Ernst Fuchs (1930 - Wien - 2015) : Po Molly. - Radierung, sign.
Ernst Fuchs (1930 – Wien – 2015) :
„Po Molly“
Farb. Radierung,
am unteren Plattenrand links Auflagenbezeichnung : Exemplar Nr. 151 von 500.
Unten rechts handsigniert : Ernst Fuchs
Darstellung (Plattenrand) : 41 × 25,2 cm
Blatt : 60 × 43,5 cm
Die Darstellung in schöner Erhaltung.
Das breitrandige Blatt an allen 4 Ecken (deutlich außerhalb der Darstellung)
mit sehr merklichen Spuren früherer Verklebung unter einem Passepartout (s. Abb. mit Pfeilen).
Wiener Schule des Phantastischen Realismus
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245 EUR
Rudolf Ackermann (1936-2026): Pferd/Reiter - Holzschnitt, 1999
Rudolf Ackermann (1936 Broumov/Braunau-2026 Eichstätt) :
Pferd und Reiter
Holzschnitt, 1999
Auf kräftigem Papier.
Unten links bezeichnet „Probe“, unten re. signiert.
Blatt : 59 × 69 cm
Rudolf Ackermann, geboren in Broumov (Braunau), Ostböhmen.
Von 1957-1961 Akademie der Bildenden Künste in München,
1961-1978 Kunsterzieher an Gymnasien,
ab 1972 Kunstdozent an der Katholischen Universität Eichstätt.
Wir sind stets am Ankauf von Werken Eichstätter & Ingolstädter Künstler interessiert,
desgleichen an Bildern mit Ansichten von Eichstätt, Ingolstadt und Altmühltal (z.B. Dollnstein, Beilngries, Kipfenberg u.a.)
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125 EUR
Carl Kessler (*1876): Wetterstein/Alpspitze - Aquarell
Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :
„Wetterstein mit Alpspitze“ im Winter
Sehr großes Aquarell, unten rechts signiert : Carl / Kessler / München.
Zur Signatur : Carl Kessler hat im Alter oft seine Arbeiten nocheinmal durchgesehen und dann diese teils erst betitelt und signiert.
So ist zu verstehen, dass die Signatur doch recht zittrig wirkt und deutlich jünger erscheint als das Aquarell. Die Authentizität der Arbeit steht außer Zweifel, da wir das Blatt (zusammen mit vielen anderen) unmittelbar aus dem Nachlaß bekommen haben.
Rückseitig eigenhändig betitelt.
Nicht datiert : ca. 1925-1940.
Blattmaß : 50,5 × 73 cm.
Einge minimale Fleckchen den Rändern -
aus dem üblichen Betrachterabstand nicht merklich.
Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913. – Horst Ludwig (Hrsg.): Lexikon der Münchner Kunst (Bruckmann).
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165 EUR (reserv.)
Paul Wilhelm Tübbecke (1848 Berlin-1924 Weimar): Wallendorfer Mühle/Weimar. - Bleistift
Zuschreibung : Paul Wilhelm Tübbecke (1848 Berlin – 1924 Weimar)
„Wallendorfer Mühle b(ei) Weimar“
Bleistiftzeichnung,
am Unterrand rechts ortsbezeichnet sowie (nicht eindeutig) datiert : 18(6?)8
Auf bräunlichem und zudem noch etwas nach-gebräuntem Papier (siehe Rückseite).
Einzelne Partien weißgehöht.
Blatt/Sichtmaß : 13 × 17 cm
Unter Passepartout (etwas wellig) montiert.
Die Zeichnung wurde von uns ausgerahmt, der defekte Rahmen entfernt,
dabei aber die beschriftete Rückenabdeckung (s. Abb.) belassen.
