20. Jahrhundert

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Herbst im Karwendel/Bei Garmisch - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Im Karwendel – Herbst bei Garmisch”

Aquarell, unten rechts signiert.
Um 1925-1935.

Bildmaß : 36,5 × 51 cm.
Auf stark gernarbtem, festen Schoeller-Parole Aquarellpapier.

Einige wenige kleine Stockfleckchen in der Himmelspartie,
die linke und rechte oberste Ecke (außerhalb der Darstellung) rückseitig verstärkt. – An der Unterkante links kleine Druckstelle (außerhalb d. Darstellung).

Insgesamt ins sehr ansprechender, farbfrischer Erhaltung,
noch nie gerahmt, daher auch kein Lichtrand etc.

Vita : Besuch der Kgl.-Sächsischen Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lex. der Münchner Kunst, V, 458 f.

155 EUR





Hans Thalhofer (1886 Aichach - ca. 1929) : Patrioten (Veteranen). - Aquarell

Hans Thalhofer (1886 Aichach – ca. 1929) :

“Patrioten”

Aquarell auf leichtem Karton,
unten rechts signiert : Hans Thalhofer.
Rückseitig offensichtlich eigenhändig nummeriert (Nr. 20) und betitelt : Patrioten.

Blattmaß : 44,5 × 35,5 cm.

Das Blatt etwas angestaubt und gering altfleckig. Oben rechts, so gut wie unmerklich, eine kleine Randhinterlegung mit Japanpapier.

Hans Thalhofer war nicht für den “Simplicissimus” tätig, doch ist die Nähe etwa zu Georg Arnold, Eduard Thöny und Thomas Theodor Heine unverkennbar.

Vita : “Thalhofer kam am 5. Juli 1886 in Aichach als Sohn des Hutmachermeisters Mathias Thalhofer zur Welt. Seine Mutter stammte aus der Aichacher Familie Dumbs. Nach Schulbesuchen in Aichach, Augsburg und München legte Thalhofer in Günzburg das Abitur ab. Ab 1908 studierte er in Würzburg Jura. 1915 trat er als Kriegsfreiwilliger in die bayerische Armee ein. Warum er nach dem Ersten Weltkrieg nach Oberschlesien und hier nach Beuthen kam, ist unbekannt.

Thalhofer arbeitete bei der ‘Beuthener Zeitung’, die später unter dem Namen ‘Ostdeutsche Morgenpost’ erschien. 1922 erschien Thalhofers erstes und eventuell auch einziges Buch ‘Die vergessene Zimmernummer’ in Reimform. 1923 heiratete Thalhofer. Dabei wurde er als Schriftsteller und Kunstmaler bezeichnet. Ab 1924 arbeitete er für ‘Oberschlesien im Bild’, einer wöchentlichen Beilage der in Gleiwitz herausgegebenen Tageszeitung ‘Oberschlesischer Wanderer’. 1926 stieg Thalhofer zum verantwortlichen Redakteur der Beilage auf. Hier hatte Thalhofer nach Ansicht Langs offenbar sein Format gefunden. Die Beilage enthielt Karikaturen, Beiträge zu aktuellen Ereignissen, Kulturgeschichte und Sport in Oberschlesien. Mit 43 starb Thalhofer an einem Herzinfarkt. Wie sehr er geschätzt war, bewiesen die Nachrufe. Dies sei umso bemerkenswerter, so Lang, als Talhofer darin ‘als ein echter Sohn seiner Heimaterde’ bezeichnet wird. In ‘Oberschlesien im Bild’ wurde er so beschrieben: ‘Der knorrige, rauhborstige Oberbayer mit dem goldigen Herzen hat zeitlebens sein Stammesthum nicht verleugnet. Stets sprach er seine heimatliche Mundart.’ Thalhofer wurde nach seinem Tod nach Aichach überführt und beerdigt. Sein Grab wurde zwischenzeitlich aufgelassen.” (Artikel aus “Augsburger Allegemeine” vom 26. Oktober 2016)

155 EUR





Franz Stassen (1869 Hanau - 1949 Berlin) : Der Sämann (Exlibris - Entwurf). - Tusche

Franz Stassen (1869 Hanau – 1949 Berlin) :

[Der Sämann]

Entwurf für ein Exlibris,
das auch als solches ausgeführt wurde.

Tusche,
oben rechts signiert : F. Stassen.

Am Unterrand : Ex Libris Dr. Rehkuh
(evtl. Prof. Dr. Friedrich Rehkuh, Direktor der Städt. Volkschulen, Braunschweig)

Blattmaß : 50,5 × 36,8 cm.

Erhaltung: Oben links, außerhalb der Darstellung deutliche Schabspur mit einigen wenigen kleinen Löchern, äußerster Oberrand mit geringer Beschabung, Ecken rundum leicht bestoßen – ansonsten wohlerhalten.

