20. Jahrhundert

Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Braunwald (mit Ortstock links) und Höch Turm

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Braunwald (mit Ortstock links) und Höch Turm.

Die Ortsbestimmung erfolgte nach frdl. Auskunft eines kundigen Schweizer Landsmannes.

Aquarell, signiert.

Nicht datiert : ca. 1920-1935.
Darstellung/Blatt : 36,7 × 47,4 cm.

Die äußersten Blattkanten leicht angestoßen.
Kaum merkliche, äußerst schwache Braunfleckchen im linken Bildbereich.
An der li. Blattkante (ganz außen) kleines Fleckchen (wenige Millimeter).

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

195 EUR (reserv.)





Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) : Wilder Kaiser (Kaisertal). - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) :

Wilder Kaiser / Kaisertal

Aquarell (Studie).
nicht signiert, jedoch rückseitig mit Nachlaßstempe
Blatt : 24,5 × 34,2 cm

Sehr entschiedenes, farbkräftiges Blatt.
Die teils minimale Papierwellung (nur rückseitig merklich) ist dem raschen, nassen Arbeiten in der Natur geschuldet. Am linken Blattrand eine ganz kleine/völlig unwesentliche Papierläsur (im Millimeterbereich).

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

“Das Kaisertal (ehem. Sparchental) ist ein markanter Taleinschnitt zwischen Zahmer und Wilder Kaiser im Tiroler Kaisergebirge. – Im Tal liegt eine Ortschaft von Ebbs, Bezirk Kufstein, die bis 2007 ohne Straßenanschluss war. Die andere südliche Talseite, ohne Dauerbesiedlung, ist Ortschaft der Stadt Kufstein.” (Wikip.)

75 EUR





Plakat. - Entwurf Erich M. Simon : "Strothmann's Förthöfer - Meine Wahl!" - Wilhelm Strodtmann/Minden in Westfalen

Erich M. Simon : Werbe-Plakat, um 1925.

Die Datierung ist entnommen der Objektdatenbank des Dt. Histor. Museums.

“Strothmann’s Förthöfer – Meine Wahl!”
Wilhelm Strodtmann/Minden in Westfalen.

Unten rechts der Entwerfer : Simon, d.i. Erich M. Simon.

Blattmaß : 48 × 71 cm.

Das Plakat in vollrandiger Erhaltung. In der Himmelspartie kleines, mit Japan hinterlegtes Löchlein (ca. 5 × 2 Millimeter), ein kl. Randeinriß (ob. rechts), ebenfalls (kaum merklich) mit Japan fein geschlossen. Desweiteren einige bis zu markgroße, schwache Flecken. Schließlich ganz kleine, punktförmige Randfleckchen. Rückseitig mehrere Braunflecken, die bildseitig tls. ein wenig durchschlagen.

Angesichts der Empfindlichkeit des recht dünnen Papiers und dem Gebrauchscharakter des Plakats eine recht passable Erhaltung.

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“Born 12 April 1892 in Kolberg (now Kolobrzeg, Poland). Studied at the school attached to the museum of industrial arts, Berlin: a teacher was Emil Orlik. 1911, 1913: studied in Paris. Designed books for publishers including S. Fischer, Georg Müller, G. Kiepenheuer, Erich Reiss.”

Geboren 1892 Kolberg (Polen); Schüler v. Emil Orlik. 1911/13 in Paris. Buchillustrationen (Umschläge u.a.) für S. Fischer, Georg Müller, G. Kiepenheuer, Erich Reiss.

Literatur : H.K. Frenzel : Erich M. Simon. – Gebrauchsgraphik (International Advertising Art), Berlin: Phönix Illustrationsdruck und Verlag GmbH – später: “Gebrauchsgraphik”. Druck u. Verlag, July 1931, pp. 2-9. – Die Information dankend entnommen aus: germandesigners.net

48 EUR





Wilhelm Schacht (1872 Leipzig – Rothenburg o.d.T. – Würzburg -1951) “Stiller Wintertag”

Wilhelm Schacht (1872 Leipzig – Rothenburg o.d.T. – Würzburg -1951)

“Stiller Wintertag”

Farblithographie (Künstlersteinzeichnung).

