Peter Stephan (1927-2014): Fahrende/Kinder mit Esel - 2 Radierungen
Peter Stephan (1927 Dessau – 2014 Milina/Vólos)
Fahrende / mit Kamel und (Tanz-)Bär
Radierung mit Plattenton, 1956.
Unten rechts signiert und datiert.
Darstellung : 11 × 15 cm
Blatt : 19 × 27 cm
Am rechten Darstellungsrand minimale Bereibung;
im breiten/weißen Rand leichte Handhabungsspuren.
Beigegeben : „Kinder mit Esel“, (Roma-Mädchen) betitelt & signiert, 11×14 bzw. 16×22 cm.
In der Darstellung ein diagonaler Knick sowie eine kleine Beschabung. Die Blattränder rundum weit eingerissen.
Vita : „Stephan, Peter, dt.-ungar. Maler, Grafiker, Zeichner, Autor, *11.7.1927 Dessau, † (nach Fahrradunfall) 25.7.2014 Milina/Vólos. – Biogramm : S.s Vater Heinrich S. (*1896, †1971) beginnt nach 1914 ein Kunststudium an der ABA Budapest und wird diplomierter Zeichenlehrer. 1921-28 studiert er am Bauhaus Dessau (Walter Gropius wird später Pate von Peter S.), wo er Dorothea (Dolly) Borkowsky kennenlernt, die in der Buchbinderklasse von Paul Klee studiert. Heirat und 1928 Übersiedlung nach Ungarn. Heinrich S. war ein ausgezeichneter Maler und leidenschaftlicher Pädagoge. – S. leistet 1944 Kriegsdienst und desertiert nach Italien. 1947 Rückkehr nach Deutschland. Stud.: KA München bei Erich Glette und Xaver Fuhr; als Radierer Schüler von Adolf Thiermann. Freundschaften u.a. mit Adolf Brunner (1905) und Leo Kornbrust. Seit M. der 1950er Jahre verbringt S. für viele Jahrzehnte den überwiegenden Tl des Jahres in Griechenland, in der Nähe von Vólos … S. reist während seines ganzen Lebens sehr viel und verarbeitet die so gewonnenen Eindrücke später in seinen Bildern. 1969 übersiedelt er aus politischen Gründen mit seiner Fam. von Griechenland nach Neufchâtel, später in das Dépt. Bouches-du-Rhône, dann nach Alès im Dépt. Gard, längere Aufenthalte in den USA folgen später mit seiner zweiten Frau Gail. Zahlr. Ausst. weltweit, u.a. in München, Berlin, Athen, Salzburg, New York sowie in versch. Städten in Italien, Polen, Ungarn, Chile und der Türkei. Jährliche Teilnahme an der großen Kunstausstellung im Haus der Kunst München. – S.s Hauptthemen sind das Meer, Menschen vor Ort und soziale Randgruppen, die er auf seinen zahlr. Reisen trifft. Seine Werke zeichnen sich durch große Erzählfreude aus, bis hin zur Märchenhaftigkeit. Er schildert melancholisch-heiter, voller einfühlsam-warmherziger Menschlichkeit und Poesie und wissend um soziale Zusammenhänge alltägliche Vorgänge in einfachen und ärmlichen Umgebungen. Seine Figuren strahlen Zufriedenheit aus, sind im Einklang mit sich selbst. S. widmet sich immer wieder auch großformatigen, dunkelfarbigen Darst. von Umweltzerstörung, Militärregierungen, Hunger und Tod. Zu seinen Hw. gehören u.a. El Divan mit blauer Teekanne (undat.), In Culo alla Balena (um 1979) und die F. La Vie Nomade (Mappenwerk mit 10 Rad., 1984). Als Grafiker v.a. Rad. (meist Strichätzungen mit Kaltnadel auf Zinkblech, bisweilen mit Aquatinta, von kleinteilig-geschäftigen Figuren), auch Lith. und einige Holzschnitte. 1995 illustriert S. Animula vagula blandula von Ilia Kartvelidzè. Er hinterlässt über 600 Rad. und Hunderte Ölgemälde und Zeichnungen. Freundschaft u.a. mit dem Schriftsteller Christoph Meckel und der Malerin Heidy Stangenberg-Merck. – Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen 1916 in St.Petersburg geb. Maler (†31.10.1974).“ (AKL)
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95 EUR
Wilhelm Niedermayer (1899 Passau-1965 Englburg/Tittling): Häuslmann/Bayerischer Wald - Lithographie
Wilhelm Niedermayer (1899 Passau-1965 Englburg/b. Tittling) :
„Häuslmann im Bayr. Wald“
Mäher vor seinem Häusl am steilen Hang
Lithographie, betitelt und signiert : Wilh. Niedermayer
Darstellung : 48,5 × 34 cm
Blatt : 70 × 49 cm
Das breitrandige Blatt etwas gebräunt.
