20. Jahrhundert

Harry Schultz (1874 Elbing / Elblag / Ostpreussen - Hausham 1958) : Boote vor dem Hafen. - Farblithographie, 1901

Harry Schultz (1874 Elbing / Elblag / Ostpreussen – Hausham 1958) :

Boote vor dem Hafen (wohl Ostpreussen)

Farblithographie, 1901
in der Platte bezeichnet und datiert.

Darstellung : 28 × 51 cm
Blattmaß : 37 × 56,5 cm

Wohl ein Probedruck bzw. Vorabzug auf die blanke Rückseite eines bedruckten, festen/glatten Papiers gedruckt. Noch vor der Schrift; auch die Passerkreuze sind noch zu sehen.

Erhaltung : Am Oberrand und auch seitlich rechts ein schwacher hellbräunlicher Lichtrandstreifen, herrührend von einem vormaligen Passepartout.

125 EUR





Georges Braque (1882-1963) : Feuillage noir. - Radierung, 1956 (nummeriert/signiert)

Georges Braque (1882-1963) :

“Feuillage noir”

Radierung auf Japan, 1956,
nummeriert (Nr. 46 von 50 Exemplaren) und signiert.

Blattmaß : 63 × 50 cm

Das Blatt leicht lichtschattig, gering fleckig und mit einigen Papierfältchen.
Unter Passepartout mit Filmoplast-Streifen an den Rändern montiert.
Der Rahmen etwas an den Kanten bestoßen.

Auf der Rahmenrückseite zwei Klebezettel der Galerie Thomas (München, Maximilianstr.), mit Angaben zu diesem Blatt.

Vallier 106





Carl Thiemann (1881 Karlsbad – 1966 Deutenhofen) : Chrysanthemen. - Farbholzschnitt, Handdruck, 1934, signiert

Carl Thiemann (1881 Karlsbad – 1966 Deutenhofen) :

“Chrysanthemen”

Holzschnitt auf Japan, 1934.
Unterhalb der Darstellung von Hand bez. und signiert :
“Original Farbholzschnitt Handdruck / “Chrysanthemen” / C. Thiemann”.

Darstellung : 46,2 × 34 cm
Blattmaß : 52 × 38-37,5 cm (oben re. Blattrandeinkerbung)

Ein schmales Lichträndchen um die Darstellung, kleiner Eckknick unten re. (außerhalb der Darstellung). – Insgesamt in sehr ansprechender/frischer Erhaltung (keine Einrisse, Restaurierungen etc.). Auch die Rückseite zeigt die schöne Erhaltung an.

Eine leichte Papierwellung sowie einige feine Papierfältchen sind japanpapiertypisch; eine Glättung wäre leichtens möglich, würde aber den Charakter verfälschen, auch könnte der Reliefdruck in der Blütendarstellung darunter leiden.

Bibliogr. Referenz :
Klaus Merx, Carl Thiemann 1881-1966. – Darmstadt, 1976. – Werknummer 423 F (die Datierung erfolgt aufgrund Thiemanns eigenhändiger Werkslisten).

375 EUR





Detlef Willand : Das Gelbe Buch. Einhorn Drache Schmetterling. - Edition Walser-Presse, 1996. - Mit 14 Orig.-Holzschnitten (Pressendruck)

Deflef Willand :
Das Gelbe Buch. Einhorn Drache Schmetterling.

Detlef Willand zum Sechzigsten.
Drei Einhorngeschichten und sieben Sätze
zu Willands Bildern und ein Versuch über den Tag- und Nacht-Zyklus.

Erster Druck der Edition Walser-Presse, 1996.
Texte von Bertus Stock. Holzschnitte von Detlef Willand.

Mit 14 Original-Holzschnitten (2 lose beigelegt).

Folio-Format : 42 × 33 cm.
56 ungezählte Seiten.

Gelbe Orig.-Broschur.
Der Umschlag mit einem winzigen, stecknadelkopfkleinen, grauen Pünktchen – sonst außen wie innen geradezu verlagsfrisch (Umschlagkanten scharf, keine Bereibungen, offensichtlich kaum geöffnet).