Erschienen bei Meerfeld & Donner Leipzig / Wandschmuck-Verlag.

Darstellung : 55,5 × 74,5 cm
Papiermaß : 60 × 80 cm

In vollrandiger, geradezu verlagsfrischer Erhaltung.
Die Lithographie war noch nie gerahmt und nicht unter Passepartout, vielmehr immer in einer Mappe aufbewahrt.

Literatur : Wilhelm Schacht (1872-1951) im Reichsstadtmuseum Rothenburg o.d.T. – 112 Seiten, zahlr. Abb. – Schriftenreihe des Reichsstadtmuseums Rothenburg ob der Tauber. – Museumsheft 2. – 1992.

65 EUR





Yvonne Wasmann (Au/bei Bad Aibling) : Eidechse und Winde. - Farbradierung 1998

Yvonne Wasmann (Au/bei Bad Aibling)

“Eidechse und Winde”

Farbradierung,
betitelt, nummeriert, signiert und datiert :
Eidechse und Winde 11/100 Yvonne Wasmann 1998.

Darstellung : 30 × 20 cm
Blatt : 39 × 26,5 cm

Die Darstellung in schöner, unberührter Erhaltung.

Rückseitig an den Außenrändern (weit außerhalb der Darstellung) Klebreste einer
Passepartoutmontierung, die wohl von der Künstlerin selbst vorgenommen wurde, wie der vormalige Rahmen anzeigt.

38 EUR





Umberto Brunelleschi (1879-1948) : "Toilette au goût Vénitien"

Umberto Brunelleschi (1879-1948) :

“Toilette au goût Vénitien”

Bekleidung im venezianischen Stil

Pochoir-Kolorit, 1913.
Nach einem Entwurf von Umberto Brunelleschi (1879-1948).

Aus : “Journal des Dames et des Modes” – “Costumes Parisiens”
Paris 1913, Blatt Nr. 122.

Darstellung : 15,5 × 9 cm
Blattg : 22 × 14 cm

Das bedeutende Mode-Journal erschien von 1912-1914.

In sehr schöner Erhaltung. In der Abb. erscheint das Papier etwas getönt – “in natura” aber hellweiß, lediglich der alleräußerste untere Blattrand mit kaum vermerklichem Lichträndchen. Das Blatt lag unter Passepartout, war aber nicht gerahmt, deshalb auch keine Papierbräunung etc., nur rückseitig/oben zwei schwache/kleine Reste alter Passepartoutmontagestreifen.

Papier mit Wasserzeichen : “JOURNAL DES DAMES

Mode, Modestiche, Jugendstil, Art Nouveau, La Belle Epoque

85 EUR





[Anonymus] : am Ufer. - Aquarell. 1. Hälfte 20. Jh.

[Anonymus] :

Am Ufer des Sees

Aquarell,
ohne jede Bezeichnung.

1. Hälfte 20. Jahrhundert.

Alt auf Unterlagekarton aufgezogen.
Darstellung und Unterlage etwas gebräunt.
Am oberen äußersten/linken Rand minimale Schabspur.

Insgesamt hübsches kleines Bild.

Erinnert ein wenig an die kleinen Aquarelle von Fritz Haid.

25 EUR





Umkreis : Julius Diez (1870 in Nürnberg - 1957 München) : Bayerischer Postreiter (um 1800). - Gouache, um 1900

Umkreis : Julius Diez (1870 in Nürnberg – 1957 München)

Bayerischer Postreiter
Historische Darstellung, bezeichnet “um 1800”

Gouache, um 1900.
Nicht signiert.

Alt unter Glas gerahmt.
Stimmiger Gesamteindruck.