Vita : „Tübbecke studierte zunächst an der Berliner Akademie und anschließend in Weimar bei Ferdinand Pauwels und Max Schmidt. 1873 war er in Dresden Schüler von Ludwig Richter und von 1874 bis 1880 bei Theodor Hagen an der Großherzoglichen Kunstschule Weimar. Sein Werk umfasst überwiegend Gemälde und Radierungen von Landschaften. Es weist auf einen Einfluss durch den Landschaftsmaler Karl Buchholz hin. Er gilt als typischer Vertreter der Weimarer Malerschule und widmete sich insbesondere der Darstellung von Motiven aus der Umgebung Weimars. Auf Anregung von Paul Baum hielt sich Tübbecke in der zweiten Hälfte der 1880er Jahre wiederholt in München und in der Künstlerkolonie Dachau auf. Tübbecke wurde 1902 zum Professor der Kunstschule Weimar ernannt. Tübbecke hatte seit 1903 seine Wohnung und Atelier in der Gartenstraße 8, der heutigen Abraham-Lincoln-Straße 8“
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145 EUR
Karl Johne (Kratzau/Böhmen 1887-1959 Weilburg): Am Heideteich - Farbholzschnitt
Karl Johne (Kratzau/Böhmen 1887-1959 Weilburg/Lahn) :
„Am Heideteich“
Farbholzschnitt,
mit Bleistift betitelt und signiert.
Darstellung : 31,5 × 45,5 cm
Unter Glas alt gerahmt.
„Heideteich“, eine topogr. Benennung, die häufiger zu finden ist :
Vermutlich handel es sich um „Břehyňský rybník (deutsch Heideteich), einem Stausee in Nordböhmen, Tschechien. Er befindet sich drei Kilometer nordöstlich von Doksy, zwischen Doksy (Hirschberg am See) und Mimoň. Der flache See liegt auf moorigem Terrain und ist von einem breiten Schilfgürtel umgeben. – Doksy (deutsch Hirschberg am See) ist eine Stadt im Okres Česká Lípa (Böhmisch Leipa) im Liberecký kraj in Tschechien/Böhmen (vgl. Wikip.)
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Abholung in Wasserburg am Inn bzw. Buch am Buchrain jederzeit möglich.
295 EUR
Ernst Arnold Bauer (1949 Linz-2022 Rieshofen/b. Eichstätt): Eichstätt/Dom/Hl. Willibald - Farbstifte
Prof. Ernst Arnold Bauer (1949 Linz – 2022 Walting-Rieshofen/bei Eichstätt) :
Eichstätt : Dom & Hl. Willibald (Capriccio)
Farbstifte auf leichtem Karton
unten rechts signiert : Ernst Arnold (1989).
Darstellung : ca. 8,5 × 6,5 cm
Karton : 13 × 13,5 cm (schräg zugeschnitten)
Links von den Domtürmen ein bräunlicher Streifen,
rechts stecknadelkopfkleines Fleckchen.
Zu Leben & Werk des Weltbürgers, der lange Jahre in Eichstätt/Altmühltal
gelebt & gearbeitet hat : https://www.art-pure.org
[SW : Eistettensien]
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(verk.)
Holzschnitt aus: Boccaccio, Decamerone, Straßburg, Hans Grüninger, 1509
Einzelblatt
mit einem (Doppel-)Holzschnitt
und Text (frühneuhochdeutsch), aus :
Giovanni Boccaccio : Decamerone
Blatt – CLXXIII – „Der achten tagreiß“ – „Die subende histori“
Wohl aus folgender Ausgabe :
Cento novella, das Buch der hundert nüwen Historien,
erschienen bei Hans / Johann(es) Grüninger,
Straßburg 1509 (Post-Inkunabel)
(vgl. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Sign. AD+S762)
Satzspiegel : 24 × 14,5 cm (zweispaltiger Druck).
1 Blatt (beidseitig bedruckt) : ca. 31 × 21 cm.
Erhaltung : Teils etwas wasserrandig und braunfleckig.
Die Blattränder mit Ein- und Abrissen.