Editorische Notiz :
Das Gelbe Buch wird als “Erster Druck der Walser-Presse” in einer einmaligen Auflage von 432 Exemplaren vorgelegt …”

Die Holzschnitte im Einzelnen (teils signiert/teils nicht signiert) :

Dame a la licorne (Aus der Holzschnittfolge “Jäger des Einhorns” (nicht sign.)
Apeiron (sign.)
Glückwunsch (chinesische Kalligraphie) (nicht sign.)
Bogenschütze (sign.)
Jäger des Einhorns (sign.)
Einhorn (sign.)
Katharsis (sign.)
Muse reitet einen Künstler zuschanden (sign.)
Kleine “Argo” (sign.)
Zeichen “Drache” (nicht sign.)
Drei besondere Freunde (nicht sign.)
Was mir so durch den Kopf geht (sign.)

Drache träumt – lose beigelegt, sign.
Meditation über sieben Schmetterlinge – lose beigelegt, sign.

275 EUR





[Anonymus] : Bronzekopf/Wasserspeier o.ä. (~ Satyr/Faun), wohl um 1900

[Anonymus] :

Bronzekopf / Wasserspeier o.ä.,
wohl um 1900.

Höhe ca. 8 cm, Gewicht : 530 g.

Innengewinde am Hals.
Patina teils etwas berieben.

Satyr- bzw. Faun-Anmutung.

250 EUR





Bruno Krauskopf (1892 Marienburg/Westpreußen-1960 Berlin) : Weibliche Studienköpfe. - Kohlezeichnung, 1924

Bruno Krauskopf (1892 Marienburg/Westpreußen-1960 Berlin) :

Weibliche Studienköpfe

Kohle,
signiert und datiert (19)24;
dazu eine Widmung mit Grüßen zum 28.VI.(19)30.

Bildmaß/Sichtmaß : ca. 31 × 43 cm.

Erhaltung : Die linke untere Ecke deutlich erkennbar angestückt (siehe Pfeile in der Abb. 2). Unter Glas und Rahmen; der etwas jüngere Rahmen berieben, aber durchaus passend. Die Rückseite sauber verschlossen.

Die Abb. treffen nicht ganz den Papiernaturton.

Zur Vita : Ab 1916 Mitglied in der “Freien Berliner Sezession”, dann Übertritt in die “Berliner Sezession”; dort bis 1933 Vorstands- u. Jurymitglied, Beteiligung an allen Ausstellungen. Teilnahme auch an der Gründungssitzung der “Novembergruppe”, zus. mit Max Pechstein, Rudolf Belling sowie Erich Mendelsohn 1918 im Arbeitsausschuß.

295 EUR





[Anonymus] : Aus alter Zeit. - Scherenschnitt

[Anonymus] :

“Aus alter Zeit”

Scherenschnitt,
betitelt und signiert
(die Signatur nicht entziffert; das Blatt wurde in Klagenfurt erworben),
wohl 1. Drittel 20. Jh.

Darstellung : 7 × 14,4 cm
Unterlagekarton : 16 × 24 cm

Ein wenig altfleckig, insgesamt wohlerhalten mit feinem Altersschmelz.
Fein, die in der Entfernung auftauchende Ritterburg auf hohem Fels (=ein zweiter Schnitt hinter dem Transparentpapier).

65 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Am Riegsee. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Abend im Alpenvorland” (Der Riegsee)

Aquarell, signiert unten rechts.
Rückseitig betitelt,
um 1925-1935.

Darstellung/Blatt : 36,5 × 50 cm.

Erhaltungsmängel :
In der Himmelspartie (s. Pfeile) eine deutlich merkliche Schabspur (deutlicher als es die Abb. mit den Pfeilen zeigt).

Aufgrund dieses gravierenden Mangels eine deutliche Preisminderung.
Bitte nur bieten, wenn dieser zur Kenntnis genommen und toleriert werden kann.

Der Riegsee, ein Lieblingsmotiv C. Kesslers, das er immer wieder in verschiedenen Blickwinkeln, Farbstellungen und Bildgrößen wiedergegeben hat.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

Umgebung : Murnau am Staffelsee, Spatzenhausen, Seehausen am Staffelsee, Obersöchering, Großweil, Habach, Eglfing, Uffing am Staffelsee, Ohlstadt, Antdorf, Sindelsdorf, Schlehdorf, Huglfing, Iffeldorf, Eberfing, Kochel am See, Schwaigen.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

Umgebung : Murnau am Staffelsee, Spatzenhausen, Seehausen am Staffelsee, Obersöchering, Großweil, Habach, Eglfing, Uffing am Staffelsee, Ohlstadt, Antdorf, Sindelsdorf, Schlehdorf, Huglfing, Iffeldorf, Eberfing, Kochel am See, Schwaigen.