Insgesamt in guter/ansprechender Erhaltung.
Vita : „Der Sohn eines Justizrats besucht 1909-16 die Oberrealschule in Passau und wird anschl. zum Kriegsdienst eingezogen. 1918-21 studiert er Landwirtschaft an der TU München in Weihenstephan. Daneben hört er Vorlesungen über mod. Malerei, v.a. die frz. Impressionisten. 1921-25 besucht N. die Münchner Zeichen- und Malschule Moritz Heymann, wo er Kurse in Aktmalerei Porträt- und Landschafts-Malerei belegt. Danach setzt er sein Stud. bei Joseph Martin Hermannsdörfer und Peter Trumm fort. N. zieht nach München und lernt die Zeichner und Maler des Simplicissimus, der satirischen Zs. des Albert-Langen-Verlags, kennen und arbeitet selbst an dieser mit … 1926-27 erfolgt ein längerer Studienaufenthalt in Paris, wo er sich intensiv mit den Werken des Impressionismus und Expressionismus auseinandersetzt. 1926-38 gehört N. dem Münchner Künstlerbund an. 1927 stellt er erstmals im Münchner Glas-Palast aus. Seit 1931 lebt N. in Englburg bei Tittling im Bayerischen Wald im sog. Malerhäusl und arbeitet als freischaffender Künstler. 1932 beteiligt er sich an einer Kollektiv-Ausst. im Münchner Kunstverein. Als Gründungs-Mitgl. der Donau-Wald-Gruppe zählt N. 1946 neben Hermann Erbe-Vogel, August Philipp Henneberger, Reinhold Köppel, Walter H. Mauder, Heinz Theuerjahr und Georg Philipp Wörlen zu den Wegbereitern der künstlerischen Moderne in Ostbayern nach dem 2. WK. Ab 1951 ist er Mitgl. der Neuen Münchener Künstler-Genossenschaft. 1963 bekommt er für sein Werk und seine Verdienste den Kulturpreis Ostbayern. – Die Werke N.s lassen sich zw. Impressionismus und Expressionismus ansiedeln. Davon zeugen v.a. seine stimmungsvollen Lsch. des Bayerischen und des Böhmerwaldes sowie seine ausdrucksstarken Porträts. Stilistisch zunächst noch dem Impressionismus verhaftet, findet N. in seiner reifen Zeit nach dem 2. WK zu einer flächen- und formbetonten Bildsprache, die sich weiter zu einer expressionistischen Ausdrucksweise wandelt. Hauptthema seiner Gem. sind die Lsch. und die Bewohner des Bayerischen Waldes. Die realistische Darstellung der Motive, teilw. mit sozial- und ges.-kritischen Elementen, führt ab 1936 zu einer politischen Überwachung durch die Nationalsozialisten.“ (Barbara Palmbach, in : AKL XCII, 2016)
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245 EUR
Hans Ganser (1897-Wasserburg/Inn-1970): Tötzham/b. Babensham - Aquarell
Hans Ganser (1897 – Wasserburg am Inn – 1970)
„Tötzham“ (bei Babensham)
Altlandkreis Wasserburg am Inn
Aquarell über Bleistift (Studie),
Signiert, ortsbezeichnet und datiert : 21. Sept. (19)52.