Bildmaß (Lichte) : 15,5 × 18 cm
Rahmen : 18,5 × 20,5

45 EUR





Paula Wimmer (1876 Solln/München - 1971 Dachau) : Pferde - SPÄTABZUG von der Orig.-Platte (1960er Jahre), von Paula Wimmer eigenhändig signiert

Paula Wimmer (Solln/München – 1971 Dachau)

[Pferde vor dem Schloß]

Radierung, Abzug 1960er Jahre,
auf chamoisfarbenem Maschinenbütten,
am unteren Plattenrand signiert : P. Wim(m)er.

SPÄTABZUG
von der Orig.-Platte aus den 1960-er Jahren,
von Paula Wimmer (im Alter) signiert;
typisch der dicke Bleistift und die Merkmale einer älteren Hand.

Darstellung/Plattenrand : 16,7 × 23,5 cm
Blatt : 26,5 × 34 cm

In sehr schöner, breitrandiger Erhaltung.

Vorliegendes Blatt läßt die frühe Schule bei Max Feldbauer noch erkennen.

Unterstützung fand sie auf ihrem Weg in die Moderne (d.h. Expressionismus) u.a. durch Paul Westheim, Paul Cassirer u. Fritz Gurlitt.

Das Gros der Graphiken (Paula Wimmers) scheint … im Zeitraum von 1910 bis 1930 anzusiedeln sein, die nochmals in den sechziger Jahren von Paula Wimmer in Gedenkmappen für Alfred Kubin, Paul Westheim, Paul Cassirer und Marie Janssen zusammengefaßt wurden.” (vgl. Elisabeth Boser u.a.: Paula Wimmer 1876-1971. “Ich spielte mit Farben Theater”. – Eine Ausstellung des Zweckverbandes Dachauer Galerien und Museen 24. November 1994 bis 25. Januar 1995, S. 21, ein Beitrag von Birgitta Unger-Richter). – Zu den versch. Gedenkmappen, s. S. 63.

65 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Blick auf den Tegernsee. - Aquarell, signiert

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Blick auf den Tegernsee”

Aquarell, unten rechts signiert
sowie rückseitig betitelt.

Um 1925-1930.

Darstellung/Blatt : 35 × 49,8 cm.

Das Aquarell auf starken Unterlagekarton alt/gekonnt aufgezogen (offensichtl. vom Künstler selbst).

Die Signatur sitzt etwas knapp am rechten Außenrand.
Insgesamt in schöner Erhaltung.





Helmut Diller (1911 - 1984) : Jaguar (Panthera onca). - Farboffset, 1880, numm./signiert

Helmut Diller (1911 – 1984) :

Jaguar (Panthera onca)

Farboffset auf glattem Karton, 1980,
handschriftlich nummeriert (Nr. 50 von 450 Expl.) und signiert.

Innerhalb der Darstellung (unten links) bezeichnet :
Hellmut Diller / C(opyright) München 1980.

Darstellung : 41 × 51
Blattmaß : 60 × 70 cm

Die Darstellung in schöner, frischer Erhaltung.
Darstellungsrand des sehr breitrandigen Blattes etwas lichtschattig.

Sohn des Bildhauers Fritz Diller, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München, v.a. Tiermaler.

Color offset, numbered (50 of 450 copies), signed with pencil. Slight light shade around the image.

48 EUR





Helmut Diller (1911 - 1984) : Sibirischer Tiger (Panthera tigris altaica). - Farboffset, 1980. - Nummeriert/signiert

Helmut Diller (1911 – 1984) :

Sibirischer Tiger (Panthera tigris altaica)

Farboffset auf glattem Karton, 1980,
handschriftlich nummeriert (Nr. 50 von 450 Expl.) und signiert.

Innerhalb der Darstellung (unten rechts) bezeichnet :
Hellmut Diller / C(opyright) München 1980.

Darstellung : 38 × 51 cm
Blattmaß : 60 × 70 cm

Die Darstellung in schöner, frischer Erhaltung.
Darstellungsrand des sehr breitrandigen Blattes etwas lichtschattig.
An den oberen und unteren Blattränder minimal wellig.