Die vier Nadeleinstiche in den Blattecken zeigen an,
dass das Blatt unbeschnitten vollrandig vorliegt

Vita : “Von 1886 bis 1892 besuchte Stassen die Berliner Hochschule für Bildende Künste. Nach dem Abschied von der Akademie ließ er sich zunächst in Hanau nieder, kehrte jedoch einige Zeit darauf erneut nach Berlin zurück. Anfangs noch naturalistisch orientiert, wandte sich Stassen nun dem Jugendstil zu, orientierte sich an Sascha Schneider, Fidus, Koloman Moser und Gustav Klimt. Bis 1908 trat Stassen vor allem als Buchillustrator in Erscheinung. Ebenso gestaltete er Bucheinbände. Neben den über 100 Büchern, die er illustriert hat, schuf er etwa 50 Exlibris und 25 Postkartenmotive. Im Jahr 1908 lieferte er im Auftrag des Kölner Schokoladeproduzenten Ludwig Stollwerck Entwürfe für Stollwerck-Sammelbilder, u.a. für das Stollwerck-Sammelalbum No. 10. Ebenfalls 1908 suchte Stassen Kontakte zum Bayreuther Wagner-Kreis und wurde bald ein enges Mitglied des Kreises um Siegfried Wagner. Er schuf Mappen zu Wagner-Werken, unter anderem für „Parsifal“ und „Der Ring des Nibelungen“. Sein im Geist des Jugendstils entwickeltes Illustrationsverfahren war auch der realistischen Formgebung des 19. Jahrhunderts verhaftet und zeigte sich durch die pathetische Gestik schon von neuen populären Medien wie der Fotografie beeinflusst. Zeitgenössische Kritiker werteten Stassens Werk auch als Folge der Lebensreformbewegung der Jahrhundertwende und verstanden sie zugleich als eine Huldigung an die germanischen Religionsmythen. Stassen verband diese Vorstellungen allerdings mit einem esoterisch und spiritistisch aufgefassten Christentum. Stassen trat 1930 in die NSDAP ein. Er schuf vier Wandteppiche für Hitlers Reichskanzlei, die Motive aus dem Sagenkreis der Edda darstellten. Er blieb jedoch ein von der Politik abgewandter Illustrator von Wagner-Werken sowie hauptsächlich von Sagen und Märchen. Wichtige Einzelausstellungen fanden 1937 in Bayreuth und 1940 in Dresden statt. 1939 verlieh ihm Hitler den Titel Professor. 1913 war Stassens Ehefrau Minna gestorben. Seit 1941 lebte er mit einem Lebensgefährten zusammen und bekannte sich damit in aller Stille zu seiner homosexuellen Veranlagung. In der Endphase des Zweiten Weltkriegs nahm ihn Adolf Hitler im August 1944 in die Gottbegnadeten-Liste der im Sinne der Nazis wichtigsten deutschen Künstler auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg bemühte sich Stassen mit großer Energie darum, einen Teil seines im Krieg zerstörten Werkes zu ersetzen. Bis zu seinem Tod arbeitete er an seiner vierten Illustrations-Suite zu Goethes Faust …” (Wikip.)

245 EUR





Lena Baurnfeind (1875 Wien - 1953) : Inntal am Abend. - Farblithographie, Teubner, um 1900

Lena Baurnfeind (1875 Wien – 1953) :

Inntal am Abend

Bild/Blattmaß : 42 × 55 cm

Farblithographie, um 1900.

Unten rechts Signet von Teubner, Leipzig.

Das Blatt bis an den Darstellungsrand beschnitten.

Das Blatt war ursprüngl. in einen typ. Originalrahmen eingelegt, wie er von Teubner selbst angeboten wurde. Um die Bildhaftigkeit zu unterstreichen wurde – wie üblich – die Schrift und der weiße Blattrand weggeschnitten.

Am Blattoberrand feine, kaum auffällige Wasserrändchen sowie ein schwacher Staub-(Schatten) mittig. – Insgesamt sehr ansprechende Erhaltung.

Die Gesamtabbildung erscheint zu dunstig, die Detailabb. sind farbrichtiger.

Vita : “Kunstgew.-Schule Wien bei Karl Karger; Frauen-Akad. München bei Julius Diez und Leo Putz. Lebte in Volders/Tirol und Hall-Thurnfeld. – Schuf Landschaften bes. mit Motiven aus dem Inntal (u.a. als Original-Lithographie bei Teubner, Leipzig) und dem Jugendstil verpflichtete Ill., z.T. für Märchen (z.B. zu Hoffmann v. Fallersleben, Die Herzen auf!, 1909; zu Gebrüder Grimm, Schneeweißchen und Rosenrot, 1911) …” (AKL VII, 1993, 635)

65 EUR





Carl Jacob Frankenbach (1861 Oberrod/bei Idstein - 1937 Wiesbaden) : Ein Besuch (Ein Einsiedler-Zwerg wird von einer Waldnymphe besucht). - Zeichnung auf Aluplatte (als Vorlage für Illustration)

Carl Jacob Frankenbach (1861 Oberrod/bei Idstein – 1937 Wiesbaden) :

“Ein Besuch”

Ein Einsiedler-Zwerg wird von einer Waldnymphe
vor seiner Behausung besucht.

Zeichnung auf Aluplatte, um 1900.
Spiegelverkehrt, wie an der Schrift erkennbar;
beim Druck dann seitenrichtig.