Blatt : 20,5 × 28 cm (mit Wasserzeichen).
Die Ränder etwas ungleichmäßig.
Die Darstellung angestaubt/fleckig sowie mit Druckspuren in den oberen Ecken, untere li. Ecken gering gekappt. – Das Blatt wurde von einer Unterlage abgelöst, davon sind auch Spuren bildseitig verblieben.
H. Ganser, Wasserburger Glasmaler/Künstler sowie Blei- und Zinngießer in langer Familientradition.
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Abholung in Wasserburg, Marienplatz 11, 15 oder 19 (Unter den Arkaden) – jederzeit nach Vereinbarung.
125 EUR
HEIA Stöcke (1904 Hannover-1956 Wasserburg/Inn) : Offene Formen / Gouache
Elisabeth Stöcke, gen. HEIA : (1904 Hannover – 1956 Wasserburg/Inn) :
[ O.f.f.e.n.e . F.o.r.m.e.n ]
Gouache auf Papier,
unbezeichnet.
In ihrer Reifezeit ist HEIA Stöcke zur gegenstandslosen/informellen Malerei durchgedrungen –
dieser Bildausdruck dürfte somit in die frühen 1950er-Jahre zu datieren sein.
Aus dem Nachlass der Künstlerin.
.
Die etwas in Vergessenheit geratene Künstlerin besuchte von 1921 bis 1923 die Kunstgewerbeschule Berlin,
daran anschließend erhielt sie bis 1925 eine weitere Ausbildung an den Vereinigten Staatsschulen.
1945 in Berlin ausgebombt, kommt sie noch im gleichen Jahr nach Wasserburg (Heberthal) – und bleibt.
Kurze Erwähnung erhält die Künstlerin bei : Hans Baumgartner, „Gleichwie der Inn fliest alls dahin“. Wasserburger Lesebuch. – Hrsg. von der Stadt Wasserburg a. Inn anläßlich der 850-Jahr-Feier 1988. – Wasserburger Verlag Hans Klinger, 1988, S. 431, Farbabb. S. 203.
Zur Vita sowie zum Nachlass von HEIA Stöcke findet sich im Stadtarchiv Wasserburg ein etwas älterer Beitrag :
https://www.wasserburg.de/stadtarchiv/archivbestaende/bestand-vi-sammlungen/einzelne-sammlungsbestaende/stoecke-heia
Inzwischen sind weitere Bilder aus dem Nachlass ans Licht gelangt,
aus dem u.a. auch das vorliegende Blatt stammt.
(SW : Wasserburgensien. Wasserburger Künstlerinnen. Informel. Informelle Malerei)
.
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Versendung ist nicht vorgesehen; gerne Abholung in Wasserburg/Marienplatz 19.
85 EUR
HEIA Stöcke (1904 Hannover-1956 Wasserburg/Inn): Offene Formen 1 / Aquarell
Elisabeth Stöcke, gen. HEIA : (1904 Hannover – 1956 Wasserburg/Inn) :
[ O f f e n e. F o r m e n ]
Aquarell auf Papier.
Signiert unten rechts : HEIA.
Unten li. bezeichnet/betitelt : OF1 (vielleicht u.a. zu lesen als „Offene Form(en) 1“
In ihrer Reifezeit ist HEIA Stöcke zur gegenstandslosen/informellen Malerei durchgedrungen –
dieser Bildausdruck dürfte somit in die frühen 1950er-Jahre zu datieren sein.
Aus dem Nachlass der Künstlerin.
.
Die etwas in Vergessenheit geratene Künstlerin besuchte von 1921 bis 1923 die Kunstgewerbeschule Berlin,
daran anschließend erhielt sie bis 1925 eine weitere Ausbildung an den Vereinigten Staatsschulen.
1945 in Berlin ausgebombt, kommt sie noch im gleichen Jahr nach Wasserburg (Heberthal) – und bleibt.