Sohn des Bildhauers Fritz Diller, studierte an der Akademie der Bildenden Künste
in München, v.a. Tiermaler.

Color offset, numbered (50 of 450 copies), signed with pencil. Slight light shade around the image, Sheet slightly wavy to the outer broad margins.

48 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Kapelle im Sertigtal bei Arosa. - Farblithographie, um 1920-1925

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Kapelle im Sertigtal bei Arosa

Im Vordergrund Skispuren im unberührten, frischen Schnee.

Die topographische Bestimmung ergibt sich anhand eines ortsbezeichneten Kessler-Aquarells. Aus dem Nachlaß von Carl Kessler.

Farblithographie, um 1920-1925.

Ohne Signatur, auch keine Bezeichnung in der Platte, evtl. ein Probe- bzw. Zustandsdruck.

Darstellung : 30 × 41 cm
Blatt : 34 × 46 cm (an den Blatträndern jeweils Passerkreuze).

Die Darstellung minimal altfleckig, besonders vorne rechts, dort auch kleine Schabspuren und eine mäßige Papierausdünnung. Die Blattränder etwas deutlicher altfleckig, mit Knickspuren und einer Kantenläsur oben.
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90 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Kitzbühel/Tirol. - Farblithographie, ca. 1912

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Kitzbühel (Tirol)

Farblithographie, um 1912.

Unten rechts in der Platte bezeichnet,
sowie mit faksimilierter Ortsbezeichnung und Signatur (keine Handsignatur).

Verlag von B.G. Teubner in Leipzig / Deutsche Künstler-Steinzeichnungen Nr. 263 /
„Druck von Klein & Volbert München“

Darstellung : 30 × 41 cm
Blatt (breitrandig) : 38 × 51 cm.

Erhaltung :
In der linken oberen, äußersten Blattecke kleine Knickspur,
am Blattoberrand wenige minimale Bereibungen.
In der untersten linken Blattecke minimaler Blattabriß.

Die Darstellung in unberührt schöner Erhaltung.

Biogramm : 1876 in Coburg geboren. Besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst, V, 458 f.

Literatur : Winfried Müller : Die Deutsche Künstlersteinzeichnung 1896–1918. Farbige Originallithografien und die Heimat- und Kunsterziehungsbewegung um 1900 (= Spurensuche. Geschichte und Kultur Sachsens, Sonderband 1), Dresden 2020. – S. 268 u. 378.

285 EUR





[Anonymus] : Zweig der Stechpalme (Ilex). - Aquarell, um 1900

[Anonymus] :

Stechpalme (Ilex)

Aquarell auf leichtem Karton, um 1900.
Ohne jede Bezeichnung.

Blattmaß : 19 × 13 cm.
Die vier Reißnagelspuren in den Ecken zeigen an, dass
das Blatt nicht beschnitten wurde.

Schöne, farbfrische Erhaltung der Darstellung selbst,
Rückseitig Reste von Seidenpapier am linken Rand.

Stechpalme (Ilex), auch Hülsdorn, Stechhülsen, Winterbeeren, Christdorn, Schradler, Familie d. Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae).

48 EUR





Franz Reinhardt d. Aeltere (1881 Helmstedt/Braunschweig-1946 Kempten/Lenzfried) : Skizzenbuch, um 1910-1911

Franz Reinhardt d. Aeltere (1881 Helmstedt/Braunschweig-1946 Kempten/Lenzfried)

Skizzenbuch,
etwa um 1910-1911 (zwei Blätter dat. 1910 und 1911).

20 × 13 cm, Leinen mit Schließbänder (Einband deutlich altfleckig),
mit etwas über 25 knappen Bleistiftstudien, meist Portraits, meist monogrammiert “FR”, zweimal findet sich auch der ausgeschriebene Nachname “Reinhardt” bzw. “F. Reinhardt”.