85 EUR





Antje Wichtrey (*1966) : Spaziergang durch die Wüste. - Holzschnitt

Antje Wichtrey (*1966) :

“Spaziergang durch die Wüste”

Holzschnitt auf Japan.

Mit Feder signiert, betitelt und nummeriert :
Exemplar 23 von insgesamt 50.

Darstellung : 26,5 × 32,5 cm
Blatt : ca. 31,5 × 38 cm (unbeschnitten/vollrandig)

In sehr schöner Erhaltung.

65 EUR





Detlef Willand (*1935) : Juan, ein Santiagopilger. - Holzschnitt, 1985

Detlef Willand (*1935) :

“Juan, ein Santiagopilger”

Ein Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.

Holzschnitt auf hellweißem Bütten
handsigniert.

Darstellung : ca. 19,5 × 18 cm.
Blatt : 24,5 × 34,5 cm (vollrandig erhalten)

Vgl. Werkverzeichnis 1985/30 (hier wird eine Auflage von 100 Expl. genannt).

65 EUR





Detlef Willand (*1935) : Segelschiff. - Holzschnitt aus der Folge : Dekade zehn Augenblicke, 1989/1990

Detlef Willand (*1935) :

Das Schiff

Holzschnitt (Druckfarbe blau) aus der Folge : “Dekade zehn Augenblicke”.
In Holz geschnitten 1989 – gedruckt/verlegt 1990.

Rückseitig der Holzschnitt (schwarz/weiß): “Die Raben Hugin und Munin” (siehe Abb. 3).

Bietigheim Verlag “Galerie im Unteren Tor”, Stefan Heiland.

Exemplar außerhalb der Auflage mit Gefälligkeitssignatur (unten rechts).

Bitte beachten : Wir bieten auch ein Exemplar ohne Signatur
und ohne Rückseitenholzschnitt (Hugin/Munin) an,
dafür auf blütenweißem Büttenpapier.

Darstellung/Blattmaß : 53,3 × 50,5 cm (original bis an die Ränder bedruckt).

Gedruckt auf 250 g Kontakt-Offsetkarton.

In unberührt frischer Erhaltung.
Noch nie gerahmt bzw. unter Passepartout,
daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

Das Hintergrundweiß erscheint auf den Abbildungen abbild.-techn. bedingt zu abgeschattet/dunkel, in natura aber ist es ein Hellweiß.

95 EUR





Detlef Willand (*1935) : Segelschiff. - Holzschnitt, 1989/90

Detlef Willand (*1935) :

“Das Schiff”

Holzschnitt (Druckfarbe blau) aus der Folge : “Dekade zehn Augenblicke”.

Gewissermaßen “Vorzugsdruck” (jedoch unsign./unnumm.)
auf blütenweißem Bütten (mit blanker Rückseite).

Bitte beachten : Wir bieten auch die Normalauflage auf schlichtem Offsetkarton mit Gefälligkeitssignatur u. rückseitig mit dem Holzschnitt “Die Raben Hugin und Munin” an (vgl. Werkverzeichnis Nr. 1989/3).

Bietigheim Verlag “Galerie im Unteren Tor”, Stefan Heiland.

Darstellung/Blattmaß : 53,2 × 50 cm (original bis an die Ränder bedruckt).

In unberührt frischer Erhaltung.
Noch nie gerahmt bzw. unter Passepartout,
daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

Das Hintergrundweiß erscheint auf den Abbildungen abbild.-techn. bedingt zu abgeschattet/dunkel, in natura aber ist es ein Hellweiß.

90 EUR





Lieselotte Plangger-Popp (Gut Karlsfelde/Ostpreussen-2002 Meran) : Seiser Alm / Am Schlern. - Rohrfeder, 1962

Lieselotte Plangger-Popp (1913 Gut Karlsfelde/Masuren/Ostpreussen – 2002 Meran) :

“Seiser Alm / Am Schlern”

Rohrfederzeichnung, 1962
Auf leicht getöntem INGRES-Bütten (WZ)

Auf dem Passepartout von der Künstlerin betitelt, datiert u. signiert.
Rückseitig mit Stempel (Atelier) : L. Plangger-Popp / Bozen / Mustergasse 14.