Kurze Erwähnung erhält die Künstlerin bei : Hans Baumgartner, „Gleichwie der Inn fliest alls dahin“. Wasserburger Lesebuch. – Hrsg. von der Stadt Wasserburg a. Inn anläßlich der 850-Jahr-Feier 1988. – Wasserburger Verlag Hans Klinger, 1988, S. 431, Farbabb. S. 203.
Zur Vita sowie zum Nachlass von HEIA Stöcke findet sich im Stadtarchiv Wasserburg ein etwas älterer Beitrag :
https://www.wasserburg.de/stadtarchiv/archivbestaende/bestand-vi-sammlungen/einzelne-sammlungsbestaende/stoecke-heia
Inzwischen sind in Wasserburg weitere Bilder aus dem Nachlaß ans Licht gelangt,
aus dem u.a. auch das vorliegende Blatt enstammt.
(SW : Wasserburgensien. Wasserburger Künstlerinnen.Informel. Informelle Kunst. Informelle Malerei)
.
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75 EUR
Ernst Arnold Bauer (1949 Linz-2022 Rieshofen/b. Eichstätt) : Chic. - Farbstifte
Prof. Ernst Arnold Bauer : 1949 Linz – 2022 Walting-Rieshofen/bei Eichstätt-Altmühltal
Chic
Farbstifte auf leichtem Karton, um 1989.
Unten rechts signiert.
Darstellung : ca. 20 × 9 cm
Unter Schrägschnitt-Passepartout in Museumsqualität : 31,5 × 23,5 cm
Zu Leben & Werk des Weltbürgers, der lange Jahre in Eichstätt/Altmühltal
gelebt & gearbeitet hat : http://www.art-pure.org
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165 EUR
Ernst Fuchs (1930 - Wien - 2015) : Po Molly. - Radierung, sign.
Ernst Fuchs (1930 – Wien – 2015) :
„Po Molly“
Farb. Radierung,
am unteren Plattenrand links Auflagenbezeichnung : Exemplar Nr. 151 von 500.
Unten rechts handsigniert : Ernst Fuchs
Darstellung (Plattenrand) : 41 × 25,2 cm
Blatt : 60 × 43,5 cm
Die Darstellung in schöner Erhaltung.
Das breitrandige Blatt an allen 4 Ecken (deutlich außerhalb der Darstellung)
mit sehr merklichen Spuren früherer Verklebung unter einem Passepartout (s. Abb. mit Pfeilen).
Wiener Schule des Phantastischen Realismus
.
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245 EUR
Rudolf Ackermann (1936-2026): Pferd/Reiter - Holzschnitt, 1999
Rudolf Ackermann (1936 Broumov/Braunau-2026 Eichstätt) :
Pferd und Reiter
Holzschnitt, 1999
Auf kräftigem Papier.
Unten links bezeichnet „Probe“, unten re. signiert.
Blatt : 59 × 69 cm
Rudolf Ackermann, geboren in Broumov (Braunau), Ostböhmen.
Von 1957-1961 Akademie der Bildenden Künste in München,
1961-1978 Kunsterzieher an Gymnasien,
ab 1972 Kunstdozent an der Katholischen Universität Eichstätt.
Wir sind stets am Ankauf von Werken Eichstätter & Ingolstädter Künstler interessiert,
desgleichen an Bildern mit Ansichten von Eichstätt, Ingolstadt und Altmühltal (z.B. Dollnstein, Beilngries, Kipfenberg u.a.)
.
Versand innerhalb Deutschlands frei!
125 EUR
Carl Kessler (*1876): Wetterstein/Alpspitze - Aquarell
Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :
„Wetterstein mit Alpspitze“ im Winter
Sehr großes Aquarell, unten rechts signiert : Carl / Kessler / München.
Zur Signatur : Carl Kessler hat im Alter oft seine Arbeiten nocheinmal durchgesehen und dann diese teils erst betitelt und signiert.
