Luigi Kasimir (*1881) : Wien. - Farblithographie, 1918
Luigi Kasimir (1881 Pettau-1962 Wien) :
Wien
Farblithographie, 1918.
Nicht handsigniert, lediglich im Stein ortsbezeichnet u. datiert.
Blatt aus der seltenen Folge/Mappe :
Tanna und Luigi Kasimir. Aus unserer Wandermappe. 1918.
Das Titelblatt der Mappe mit Nr. 15 bezeichnet (siehe Abb.).
Darstellung : 12 × 25 cm.
Blatt : 16 × 28 cm (vollrandig).
Darstellung und ganzes Blatt in schöner Erhaltung.
An den seitlichen Blattecken (außerhalb der Darstellung) original unter Passepartout montiert. Das schlichte Passepartout mit Handhabungsspuren (Fingerknicke) sowie etwas angestaubt. Bislang in Orig.-Mappe eingelegt.
Lediglich zur Dokumentation der Authentizität wird eine Abb. des Titelblattes mit der Nummerierung gezeigt. Dieses ist jedoch nicht Gegenstand des Angebotes.
Vita : “Luigi Kasimir (eigentl. Alois Heinrich), geb. 1881 in Pettau/Untersteiermark. 1900 bis 1905 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien. 1905 Ausstellunger im Wiener Künstlerhaus. – 1911 Heirat mit der Künstlerin Tanna Hoernes (geb. 1887 in Graz, gest. 1972).“
40 EUR
Carl Kessler (*1876): In den Bergen - Aquarell
Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :
In den Bergern (wohl Schweizer Alpen).
Aquarell (Studie), nicht signiert, jedoch rückseitig mit Atelierstempel
Darstellung/Blatt : 21 × 29 cm.
Am oberen Blattrand mittig winziges Löchlein, sonst in unberührter Erhaltung.
Der Himmel ist auf dem Aquarell deutlich heller/freundlicher als auf dem Scan.
115 EUR (reserviert)
Carl Kessler (*1876): Hoher Göll/Berchtesgaden - Aquarell
„Hoher Göll“
Aquarell. Nicht signiert, jedoch eigenhändig ortsbezeichnet
sowie rückseitig mit Nachlaßstempel.
Nicht datiert : um 1915-1925.
Blattgröße : 13,5 × 19 cm – Unterlagekarton : 20 × 26,5 cm
Vom Künstler eigenhändig sauber auf Untersatzkarton montiert. In schönster, farbrischer Erhaltung. Immer in Mappen aufbewahrt.
Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).
125 EUR (reserviert)
Stefano della Bella (*1610 Florenz): Pilger - Radierung, 1642
Stefano della Bella (1610 Florenz 1664)
Rastender Pilger
Radierung,
Paris 1642.
Blatt 5 aus der Folge : Agréable diversité de figures.
In der Platte unten rechts „Israel ex(cudit)“,
darunter die Zahl „5“.
Darstellung/Plattenrand : 7,2 × 10,3 cm
Blatt : 9 × 12 cm
Von Stockflecken gereinigt, das Papier deshalb deutlich aufgehellt.
Mit zwei Papierfälzchen auf dünnes Unterlagepapier montiert,
Reste von zwei älteren Montagestreifen daneben
(eines davon minimalst auf die Vorderseite durschlagend, außerhalb des Plattenrandes).
Israel Henriet (1590 Nancy-1661 Paris), Herausgeber der Folge.
65 EUR
Robert Hammerstiel (*1933): New York bei Nacht - Farbholzschnitt
Robert Hammerstiel (*1933) : New York bei Nacht.
Sign., num.
Darstellung : 65 × 45 cm.