Bildmaß : 19,5 × 11 cm
Rahmen : 28 × 19 cm

Auf der Rahmenabdeckung : “Der Besuch / Zeichnung von C. J. Frankenbach /
in Wiesbaden. / Original auf Aluminium / für algraphische Reproduktion”.

(Algraphie, ein Flachdruckverfahren, ähnlich der Lithographie).

In zeitgenössisch-altem Rahmen. Die Platte mit der Zeichnung unter Glas in bester Erhaltung (ungeöffnet). Die Rahmung mit deutlichen Altersspuren, insgesamt aber doch angenehmer Altersschmelz.

.

Vita : “Frankenbach, Carl Jacob, dt. Maler, Zeichner, Illustrator, *17.10.1861 Oberrod b. Idstein, †7.11. (6.2. lt. Hartmann) 1937 Wiesbaden. – Stud.: zunächst TH (Archit.), dann AK München bei Alois Gabl und Hermann von Herterich (Malerei); KA Berlin bei Woldemar Friedrich. Anschl. Weiterbildung in der Malschule von Alois Erdtelt in München, bei Moritz Röbbecke und in Antwerpen. Ab 1896 in Wiesbaden tätig. – Erzählerisch-detailreiche, stimmungsvolle, auch humorvolle und z.T. an Heinrich Zille erinnernde Zchngn und Ill. (u.a. für den Alt-nassau. Kalender und zu Mundartgedichten von Rudolf Dietz) mit Nassauer Originalen und volkstüml. Motiven; bek. auch durch Trachten- und Uniformbilder (u.a. Soldatenmalheft, Mainz 1907) sowie Portr. von Militärs …” (AKL XLIV, 2005).

“Frankenbach, Carl Jacob, Porträtmaler in Wiesbaden, geb. am 17. 10. 1861 zu Idstein, Schüler von Gabl u. Herterich in München, von W. Friedrich in Berlin, studierte dann eine Zeit lang in Antwerpen. Er ist als Illustrator, besonders aber als Bildnismaler von Offizieren tätig; Arbeiten von ihm besitzen die Großherzöge von Mecklenburg-Strelitz u. von Luxemburg, S. M. S. Nassau, die Militärkasinos in Mainz, Wiesbaden etc. Jansa, Dtsche bild. Kstler in Wort etc., 1912.” (Thieme-Becker, XII, 1916, 380).





Harry Schultz (1874 Elbing / Elblag / Ostpreussen - Hausham 1958) : Boote vor dem Hafen. - Farblithographie, 1901

Harry Schultz (1874 Elbing / Elblag / Ostpreussen – Hausham 1958) :

Boote vor dem Hafen (wohl Ostpreussen)

Farblithographie, 1901
in der Platte bezeichnet und datiert.

Darstellung : 28 × 51 cm
Blattmaß : 37 × 56,5 cm

Wohl ein Probedruck bzw. Vorabzug auf die blanke Rückseite eines bedruckten, festen/glatten Papiers gedruckt. Noch vor der Schrift; auch die Passerkreuze sind noch zu sehen.

Erhaltung : Am Oberrand und auch seitlich rechts ein schwacher hellbräunlicher Lichtrandstreifen, herrührend von einem vormaligen Passepartout.

125 EUR





Georges Braque (1882-1963) : Feuillage noir. - Radierung, 1956 (nummeriert/signiert)

Georges Braque (1882-1963) :

“Feuillage noir”

Radierung auf Japan, 1956,
nummeriert (Nr. 46 von 50 Exemplaren) und signiert.

Blattmaß : 63 × 50 cm

Das Blatt leicht lichtschattig, gering fleckig und mit einigen Papierfältchen.
Unter Passepartout mit Filmoplast-Streifen an den Rändern montiert.
Der Rahmen etwas an den Kanten bestoßen.

Auf der Rahmenrückseite zwei Klebezettel der Galerie Thomas (München, Maximilianstr.), mit Angaben zu diesem Blatt.

Vallier 106





Carl Kessler (1876-1968) : Vorfrühling am Wagenbruchsee. Wetterstein. - Aquarell

Carl Kessler (1876-1968) :

“Vorfrühling am Wagenbruchsee. Wetterstein”

eigentl. Wagenbrüchsee od. Geroldsee

Aquarell,
unten links signiert, rückseitig betitelt, um 1920-1935.

Darstellung/Blattmaß : 35,5 × 50,5 cm.
Das Aquarell in farbfrischer Erhaltung. Immer in Mappen aufbewahrt.

Carl Kessler hat dieses Wettersteinmotiv in manchen verschied. Formaten und Farbstellungen wiederholt.

Vita : Besuch der Kgl.-Sächsischen Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lex. der Münchner Kunst, V, 458 f.

Umgebung : Wallgau, Krün, Garmisch-Partenkirchen.

165 EUR





Detlef Willand : Das Gelbe Buch. Einhorn Drache Schmetterling. - Edition Walser-Presse, 1996. - Mit 14 Orig.-Holzschnitten (Pressendruck)

Deflef Willand :
Das Gelbe Buch. Einhorn Drache Schmetterling.