So ist zu verstehen, dass die Signatur doch recht zittrig wirkt und deutlich jünger erscheint als das Aquarell. Die Authentizität der Arbeit steht außer Zweifel, da wir das Blatt (zusammen mit vielen anderen) unmittelbar aus dem Nachlaß bekommen haben.
Rückseitig eigenhändig betitelt.
Nicht datiert : ca. 1925-1940.
Blattmaß : 50,5 × 73 cm.
Einge minimale Fleckchen den Rändern -
aus dem üblichen Betrachterabstand nicht merklich.
Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913. – Horst Ludwig (Hrsg.): Lexikon der Münchner Kunst (Bruckmann).
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165 EUR (reserv.)
Paul Wilhelm Tübbecke (1848 Berlin-1924 Weimar): Wallendorfer Mühle/Weimar. - Bleistift
Zuschreibung : Paul Wilhelm Tübbecke (1848 Berlin – 1924 Weimar)
„Wallendorfer Mühle b(ei) Weimar“
Bleistiftzeichnung,
am Unterrand rechts ortsbezeichnet sowie (nicht eindeutig) datiert : 18(6?)8
Auf bräunlichem und zudem noch etwas nach-gebräuntem Papier (siehe Rückseite).
Einzelne Partien weißgehöht.
Blatt/Sichtmaß : 13 × 17 cm
Unter Passepartout (etwas wellig) montiert.
Die Zeichnung wurde von uns ausgerahmt, der defekte Rahmen entfernt,
dabei aber die beschriftete Rückenabdeckung (s. Abb.) belassen.
Vita : „Tübbecke studierte zunächst an der Berliner Akademie und anschließend in Weimar bei Ferdinand Pauwels und Max Schmidt. 1873 war er in Dresden Schüler von Ludwig Richter und von 1874 bis 1880 bei Theodor Hagen an der Großherzoglichen Kunstschule Weimar. Sein Werk umfasst überwiegend Gemälde und Radierungen von Landschaften. Es weist auf einen Einfluss durch den Landschaftsmaler Karl Buchholz hin. Er gilt als typischer Vertreter der Weimarer Malerschule und widmete sich insbesondere der Darstellung von Motiven aus der Umgebung Weimars. Auf Anregung von Paul Baum hielt sich Tübbecke in der zweiten Hälfte der 1880er Jahre wiederholt in München und in der Künstlerkolonie Dachau auf. Tübbecke wurde 1902 zum Professor der Kunstschule Weimar ernannt. Tübbecke hatte seit 1903 seine Wohnung und Atelier in der Gartenstraße 8, der heutigen Abraham-Lincoln-Straße 8“
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145 EUR
Karl Johne (Kratzau/Böhmen 1887-1959 Weilburg): Am Heideteich - Farbholzschnitt
Karl Johne (Kratzau/Böhmen 1887-1959 Weilburg/Lahn) :
„Am Heideteich“
Farbholzschnitt,
mit Bleistift betitelt und signiert.
Darstellung : 31,5 × 45,5 cm
Unter Glas alt gerahmt.
„Heideteich“, eine topogr. Benennung, die häufiger zu finden ist :
Vermutlich handel es sich um „Břehyňský rybník (deutsch Heideteich), einem Stausee in Nordböhmen, Tschechien. Er befindet sich drei Kilometer nordöstlich von Doksy, zwischen Doksy (Hirschberg am See) und Mimoň. Der flache See liegt auf moorigem Terrain und ist von einem breiten Schilfgürtel umgeben. – Doksy (deutsch Hirschberg am See) ist eine Stadt im Okres Česká Lípa (Böhmisch Leipa) im Liberecký kraj in Tschechien/Böhmen (vgl. Wikip.)
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Abholung in Wasserburg am Inn bzw. Buch am Buchrain jederzeit möglich.
295 EUR
Ernst Arnold Bauer (1949 Linz-2022 Rieshofen/b. Eichstätt): Eichstätt/Dom/Hl. Willibald - Farbstifte
Prof. Ernst Arnold Bauer (1949 Linz – 2022 Walting-Rieshofen/bei Eichstätt) :
Eichstätt : Dom & Hl. Willibald (Capriccio)
Farbstifte auf leichtem Karton
unten rechts signiert : Ernst Arnold (1989).