Vita : „Robert Hammerstiel (* 18. Februar 1933 in Werschetz im heute serbischen Banat) ist ein österreichischer Maler, Grafiker und Holzschneider. Hammerstiel findet durch zahlreiche Auszeichnungen internationale Anerkennung. Zwischen 1944 und 1947 war die banatdeutsche Familie Hammerstiel interniert, 1947 gelang ihr die Flucht nach Österreich. Dort war Hammerstiel neben seinem Broterwerb schon früh als Maler tätig. Neben der Darstellung von Motiven aus seiner Umwelt beginnt Hammerstiel, der sich selbst als „Überlebender von vielen Toten“ begreift, gegen Ende der 1960er Jahre seine traumatischen Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten.Zwischen 1959 und 1966 studierte er bei den Professoren Gerda Matejka-Felden, Robert Schmidt und Gerhard Swoboda in Wien. Im Jahr 1985 erhielt er den Berufstitel Professor, er lebt in Pottschach, Niederösterreich und in Wien. Hammerstiels Werk thematisiert die Menschenwürde, das Menschsein unter widrigsten Umständen, von inneren Ängsten getrieben. Er opponiert vehement gegen das Herrische im Menschen und in der Gesellschaft, er klagt still und zugleich stark Ungerechtigkeit und immerwährende Zustände von Gewalt und Terror an. Hammerstiel sucht die Wirklichkeit hinter der scheinbaren Wahrheit, und es sind Hass und Grausamkeit, gegen die er sich stellt.
Ausstellungen in Auswahl : * 1973 Wien, Künstlerhaus Wien * 1988 New York, Austrian Institute * 1991 Kairo, Museum für Moderne Kunst * 1993 Wien, Künstlerhaus Wien * 2002 Vršac (Werschetz), Nationalmuseum * 2006 Wien, Leopold Museum * 2007 Wien, Künstlerhaus Wien * 1973 Österreichischer Grafikpreis * 1985 Professor – Verleihung des Berufstitels * 1998 Goldenes Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst * 2005 Verleihung des Titels Ritter d. Ordens des hl. Papstes Silvester durch Papst Joh. Paul II. * 2005 Goldener Lorbeer d. Gesellschaft d. bild. Künstler Österreichs, Künstlerhaus Wien
Willem Paerels : Le visage de Liège en 1933 - Lithographien
Willem Paerels (1878-1962) : Le visage de Liège en 1933.
Nummeriertes Exemplar : Nr. LIX [59] von 90 Exemplaren.
Große Orig.-Leinenmappe mit 13 Lithographien,
alle Blätter signiert.
Hrsg. : Société royale des Beaux-Arts de Liège, 1933.
10 Ansichten + 3 Panoramen.
Jeweils mit einem transpartenten Titelblatt zu den Ansichten und Panoramen.
Blattgrößen je : 56 × 65 cm.
Die Mappe angestaubt und bestoßen. Die drei Innenklappen teils defekt (ein- bzw. stark angerissen). Die Transpartentpapier vor den Lithos teils etw. knittrig/faltig.
Die Lithographien selbst nur ganz vereinzelt mit unwesentlich leichten Handhabungsspuren und da meist nur im Randbereich des Papiers.
Die Darstellungen insgesamt in guter/sauberer Erhaltung.
220 EUR
Carl Kessler (*1876): Schleißheimer Moos - Aquarell
Carl Kessler (1876-1968) : „Schleißheim“ (Schleißheimer Moos).
Aquarell.
Unten rechts (kaum sichtbar) mit Bleistift eigenhändig ortsbezeichnet : „Schleißheim“.
Am rechten Blattrand Atelierstempel.
Rückseitig (auf Wunsch) Nachlaßstempel.
Nicht datiert : um 1920-1935.
Darstellung : 18,5 × 19 cm
Blatt : 19,5 × 26 cm
Der Bildausschnitt wurde vom Künstler mit Bleistift links u. rechts festgelegt.
Am linken und unteren Blattrand alte Papierüberklebung (kann von uns auf Wunsch fachgerecht entfernt werden).
Flüssige Studie in farbfrischer Erhaltung.
Noch nie gerahmt, daher auch keine Lichtränder etc.
Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).
Umgebung : Oberschleißheim, Unterschleißheim, Karlsfeld, Haimhausen, Garching bei München, Eching, Hebertshausen, Dachau (Dachauer Moos/Erdinger Moos), Ismaning, Unterföhring, Neufahrn bei Freising, Fahrenzhausen, Röhrmoos
75 EUR
Carl Kessler (*1876): Obergurgl, Ötztal/Tirol - Aquarell
Carl Kessler (1876-1968) :
„(B)ei Obergurgl / Ötztal“.
Aquarell über Bleistift (Studie).
Nicht signiert, jedoch bildseitig ortsbezeichnet
sowie rückseitig mit Nachlaßstempel.
Blatt : 16,5 × 22,5 cm
Nicht datiert : ca. 1920-1935.
Erhaltungsmangel :
Im unteren Bildbereich schräg verlaufende, deutliche Knickspur
(s. Pfeile in der Abb. der Rückseite).