Franz Reinhardt der Ältere, ab 1900 an der Akademie München bei Gabriel von Hackl, Wilhelm von Diez und Franz von Stuck, Mitarbeiter im “Simplicissimus”, der “Jugend” und der “Meggendorfer Blätter”, ab 1917 Mitglied der Münchner Sezession und im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands (vgl. H. Ludwig: Franz von Stuck und seine Schüler. – Villa Stuck München, 1989, S. 123-125 (mit Abb. einschl. Signatur) u. 357.

Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Franz Reinhardt (d. J.), München 1904-1965.

75 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Frühling im Alpenvorland / Bedediktenwand. - Aquarell, ca. 1925-1935

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Frühling im Alpenvorland / Bedediktenwand

Aquarell, signiert,
um 1925-1935.

Darstellung/Blatt : 36,5 × 50,7 cm.

In schöner, frischer Erhaltung. Aus dem Nachlaß.

155 EUR





Johann Michael Schmitt (1878 Sulzthal/Kissingen - 1943 München) : Farbenskizze zur Ausmalung der Pfarrkirche Kircheiselfing (Eiselfing, bei Wasserburg a. Inn). - Aquarell, 1926

Johann Michael Schmitt (1878 Sulzthal/Kissingen-1943 München) :

“Farbenskizze zur Ausmalung der Pfarrkirche Kircheiselfing … München 1926”

Aquarell, tls. mit Deckweiß gehöht, bez. “Jo. Mich. Schmitt, Kunstmaler”.

Blattmaß : 58 × 33,5 cm

Das große Blatt mittig gefaltet.
Mit Handhabungsspuren : Papierfalten, wenige zentimeterlanger Randriß, dort auch angestaubt, gering stockfleckig.

Auf der Rückseite handschriftlicher Vermerk : “nicht (mehr?) erhalten” (sic).

22 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Herbst im Karwendel/bei Garmisch. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Im Karwendel – Herbst bei Garmisch”

Aquarell, unten rechts signiert.
Um 1925-1935.

Bildmaß : 36,5 × 51 cm.
Auf stark gernarbtem, festen Schoeller-Parole Aquarellpapier.

Einige wenige kleine Stockfleckchen in der Himmelspartie,
die linke und rechte oberste Ecke (außerhalb der Darstellung) rückseitig verstärkt. – An der Unterkante links kleine Druckstelle (außerhalb d. Darstellung).

Insgesamt ins sehr ansprechender, farbfrischer Erhaltung,
noch nie gerahmt, daher auch kein Lichtrand etc.

Vita : Besuch der Kgl.-Sächsischen Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lex. der Münchner Kunst, V, 458 f.

155 EUR





Carl Jacob Frankenbach (1861 Oberrod/bei Idstein - 1937 Wiesbaden) : Ein Besuch (Ein Einsiedler-Zwerg wird von einer Waldnymphe besucht). - Zeichnung auf Aluplatte (als Vorlage für Illustration)

Carl Jacob Frankenbach (1861 Oberrod/bei Idstein – 1937 Wiesbaden) :

“Ein Besuch”

Ein Einsiedler-Zwerg wird von einer Waldnymphe
vor seiner Behausung besucht.

Zeichnung auf Aluplatte, um 1900.
Spiegelverkehrt, wie an der Schrift erkennbar;
beim Druck dann seitenrichtig.

Bildmaß : 19,5 × 11 cm
Rahmen : 28 × 19 cm

Auf der Rahmenabdeckung : “Der Besuch / Zeichnung von C. J. Frankenbach /
in Wiesbaden. / Original auf Aluminium / für algraphische Reproduktion”.

(Algraphie, ein Flachdruckverfahren, ähnlich der Lithographie).

In zeitgenössisch-altem Rahmen. Die Platte mit der Zeichnung unter Glas in bester Erhaltung (ungeöffnet). Die Rahmung mit deutlichen Altersspuren, insgesamt aber doch angenehmer Altersschmelz.