Darstellung : ca. 8,5 × 6,5 cm
Karton : 13 × 13,5 cm (schräg zugeschnitten)
Links von den Domtürmen ein bräunlicher Streifen,
rechts stecknadelkopfkleines Fleckchen.
Zu Leben & Werk des Weltbürgers, der lange Jahre in Eichstätt/Altmühltal
gelebt & gearbeitet hat : https://www.art-pure.org
[SW : Eistettensien]
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(verk.)
Holzschnitt aus: Boccaccio, Decamerone, Straßburg, Hans Grüninger, 1509
Einzelblatt
mit einem (Doppel-)Holzschnitt
und Text (frühneuhochdeutsch), aus :
Giovanni Boccaccio : Decamerone
Blatt – CLXXIII – „Der achten tagreiß“ – „Die subende histori“
Wohl aus folgender Ausgabe :
Cento novella, das Buch der hundert nüwen Historien,
erschienen bei Hans / Johann(es) Grüninger,
Straßburg 1509 (Post-Inkunabel)
(vgl. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Sign. AD+S762)
Satzspiegel : 24 × 14,5 cm (zweispaltiger Druck).
1 Blatt (beidseitig bedruckt) : ca. 31 × 21 cm.
Erhaltung : Teils etwas wasserrandig und braunfleckig.
Die Blattränder mit Ein- und Abrissen.
„… Eine Sammlung von 100 Novellen, verfasst von Giovanni Boccaccio (1313-1375) zwischen 1349 und 1353. Heute gilt das Dekameron unbestritten als Ursprung der italienischen Prosa und als ein Werk, das zum Vorbild fast aller weiteren abendländischen Novellensammlungen geworden ist. Die Rahmenhandlung spielt in einem Landhaus in den Hügeln von Florenz, in das sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest geflüchtet sind, die im Frühjahr und Sommer des Jahres 1348 Florenz heimsuchte. Im Landhaus versuchen sie sich gegenseitig zu unterhalten, daher wird jeden Tag eine Königin oder ein König bestimmt, welcher einen Themenkreis vorgibt. Zu diesem Themenkreis hat sich nun jeder der Anwesenden eine Geschichte auszudenken und zum Besten zu geben. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novellen kehrt die Gruppe wieder nach Florenz zurück.
Hans Grüninger (um 1455-1532), eigentlich Johann Reinhard, stammte aus Schwaben und machte sich in Straßburg als Buchdrucker und Verleger selbstständig. Seine Lettern waren für ihre schöne Gestalt und Deutlichkeit bekannt. Die Holzschnitte erlangten eine hohe Qualität seit sein Bruder Markus Reinhard und andere Künstler diese fertigten. Er druckte gut 300 größere Werke und zahlreiche Flugschriften, die er in der Regel auch selbst verlegte. Außer der Offizin hatte er auch einen Verkaufsstand direkt am Straßburger Münster. (s. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln).
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35 EUR
Holzschnitt aus: Boccaccio, Decamerone, Straßburg, Hans Grüninger, 1509
Einzelblatt
mit einem (Doppel-)Holzschnitt
und Text (frühneuhochdeutsch), aus :
Giovanni Boccaccio : Decamerone
Blatt – CLI – „Die fünffte histori“ – „Die fünffte histori“
Wohl aus folgender Ausgabe :
Cento novella, das Buch der hundert nüwen Historien,
erschienen bei Hans / Johann(es) Grüninger, Straßburg 1509 (Post-Inkunabel)
(vgl. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Sign. AD+S762)
Satzspiegel : ca. 24 × 14,5 cm (zweispaltiger Druck).
1 Blatt (beidseitig bedruckt, rückseitig kein Holzschnitt) : ca. 31 × 21 cm.
Erhaltung : Teils etwas braunfleckig.
Am linken Rand Spuren grober Ausheftung aus dem Werk.