Detlef Willand zum Sechzigsten.
Drei Einhorngeschichten und sieben Sätze
zu Willands Bildern und ein Versuch über den Tag- und Nacht-Zyklus.

Erster Druck der Edition Walser-Presse, 1996.
Texte von Bertus Stock. Holzschnitte von Detlef Willand.

Mit 14 Original-Holzschnitten (2 lose beigelegt).

Folio-Format : 42 × 33 cm.
56 ungezählte Seiten.

Gelbe Orig.-Broschur.
Der Umschlag mit einem winzigen, stecknadelkopfkleinen, grauen Pünktchen – sonst außen wie innen geradezu verlagsfrisch (Umschlagkanten scharf, keine Bereibungen, offensichtlich kaum geöffnet).

Editorische Notiz :
Das Gelbe Buch wird als “Erster Druck der Walser-Presse” in einer einmaligen Auflage von 432 Exemplaren vorgelegt …”

Die Holzschnitte im Einzelnen (teils signiert/teils nicht signiert) :

Dame a la licorne (Aus der Holzschnittfolge “Jäger des Einhorns” (nicht sign.)
Apeiron (sign.)
Glückwunsch (chinesische Kalligraphie) (nicht sign.)
Bogenschütze (sign.)
Jäger des Einhorns (sign.)
Einhorn (sign.)
Katharsis (sign.)
Muse reitet einen Künstler zuschanden (sign.)
Kleine “Argo” (sign.)
Zeichen “Drache” (nicht sign.)
Drei besondere Freunde (nicht sign.)
Was mir so durch den Kopf geht (sign.)

Drache träumt – lose beigelegt, sign.
Meditation über sieben Schmetterlinge – lose beigelegt, sign.

275 EUR





[Anonymus] : Bronzekopf/Wasserspeier o.ä. (~ Satyr/Faun), wohl um 1900

[Anonymus] :

Bronzekopf / Wasserspeier o.ä.,
wohl um 1900.

Höhe ca. 8 cm, Gewicht : 530 g.

Innengewinde am Hals.
Patina teils etwas berieben.

Satyr- bzw. Faun-Anmutung.

250 EUR





Bruno Krauskopf (1892 Marienburg/Westpreußen-1960 Berlin) : Weibliche Studienköpfe. - Kohlezeichnung, 1924

Bruno Krauskopf (1892 Marienburg/Westpreußen-1960 Berlin) :

Weibliche Studienköpfe

Kohle,
signiert und datiert (19)24;
dazu eine Widmung mit Grüßen zum 28.VI.(19)30.

Bildmaß/Sichtmaß : ca. 31 × 43 cm.

Erhaltung : Die linke untere Ecke deutlich erkennbar angestückt (siehe Pfeile in der Abb. 2). Unter Glas und Rahmen; der etwas jüngere Rahmen berieben, aber durchaus passend. Die Rückseite sauber verschlossen.

Die Abb. treffen nicht ganz den Papiernaturton.

Zur Vita : Ab 1916 Mitglied in der “Freien Berliner Sezession”, dann Übertritt in die “Berliner Sezession”; dort bis 1933 Vorstands- u. Jurymitglied, Beteiligung an allen Ausstellungen. Teilnahme auch an der Gründungssitzung der “Novembergruppe”, zus. mit Max Pechstein, Rudolf Belling sowie Erich Mendelsohn 1918 im Arbeitsausschuß.

295 EUR





[Anonymus] : Aus alter Zeit. - Scherenschnitt

[Anonymus] :

“Aus alter Zeit”

Scherenschnitt,
betitelt und signiert
(die Signatur nicht entziffert; das Blatt wurde in Klagenfurt erworben),
wohl 1. Drittel 20. Jh.

Darstellung : 7 × 14,4 cm
Unterlagekarton : 16 × 24 cm

Ein wenig altfleckig, insgesamt wohlerhalten mit feinem Altersschmelz.
Fein, die in der Entfernung auftauchende Ritterburg auf hohem Fels (=ein zweiter Schnitt hinter dem Transparentpapier).

65 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Am Riegsee. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Abend im Alpenvorland” (Der Riegsee)

Aquarell, signiert unten rechts.
Rückseitig betitelt,
um 1925-1935.

Darstellung/Blatt : 36,5 × 50 cm.

Erhaltungsmängel :
In der Himmelspartie (s. Pfeile) eine deutlich merkliche Schabspur (deutlicher als es die Abb. mit den Pfeilen zeigt).

Aufgrund dieses gravierenden Mangels eine deutliche Preisminderung.
Bitte nur bieten, wenn dieser zur Kenntnis genommen und toleriert werden kann.