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Vita : “Frankenbach, Carl Jacob, dt. Maler, Zeichner, Illustrator, *17.10.1861 Oberrod b. Idstein, †7.11. (6.2. lt. Hartmann) 1937 Wiesbaden. – Stud.: zunächst TH (Archit.), dann AK München bei Alois Gabl und Hermann von Herterich (Malerei); KA Berlin bei Woldemar Friedrich. Anschl. Weiterbildung in der Malschule von Alois Erdtelt in München, bei Moritz Röbbecke und in Antwerpen. Ab 1896 in Wiesbaden tätig. – Erzählerisch-detailreiche, stimmungsvolle, auch humorvolle und z.T. an Heinrich Zille erinnernde Zchngn und Ill. (u.a. für den Alt-nassau. Kalender und zu Mundartgedichten von Rudolf Dietz) mit Nassauer Originalen und volkstüml. Motiven; bek. auch durch Trachten- und Uniformbilder (u.a. Soldatenmalheft, Mainz 1907) sowie Portr. von Militärs …” (AKL XLIV, 2005).

“Frankenbach, Carl Jacob, Porträtmaler in Wiesbaden, geb. am 17. 10. 1861 zu Idstein, Schüler von Gabl u. Herterich in München, von W. Friedrich in Berlin, studierte dann eine Zeit lang in Antwerpen. Er ist als Illustrator, besonders aber als Bildnismaler von Offizieren tätig; Arbeiten von ihm besitzen die Großherzöge von Mecklenburg-Strelitz u. von Luxemburg, S. M. S. Nassau, die Militärkasinos in Mainz, Wiesbaden etc. Jansa, Dtsche bild. Kstler in Wort etc., 1912.” (Thieme-Becker, XII, 1916, 380).





[Anonymus] : Aus alter Zeit. - Scherenschnitt, 1. Drittel 20. Jh.

[Anonymus] :

“Aus alter Zeit”

Scherenschnitt,
betitelt und signiert
(die Signatur nicht entziffert; das Blatt wurde in Klagenfurt erworben),
wohl 1. Drittel 20. Jh.

Darstellung : 7 × 14,4 cm
Unterlagekarton : 16 × 24 cm

Ein wenig altfleckig, insgesamt wohlerhalten mit feinem Altersschmelz.
Fein, die in der Entfernung auftauchende Ritterburg auf hohem Fels (= ein zweiter Schnitt hinter dem Transparentpapier).

20 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Frühling bei Schlattan (Gschwandtnerbauer/Wörner/Karwendel)

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Frühling im Karwendel

Beim Gschwandtner Bauer (Wörner).

Aquarell, signiert, um 1925-1935.

Darstellung/Blatt : 36,5 × 51 cm.

Erhaltung :Zwei kleine Randeinrisse (5 und 10 Millimeter tief) professionell geschlossen. Die unteren Ecken zu Verstärkung mit Japan hinterlegt.

Außer den unwesentlich kleinen Mängeln sehr schöner Erhaltung; farbfrisch wie am ersten Tag. Immer in Mappen aufbewahrt.

Diesen Blick im Frühling hat C. Kessler mehrfach in Farb- und Größenvarianten gemalt.

Zur Abbildung : Der Vordergrund zeigt sich auf dem Aquarell deutlich satter, grüner als auf dem Scan (die Detailabb. kommt näher hin).

125 EUR





Walter Buhe (1882 Aschersleben-1958 Leipzig) : Wilnaer Judenfriedhof (Wilna/Vilnius) - Lithgographie, ca. 1916

Walter Buhe (1882 Aschersleben-1958 Leipzig) :

“Wilnaer Judenfriedhof”

Lithographie/Steinzeichnung, um 1916.

In der Platte bezeichnet u. dat. 1916 (keine Handsignatur):

Am Unterrand das Signet der Berliner Secession
sowie nochmals die Künstlerbezeichnung und der Titel.

Blatt aus der 25. Folge von “Krieg und Kunst. Original-Steinzeichnungen der Berliner Sezession”, im Verlag bei Julius Bard, Berlin. Erschienen von 1915-1918.