Bildmaß (= Passepartoutausschntt): 40,5 × 51,5 cm
Blatt: 45 × 48,5 cm
Außen-Passepartout: 56 × 66 cm

Erhaltung : Die alte Rahmung wurde unsererseits geöffnet. Dabei zeigte sich, dass das Blatt ganz offensichtlich von der Künstlerin selbst unter das von ihr beschriftete, schlichte Passepartout mit T e s a montiert wurde. Die umlaufenenden Streifen wurden inzwischen entfernt, dabei sind aber die typ. Braunverfärbungen rückseitig verblieben, scheinen aber nicht auf die Bildseite durch (seitl. und unten befinden sich die Streifen ohnehin deutlich außerhalb des Bildfeldes). – Zu vermerken noch ein kleiner, sauber mit Japan geschlossener Randeinriß.

Über das einfache Passepartout wurde ein Schrägschnittpassep. fest montiert (geklebt), dieses im Schnitt – wie typ. für die Zeit – gebräunt.

165 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Frühling im Moos /bei Beuerberg. - Auarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Frühling im Moos / bei Beuerberg”

Aquarell,
signiert sowie rückseitig ortsbezeichnet.

Blattgröße : 36,5 × 51 cm

Erhaltungseinschränkung :
In der rechten oberen Himmelspartie mit leichten Verwischungen.
Das Blatt insgesamt leicht, nicht allzu auffällig gebogen (nicht wellig im eigentl. Sinn). Linke untere Ecke mit sauber geschlossenem Einriß. – Trotz einiger Mängel : immer noch sehr ansprechendes Blatt.

Zu den Abbildungen : Die beiden Detailabbildungen sind wesentlich farbrichtiger als die Gesamtabb.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

85 EUR





Clemens M. Erlenbach (1945 Schlangenbad/Taunus) : Brighton

Clemens M. Erlenbach (1945 Schlangenbad/Taunus) :

Brighton

Farbdruck.

Unten rechts mit Bleistift signiert und datiert : (19)80,
unten links Auflagenbezeichnung : Nr. 46 von insgesamt 99 Exemplaren

Darstellung : 37 × 51 cm
Blattmaß : 60 × 75 cm (breitrandig/vollrandig)

Auf kräftigem, weißen Bütten.

Die Darstellung in unberührt frischer Erhaltung;
lediglich an der rechten Seite (knapp außerhalb der Darstellung) ein kleiner brauner Punkt (könnte ggf. leicht retuschiert werden).

125 EUR





G. Dethlefs : "Weiße Azalie". - Farblithographie/Künstlersteinzeichnung, bei Teubner

G. Dethlefs

“Weiße Azalie” (Azalee)

Farblithographie / Künstlersteinzeichnung,
unten rechts vom Künstler handsigniert sowie betitelt.
1. Viertel 20. Jh.

Im Verlag von B.G. Teubner, Leipzig,
gedruckt bei S. Malz, Berlin.

Darstellung : 75 × 55 cm
Blattmaß : 94 × 69,5 (vollrandig erhalten)

Das übergroße Prachtblatt in guter Erhaltung,
lediglich minimale Handhabungsspuren im Bildbereich (= kleine/unwesentl. Druckstellen, die hinter Glas wohl kaum merklich sein werden).
Außerhalb der Darstellung, im breiten/weißen Rand die Fingerknicke etwas deutlicher merklich (ein allfälliges Passpartout würde diese überdecken).
Am Blattunterrand sowie an einer Stelle seitlich rechts kleine/bräunliche Flecken.

165 EUR





Josef Nicklas (1893 Ulm - Weingarten 1974) : [Sensendengler]. - Radierung , 1926

Josef Nicklas (1893 Ulm – Weingarten1974).

[Sensendengler]

Radierung auf Japan, mit feinem Plattenton,
rückseitig bezeichnet und datiert : 1926

Darstellung : 8 × 12 cm
Blatt : 11 × 19,5 cm

Die weißen Blattränder minimal/schwach stockfleckig,
die Darstellung in schöner Erhaltung.

Sehr feines Blatt.