Der Riegsee, ein Lieblingsmotiv C. Kesslers, das er immer wieder in verschiedenen Blickwinkeln, Farbstellungen und Bildgrößen wiedergegeben hat.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

Umgebung : Murnau am Staffelsee, Spatzenhausen, Seehausen am Staffelsee, Obersöchering, Großweil, Habach, Eglfing, Uffing am Staffelsee, Ohlstadt, Antdorf, Sindelsdorf, Schlehdorf, Huglfing, Iffeldorf, Eberfing, Kochel am See, Schwaigen.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

Umgebung : Murnau am Staffelsee, Spatzenhausen, Seehausen am Staffelsee, Obersöchering, Großweil, Habach, Eglfing, Uffing am Staffelsee, Ohlstadt, Antdorf, Sindelsdorf, Schlehdorf, Huglfing, Iffeldorf, Eberfing, Kochel am See, Schwaigen.

85 EUR





Detlef Willand (*1935) : Juan, ein Santiagopilger. - Holzschnitt, 1985

Detlef Willand (*1935) :

“Juan, ein Santiagopilger”

Ein Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.

Holzschnitt auf hellweißem Bütten
handsigniert.

Darstellung : ca. 19,5 × 18 cm.
Blatt : 24,5 × 34,5 cm (vollrandig erhalten)

Vgl. Werkverzeichnis 1985/30 (hier wird eine Auflage von 100 Expl. genannt).

65 EUR





Detlef Willand (*1935) : Segelschiff. - Holzschnitt aus der Folge : Dekade zehn Augenblicke, 1989/1990

Detlef Willand (*1935) :

Das Schiff

Holzschnitt (Druckfarbe blau) aus der Folge : “Dekade zehn Augenblicke”.
In Holz geschnitten 1989 – gedruckt/verlegt 1990.

Rückseitig der Holzschnitt (schwarz/weiß): “Die Raben Hugin und Munin” (siehe Abb. 3).

Bietigheim Verlag “Galerie im Unteren Tor”, Stefan Heiland.

Exemplar außerhalb der Auflage mit Gefälligkeitssignatur (unten rechts).

Bitte beachten : Wir bieten auch ein Exemplar ohne Signatur
und ohne Rückseitenholzschnitt (Hugin/Munin) an,
dafür auf blütenweißem Büttenpapier.

Darstellung/Blattmaß : 53,3 × 50,5 cm (original bis an die Ränder bedruckt).

Gedruckt auf 250 g Kontakt-Offsetkarton.

In unberührt frischer Erhaltung.
Noch nie gerahmt bzw. unter Passepartout,
daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

Das Hintergrundweiß erscheint auf den Abbildungen abbild.-techn. bedingt zu abgeschattet/dunkel, in natura aber ist es ein Hellweiß.

95 EUR





Detlef Willand (*1935) : Segelschiff. - Holzschnitt, 1989/90

Detlef Willand (*1935) :

“Das Schiff”

Holzschnitt (Druckfarbe blau) aus der Folge : “Dekade zehn Augenblicke”.

Gewissermaßen “Vorzugsdruck” (jedoch unsign./unnumm.)
auf blütenweißem Bütten (mit blanker Rückseite).

Bitte beachten : Wir bieten auch die Normalauflage auf schlichtem Offsetkarton mit Gefälligkeitssignatur u. rückseitig mit dem Holzschnitt “Die Raben Hugin und Munin” an (vgl. Werkverzeichnis Nr. 1989/3).

Bietigheim Verlag “Galerie im Unteren Tor”, Stefan Heiland.

Darstellung/Blattmaß : 53,2 × 50 cm (original bis an die Ränder bedruckt).

In unberührt frischer Erhaltung.
Noch nie gerahmt bzw. unter Passepartout,
daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

Das Hintergrundweiß erscheint auf den Abbildungen abbild.-techn. bedingt zu abgeschattet/dunkel, in natura aber ist es ein Hellweiß.

90 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Frühling im Moos /bei Beuerberg. - Auarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Frühling im Moos / bei Beuerberg”

Aquarell,
signiert sowie rückseitig ortsbezeichnet.

Blattgröße : 36,5 × 51 cm

Erhaltungseinschränkung :
In der rechten oberen Himmelspartie mit leichten Verwischungen.
Das Blatt insgesamt leicht, nicht allzu auffällig gebogen (nicht wellig im eigentl. Sinn). Linke untere Ecke mit sauber geschlossenem Einriß. – Trotz einiger Mängel : immer noch sehr ansprechendes Blatt.

Zu den Abbildungen : Die beiden Detailabbildungen sind wesentlich farbrichtiger als die Gesamtabb.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

85 EUR





G. Dethlefs : "Weiße Azalie". - Farblithographie/Künstlersteinzeichnung, bei Teubner

G. Dethlefs

“Weiße Azalie” (Azalee)

Farblithographie / Künstlersteinzeichnung,
unten rechts vom Künstler handsigniert sowie betitelt.
1. Viertel 20. Jh.

Im Verlag von B.G. Teubner, Leipzig,
gedruckt bei S. Malz, Berlin.

Darstellung : 75 × 55 cm
Blattmaß : 94 × 69,5 (vollrandig erhalten)

Das übergroße Prachtblatt in guter Erhaltung,
lediglich minimale Handhabungsspuren im Bildbereich (= kleine/unwesentl. Druckstellen, die hinter Glas wohl kaum merklich sein werden).
Außerhalb der Darstellung, im breiten/weißen Rand die Fingerknicke etwas deutlicher merklich (ein allfälliges Passpartout würde diese überdecken).
Am Blattunterrand sowie an einer Stelle seitlich rechts kleine/bräunliche Flecken.

