : (19)39
unten rechts handsigniert.

Darstellung (Plattenrand) : 29,5 × 21,5 cm.
Blatt (unbeschnitten) : 43 × 26 cm.

Erhaltungseinschränkungen :

In der linken unteren Ecke winzige/punktförmige Farbauslassungen.
Das Blatt ist am Oberrand in den beiden Ecken an zwei Punkten aufgeklebt.

Das zugehörige Passepartout ganz desolat (angestaubt, wasserfleckig, knittrig usw.).
Weil aber auf der Passep.-Rückseite oben die Ortsbezeichnung sich findet, die mutmaßlich vom Künstler selbst stammt, haben wir aus Authentizitätsgründen alles so belassen.





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Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Bei Rothenburg o.d. T. (Detwang?). - Aquarell (Studie)

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Bei Rothenburg o.d. T. (wohl Detwang)

Aquarell (Studie),
nicht signiert, jedoch eigenhändig ortsbezeichnet
sowie rückseitig mit Nachlaßstempel.

Wohl um 1925-1930.
Darstellung/Blatt : 51 × 36,5 cm

Schöne, helle Sudie. Die Ecken mit den üblichen Reißnagelspuren
sowie ebenda teils leicht angestoßen.

Vita : Besuch der Kgl.-Sächsischen Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lex. der Münchner Kunst, V, 458 f.

65 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Rothenburg ob der Tauber. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Rothenburg ob der Tauber

Aquarell.
Unten links signiert : Carl Kessler / München

Nicht datiert, um 1920-1925

Darstellung/Blatt : 36,5 × 34 cm

Leichte Erhaltungsmängel :
In der Himmelspartie etwas fleckig.
Die vier Ecken etwas berieben und bestoßen.
Die Reißnagelspuren ebd. sind aquarelltypisch, kein Mangel.

Eine rückseitig sichtbare diagonal
über das Blatt verlaufende Papierfalte bildseitig in keiner Weise merklich.

Vita : Besuch der Kgl.-Sächsischen Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lex. der Münchner Kunst, V, 458 f.

100 EUR





Max Klinger (*1857 Leipzig-1920 Großjena/bei Naumburg) : "Pyramus und Thisbe III", Blatt IV aus Opus II : “Rettungen ovidischer Opfer”, ca. 1922

Max Klinger (*1857 Leipzig-1920 Großjena)

“Pyramus und Thisbe III”

Blatt IV aus Opus II :
“Rettungen ovidischer Opfer”

Wohl VI. Ausgabe,
Berlin, bei Amsler und Ruthart, 1922.

Radierung und Aquatinta,
in der Platte unten re. bez. “Max Klinger”,
oben links/rechts : “OP II” – “IV”

Platte : 29,5 × 42 cm
Blatt : 56 × 39,5 cm (vollrandig erhalten)

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung.
In den sehr breiten weißen Blatträndern mit wenigen, schwachen Stockflecken.

Knapp unterhalb der Darstellung rechts eine Radierspur, die sich als Papieraufrauhung merklich zeigt – scheint verlagsseits bereits geschehen zu sein.

Das originale, schlichte Passepartout (das Blatt lose darinliegend, ohne Montierung) sowie das beigegebene Seidenhemdchen stockfleckig

125 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich - 1991 Hamburg) : Kreta Samaria-Schlucht. - Elektrographie, 1976

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich – 1991 Hamburg)

“Kreta / Samaria-Schlucht”

Elektrographie, 1976

Unten mittig signiert, datiert und als E.A. bezeichnet.
Rückseitig betittelt und nochmals bezeichnet

Darstellung/Blatt : 68,5 × 52,5 cm.

Prachtblatt in sehr schöner Erhaltung.

Aus dem Nachlaß. – Das Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout,
deshalb auch keine Spuren Montagespuren und auch keine Lichtränder etc.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren, absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt er die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

115 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Im Waschhaus / Imperia (Italien). - Aquarell, 1955

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

“Im Waschhaus – Imperia”

Aquarell.

Oben rechts signiert und ortsbezeichnet und datiert :
15.VI. (19)55 – Am Waschhaus.

Darstellung/Blatt : 28 × 20,5 cm
Unterlageblatt : 43 × 32,5 cm

Aus dem Nachlaß.

Die Darstellung selbst in sehr schöner, farbfrischer Erhaltung.

Vom Künstler selbst auf blauen Unterlagekarton montiert, diesen wiederum auf weißen Karton
aufgezogen. Der blaue Karton an der linken Seite etwas bestoßen.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

85 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Java - Indonesien / Pandang. - Elektrographie, 1981/82

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

„Java – Indonesian / Pandang“

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren), 1981.