„… Eine Sammlung von 100 Novellen, verfasst von Giovanni Boccaccio (1313-1375) zwischen 1349 und 1353. Heute gilt das Dekameron unbestritten als Ursprung der italienischen Prosa und als ein Werk, das zum Vorbild fast aller weiteren abendländischen Novellensammlungen geworden ist. Die Rahmenhandlung spielt in einem Landhaus in den Hügeln von Florenz, in das sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest geflüchtet sind, die im Frühjahr und Sommer des Jahres 1348 Florenz heimsuchte. Im Landhaus versuchen sie sich gegenseitig zu unterhalten, daher wird jeden Tag eine Königin oder ein König bestimmt, welcher einen Themenkreis vorgibt. Zu diesem Themenkreis hat sich nun jeder der Anwesenden eine Geschichte auszudenken und zum Besten zu geben. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novellen kehrt die Gruppe wieder nach Florenz zurück.
Hans Grüninger (um 1455-1532), eigentlich Johann Reinhard, stammte aus Schwaben und machte sich in Straßburg als Buchdrucker und Verleger selbstständig. Seine Lettern waren für ihre schöne Gestalt und Deutlichkeit bekannt. Die Holzschnitte erlangten eine hohe Qualität seit sein Bruder Markus Reinhard und andere Künstler diese fertigten. Er druckte gut 300 größere Werke und zahlreiche Flugschriften, die er in der Regel auch selbst verlegte. Außer der Offizin hatte er auch einen Verkaufsstand direkt am Straßburger Münster. (s. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln).
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35 EUR
Holzschnitt aus: Boccaccio, Decamerone, Straßburg, Hans Grüninger, 1509
Einzelblatt
mit einem (Doppel-)Holzschnitt
und Text (frühneuhochdeutsch), aus :
Giovanni Boccaccio : Decamerone
Blatt – CLI – „Die fünffte histori“ – „Die fünffte histori“
Wohl aus folgender Ausgabe :
Cento novella, das Buch der hundert nüwen Historien,
erschienen bei Hans / Johann(es) Grüninger, Straßburg 1509 (Post-Inkunabel)
(vgl. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Sign. AD+S762)
Satzspiegel : ca. 24 × 14,5 cm (zweispaltiger Druck).
1 Blatt (beidseitig bedruckt, rückseitig kein Holzschnitt) : ca. 31 × 21 cm.
Erhaltung : Teils etwas braunfleckig.
Am linken Rand Spuren grober Ausheftung aus dem Werk.
„… Eine Sammlung von 100 Novellen, verfasst von Giovanni Boccaccio (1313-1375) zwischen 1349 und 1353. Heute gilt das Dekameron unbestritten als Ursprung der italienischen Prosa und als ein Werk, das zum Vorbild fast aller weiteren abendländischen Novellensammlungen geworden ist. Die Rahmenhandlung spielt in einem Landhaus in den Hügeln von Florenz, in das sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest geflüchtet sind, die im Frühjahr und Sommer des Jahres 1348 Florenz heimsuchte. Im Landhaus versuchen sie sich gegenseitig zu unterhalten, daher wird jeden Tag eine Königin oder ein König bestimmt, welcher einen Themenkreis vorgibt. Zu diesem Themenkreis hat sich nun jeder der Anwesenden eine Geschichte auszudenken und zum Besten zu geben. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novellen kehrt die Gruppe wieder nach Florenz zurück.
Hans Grüninger (um 1455-1532), eigentlich Johann Reinhard, stammte aus Schwaben und machte sich in Straßburg als Buchdrucker und Verleger selbstständig. Seine Lettern waren für ihre schöne Gestalt und Deutlichkeit bekannt. Die Holzschnitte erlangten eine hohe Qualität seit sein Bruder Markus Reinhard und andere Künstler diese fertigten. Er druckte gut 300 größere Werke und zahlreiche Flugschriften, die er in der Regel auch selbst verlegte. Außer der Offizin hatte er auch einen Verkaufsstand direkt am Straßburger Münster. (s. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln).