165 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : An der Stillach bei Oberstdorf (Allgäu)

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“An der Stillach bei Oberstdorf” (Allgäu)

Aquarell, signiert.
Rückseitig eigenhändig betitelt.

Nicht datiert : wohl um 1925-1935.
Blatt : 36,5 × 50,7 cm

Einige wenig ganz winzige Fleckchen; aus dem üblichen Betrachterabstand in keiner Weise merklich. Die äußersten Ecken minimal angestoßen. Ansonsten farbfrisch wie am ersten Tag.

Vita : 1876 in Coburg geboren. Besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lex. der Münchner Kunst, V, 458 f.

185 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Frühling bei Schlattan (Gschwandtnerbauer/Wörner/Karwendel)

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Frühling im Karwendel

Beim Gschwandtner Bauer (Wörner).

Aquarell, signiert, um 1925-1935.

Darstellung/Blatt : 36,5 × 51 cm.

Erhaltung :Zwei kleine Randeinrisse (5 und 10 Millimeter tief) professionell geschlossen. Die unteren Ecken zu Verstärkung mit Japan hinterlegt.

Außer den unwesentlich kleinen Mängeln sehr schöner Erhaltung; farbfrisch wie am ersten Tag. Immer in Mappen aufbewahrt.

Diesen Blick im Frühling hat C. Kessler mehrfach in Farb- und Größenvarianten gemalt.

Zur Abbildung : Der Vordergrund zeigt sich auf dem Aquarell deutlich satter, grüner als auf dem Scan (die Detailabb. kommt näher hin).

145 EUR





Otto von Wätjen (1881 Düsseldorf-1942 München) : Frauenportrait. - Bleistift, signiert

Otto von Waetjen (1881 Düsseldorf-1942 München) :

Frauenportrait

Bleistift, mit etwas Farbstift,
auf dem Passepartout signiert.

Darstellung/Passepartoutausschnitt : ca. 36,5 × 32,4 cm.
Rahmen : 50 × 44,5 cm.

Erhaltungseinschränkungen :

Das ganze Blatt etwas stockfleckig.
Der alte Rahmen teils stärker berieben bzw. notdürftig ausgebessert, bes. am unteren Rahmenschenkel.

Das Glas innen angelaufen;
zur Dokumentation der Authentizität wurde der Rahmen nicht geöffnet.

Vita : “Otto von Wätjen (auch Waetjen) wurde als Sohn des Düsseldorfer Regierungsrates Hermann von Wätjen (1851–1911) und Clara Antonia Vautier (1862–1944) geboren. Sein Großvater war der deutsch-schweizerische Bauern- und Genremaler Benjamin Vautier. Nach kurzem Ingenieurstudium meldete er sich 1901 an der privaten Mal- und Zeichenschule von Heinrich Knirr in München an. Anschließend bildete er sich von 1902 bis 1903 bei seinem Onkel, dem Maler Otto Vautier, in der Schweiz weiter. Im Januar 1905 zog Wätjen nach Paris und besuchte die École Humbert. Er wurde Stammgast im Café du Dôme und schloss sich dort dem Kreis der deutschen Künstler in Paris an. 1909 wurde er Mitglied des Sonderbundes, an dessen Ausstellungen er bis zur letzten teilnahm, die 1912 in der Städtischen Ausstellungshalle am Aachener Tor in Köln stattfand. Zwischen 1907 und 1910 wohnte er in 65 rue de Douai, in der Nähe des Place de Clichy, ab 1912 am Montparnasse, 31 rue Campagne Premiere. – Im Herbst 1913 lernte er die französische Malerin Marie Laurencin kennen, die im Kreis um Pablo Picasso, Georges Braque und Gertrude Stein verkehrte und die bis 1912 die Muse von Guillaume Apollinaire gewesen war. Am 22. Juni 1914 heiratete das Paar in Paris, Laurencin wurde deutsche Staatsangehörige. Um einer Ausweisung zuvorzukommen, zogen beide zu Beginn des Ersten Weltkriegs nach Spanien und 1918 nach Düsseldorf. 1919 stellte Wätjen mit den Künstlern des Café du Dôme in der Kestner-Gesellschaft in Hannover und 1920 in der Ausstellung Der Dôme in der Galerie Alfred Flechtheim in Düsseldorf aus. 1921 verließ ihn Laurencin, die nach Paris zurückkehrte. Auch von Wätjen zog wieder nach Paris zurück, wo er bis zu seinem Tod vorwiegend wohnte und arbeitete. Otto von Wätjen war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes. Sein Name findet sich noch bis zur Zwangsauflösung durch die nationalsozialistische Reichskunstkammer im DKB-Mitgliederverzeichnis von 1936.” (Wikip.)

155 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) : Arvenwald am Wetterhorn. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) :

Arvenwald am Wetterhorn

Zirbe/Zirbelkiefer/Pinus cembra/Arve

Aquarell (Studie), um 1900-1920.
Unten links signiert : Carl Kessler / München.
Rückseitig ortsbezeichnet.