Unten links betitelt, signiert, datiert (19)81 und nummeriert :
Nr. 1 von 1 (Unikat).
Rückseitig nochmals bezeichnet und etwas abweichend 81/82 datiert.

Darstellung : 37,5 × 30,5 cm (auf dem vollen/unbeschnittenen Blatt).

Aus dem Nachlaß.
In sehr schöner Erhaltung.
Das Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

65 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Königskerze II. - Elektrographie, 1981

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

„Königskerze II“

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren), 1981.

Unten links betitelt, datiert und nummeriert:
Zustandsdruck : Nr. 4 von insgesamt 8 Exemplaren.

Darstellung/Blatt : 50,5 × 70 cm.

Aus dem Nachlaß.
In sehr schöner Erhaltung.
Das große Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

75 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Über den Wassern. - Elektrographie, 1972

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

„Über den Wassern“ (Farbvariante Blau)

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren), 1972.

Unten links signiert und als E.A. bezeichnet.
Auf der Blattrückseite betitelt.

Darstellung/Blatt : 53 × 70 cm.

Aus dem Nachlaß.
In sehr schöner Erhaltung.
Das große Blatt war noch nie gerahmt oder unter Passepartout.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren. Absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), von 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

85 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Über den Wassern. - Elektrographie, 1972

Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) :

„Über den Wassern“ (Farbvariante Rot)

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren), 1972.
Unten links als Elektrographie bezeichnet, signiert und nummeriert:
Nr. 2 von insgesamt 10 Exemplaren.
Auf der Blattrückseite betitelt und nochmals nummeriert.

Darstellung/Blatt : 54 × 70 cm.

Erhaltung : Die alleräußersten Blattkanten mit ganz leichten Handhabungsspuren,
bildseitig kaum merklich. – Ansonsten das große Blatt in sehr guter Erhaltung. Es war noch nie gerahmt oder unter Passepartout, deshalb auch keine entsprechenden Spuren.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren, absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt R. Rosenkranz die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

75 EUR





Rupert Rosenkranz (1908 Aichdorf/Österreich-1991 Hamburg) : Drei Schornsteine / Kreta. - Elektrographie, 1977

“Drei Schornsteine / Kreta”

Elektrographie (ähnelt einem Radierverfahren), 1977.

Unten links signiert, betitelt/ortsbezeichnet und nummeriert :
Nr. 1 von insgesamt 30 Exemplaren.
Auf der Blattrückseite nochmals voll bez. und sign.

Darstellung/Blatt : 67 × 49 cm.

Erhaltung :
Am rechten oberen Blattrand eine ganz schwach von der Rückseite durchscheinende, unauffällige
Spur vormaliger Montage des Blattes. – Ansonsten resp. insgesamt in sehr schöner Erhaltung.

Vita : Rupert Rosenkranz wird 1908 in Aichdorf/Österreich geboren, absolviert eine Lehre als Schriftenmaler und Vergolder, 1931-1933 an der Landeskunstschule Graz, arbeitet anschl. als techn. Zeichner, heiratet 1939 Fridgard Rosenkranz (geb. Henkel), 1939 bis 1941 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Ab 1940 Soldat, 1950 Entlassung aus russ. Kriegsgefangenschaft, danach freiberuflicher Maler und Graphiker.

Ab etwa den 1960-er Jahren entwickelt er die von ihm so genannte Technik der “Elektrographie”. PVC-Platten werden dabei mit elektr. Fräsnadeln und einer Kunststoffmasse bearbeitet. Der Druck erfolgt dann von den eingefärbten Platten in einem einzigen Arbeitsgang.

85 EUR





[Anonymus] : Am Waldrand bei Ampermoching im Herbst. - Bleistift, 1890

[Anonymus] :

Am Waldrand bei Ampermoching im Herbst

Bleistift,
unten rechts ortsbezeichnet und datiert
“Ampermoching / Okt. (18)90”.

Blattmaß : 10,2 × 17,4 cm
Papier leicht gebräunt.

Münchner Schule, Dachauer Malerkolonie

25 EUR





Porträt : Wilhelm Herschel (1738 Hannover-1822 Slough bei Windsor) : Kupferstich, Fr. Müller nach Fr. Rehberg, um 1820

Portrait : “Wilh. Herschel”

Kupferstich von Fr. Müller
nach Friedrich Rehberg, um 1820.