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35 EUR
Holzschnitt aus: Boccaccio, Decamerone, Straßburg, Hans Grüninger, 1509
Einzelblatt
mit einem (Doppel-)Holzschnitt
und Text (frühneuhochdeutsch), aus :
Giovanni Boccaccio : Decamerone
Blatt CXXII – „Der funfften tagreiß“ – „Die subende histori“
Wohl aus folgender Ausgabe :
Cento novella, das Buch der hundert nüwen Historien,
erschienen bei Hans / Johann(es) Grüninger,
Straßburg 1509 (Post-Inkunabel)
(vgl. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Sign. AD+S762)
Satzspiegel : 24 × 15 cm (zweispaltiger Druck).
1 Blatt (beidseitig bedruckt) : ca. 31 × 21 cm.
Erhaltung : Teils braunfleckig und mit kleinen Fältchen.
Die Blattränder mit leichten Läsuren.
Linker Blattrand mit Spuren etwas grober Ausheftung.
„… Eine Sammlung von 100 Novellen, verfasst von Giovanni Boccaccio (1313-1375) zwischen 1349 und 1353. Heute gilt das Dekameron unbestritten als Ursprung der italienischen Prosa und als ein Werk, das zum Vorbild fast aller weiteren abendländischen Novellensammlungen geworden ist. Die Rahmenhandlung spielt in einem Landhaus in den Hügeln von Florenz, in das sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest geflüchtet sind, die im Frühjahr und Sommer des Jahres 1348 Florenz heimsuchte. Im Landhaus versuchen sie sich gegenseitig zu unterhalten, daher wird jeden Tag eine Königin oder ein König bestimmt, welcher einen Themenkreis vorgibt. Zu diesem Themenkreis hat sich nun jeder der Anwesenden eine Geschichte auszudenken und zum Besten zu geben. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novellen kehrt die Gruppe wieder nach Florenz zurück.
Hans Grüninger (um 1455-1532), eigentlich Johann Reinhard, stammte aus Schwaben und machte sich in Straßburg als Buchdrucker und Verleger selbstständig. Seine Lettern waren für ihre schöne Gestalt und Deutlichkeit bekannt. Die Holzschnitte erlangten eine hohe Qualität seit sein Bruder Markus Reinhard und andere Künstler diese fertigten. Er druckte gut 300 größere Werke und zahlreiche Flugschriften, die er in der Regel auch selbst verlegte. Außer der Offizin hatte er auch einen Verkaufsstand direkt am Straßburger Münster. (s. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln).
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35 EUR (reserv.)
Matthäus Schiestl (1869-1939): Bergkönig. - Kombinationsdruck, um 1900
Matthaeus Schiestl (1869 Gnigl/Salzburg – 1939 München) :
„Bergkönig“ (oder auch : Der Alte vom Zillertal)
„Mei Hoamath is oben / am Löffler S©hneeweiss / Mei Häusal is gmauert / Aus Schnee und aus Eis /
Die Gamsln die springen ma / zuacha zur Wand / und d’Steinböck die fressen mir / zahm aus der Hand“
Der Steinbock frißt dem Alten traulich aus der Hand; im Hintergrund Gemsen
sowie ein gewaltiger Gebirgsstock, und auch das Edelweiß fehlt nicht.
Kombinationsdruck (öfter auch als „Tonlithographie“ bezeichnet), um 1900.
Rückseitig Klebezettel :
Zeitgenössische Kunstblätter, Nr. 47
Matthäus Schiestl
Bergkönig
Verlag von Breitkopf & Härtel in Leipzig
Berlin, Brüssel, London, New York
Darstellung : 35 × 42 cm
Blatt : 40 × 49,5 cm (vollrandig).
Erhaltung : Am Unterrand (außerhalb der Darstellung) eine ca. 12 cm lange ganz feine/unauffällige Knickspur.
In den Blatträndern ein paar schwache Stockfleckchen.
Die Rückseite etwas angestaubt sowie auch mit Stockfleckchen, die bildseitig nicht durchscheinen.
Zur Abbildung 1 : Die Blattränder sind rundum hell, die rötliche Tönung ist lediglich abbildtechn. bedingt.
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95 EUR
Johann Martin Preissler / Preisler (1715-1794): Athlet - Kupferstich, 19. Jh.