Vita “Nicklas (Niklas), Josef, dt. Maler, Grafiker, *17.8.1893 Ulm, †Juli 1974 Weingarten. – Biogramm – Aufgewachsen in Neu-Ulm, dort Besuch des Realgymnasiums. Nach Kinderlähmung steht ihm nur die linke Faust zur Verfügung. Stud.: 1910 KGS Stuttgart; 1911 KA ebd. bei Robert Poetzelsberger; 1912 Schüler von Edmund Steppes. 1919-66 im Klosterdorf Reute bei Waldsee ansässig. – N.s Hauptthema ist die bäuerliche Welt. Er malt v.a. Schäfer, Hirten, Knechte, Bauern, Holzhauer, Fischer; ruhende und arbeitende Menschen in Verbindung mit Herden, gewaltige Tiere drängen beim Hornruf des Hirten zur Tränke. Dabei legt er bes. Wert auf die Darst. der umgebenden Lsch.: Pflanzen, Bäume, Steine, Wind und Wetter. Er stellt Bauernstuben mit Mutter und Kind, betende oder nähende Frauen als Einzelpersonen oder kleine Menschengruppen dar. Seine Bildwelt ist betont antimodern und vermittelt Ahnungen von etwas Unheilvollem. N. fertigt kleinformatige Kaltnadel-Rad., die er mittels Aquarellfarbe koloriert (keine Farbdrucke), sowie Kohle- und Tuschezeichnungen. In seiner Malerei vor dem 1. WK herrschen erdige Töne vor, später Pastellfarben mit Neigung zur Durchsichtigkeit. N. signiert “J. Nicklas Jahreszahl”. – N.s Werke sind durch die Betonung der Linie, anfangs Linienbündel, später einzelne Linien und wenige Tiefenlinien charakterisiert. Seine stilistischen Vorbilder stammen aus der Gotik, der dt. Renaiss. und der Antike. Häufig bezieht er sich auf Albrecht Dürer, später auf Hans Thoma und die dt. Romantik. Seit den 1950er Jahren vollzieht er eine formale Reduktion und Beschränkung auf Einzelpersonen; er zeigt Kargheit und Ruhe als Ideal. – Werke : Bad Waldsee, Kornhaus-Mus. München, BSGS. Stuttgart, SG. Tübingen, Reg.-Präsidium. Ulm, Ulmer Mus. Weingarten, StM. – Ausmalungen: Bad Waldsee, Marien-Kap. Kloster Reute. Kappel/Bad Buchau, Kirche” (Uwe Degreif, in AKL XCII, 2016)

55 EUR





Otto von Wätjen (1881 Düsseldorf-1942 München) : Frauenportrait. - Bleistift, signiert

Otto von Waetjen (1881 Düsseldorf-1942 München) :

Frauenportrait

Bleistift, mit etwas Farbstift,
auf dem Passepartout signiert.

Darstellung/Passepartoutausschnitt : ca. 36,5 × 32,4 cm.
Rahmen : 50 × 44,5 cm.

Erhaltungseinschränkungen :

Das ganze Blatt etwas stockfleckig.
Der alte Rahmen teils stärker berieben bzw. notdürftig ausgebessert, bes. am unteren Rahmenschenkel.

Das Glas innen angelaufen;
zur Dokumentation der Authentizität wurde der Rahmen nicht geöffnet.

Vita : “Otto von Wätjen (auch Waetjen) wurde als Sohn des Düsseldorfer Regierungsrates Hermann von Wätjen (1851–1911) und Clara Antonia Vautier (1862–1944) geboren. Sein Großvater war der deutsch-schweizerische Bauern- und Genremaler Benjamin Vautier. Nach kurzem Ingenieurstudium meldete er sich 1901 an der privaten Mal- und Zeichenschule von Heinrich Knirr in München an. Anschließend bildete er sich von 1902 bis 1903 bei seinem Onkel, dem Maler Otto Vautier, in der Schweiz weiter. Im Januar 1905 zog Wätjen nach Paris und besuchte die École Humbert. Er wurde Stammgast im Café du Dôme und schloss sich dort dem Kreis der deutschen Künstler in Paris an. 1909 wurde er Mitglied des Sonderbundes, an dessen Ausstellungen er bis zur letzten teilnahm, die 1912 in der Städtischen Ausstellungshalle am Aachener Tor in Köln stattfand. Zwischen 1907 und 1910 wohnte er in 65 rue de Douai, in der Nähe des Place de Clichy, ab 1912 am Montparnasse, 31 rue Campagne Premiere. – Im Herbst 1913 lernte er die französische Malerin Marie Laurencin kennen, die im Kreis um Pablo Picasso, Georges Braque und Gertrude Stein verkehrte und die bis 1912 die Muse von Guillaume Apollinaire gewesen war. Am 22. Juni 1914 heiratete das Paar in Paris, Laurencin wurde deutsche Staatsangehörige. Um einer Ausweisung zuvorzukommen, zogen beide zu Beginn des Ersten Weltkriegs nach Spanien und 1918 nach Düsseldorf. 1919 stellte Wätjen mit den Künstlern des Café du Dôme in der Kestner-Gesellschaft in Hannover und 1920 in der Ausstellung Der Dôme in der Galerie Alfred Flechtheim in Düsseldorf aus. 1921 verließ ihn Laurencin, die nach Paris zurückkehrte. Auch von Wätjen zog wieder nach Paris zurück, wo er bis zu seinem Tod vorwiegend wohnte und arbeitete. Otto von Wätjen war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes. Sein Name findet sich noch bis zur Zwangsauflösung durch die nationalsozialistische Reichskunstkammer im DKB-Mitgliederverzeichnis von 1936.” (Wikip.)