„… Eine Sammlung von 100 Novellen, verfasst von Giovanni Boccaccio (1313-1375) zwischen 1349 und 1353. Heute gilt das Dekameron unbestritten als Ursprung der italienischen Prosa und als ein Werk, das zum Vorbild fast aller weiteren abendländischen Novellensammlungen geworden ist. Die Rahmenhandlung spielt in einem Landhaus in den Hügeln von Florenz, in das sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest geflüchtet sind, die im Frühjahr und Sommer des Jahres 1348 Florenz heimsuchte. Im Landhaus versuchen sie sich gegenseitig zu unterhalten, daher wird jeden Tag eine Königin oder ein König bestimmt, welcher einen Themenkreis vorgibt. Zu diesem Themenkreis hat sich nun jeder der Anwesenden eine Geschichte auszudenken und zum Besten zu geben. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novellen kehrt die Gruppe wieder nach Florenz zurück.
Hans Grüninger (um 1455-1532), eigentlich Johann Reinhard, stammte aus Schwaben und machte sich in Straßburg als Buchdrucker und Verleger selbstständig. Seine Lettern waren für ihre schöne Gestalt und Deutlichkeit bekannt. Die Holzschnitte erlangten eine hohe Qualität seit sein Bruder Markus Reinhard und andere Künstler diese fertigten. Er druckte gut 300 größere Werke und zahlreiche Flugschriften, die er in der Regel auch selbst verlegte. Außer der Offizin hatte er auch einen Verkaufsstand direkt am Straßburger Münster. (s. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln).
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35 EUR
Holzschnitt aus: Boccaccio, Decamerone, Straßburg, Hans Grüninger, 1509
Einzelblatt
mit einem (Doppel-)Holzschnitt
und Text (frühneuhochdeutsch), aus :
Giovanni Boccaccio : Decamerone
Blatt CXXII – „Der funfften tagreiß“ – „Die subende histori“
Wohl aus folgender Ausgabe :
Cento novella, das Buch der hundert nüwen Historien,
erschienen bei Hans / Johann(es) Grüninger,
Straßburg 1509 (Post-Inkunabel)
(vgl. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Sign. AD+S762)
Satzspiegel : 24 × 15 cm (zweispaltiger Druck).
1 Blatt (beidseitig bedruckt) : ca. 31 × 21 cm.
Erhaltung : Teils braunfleckig und mit kleinen Fältchen.
Die Blattränder mit leichten Läsuren.
Linker Blattrand mit Spuren etwas grober Ausheftung.
„… Eine Sammlung von 100 Novellen, verfasst von Giovanni Boccaccio (1313-1375) zwischen 1349 und 1353. Heute gilt das Dekameron unbestritten als Ursprung der italienischen Prosa und als ein Werk, das zum Vorbild fast aller weiteren abendländischen Novellensammlungen geworden ist. Die Rahmenhandlung spielt in einem Landhaus in den Hügeln von Florenz, in das sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest geflüchtet sind, die im Frühjahr und Sommer des Jahres 1348 Florenz heimsuchte. Im Landhaus versuchen sie sich gegenseitig zu unterhalten, daher wird jeden Tag eine Königin oder ein König bestimmt, welcher einen Themenkreis vorgibt. Zu diesem Themenkreis hat sich nun jeder der Anwesenden eine Geschichte auszudenken und zum Besten zu geben. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novellen kehrt die Gruppe wieder nach Florenz zurück.
Hans Grüninger (um 1455-1532), eigentlich Johann Reinhard, stammte aus Schwaben und machte sich in Straßburg als Buchdrucker und Verleger selbstständig. Seine Lettern waren für ihre schöne Gestalt und Deutlichkeit bekannt. Die Holzschnitte erlangten eine hohe Qualität seit sein Bruder Markus Reinhard und andere Künstler diese fertigten. Er druckte gut 300 größere Werke und zahlreiche Flugschriften, die er in der Regel auch selbst verlegte. Außer der Offizin hatte er auch einen Verkaufsstand direkt am Straßburger Münster. (s. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln).
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