Johann Martin Preissler / Preisler (1715 Nürnberg – 1794 Lyngby)
„Athlet“
Kupferstich, 18. Jahrhundert
Blatt : 36 × 19,8 cm
Bis an den Darstellungsrand beschnitten, ohne Schrift.
Etwas altfleckig, die Blattecken mit Läsuren.
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Vita : „Preißler (Preisler; Preissler), Johann (Jean; Johan) Martin, dt. Kupferstecher, Radierer, Zeichner, Reproduktionsgrafiker, *14.3.1715 Nürnberg, † 17.11.1794 Lyngby b. Kopenhagen. Sohn von Johann Daniel P.; Bruder der Maler und Kupferstecher Johann Justin, Georg Martin, Johann Martin, Valentin Daniel und Barbara Helene P. (verh. Oeding); Vater von Johann Georg P.“
Biogramm „Gehört zur dritten Gen. der 1652-1831 in Nürnberg nachw. Künstlerfamilie. Wie seine Geschwister erhält P. ersten Zeichenunterricht beim Vater. Die Kunst des Stechens und Radierens erlernt er bei seinem älteren Bruder Georg Martin. 1739 bewirbt er sich mit einem Probe-Kupferstich bei dem frz. Grafikverleger Laurent Cars, der ihn umgehend als Mitarb. nach Paris verpflichtet und mit bed. Reproduktions-Aufgaben betraut. P. arbeitet hier u.a. neben Johann Georg Wille, der ihn 1743 porträtiert. 1744 vom dän. König Christian VI. nach Kopenhagen berufen, 1745 Hofkupferstecher. 1748 Heirat mit der Rostockerin Anna Sophia Schuckmann. Ab 1850 an der Gründung der dän. KA beteiligt; Prof. für Zeichnen und graf. Techniken. Freundschaft mit dem Poeten Friedrich Gottlieb Klopstock, der P. in dem Gedicht „Der Eislauf“ (1764) namentlich nennt; P. entwirft für ihn Vignetten; beide verkehren bis 1770 im Freundeskreis um den Staatsminister J.H.E. Graf von Bernstorff. Kontakte auch zu den Malern Jacques-François-Joseph Saly, Jacob und Johanna Fosie, Johan Hörner, Carl Gustaf Pilo und Simon Carl Stanley. 1761 Erwerb eines Hauses in Lyngby, das im Sommer zum ges. Mittelpunkt avanciert (Gebäude erh.). Um 1755-61 ist unter seinen Schülern der begabte Georg Wilhelm Baurenfeind, der 1761 als wiss. Zeichner die dän. Arabien-Expedition unter Carsten Niebuhr begleitet. Weitere Schüler sind u.a. Christian Frederik Müller, Johann Friderich Clemens sowie sein Sohn Johann Georg, der ebenfalls Hofkupferstecher wird. 1777 Ehrentitel eines dän. Justizrates. – Früh zeigt sich P.s außerordentliches graf. Talent. Debütiert in Nürnberg mit Stichen nach Gem. (Guido Reni) und Zchngn des Vaters zum AT und NT. Seine zum größten Tl „geistreich und fein in der Ausf.“ (Will, 1757) gelobten Reproduktions-Grafiken entstehen nach eig. und fremden Vorlagen. Die Spannweite reicht dabei von großformatigen Rad. für repräsentative Galerie-Werke, v.a. von den kgl. Slgn in Versaille, Kopenhagen und Dresden, bis hin zu qualitätvoller Druckvorlagenherstellung nach flüchtigen Reiseskizzen fremder Hand aus Ägypten: Ein ehem. Schüler seines Vaters, Marcus Tuscher, fertigt z.B. um 1741 in London erste und ab 1744 in Kopenhagen die Rad. nach den Reiseskizzen (1737/38) des 1742 verstorbenen Friedrich Ludwig Norden, die schließlich in Kopenhagen mit P.s ergänzenden Zchngn als Quellenwerk ed. werden (Voyage d’Egypte et de Nubie, 2 Bde, Kph. 1752, ’55). Virtuose Porträtstiche, u.a. Klopstock (1782, nach Jens Juel) und acht Herrscherbildnisse in der Gesch. der Könige von Dänemark […] (Text: J.H. Schlegel, Kph. 1769-71). Posthum erscheinen einige von P.s Umriss- bzw. ausschraffierten Zchngn neben denen seines Vaters im Lehrbuch Gründliche Zeichenkunst für junge Leute und Liebhaber aus allen Ständen (Nü.: Weigel, 1794/95-1805, insbes. Bd 8 und 9; Exemplar Altenburg, Lindenau Mus.). – P. gehört aufgrund techn. Brillanz bis in die 1770er Jahre zu den herausragenden Reprod.-Grafikern seiner Zeit mit einem hohen Gespür für die adäquate Umsetzung versch. Vorlagen.“ (Ulla Heise, in : AKL XCVI, 2017, 516)
30 EUR
[Anonymus]: Hohenschwangau. - 2 Zeichnungen, 19. Jh.