155 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) : Arvenwald am Wetterhorn. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) :

Arvenwald am Wetterhorn

Zirbe/Zirbelkiefer/Pinus cembra/Arve

Aquarell (Studie), um 1900-1920.
Unten links signiert : Carl Kessler / München.
Rückseitig ortsbezeichnet.

Bildmaß : 34,5 × 50 cm

Alt (von C. Kessler selbst) auf Unterlagekarton aufgezogen.

Erhaltungseinschränkungen :
- insgesamt (v.a. aber im der linken Hälfte) etwas beschabt
- die Himmelspartie stockfleckig
- die Ecken leicht bestoßen

Die Abb. 1 gibt das Aquarell am farbrichtigsten wieder, Abb. 2 (Gesamtabb.) ist überschärft u. farblich zu hart.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

195 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) : Villa Würmegg, 1919

Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) :

Villa Würmegg, Aug. 1919

Aquarell, signiert oben rechts

Bildmaß : 25 × 35,5 cm
Passepartout : 39 × 49 cm

Erhaltungseinschränkungen :

- das Aquarell fest unter ein Passepartout montiert/geklebt
- das Passepartout völlig verbräunt
- in der linken oberen Ecke Papierfalte.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

75 EUR





[Anonymus] : Enzian. - Farbholzschnitt, wohl 1920er-1940er Jahre

[Anonymus] :

Enzian / Bergenzian

Farbholzschnitt auf dünnem/glatten Papier,
unleserlich signiert.

Ohne Datierung, wohl 1920er-1940er Jahre

Darstellung : 25 × 16,5 cm
Blatt : 29 × 21 cm

Das Blatt/die Blattränder etwas gebräunt/lichtrandig, sonst sehr ansprechend.

40 EUR





[Anonymus] : Männlicher Akt. - Kohle/Bleistift, ca. 2. Hälfte 20. Jh.

[Anonymus] :

Männlicher Akt

Kohle/Bleistift auf glattem Papier, tls. gewischt,
wohl 2. Hälfte 20. Jh., ohne Signatur.

Darstellung : ca. 24 × 16 cm
Blattmaß : 42 × 30 cm

Das Blatt tls. schwach altfleckig.
Neben dem linken Arm (vom Betrachter aus) eine kleine Schabstelle.
Am Blattunterrand gebräunt und mit Einheftungspuren.





Walther Koch (1875 Ottensen/Hamburg - Zürich 1915) : Kirchgang. - Farblithographie, um 1910

Walther Koch (1875 Ottensen/Hamburg – Zürich 1915)

Kirchgang

Farblithographie, wohl um 1910.

In der Platte unten rechts bezeichnet : Walther Koch.

Unten links, angeschnitten in Bleistift, “Bachha(m)mer” (Bachhammer), verso nochmals mit Bleistift selbiger Name. Welche Bewandtnis es damit hat, konnte nicht herausgefunden werden.

Datstellung : 49 × 71 cm

Erhaltungsseinschränkungen :
Die Lithographie war alt gerahmt. Wie (leider) früher nicht unüblich, wurde dabei das Blatt bis an den Darstellungsrand beschnitten. Am Oberrand eine kleine geglättete Läsur; in der Himmelspartie darunter einige, wenig auffällige kleine Pünktchen; in der äußersten oberen linken Ecke winziger Nadelstich.

Bei der Ablösung der rückwärtigen Klebestreifen haben sich Papierausdünnungen ergeben, die jedoch nicht die Vorderseite durchdringen und nur in der Durchsicht gegen helles Licht merklich sind – bildseitig so nicht erkennbar.

Zu den Abbildungen : Die Detailabb. geben die Farbstimmung genauer wieder als die Gesamtabbildung.