Darstellung : ca. 28 × 23 cm
Blattmaß : 42 × 33,5 cm

Im Geäst schwacher Braunfleck (s. Pfeile), winziges Fleckchen außerhalb der Darstellung oben. Insgesamt ansprechendes Exemplar in vollrandiger Erhaltung.

Liauen/Vilnius/Judaica/Litauische Juden/Jerusalem des Norden

65 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Nürnberg/Weinstadel. - Bleistift, 1902

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Nürnberg (Weinstadel und Wasserturm an der Pegnitz)

Bleistift (auf grünlich/graurem Tonpapier), 1902.
Signiert, ortsbezeichnet und datiert.

Darstellung : ca. 17 × 29 cm
Blattmaß : 23 × 32,5 cm

In der linken Blattseite (außerhalb der Darstellung) Papierknicke.
Zwei kleine Rostfleckchen am linken Darstellungsrand (kurz oberhalb der Gebäulichkeiten)





Marc Chagall (Witebsk 1887 - 1985 St. Paul de Vence) : "Jesaja" (Die Propheten). - Farblithographie, aus BIBLE I, 1956

Marc Chagall (Witebsk 1887 – 1985 St. Paul de Vence) :

  • “Jesaja” (Die Propheten).

Farblithographie, 1956.

Aus : BIBLE I,
VERVE, vol. VIII, nos. 33 et 34.
Hrsg. v. Tériade. Druck bei Mourlot, Paris.

Nicht handsigniert, nicht nummeriert.
Auflage : 6500 Exemplare.

Darstellung/Blattgröße : 35,5 × 26,2 cm.

In sehr schöner, vollrandiger Erhaltung (am rechten Blattrand minimalste Einheftungsspuren als Zeichen der Vollrandigkeit und auch Echtheit).

Rückseitig eine schwarz/weiß Lithographie (Mourlot Nr. 146), s. Abb.

Noch nie gerahmt oder unter Passepartout,
deshalb auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

Werkverzeichnis : Mourlot Nr. 141.

145 EUR





Heinz Dress (Riedlingen/Donau (*1952) : Turm der Bilder. - Farbholzschnitt, 1996, nummeriert, signiert

Heinz Dress (Riedlingen/Donau (*1952)

“Turm der Bilder” (Galerie im Untern Tor, Bietigheim)

Farbholzschnitt auf “Johannot”-Bütten, 1996.

Signiert und nummeriert : Nr. 33 von insgesamt 100.

Darstellung : 70 × 32 cm
Blattmaß : 76 × 56 cm

Aus der Extra-Suite zum Bietigheimer Holzschnitt-Kalender auf das Jahr.
Nicht zu verwechseln mit der Kalender-Ausgabe auf einfachem Werkdruckpapier.

In blütenfrischer, vollrandiger Erhaltung.

Auf der Abb. erscheint das Blatt mit einem Graustich, in natura aber ist es hellweiß.

95 EUR





Erich Büttner (1889 Berlin-1936 Freiburg/Br.) : Arno Holz (Portrait). - Lithographie, ca. 1916

Erich Büttner (1889 Berlin-1936 Freiburg/Br.) : Arno Holz (Portrait)

Lithographie/Steinzeichnung, um 1916.

In der Platte bezeichnet (keine Handsignatur):

Am Unterrand das Signet der Berliner Secession
sowie nochmals die Künstlerbezeichnung und der Titel.

Blatt aus der 28. Folge von “Krieg und Kunst. Original-Steinzeichnungen der Berliner Sezession”, im Verlag bei Julius Bard, Berlin. Erschienen von 1915-1918.

Darstellung : ca. 26 × 21 cm
Blattmaß : 42 × 33 cm

In vollrandiger Erhaltung; das begrenzte Scannermaß kann das Blatt nicht ganz zeigen (selbstverständl. ist die Beschriftung am Unterrand in natura nicht angeschnitten).