Zur Abbildung :
In natura ist das Aquarell deutlich farbfrischer und intensiver als in der Abb.
Umgebung : Murnau am Staffelsee, Spatzenhausen, Seehausen am Staffelsee, Obersöchering, Großweil, Habach, Eglfing, Uffing am Staffelsee, Ohlstadt, Antdorf, Sindelsdorf, Schlehdorf, Huglfing, Iffeldorf, Eberfing, Kochel am See, Schwaigen
65 EUR
Carl Kessler (*1876): Schleißheimer Moos - Aquarell
Carl Kessler (1876-1968) : „Schleißheim“ (Schleißheimer Moos).
Aquarell.
Unten rechts mit Bleistift eigenhändig ortsbezeichnet : Schleißheim.
Ebenda geringe Reste des Atelierstempels von C. Kessler.
Rückseitig auf dem Unterlagekarton Nachlaßstempel.
Nicht datiert : um 1920-1930.
Blattgröße/Darstellung : 18 × 23 cm
Unterlagekarton : 27 × 32 cm
Flüssige Studie in farbfrischer Erhaltung.
Noch nie gerahmt, daher auch keine Lichtränder etc.
Der Unterlagekarton an der rechten oberen Ecke mit leichter/unwesentl. Knickspur, die Kanten desselben gering bestoßen.
Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).
Umgebung : Oberschleißheim, Unterschleißheim, Karlsfeld, Haimhausen, Garching bei München, Eching, Hebertshausen, Dachau (Dachauer Moos/Erdinger Moos), Ismaning, Unterföhring, Neufahrn bei Freising, Fahrenzhausen, Röhrmoos
85 EUR
Eichstätt : Der Heilige Willibaldus - Kupferstich, Rassler, 1714
„Der Heilige Willibaldus Bischoff zu Eychstätt“ (Hl. Willibald/Eichstätt)
Kupferstich bei Maximilian Rassler SJ :
Heiliges Bayer-Land, 1714.
Gestochen von „Jeremias Kilian“ (bez. unten mittig).
Zuerst erschien das Werk unter Matthaeus Rader SJ in Latein unter dem Titel
„Bavaria Sancta Et Pia“ in 4 Bänden von 1615–1628.
Die Entwürfe für die Stiche in dem Werk stammen meist
Peter Candid u. Matthaeus Kager. Die Ausführung in Kupferstich
lag meist bei Raphael Sadeler d. Älteren u. Jüngeren.
Darstellung (einschl. gestochener Schrift) : 22 × 15,5 cm
Blatt : ca. 32 × 20 cm
Sehr schöner gratiger Abzug mit ganz feinem Altersschmelz.
75 EUR
Carl Kessler (*1876): Möserersee/Telfs - Aquarell
Carl Kessler (1876-1968) : „Mösernsee“
Kleines Aquarell, nicht signiert,
jedoch rückseitig mit Nachlaßstempel sowie bildseitig eigenhändig ortsbezeichnet : „Mösernsee“
Nicht datiert : um 1920-1930
Blattgröße : 15,3 × 19,3 cm
Vom Künstler auf Unterlagekarton montiert, dieser fleckig und teils faltig.
Das Blatt mit dem Aquarell davon ganz unberührt – könnte auch ganz leicht von der Unterlage gelöst werden.
Farbfrisch wie am ersten Tag. Noch nie gerahmt, daher keine Lichtränder etc.
Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).
Mösern, Mittelinntal, Nordtirol, Telfs, Bezirk Innsbruck Land, Friedensdorf, Wildmoosalm
Tirol, Tirolensien
75 EUR (reserviert j/f)
Robert Hammerstiel (*1933): Wasservögel - Holzschnitt
Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Große Wasservögel
Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.
- Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.
Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.
Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.
In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.
“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).
85 EUR
Robert Hammerstiel (*1933): Wasservögel - Holzschnitt
Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Wasservögel
Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.
- Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.
Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.
Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.
In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.
“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).
95 EUR
Robert Hammerstiel (*1933): Vögel - Holzschnitt
Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Vögel
Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.
- Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.
Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.
Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.
In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.
“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).
85 EUR
Robert Hammerstiel (*1933): Die Kröte - Holzschnitt
Robert Hammerstiel (*1933) : Die Kröte
Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.
- Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.
Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.
Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.
In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.
“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).
85 EUR
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