Bildmaß : 34,5 × 50 cm

Alt (von C. Kessler selbst) auf Unterlagekarton aufgezogen.

Erhaltungseinschränkungen :
- insgesamt (v.a. aber im der linken Hälfte) etwas beschabt
- die Himmelspartie stockfleckig
- die Ecken leicht bestoßen

Die Abb. 1 gibt das Aquarell am farbrichtigsten wieder, Abb. 2 (Gesamtabb.) ist überschärft u. farblich zu hart.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

195 EUR





[Anonymus] : Enzian. - Farbholzschnitt, wohl 1920er-1940er Jahre

[Anonymus] :

Enzian / Bergenzian

Farbholzschnitt auf dünnem/glatten Papier,
unleserlich signiert.

Ohne Datierung, wohl 1920er-1940er Jahre

Darstellung : 25 × 16,5 cm
Blatt : 29 × 21 cm

Das Blatt/die Blattränder etwas gebräunt/lichtrandig, sonst sehr ansprechend.

40 EUR





[Anonymus] : Männlicher Akt. - Kohle/Bleistift, ca. 2. Hälfte 20. Jh.

[Anonymus] :

Männlicher Akt

Kohle/Bleistift auf glattem Papier, tls. gewischt,
wohl 2. Hälfte 20. Jh., ohne Signatur.

Darstellung : ca. 24 × 16 cm
Blattmaß : 42 × 30 cm

Das Blatt tls. schwach altfleckig.
Neben dem linken Arm (vom Betrachter aus) eine kleine Schabstelle.
Am Blattunterrand gebräunt und mit Einheftungspuren.





Walther Koch (1875 Ottensen/Hamburg - Zürich 1915) : Kirchgang. - Farblithographie, um 1910

Walther Koch (1875 Ottensen/Hamburg – Zürich 1915)

Kirchgang

Farblithographie, wohl um 1910.

In der Platte unten rechts bezeichnet : Walther Koch.

Unten links, angeschnitten in Bleistift, “Bachha(m)mer” (Bachhammer), verso nochmals mit Bleistift selbiger Name. Welche Bewandtnis es damit hat, konnte nicht herausgefunden werden.

Datstellung : 49 × 71 cm

Erhaltungsseinschränkungen :
Die Lithographie war alt gerahmt. Wie (leider) früher nicht unüblich, wurde dabei das Blatt bis an den Darstellungsrand beschnitten. Am Oberrand eine kleine geglättete Läsur; in der Himmelspartie darunter einige, wenig auffällige kleine Pünktchen; in der äußersten oberen linken Ecke winziger Nadelstich.

Bei der Ablösung der rückwärtigen Klebestreifen haben sich Papierausdünnungen ergeben, die jedoch nicht die Vorderseite durchdringen und nur in der Durchsicht gegen helles Licht merklich sind – bildseitig so nicht erkennbar.

Zu den Abbildungen : Die Detailabb. geben die Farbstimmung genauer wieder als die Gesamtabbildung.

Vita : “Walther Koch, geboren 14.4.1875 Ottensen bei Altona (heute Hamburg), gestorben 30.6.1915 Zürich … Zuerst Schüler an der Hamburger Kunstgewerbeschule, studierte K. 1893-96 beim Bildhauer Johann Böse, kehrte dann aber zum Kunstgewerbe zurück. Eines Lungenleidens wegen übersiedelte er 1898 nach Davos, wo er eine rege künstler. Tätigkeit entfaltete und zum Vorkämpfer der dt. Werkkunstbestrebungen in der Schweiz wurde. In Davos erhielt er zahlreiche Aufträge für Tourismusplakate und arbeitete als Landschaftsmaler. Seine Darstellungen der Gebirgswelt Graubündens sind von Ferdinand Hodler und Emil Cardinaux beeinflusst. 1914 gestaltete er den Pavillon für das Davoser Kurwesen an der Landesaustellung in Bern und erhielt dafür den grossen Ausstellungspreis. K. schuf weiterhin zahlreiche und wirkungsvolle Plakate, hauptsächlich für den Bündner Fremdenverkehr. – Literatur : K. Wobmann, W. Rotzler, Touristikplakate der Schweiz, 1880-1940, 1980 – Swiss Sport Posters, hg. von K. Wobmann, M. Triet, 198 – B. Margadant, Das Schweizer Plakat: 1900-1983, 1983” (Hist. Lex. d. Schweiz, Autor: Kurt Thaler). – Schreibweise irrtümlich häufiger: Walter Koch.

255 EUR





Walter Buhe (1882 Aschersleben-1958 Leipzig) : Wilnaer Judenfriedhof (Wilna/Vilnius) - Lithgographie, ca. 1916

Walter Buhe (1882 Aschersleben-1958 Leipzig) :

“Wilnaer Judenfriedhof”

Lithographie/Steinzeichnung, um 1916.

In der Platte bezeichnet u. dat. 1916 (keine Handsignatur):

Am Unterrand das Signet der Berliner Secession
sowie nochmals die Künstlerbezeichnung und der Titel.