In der Darstellung lediglich am rechten Arm und der rechten Hand kleine Altersfleckchen, sonst nur im breiten/weißen Rand schwache Stockfleckchen.

48 EUR





Johann Michael Schmitt (1878 Sulzthal/Kissingen-1943 München) : Entwurf für das Chorfresko der Pfarrkirche Biessenhofen. - Aquarell

Johann Michael Schmitt (1878 Sulzthal/Kissingen-1943 München) :

Entwurf
für das Chorfresko der Pfarrkirche Biessenhofen.

Aquarell, tls. mit Deckweiß gehöht.

Nicht signiert, jedoch zweifelsfrei zuschreibbar.
Das Blatt stammt aus einem kl. Konvolut von J.-M.-Schmitt-Entwürfen aus dem Nachlaß (tls. signiert).

Darstellung : 20 × 15 cm
Blattmaß : 22 × 17,5 cm

Auf kräftigem, genarbten Papier. Die weißen Blattränder minimal angestaubt, die Darstellung frisch/schön erhalten. Schwache Spuren von Bleistiftquadrierung.

Das Blatt rückseitig von jüngerer, aber offensichtlich kundiger Hand ortsbezeichnet

95 EUR





Tanna Kasimir-Hoernes (1887 Graz - 1972 Wien) : FORNI IM ASTICOTAL . - Farblithographie

Tanna Kasimir-Hoernes (1887 Graz – 1972 Wien) : Forni im Asticotal.

Farblithographie/Künstlersteinzeichnung, 1918.

Nicht signiert, lediglich im Stein ortsbezeichnet.

Blatt aus der<seltenen Folge/Mappe :
Tanna und Luigi Kasimir. Aus unserer Wandermappe. 1918.
Das Titelblatt der Mappe mit Nr. 15 bezeichnet (siehe Abb.)

Darstellung : 22 × 23 cm
Blatt : 26 ×27 cm
Das Blatt orig. an den seitlichen Ecken unter schlichtes Orig.-Passepartout montiert : 32 × 38,5 cm (Das Orig.-Passepartout wurde etwa zur Hälfte getrennt, da sich auf dem unteren Teil eine topogr. nicht zugehörige weitere Ansicht befand).

Die Darstellung in unberührt schöner Erhaltung.
Das Passepartout fleckig u. bestoßen.

Lediglich zur Dokumentation der Authentizität wird eine Abb. des Titelblattes mit der Nummerierung gezeigt. Diese ist jedoch nicht Gegenstand des Angebotes.

Vita : “Kasimir-Hoernes Johanna (Tanna), * 31. Jänner 1887 Graz, † 16. Juni 1972, Wien 19, Himmelstraße 40, Graphikerin, Malerin, Gattin (31. August 1911) Luigi Kasimirs. Sie studierte 1905-1908 an der Kunstschule für Frauen und Mädchen (bei Ludwig Michalek) und entwickelte mit ihrem Gatten eine spezielle Kaltnadeltechnik. Sie bereiste die ganze Welt. Ihre Arbeiten gehören zu den letzten bedeutenden im Stil der Wiener Vedute.”

45 EUR





Franz Heckendorf (1888 Berlin - 1962 München) : Vor Saloniki. - Farblithographie, ca. 1916

Franz Heckendorf (1888 Berlin – 1962 München) : “Vor Saloniki”

Farbige Lithographie/Künstlersteinzeichnung, um 1916.

In der Platte bezeichnet : “F. Heckendorf vor Saloniki (19)16”.
Am Unterrand das Signet der Berliner Secession sowie nochmals der Titel.

Blatt aus der 29. Folge von “Krieg und Kunst. Original-Steinzeichnungen der Berliner Sezession”, im Verlag bei Julius Bard, Berlin. Erschienen von 1915-1918.

Darstellung : 19 × 25 cm
Blattmaß : 41,5 × 33,2 cm

Einige wenige schwache Stockflecken in der Darstellung (3 oben links sowie 1 vorne mittig). Ansprechender, unberührter Altersschmelz.

35 EUR






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