[Anonymus] :
„Hohenshnangau“ (sic) – „La Cour d’Hohenshangau“ (sic)
2 Bleistift-Zeichnungen, Mitte 19. Jahrhundert.
Beide Zeichnungen alt auf eine Unterlage fest montiert; an den Ecken geklebt,
ebenda teils etwas markierend. – Ein Blatt leicht gebräunt.
Blätter : 21,5/23 × 14/14,5 cm
Unterlage : 28,5 × 39,5 cm
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75 EUR
[Anonymus]: Ansicht von Füssen - Zeichnung, 19. Jh.
„Vue prise d’une fenêtre à Füssen“ [Blick aus einem Fenster in Füssen]
Bleistiftzeichnung (Studie/Skizze auf J. Whatman-Papier (WZ),
Mitte/2. Hälfte 19. Jahrhundert.
Blatt : 21,5 × 28,5 cm.
Unterlage : 28,5 × 39,5 cm.
Das Blatt auf eine Unterlage lose montiert, d.h. links/rechts oben je ein säurefreier Filmoplast-Streifen (ggf. leicht zu lösen), ebenda das Papier bildseitig leicht wellig, sonst wohlerhalten. – Die Unterlage etwas stockfleckig.
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155 EUR
[Anonymus]: München/Marienplatz. - Zeichnung, Ende 19. Jh.
[Anonymus] :
Der Marienplatz in München; im Hintergrund die Frauentürme
Bleistiftzeichnung auf festem Papier (Studie), Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert,
ohne Bezeichnung.
Blatt : 21 × 29 cm.
Unterlage : 25,5 × 34,5 cm.
Insgesamt etwas gebräunt. Die Blattränder teils mit kleinen Läsuren.
Auf leichtem Unterlagekarton; am Oberrand (mittig) fest montiert, bildseitig leicht markierend.
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85 EUR
Gretel Wolfinger (1891–1954): Kleine fränkische Stadt. - Farblinolschnitt, 1923
(Margret/Margaretha) Gretel Wolfinger (1891 – Nürnberg/Behringersdorf – 1954) :
Kleine fränkische Stadt mit hochgiebeligen Fachwerkhäusern,
wohl ein Kloster der Benediktinerinnen beherbergend.
Farblinolschnitt (gelegentl. auch als Farb-Holzschnitt bezeichnet), 1923.
Unten rechts mit Bleistift signiert und datiert.
Darstellung : 27 × 20 cm
Blatt/Maschinenbütten : ca. 39 × 30 cm (etwas ungleichmäßig beschnitten),
Die Darstellung in schöner Erhaltung.
Die Blattränder mit leichten Handhabungsspuren.
Henrietta Barbara Margaretha Wolfinger. 1907-1911 Besuch der Kgl. Kunstgewerbeschule Nürnberg (bei Rudolf Schiestl u. Hermann Gradl); 1911 Abschluss mit Diplom; zunächst als Zeichenlehrerin tätig, dann freischaffende Künstlerin.
SW : Franconica
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95 EUR
Weitere Graphik