Blatt aus der 25. Folge von “Krieg und Kunst. Original-Steinzeichnungen der Berliner Sezession”, im Verlag bei Julius Bard, Berlin. Erschienen von 1915-1918.

Darstellung : ca. 28 × 23 cm
Blattmaß : 42 × 33,5 cm

Im Geäst schwacher Braunfleck (s. Pfeile), winziges Fleckchen außerhalb der Darstellung oben. Insgesamt ansprechendes Exemplar in vollrandiger Erhaltung.

Liauen/Vilnius/Judaica/Litauische Juden/Jerusalem des Norden

65 EUR





Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau im Schwarzwald - 1924 Karlsruhe) : Alpen. St. Anton/bei Garmisch-Partenkirchen. - Farblithographie, 1906 (handsigniert)

Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau/Schwarzwald – 1924 Karlsruhe) :

“Alpen (St. Anton/bei [Garmisch-]Partenkirchen)”

Farblithographie (Algraphie), 1906.
In der Platte unten links bezeichnet und datiert.

Unten rechts mit Bleistift handsigniert.

Offensichtlich wurde nur ein Teil der Auflage von Hand signiert.
Für die Echtheit der Signatur garantieren wir. Das Blatt stammt aus einem alten Bestand.

Darstellung : 43,8 × 60,2 cm.
Blatt : 56,6 × 76,8 cm (breitrandig).

Auf glattem, leicht chamoisfarbenen Karton.
Das Blatt rundum in schönster, frischer Erhaltung.

175 EUR





Petra Clemen (1911 Bonn - 1986 Bad Endorf/bei Prien a. Chiemsee) : [Eine Phantasie]. - Feder, weiß gehöht

Petra Clemen (1911 Bonn – 1986 Bad Endorf/bei Prien a. Chiemsee) :

Eine Phantasie /
oder auch eine Märchen-Illustration,
bzw. Vorlage für eine Buchillustration.

Federzeichnung, weiß gehöht.
Nicht bezeichnet, nicht signiert.
Wohl um 1940-1960.

Das Blatt stammt aus dem Nachlaß der Künstlerin.
Vergleiche mit anderen Arbeiten lassen eine zweifelsfreie Zuschreibung an Petra Clemen zu.

Darstellung/Blatt : 17 × 12 cm

Die Darstellung in sehr schöner, farbfrischer Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout. Lediglich in der äußersten, oberen rechten Ecke kleine/unwesentliche Druckspur.

Die Buchillustratorin Petra Clemen wurde 1911 in Bonn geboren. 1936 zog sie mit ihrer Familie nach (Bad) Endorf. Ihr Vater, Paul Martin Clemen (1866-1947), war u.a. Provinzialkonservator d. Rheinprovinz, ihre Mutter Elisabeth Luise/Lilly (1884-1966), eine geborene v. Wätjen, der Bruder Wolfgang (1909–1990), Prof. f. Aglistik an d. LMU Mchn. Petra Clemen arbeitete u.a. für Verlage wie Otto-Müller, Lambert Schneider u. auch Prestel.

95 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Am Riegsee im Vorfrühling. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Vorfrühling am Riegsee”

Aquarell, signiert sowie rückseitig betitelt.
Um 1925-1935.

Darstellung/Blatt : 25 × 35,5 cm.
Die Blattränder – wie sehr oft bei C. Kessler – tls. etwas ungleich beschnitten.

In sehr schöner, farbfrischer Erhaltung.
Lediglich rückseitig schwache Reste von abgelösten Passepartoutmontierungen.

Der Riegsee, ein Lieblingsmotiv C. Kesslers, das er immer wieder in verschiedenen Blickwinkeln, Farbstellungen und Bildgrößen wiedergegeben hat.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

Umgebung : Murnau am Staffelsee, Spatzenhausen, Seehausen am Staffelsee, Obersöchering, Großweil, Habach, Eglfing, Uffing am Staffelsee, Ohlstadt, Antdorf, Sindelsdorf, Schlehdorf, Huglfing, Iffeldorf, Eberfing, Kochel am See, Schwaigen.

148 EUR





Wilhelm Schacht (1872 Leipzig – Rothenburg o.d.T. – Würzburg -1951) “Stiller Wintertag”

Wilhelm Schacht (1872 Leipzig – Rothenburg o.d.T. – Würzburg -1951)

“Stiller Wintertag”

Farblithographie (Künstlersteinzeichnung).

Erschienen bei Meerfeld & Donner Leipzig / Wandschmuck-Verlag.

Darstellung : 55,5 × 74,5 cm
Papiermaß : 60 × 80 cm

In vollrandiger, geradezu verlagsfrischer Erhaltung.
Die Lithographie war noch nie gerahmt und nicht unter Passepartout, vielmehr immer in einer Mappe aufbewahrt.

Literatur : Wilhelm Schacht (1872-1951) im Reichsstadtmuseum Rothenburg o.d.T. – 112 Seiten, zahlr. Abb. – Schriftenreihe des Reichsstadtmuseums Rothenburg ob der Tauber. – Museumsheft 2. – 1992.

95 EUR






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