Vita : “Walther Koch, geboren 14.4.1875 Ottensen bei Altona (heute Hamburg), gestorben 30.6.1915 Zürich … Zuerst Schüler an der Hamburger Kunstgewerbeschule, studierte K. 1893-96 beim Bildhauer Johann Böse, kehrte dann aber zum Kunstgewerbe zurück. Eines Lungenleidens wegen übersiedelte er 1898 nach Davos, wo er eine rege künstler. Tätigkeit entfaltete und zum Vorkämpfer der dt. Werkkunstbestrebungen in der Schweiz wurde. In Davos erhielt er zahlreiche Aufträge für Tourismusplakate und arbeitete als Landschaftsmaler. Seine Darstellungen der Gebirgswelt Graubündens sind von Ferdinand Hodler und Emil Cardinaux beeinflusst. 1914 gestaltete er den Pavillon für das Davoser Kurwesen an der Landesaustellung in Bern und erhielt dafür den grossen Ausstellungspreis. K. schuf weiterhin zahlreiche und wirkungsvolle Plakate, hauptsächlich für den Bündner Fremdenverkehr. – Literatur : K. Wobmann, W. Rotzler, Touristikplakate der Schweiz, 1880-1940, 1980 – Swiss Sport Posters, hg. von K. Wobmann, M. Triet, 198 – B. Margadant, Das Schweizer Plakat: 1900-1983, 1983” (Hist. Lex. d. Schweiz, Autor: Kurt Thaler). – Schreibweise irrtümlich häufiger: Walter Koch.

255 EUR





Gottlob Schüssel (1892 Segringen - 1967 Kempten) : Weissensee bei Füssen mit Säuling. - Gouache, 1939

Gottlob Schüssel (1892 Segringen-1967 Kempten)

“Weissen-See bei Füssen mit Säuling” (Allgäu).

Gouache, 1939,
unten rechts signiert.

Darstellung/Blattmaß : 25 × 32 cm.

Auf der vormaligen Rückenabdeckung befand sich Betitelung und Datierung.

Blattränder etwas ungleichmäßig beschnitten.

Insgesamt in schöner, farbfrischer Erhaltung.

65 EUR





Walter Buhe (1882 Aschersleben-1958 Leipzig) : Wilnaer Judenfriedhof (Wilna/Vilnius) - Lithgographie, ca. 1916

Walter Buhe (1882 Aschersleben-1958 Leipzig) :

“Wilnaer Judenfriedhof”

Lithographie/Steinzeichnung, um 1916.

In der Platte bezeichnet u. dat. 1916 (keine Handsignatur):

Am Unterrand das Signet der Berliner Secession
sowie nochmals die Künstlerbezeichnung und der Titel.

Blatt aus der 25. Folge von “Krieg und Kunst. Original-Steinzeichnungen der Berliner Sezession”, im Verlag bei Julius Bard, Berlin. Erschienen von 1915-1918.

Darstellung : ca. 28 × 23 cm
Blattmaß : 42 × 33,5 cm

Im Geäst schwacher Braunfleck (s. Pfeile), winziges Fleckchen außerhalb der Darstellung oben. Insgesamt ansprechendes Exemplar in vollrandiger Erhaltung.

Liauen/Vilnius/Judaica/Litauische Juden/Jerusalem des Norden

65 EUR





Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau im Schwarzwald - 1924 Karlsruhe) : Alpen. St. Anton/bei Garmisch-Partenkirchen. - Farblithographie, 1906 (handsigniert)

Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau/Schwarzwald – 1924 Karlsruhe) :

“Alpen (St. Anton/bei [Garmisch-]Partenkirchen)”

Farblithographie (Algraphie), 1906.
In der Platte unten links bezeichnet und datiert.

Unten rechts mit Bleistift handsigniert.

Offensichtlich wurde nur ein Teil der Auflage von Hand signiert.
Für die Echtheit der Signatur garantieren wir. Das Blatt stammt aus einem alten Bestand.

Darstellung : 43,8 × 60,2 cm.
Blatt : 56,6 × 76,8 cm (breitrandig).

Auf glattem, leicht chamoisfarbenen Karton.
Das Blatt rundum in schönster, frischer Erhaltung.

175 EUR





Petra Clemen (1911 Bonn - 1986 Bad Endorf/bei Prien a. Chiemsee) : [Eine Phantasie]. - Feder, weiß gehöht

Petra Clemen (1911 Bonn – 1986 Bad Endorf/bei Prien a. Chiemsee) :

Eine Phantasie /
oder auch eine Märchen-Illustration,
bzw. Vorlage für eine Buchillustration.