Darstellung : 18,5 × 14,8 cm
Blatt : 34,5 x ca. 24 cm

Das Blatt wurde von Stockflecken gereinigt.
Schöner, gratiger Abzug auf festem, breitrandigen Papier mit Wasserzeichen.

Vita : “Friedrich Wilhelm Herschel, englisch William Herschel (* 15. November 1738 in Hannover; † 25. August 1822 in Slough), war ein hannoveranisch-britischer Astronom und Musiker. Herschels Vater Isaak war Militärmusiker; der Sohn trat mit 14 Jahren als Oboist der kur-hannoverschen Fußgarde bei. Nach der Besetzung Hannovers 1757 durch französische Truppen entkam er nach England. Dort wirkte er als Musiklehrer, Komponist und Organist. Herschel arbeitete als Musiklehrer in Leeds und danach als Organist in Halifax. 1766 wurde er Musikdirektor in Bath. Durch das Studium der mathematischen Musiktheorie angeregt, befasste er sich mit Mathematik sowie dem Bau und Verkauf astronomischer Instrumente. Mit dem Studium astronomischer Werke wuchs sein Interesse an der Astronomie, die sich für ihn nicht nur auf die Beobachtung von Mond, Planeten und Kometen erstreckte. Vielmehr wollte er die Objekte des Fixsternhimmels studieren und sogar eine vollständige Auflistung aller sichtbaren Sterne und Nebel erstellen. Hierzu waren die um 1770 gängigen Fernrohre und Spiegelteleskope jedoch technisch noch nicht imstande. So begann er, selbst Spiegelteleskope zu bauen, was ihm nach anfänglichen Misserfolgen auch gelang. Von 1766 an fertigte er zahlreiche Teleskope mit ständig wachsendem Durchmesser (und damit größerer Auflösung) an. Bei seinen Beobachtungen wurde Herschel von seinem Bruder Alexander und seiner Schwester Caroline unterstützt. – Schlagartig berühmt wurde Herschel, als er 1781 ein neues Objekt im Sonnensystem entdeckte: den Planeten Uranus. Er wurde zum Mitglied der Royal Society of London gewählt. König George III. sagte ihm eine jährliche Vergütung zu. So konnte er sich völlig seiner Liebhaberei, der Astronomie, zuwenden. Die Herschels siedelten von Bath nach Slough über. Er stellte in der Folgezeit Teleskope nicht nur für den eigenen Gebrauch her, sondern auch zur Aufbesserung seiner Einnahmen. 1788 heiratete er Mary Pitt, die Witwe eines seiner Nachbarn. Sein einziger Sohn, John Frederick William Herschel, wurde 1792 geboren. 1816 wurde er vom Prinzregenten, dem künftigen König Georg IV., zum Ritter geschlagen. 1817 wurde ihm das Ritterkreuz des Guelphen-Ordens verliehen. 1820 wurde er zum ersten Präsidenten der Royal Astronomical Society gewählt, die sein Sohn, der ebenfalls ein bedeutender Astronom war, mit Charles Babbage und anderen gegründet hatte. In Slough lebte und arbeitete er bis zu seinem Tod im Jahr 1822. Herschel wurde in der St. Laurence Kapelle in Upton, Slough, begraben. Auf seinem Grabstein steht der lateinische Satz „Caelorum perrupit claustra“ (Er durchbrach die Grenzen des Himmels). – Der Mondkrater Herschel ist nach ihm benannt.” (Wikip.)

28 EUR





Max Klinger (1857 Leipzig-1920 Großjena) : Simplicius unter den Soldaten. - Radierung, aus : Intermezzi. - 1881

Max Klinger (*1857 Leipzig-1920 Großjena) :

“Simplicius unter den Soldaten”

Radierung mit Aquatinta, ca. 1881.
Auf kräftigem Kupferdruckpapier aufgewalztes China.

Innerhalb der Platte bezeichnet : Max Klinger – IX
Blatt IX aus der Folge : Intermezzi. Rad. Op. IV. – 12 Compositionen.

Theo. Stroefer’s Kunstverlag in München, o.J.

Darstellung (einschl. Plattenrand) : ca. 26,5 × 42 cm
Blatt : 45 × 61 cm.

Prächtiger, gratiger Abzug.
Die Darstellung selbst in geradezu unberührt frischer Erhaltung.

Erhaltungseinschränkungen :
Die breiten/unbeschnittenen Blattränder etwas stockfleckig.
Das beigegebene Orig.-Passepartout schwach stockfleckig und mit geringen Handhabungsspuren.
Das orig. doppelseitige Seidenhemdchen über dem Blatt gering stockfleckig.