Federzeichnung, weiß gehöht.
Nicht bezeichnet, nicht signiert.
Wohl um 1940-1960.

Das Blatt stammt aus dem Nachlaß der Künstlerin.
Vergleiche mit anderen Arbeiten lassen eine zweifelsfreie Zuschreibung an Petra Clemen zu.

Darstellung/Blatt : 17 × 12 cm

Die Darstellung in sehr schöner, farbfrischer Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout. Lediglich in der äußersten, oberen rechten Ecke kleine/unwesentliche Druckspur.

Die Buchillustratorin Petra Clemen wurde 1911 in Bonn geboren. 1936 zog sie mit ihrer Familie nach (Bad) Endorf. Ihr Vater, Paul Martin Clemen (1866-1947), war u.a. Provinzialkonservator d. Rheinprovinz, ihre Mutter Elisabeth Luise/Lilly (1884-1966), eine geborene v. Wätjen, der Bruder Wolfgang (1909–1990), Prof. f. Aglistik an d. LMU Mchn. Petra Clemen arbeitete u.a. für Verlage wie Otto-Müller, Lambert Schneider u. auch Prestel.

95 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Am Riegsee im Vorfrühling. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Vorfrühling am Riegsee”

Aquarell, signiert sowie rückseitig betitelt.
Um 1925-1935.

Darstellung/Blatt : 25 × 35,5 cm.
Die Blattränder – wie sehr oft bei C. Kessler – tls. etwas ungleich beschnitten.

In sehr schöner, farbfrischer Erhaltung.
Lediglich rückseitig schwache Reste von abgelösten Passepartoutmontierungen.

Der Riegsee, ein Lieblingsmotiv C. Kesslers, das er immer wieder in verschiedenen Blickwinkeln, Farbstellungen und Bildgrößen wiedergegeben hat.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

Umgebung : Murnau am Staffelsee, Spatzenhausen, Seehausen am Staffelsee, Obersöchering, Großweil, Habach, Eglfing, Uffing am Staffelsee, Ohlstadt, Antdorf, Sindelsdorf, Schlehdorf, Huglfing, Iffeldorf, Eberfing, Kochel am See, Schwaigen.

148 EUR





Wilhelm Schacht (1872 Leipzig – Rothenburg o.d.T. – Würzburg -1951) “Stiller Wintertag”

Wilhelm Schacht (1872 Leipzig – Rothenburg o.d.T. – Würzburg -1951)

“Stiller Wintertag”

Farblithographie (Künstlersteinzeichnung).

Erschienen bei Meerfeld & Donner Leipzig / Wandschmuck-Verlag.

Darstellung : 55,5 × 74,5 cm
Papiermaß : 60 × 80 cm

In vollrandiger, geradezu verlagsfrischer Erhaltung.
Die Lithographie war noch nie gerahmt und nicht unter Passepartout, vielmehr immer in einer Mappe aufbewahrt.

Literatur : Wilhelm Schacht (1872-1951) im Reichsstadtmuseum Rothenburg o.d.T. – 112 Seiten, zahlr. Abb. – Schriftenreihe des Reichsstadtmuseums Rothenburg ob der Tauber. – Museumsheft 2. – 1992.

95 EUR





Franz Heckendorf (1888 Berlin - 1962 München) : Vor/Bei Saloniki. - Farblithographie, c. 1916

Franz Heckendorf (1888 Berlin – 1962 München) : Vor Saloniki

Farbige Lithographie, um 1916.

In der Platte bezeichnet : “Heckendorf – Vor Saloniki”.
Am Unterrand das Signet der Berliner Secession sowie die abweichende Betitelung: “Bei Saloniki”.

Blatt aus der 29. Folge von “Krieg und Kunst. Original-Steinzeichnungen der Berliner Sezession”, im Verlag bei Julius Bard, Berlin. Erschienen von 1915-1918.

Darstellung : 26 × 24 cm
Blattmaß : 41,5 × 33,2 cm

Das Blatt in den weißen Rändern leicht stockfleckig, den Gesamteindruck wohl kaum beeinträchtigend. Feiner, ansprechender Altersschmelz.

Zu den Abbildungen : Das Papier erscheint in den Abb. zu stark chamois getönt. In natura ist die Tönung heller, in Richtung sandfarben. Die Farben dagegen sind kräftiger als auf den Scans.

40 EUR






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