Simplicius Simplicissimus

85 EUR





Jan Harmensz. Muller (Amsterdam 1571-1628) : Die Heilige Familie mit zwei musizierenden Engeln. - Kupferstich von Jan Harmensz. Muller nach Bartholomaeus Spranger, um 1590

Jan Harmensz. Muller (Amsterdam 1571 – 1628)

Die Heilige Familie mit zwei musizierenden Engeln.

Kupferstich von Jan Harmensz. Muller nach Bartholomaeus Spranger, um 1590.

Auf Bütten, mit Wasserzeichen.
Blattmaß : 32 × 21,7 cm.

New Hollstein 66 II od. III (von III).

Erhaltung : Guter Abzug, mit schmalem Rändchen um die Darstellung. Schonend gewaschen, Rückseite dennoch erkennbar aufgehellt. Faltspur in der horizontalen Mitte. Einige kleinere Stellen rückseitig mit Japan hinterlegt. Eine Partie, links oberhalb des singenden Engels, mit einigen wenigen feinen/kurzen Linien professionell nachgezogen (mit freiem Auge kaum merklich). Die anderen Hinterlegungen lediglich zur Verstärkung von Papierausdünnungen.

Verso zwei Sammlungsstempel : Kupferstich-Sammlung der Königlichen Museen (Berlin), einschl. Doubletten- resp. Veräußerungsstempel. – Baron Hans Albrecht von Derschau (1755-1824).

200 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Braunwald (mit Ortstock links) und Höch Turm

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Braunwald (mit Ortstock links) und Höch Turm.

Die Ortsbestimmung erfolgte nach frdl. Auskunft eines kundigen Schweizer Landsmannes.

Aquarell, signiert.

Nicht datiert : ca. 1920-1935.
Darstellung/Blatt : 36,7 × 47,4 cm.

Die äußersten Blattkanten leicht angestoßen.
Kaum merkliche, äußerst schwache Braunfleckchen im linken Bildbereich.
An der li. Blattkante (ganz außen) kleines Fleckchen (wenige Millimeter).

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

195 EUR (reserv.)





Ankauf Zeichnungen in München - 17.-20. Jahrhundert : Barock bis Modern

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Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) : Wilder Kaiser (Kaisertal). - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) :

Wilder Kaiser / Kaisertal

Aquarell (Studie).
nicht signiert, jedoch rückseitig mit Nachlaßstempe
Blatt : 24,5 × 34,2 cm

Sehr entschiedenes, farbkräftiges Blatt.
Die teils minimale Papierwellung (nur rückseitig merklich) ist dem raschen, nassen Arbeiten in der Natur geschuldet. Am linken Blattrand eine ganz kleine/völlig unwesentliche Papierläsur (im Millimeterbereich).

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

“Das Kaisertal (ehem. Sparchental) ist ein markanter Taleinschnitt zwischen Zahmer und Wilder Kaiser im Tiroler Kaisergebirge. – Im Tal liegt eine Ortschaft von Ebbs, Bezirk Kufstein, die bis 2007 ohne Straßenanschluss war. Die andere südliche Talseite, ohne Dauerbesiedlung, ist Ortschaft der Stadt Kufstein.” (Wikip.)

75 EUR





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Der Schneevogel aus der Hudsonbay (Montifringilla major) : Altkol. Kupferstich v. George Edwards/bei Seligmann, 1749-1776

“Der Schneevogel aus der Hudsonbay”

“Montifringilla major – L’Oiseau de Neige, de la Baye de Hudson”

Altkolorierter Kupferstich von George Edwards.
Aus : Johann Michael Seligmann : Sammlung verschiedener ausländischer und seltener Vögel,
Nürnberg, bei Johann Joseph Fleischmann in Nürnberg, 1749-1776.

Darstellung/Plattenrand : 28 × 21 cm
Blatt : 35 × 23,5 cm

Erhaltung :
Das Blatt leicht wasserrandig und stockfleckig, rückseitig stärker merklich,
dort auch umlaufend ein alter/schmaler Montagestreifen, der jedoch keinerlei Schaden anrichtet –
ansonst sehr ansprechend mit schönem Altkolorit.

Original coloured copper engraved plate by George Edwards, publ. in J. M. Seligmann, Sammlung verschiedener ausländ. u. selt. Vögel, Nuremberg, 1749-1776. Somewhat water stained and spotty. On the reverse small mounting strip around the edges.

Hudson Bay






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